Putin und Xi triumphieren | Von Rainer Rupp

Putin und Xi triumphieren | Von Rainer Rupp

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Westen verliert hybriden Krieg gegen Russisch-Chinesische
Partnerschaft


Ein Kommentar von Rainer Rupp.


Ein gehässiger Leitartikel der britischen Financial Times über
angebliche Schwächen und Krisen des verzweifelt auf Hilfe von
Peking wartenden Russlands, passt nahtlos in das bekannte Muster
westlicher Medien, die zu wichtigen diplomatischen Treffen, wie
z.B. zum jüngsten Besuch Putins in China die richtige
Begleitmusik liefern.


Wladimir Putin traf am Dienstag, den 19. Mai zu einem zweitägigen
Besuch in Peking ein. Der offizielle Anlass war der 25. Jahrestag
des sino-russischen „Vertrags über gute Nachbarschaft und
freundschaftliche Zusammenarbeit“, der als Grundlage für die
guten zwischenstaatlichen Beziehungen der beiden strategischen
Partner dient. Der Vertrag wurde allerdings am 16. Juli 2001
unterzeichnet, nicht im Mai. Da der Jahrestag mit Präsident
Putins Besuch in China zeitlich nicht zusammenfällt, hat das
unter internationalen Beobachtern zu allerlei Vermutungen
geführt, welche zu dringenderen Überlegungen zu dem vorgezogenen
Besuch der russischen Präsidenten in Peking geführt haben
könnten.


Inzwischen ist Putin wieder in Moskau zurück und die offiziellen
Stellungnahmen der beiden Staatschefs zum Abschluss des Gipfels
gaben Anlass zu dem Gerücht, dass Xi von Putin informiert wurde,
dass Moskau nicht nur eine neue, härtere militärische Gangart
gegen die Ukraine beschlossen hat. Vielmehr kämen jetzt auch
EU-NATO-Akteure ins Visier russischer Vergeltungsmaßnahmen für
ukrainische Angriffe, die nur mit direkter Unterstützung von
EU-NATO-Militärs mit West-Raketen und Software mit
Zielkoordinaten tief in den russischen Raum durchgeführt wurden.
Dort richten sie zunehmend empfindliche Schäden an.


Da dies auf Dauer nicht so weiter gehen könne, habe sich Russland
jetzt entschieden die ukrainische Langstrecken-Drohnengefahr
direkt an der Quelle zu bekämpfen, nämlich die
EU-NATO-Entscheidungszentren, sowie militärisch-industrielle
Komplexe in NATO-Europa anzugreifen. Eine derart dramatische
Eskalation des Kriegs kam für viele Beobachter nicht unerwartet.
Und nach der Reaktion von Präsident Xi vor der internationalen
Presse zu urteilen, bekundete Peking nicht nur Verständnis für
die „Beseitigung der Wurzeln des Ukrainekriegs“, sondern er
betont auch weiterhin Chinas Unterstützung für Russland bei der
Verfolgung dieses Ziels. Und daran ändert auch die miese hybride
Kriegführung westlicher Politiker und Medien à la Financial Times
nichts.


Teil dieser Art des hybriden Kriegs ist, dass sich vor wichtigen
chinesisch-russischen Treffen in den letzten Jahren ein klares
Muster westlicher Bemühungen herausgebildet hat, mit allerlei
Gerüchten und Behauptungen Misstrauen und Zweifel zu sähen, um
die Achse Peking und Moskau zu spalten. Dies geschieht in der
Regel durch Berichte auf Basis anonymer Quellen wie „westliche
Regierungsbeamte“, oder „Experten aus den Nachrichtendiensten“,
die versuchen das Gipfel-Klima zu vergiften.


Die gängige Variante dieser Spaltungs-Versuche, konnte man auch
am Tag von Präsident Putins Ankunft in Peking im Heute Journal
des Zweiten Deutschen Staatsfernsehens (ZDF) sehen: Dabei ging es
um das wirtschaftlich dominante und finanziell starke China,
welches das schwache, um Hilfe bettelnde Russland ausbeutet,
indem es seine Position als einziger Abnehmer ausnutzt, um die
Preise für russisches Öl und Gas und andere Rohstoffe zu drücken
und dann für viel Geld weiterzuverkaufen. Und Präsident Putin
lasse das zu, weil er mit seinem Ukrainekrieg Russland in eine
hoffnungslose Lage getrieben habe und für den Chinesischen Koch
den Kellner spielen muss.


...https://apolut.net/putin-und-xi-triumphieren-von-rainer-rupp/


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