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Beschreibung
vor 1 Monat
🫀 Thema: Ventrikuläre Extrasystolen (VES)
Extraschläge aus der Herzkammer: häufig im Alltag (Notaufnahme,
Station, Hausarztpraxis, Monitoring, Langzeit-EKG). Kernpunkt:
Nicht jede VES ist gefährlich – aber auch nicht jede harmlos.
Entscheidend ist die Einordnung.
Definition & Pathophysiologie
VES = vorzeitiger Impuls aus ektopem Fokus im Ventrikel (nicht
Sinusknoten/His-Purkinje).
Folge: abnorme Erregungsausbreitung breiter, deformierter QRS
im EKG.
️ Ursachen / Trigger
- Idiopathisch bei Herzgesunden (oft kein Krankheitswert)
- Strukturelle/entzündliche/ischämische Ursachen: KHK,
Myokarditis
- Elektrolyte: v. a. Kaliumschwankungen (Hypokaliämie), auch
Magnesium
- Medikamente/Substanzen: Digitalis, Psychopharmaka,
QT-verlängernde Medikamente
- Lifestyle/Stimulanzen: Koffein, Alkohol, Nikotin,
Sympathikus-Trigger
EKG-Merkmale & Muster
Typisch:
- vorzeitiger breiter QRS, oft Lagetypänderung
- kompensatorische postextrasystolische Pause
Morphologie:
- monomorph (gleichförmig) eher ein Fokus, häufiger gutartig
(v. a. ohne Strukturkrankheit)
- polymorph (wechselnd) mehrere Foci, eher relevant bei
struktureller Herzerkrankung
Blockmorphologie (grob zur Lokalisation):
- rechtsventrikulärer Ursprung LSB-Morphologie
- linksventrikulärer Ursprung RSB-Morphologie
Komplexität:
- einzelne VES
- Couplet (2), Triplet (3), Salven (3–5)
- Übergang zur ventrikulären Tachykardie (VT): >3 ventrikuläre
Schläge, ca. 100–200/min
- nsVT: >3 Schläge,
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