AfD-Parteitag: Den wirtschaftslibertären Kurs fortsetzen | Von Paul Clemente

AfD-Parteitag: Den wirtschaftslibertären Kurs fortsetzen | Von Paul Clemente

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Ein Kommentar von Paul Clemente.


Ein Parteitag wie ein Actionfilm. Da kann der politische
Mainstream noch was lernen: Eine Partei, kapitalistisch wie die
FDP oder der Blackrock-Kanzler, streut ein paar konservative
Trigger ins blaue Programm und schon sorgen zahllose NGOs für
Gratiswerbung. Auch diesmal waren die Störaktionen spannender als
der Parteitag selber.


Vor allem die Antifa blamierte sich bis auf die Knochen. Eine
Bewegung, die glaubt, dass auf AfD-Parteitagen nur Passagen
aus „Mein Kampf“ vorgetragen würden. So reisten die
Antifa-Aktivisten am Freitag an, um einen verspäteten
Reichsparteitag zu verhindern. Sogar die Bild-Zeitung leistete
historisierende Schützenhilfe:


Wie so oft war die Realität wesentlich bescheidener: Die AfD
wollte lediglich einen Vorsitz wählen.


Schon vor Tagen hatte die Plattform „Indymedia“ die üblichen
Tipps zur Bewaffnung publiziert: Molotow-Cocktails,
Pflastersteine oder Schleudern. Was keiner bedacht hat: Der
Parteitag startete am Samstag um 10 Uhr. Will man den Eintritt
versperren, sollte man einige Stunden zuvor bereitstehen. Ein für
Antifa-Helden unüberwindliches Hindernis. Klar. Nazis bekämpfen:
immer. Aber nicht am frühen Morgen. Kurzum, die Heldentruppe kam
zu spät.


Mit erschütternder Ehrlichkeit rief ein Antifa-Krieger ins Mikro:


Das stimmt nicht ganz. Die Teilnehmer trudelten nicht um 2 Uhr
ein, sondern erst um 4. Sie hatten den Veranstaltungsort trotz
Straßenblockaden unverletzt erreicht. Um 5 Uhr morgens tummelten
sich bereits 500 bis 600 AfD-Mitglieder auf dem Gelände.
AfD-Co-Chef Tino Chrupalla witzelte in seiner Eröffnungsrede:


Hinzu kam, dass 6000 Polizisten angerückt waren, um die blauen
Dunkelmänner zu verteidigen. Wo jetzt hin mit der aufgestauten
Wut? Man brauchte schnell ein neues Hassobjekt. Und das fand sich
auch: So jagten die Antifa-Heden das Reporterteam eines
Alternativ-Mediums, den Apollo-News. Ein Berichterstatter, der
bereits am Boden lag, erhielt Tritte an den Hinterkopf. Andere
kamen mit Schürf- und Platzwunden davon. 


Hauptorganisator der Protest-Gruppierungen war - nach eigenem
Bekunden - die Initative „Wiedersetzen“. Eine bundesweite,
spendenfinanzierte Initiative zur Sabotage von AfD-Vorhaben. Auf
ihrer Pressekonferenz fanden die „Wiedersetzen“-Aktivisten keinen
Grund, sich von den Ausschreitungen gegen besagte Journalisten zu
distanzieren. Im Gegenteil:


„Der Zeitpunkt der Tagung gilt als symbolträchtig: Der Parteitag
findet 100 Jahre nach dem NSDAP-Reichsparteitag vom 3. und 4.
Juli 1926 in Weimar statt.“„Jetzt habe ich leider eine schlechte
Nachricht. Mittlerweile sind schon über 500 Delegierte der AfD in
der Messehalle, Der Parteitag wird jetzt gleich starten. Das ist
richtig scheiße, ja. Die haben halt dieses Mal mitten in der
Nacht um 2 Uhr nachts angefangen, die Leute da reinzubringen.
Also viel früher, als wir gestartet haben.“„Der frühe Vogel fängt
den Wurm (...) die Randalierer von der Antifa haben ihr eigenes
Störmanöver verschlafen.“„Wir sind nach Erfurt gekommen, um
Faschist*innen zu blockieren. Faschist*innen mit einem
Presseausweis sind immer noch Faschist*innen.“





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