Störungen des Kaliumhaushalts

Störungen des Kaliumhaushalts

vor 7 Monaten
21 Minuten
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Beschreibung

vor 7 Monaten

Thema


Kalium ist eines der zentralen Elektrolyte im menschlichen Körper
– entscheidend für das Ruhemembranpotenzial und damit für die
Erregbarkeit von Nerven- und Muskelzellen. Akute Veränderungen
können schnell lebensbedrohlich werden. In dieser Folge erfährst
du praxisnah, wie du Kaliumstörungen erkennst, verstehst und
sicher behandelst – von der Pathophysiologie bis zum
Notfallalgorithmus.





Lernziele


Nach dieser Episode kannst du:


• die Grenzwerte von Hypo- und Hyperkaliämie sicher einordnen


• typische Ursachen und Pathomechanismen unterscheiden


• klinische Zeichen und EKG-Veränderungen richtig interpretieren


• akute Therapiemaßnahmen gezielt und sicher umsetzen


• häufige Fehlerquellen in der Praxis vermeiden





️ Definitionen & Grenzwerte


• Hypokaliämie: < 3,6 mmol/l


• leicht: 3,0–3,4 mmol/l


• mittel: 2,5–2,9 mmol/l


• schwer: < 2,5 mmol/l


• Hyperkaliämie: > 5,2 mmol/l


• leicht: 5,5–5,9 mmol/l


• mittel: 6,0–6,4 mmol/l


• schwer: ≥ 6,5 mmol/l


️ Kritische Werte: < 3 mmol/l oder > 6 mmol/l Notfall!





️ Ursachen


Hypokaliämie:


• Renale oder gastrointestinale Verluste (Diuretika, Erbrechen,
Durchfälle, Laxantien)


• Endokrin (Hyperaldosteronismus, Kortisolüberschuss)


• Umverteilung: Alkalose, Insulin, β-Sympathomimetika


• Magnesiummangel (macht K-Substitution ineffektiv)





Hyperkaliämie:


• Niereninsuffizienz (verminderte Ausscheidung)


• Aldosteronmangel / Addison


• Medikamente: kaliumsparende Diuretika, ACE-Hemmer, AT1-Blocker,
Heparin, Ciclosporin etc.


• Zellzerfall: Rhabdomyolyse, Hämolyse, Tumorlyse


• Pseudohyperkaliämie: Stauung oder Hämolyse bei Blutentnahme





🫀 Pathophysiologie


• Aldosteron reguliert renale K-Ausscheidung Aldosteron =
Hypokaliämie


• Kalium Wasserstoff:


• Hypokaliämie metabolische Alkalose


• Hyperkaliämie metabolische Azidose


• Membranpotenzial:


• Kalium Hyperpolarisation Muskelschwäche


• Kalium Depolarisation Rhythmusstörungen





Praxistipps


1. Medikamentenanamnese immer durchführen


2. Einmalig hoher K-Wert Hämolyse & Abnahmefehler
ausschließen


3. K-i.v. nie zu schnell!


4. Mg immer mitbedenken


5. Therapie dokumentieren + Kontrollen planen


6. Frühzeitig Nephro/Kardio/Intensivmedizin einbeziehen
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