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Beschreibung
vor 1 Monat
So auch, wenn ihr ihnen sagt: Der Beweis dafür, daß es den
kleinen Prinzen wirklich gegeben hat, besteht darin, daß
er entzückend (entzückend: charming/adorable /
迷人的、惹人喜爱的) war, daß er lachte und daß er ein Schaf
haben wollte; denn wenn man sich ein Schaf wünscht, ist es doch
ein Beweis dafür, daß man lebt, - dann werden sie die
Achseln zucken (die Achseln zucken: to shrug one's
shoulders / 耸肩) und euch als Kinder behandeln. Aber
wenn ihr ihnen sagt: der Planet, von dem er kam, ist der Planet B
612, dann werden sie überzeugt sein und euch mit ihren Fragen
in Ruhe lassen (jemanden in Ruhe lassen: to leave
someone alone / 让某人清静、不打扰). So sind sie. Man darf ihnen
das auch nicht übelnehmen (jemandem etwas
übelnehmen: to resent/hold against / 责怪某人、对某人生气). Kinder
müssen mit großen Leuten viel Nachsicht (die
Nachsicht: forbearance/indulgence / 宽容、包容) haben.
Wir freilich, die wir wissen, was das Leben eigentlich ist, wir
machen uns nur lustig über die albernen (albern:
silly/foolish / 愚蠢的、可笑的) Zahlen. Viel lieber hätte
ich diese Geschichte begonnen wie ein Märchen (das
Märchen: fairy tale / 童话). Am liebsten hätte ich so
angefangen:
Es war einmal ein kleiner Prinz, der wohnte auf einem Planeten,
der kaum größer war als er selbst, und er brauchte einen
Freund... Für die, die das Leben richtig verstehen, würde das
viel glaubwürdiger (glaubwürdig: credible/believable
/ 可信的) klingen.
Denn ich möchte nicht, daß man mein Buch leicht nimmt. Ich
empfinde so viel Kummer (der Kummer: sorrow/grief /
悲伤、苦恼) beim Erzählen dieser Erinnerungen. Es ist
nun schon sechs Jahre her, daß mein Freund mit seinem Schaf
davongegangen ist. Wenn ich hier versuche, ihn zu beschreiben, so
tue ich das, um ihn nicht zu vergessen. Nicht jeder hat einen
Freund gehabt. Und ich könnte wie die großen Leute werden, die
sich nur für Ziffern interessieren, deshalb habe ich mir
schließlich auch einen Farbenkasten und Zeichenstifte gekauft.
Es ist schwer, sich in meinem Alter noch einmal mit dem
Zeichnen einzulassen (sich einlassen mit: to get
involved with / 着手做、参与), wenn man seit seinem sechsten
Lebensjahre nie andere Versuche gemacht hat als die mit einer
geschlossenen und offenen Klapperschlange. Ich werde
selbstverständlich versuchen, die Bilder
so wirklichkeitsgetreu (wirklichkeitsgetreu:
realistic/true to life / 逼真的、写实的) wie möglich zu
machen. Aber ich bin nicht ganz sicher, ob es
mir gelingen (gelingen: to succeed /
成功、做到) wird. Die eine Zeichnung geht, die andere
ist schon nicht mehr ähnlich. Ich irre mich (sich
irren: to be mistaken/err /
弄错、犯错) auch mitunter (mitunter:
sometimes/occasionally / 有时、偶尔) in den Maßen. Da
ist der kleine Prinz zu groß und da ist er zu klein. Auch die
Farbe seiner Kleider macht mir Kummer. Dann probiere ich hin und
her, so gut es eben geht. Ich werde mich vermutlich auch bei
wichtigeren Einzelheiten irren. Aber das muß man doch
schon nachsehen (jemandem etwas nachsehen: to
overlook/forgive / 宽容、原谅). Mein Freund hat mir nie
Erklärungen gegeben. Er glaubte wahrscheinlich, ich sei wie er.
Aber ich bin leider nicht imstande (imstande sein:
to be able to / 有能力、能够), durch die Kistenbretter
hindurch Schafe zu sehen. Ich gleiche doch wohl schon eher den
großen Leuten. Ich mußte ja im Laufe der Zeit älter werden.
„So endet Kapitel 6.
Kurz zusammengefasst: Der Pilot erklärt, warum Erwachsene Zahlen
brauchen, um an den kleinen Prinzen zu glauben. Er gesteht, wie
schwer es ihm fällt, diese Geschichte aufzuschreiben und seinen
Freund zu zeichnen. Er tut es, um ihn nicht zu vergessen und
nicht völlig wie ein Erwachsener zu werden.
Mir hat besonders gefallen, dass der Pilot ehrlich zugibt, dass
er seine kindliche Fantasie zum Teil verloren hat und das
Zeichnen für ihn ein Kampf gegen das Vergessen ist.
Morgen lese ich Kapitel 7.
Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“
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