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Episoden
08.07.2026
9 Minuten
Wir waren am achten Tag nach meiner Panne (die Panne: breakdown / 故障、抛锚) in der Wüste, und ich hatte den letzten Tropfen meines Wasservorrats (der Wasservorrat: water supply / 储水、水储备) getrunken.
»Ach«, sagte ich zum kleinen Prinzen, »deine Erinnerungen sind sehr schön, aber ich habe mein Flugzeug noch nicht repariert, ich habe nichts mehr zu trinken, und ich wäre glücklich, wenn auch ich ganz gemütlich zu einem Brunnen spazieren könnte!« »Mein Freund, der Fuchs...«, sagte er zu mir. »Mein kleines Kerlchen (das Kerlchen: little fellow / 小家伙), es geht nicht mehr um den Fuchs!« »Warum?« »Weil wir vor Durst sterben werden...«
Er verstand meine Überlegung (die Überlegung: reasoning/thought / 思考、想法) nicht und antwortete: »Es ist gut, einen Freund gehabt zu haben, selbst wenn man sterben muss. Ich bin sehr froh, einen Fuchs als Freund gehabt zu haben...« Er ermisst (ermessen: to measure/realize / 衡量、意识到) die Gefahr nicht, sagte ich mir. Er hat nie Hunger oder Durst. Ein bisschen Sonne genügt ihm...
Aber er sah mich an und antwortete auf meinen Gedanken: »Ich habe auch Durst... suchen wir einen Brunnen...« Ich machte eine Geste (die Geste: gesture / 手势) der Hoffnungslosigkeit (die Hoffnungslosigkeit: hopelessness / 绝望): es ist absurd (absurd: absurd / 荒谬的), in der Unermesslichkeit der Wüste auf gut Glück einen Brunnen zu suchen. Dennoch machten wir uns auf den Weg.
Als wir stundenlang schweigend dahingegangen waren, brach die Nacht herein, und die Sterne begannen zu leuchten. »Hast du also auch Durst?«, fragte ich ihn. Er antwortete nicht auf meine Frage. Er sagte nur: »Wasser kann auch gut sein für das Herz...« Ich verstand seine Antwort nicht, aber ich schwieg... Ich wusste wohl, dass man ihn nicht fragen durfte.
Er war müde. Er setzte sich. Ich setzte mich neben ihn. Und nach einem Schweigen sagte er noch: »Die Sterne sind schön, wegen einer Blume, die man nicht sieht...« Ich antwortete: »Gewiss«, und betrachtete ohne zu sprechen die Sandfalten (die Sandfalte: sand fold/dune / 沙丘的褶皱) unter dem Mondlicht. »Die Wüste ist schön«, fügte er hinzu. Und das war wahr. Ich habe die Wüste immer geliebt. Man setzt sich auf eine Sanddüne. Man sieht nichts. Man hört nichts. Und doch leuchtet etwas in der Stille...
»Was die Wüste schön macht«, sagte der kleine Prinz, »ist, dass sie irgendwo einen Brunnen verbirgt (verbergen: to hide/conceal / 隐藏、掩藏)...«
„Kapitel 37 zusammengefasst: Am achten Tag in der Wüste ist das Wasser des Piloten aufgebraucht. Er fürchtet, vor Durst zu sterben, doch der kleine Prinz hat keine Angst und ist froh, einen Fuchs als Freund gehabt zu haben. Gemeinsam machen sie sich auf die fast hoffnungslose Suche nach einem Brunnen. In der Nacht schauen sie in die Sterne. Der kleine Prinz sagt, Wasser könne auch gut für das Herz sein, und spricht einen der berühmtesten Sätze des Buches: ‚Was die Wüste schön macht, ist, dass sie irgendwo einen Brunnen verbirgt.‘“
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06.07.2026
5 Minuten
»Guten Tag«, sagte der kleine Prinz. »Guten Tag«, sagte der Händler (der Händler: merchant/vendor / 商人、小贩). Er war ein Händler, der vollkommene, durststillende (durststillend: thirst-quenching / 解渴的) Pillen (die Pille: pill / 药丸) verkaufte. Man schluckt jede Woche eine, und man spürt kein Bedürfnis (das Bedürfnis: need/desire / 需求、欲望) mehr zu trinken.
»Warum verkaufst du das?«, fragte der kleine Prinz. »Das ist eine große Zeitersparnis (die Zeitersparnis: time saving / 节约时间)«, sagte der Händler. »Die Experten (der Experte: expert / 专家) haben Berechnungen angestellt. Man spart dreiundfünfzig Minuten in der Woche.«
»Und was macht man mit diesen dreiundfünfzig Minuten?« »Man macht damit, was man will...«
»Ich«, sagte sich der kleine Prinz, »wenn ich dreiundfünfzig Minuten übrig hätte (übrig haben: to have left over / 剩下、多余), würde ich ganz gemütlich (gemütlich: leisurely/comfortably / 悠闲地、惬意地) zu einem Brunnen (der Brunnen: well/fountain / 水井、泉水) spazieren...«
„Kapitel 36 zusammengefasst: Der kleine Prinz trifft einen Händler, der Pillen gegen den Durst verkauft. Der Händler erklärt, dass Experten berechnet haben, dass man durch diese Pillen dreiundfünfzig Minuten pro Woche spart, weil man nicht mehr trinken muss. Auf die Frage, was man mit dieser gewonnenen Zeit anfangen soll, antwortet der Händler: ‚Was man will.‘ Der kleine Prinz denkt sich, dass er in diesen freien dreiundfünfzig Minuten einfach gemütlich zu einem frischen Brunnen spazieren würde.“
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02.07.2026
7 Minuten
»Guten Tag«, sagte der kleine Prinz. »Guten Tag«, sagte der Weichensteller (der Weichensteller: railway switchman / 扳道工). »Was machst du hier?«, fragte der kleine Prinz. »Ich sortiere (sortieren: to sort/organize / 分类、整理) die Reisenden in Paketen zu tausend«, sagte der Weichensteller. »Ich schicke die Züge, die sie forttragen, mal nach rechts, mal nach links.«
Und ein hell erleuchteter Schnellzug (der Schnellzug: express train / 特快列车), grollend (grollen: to rumble/roar / 轰鸣、咆哮) wie der Donner, ließ das Wärterhäuschen beben (beben: to tremble/shake / 震动、摇晃). »Sie haben es sehr eilig«, sagte der kleine Prinz. »Was suchen sie?« »Das weiß nicht einmal der Mann auf der Lokomotive (die Lokomotive: locomotive / 火车头)«, sagte der Weichensteller. Und grollend donnerte ein zweiter, hell erleuchteter Schnellzug in die entgegengesetzte Richtung.
»Kommen sie schon zurück?«, fragte der kleine Prinz. »Das sind nicht dieselben«, sagte der Weichensteller. »Es ist ein Austausch.« »Waren sie nicht zufrieden dort, wo sie waren?« »Man ist nie zufrieden dort, wo man ist«, sagte der Weichensteller. Und es donnerte der Groll eines dritten hell erleuchteten Schnellzuges.
»Verfolgen sie die ersten Reisenden?«, fragte der kleine Prinz. »Sie verfolgen überhaupt nichts«, sagte der Weichensteller. »Sie schlafen da drinnen, oder sie gähnen (gähnen: to yawn / 打哈欠). Nur die Kinder drücken ihre Nasen an den Fensterscheiben (die Fensterscheibe: windowpane / 窗玻璃) platt.«
»Nur die Kinder wissen, was sie suchen«, sagte der kleine Prinz. »Sie verlieren ihre Zeit für eine Puppe aus Lappen, und diese wird ihnen sehr wichtig, und wenn man sie ihnen wegnimmt, weinen sie...« »Sie haben Glück«, sagte der Weichensteller.
„Kapitel 35 zusammengefasst: Der kleine Prinz trifft einen Weichensteller, der Züge mit Tausenden von Reisenden in verschiedene Richtungen lenkt. Der Prinz wundert sich, warum die Menschen es so eilig haben und ob sie an ihrem alten Ort nicht zufrieden waren. Der Weichensteller erklärt, dass die Erwachsenen gar nicht wissen, was sie suchen, und dass man nie dort zufrieden ist, wo man gerade ist. Die Erwachsenen schlafen oder gähnen in den Zügen, während nur die Kinder neugierig aus dem Fenster schauen, weil nur sie wissen, was wirklich wichtig ist.“
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28.06.2026
10 Minuten
»Ich möchte es wohl«, antwortete der kleine Prinz, »aber ich habe nicht viel Zeit. Ich muss Freunde finden und viele Dinge kennenlernen.« »Man kennt nur die Dinge, die man zähmt«, sagte der Fuchs. »Die Menschen haben keine Zeit mehr, irgendetwas kennenzulernen. Sie kaufen sich alles fertig in den Geschäften (das Geschäft: shop/store / 商店). Aber da es keine Kaufhäuser (das Kaufhaus: department store / 百货商场) für Freunde gibt, haben die Menschen keine Freunde mehr. Wenn du einen Freund willst, so zähme mich!«
»Was muss ich tun?«, sagte der kleine Prinz. »Du musst sehr geduldig (geduldig: patient / 有耐心的) sein«, antwortete der Fuchs. »Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich aus den Augenwinkeln anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse (das Missverständnis: misunderstanding / 误解). Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können...«
So machte der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut (vertraut machen: to make familiar/tame / 变得熟悉、建立羁绊). Und als die Stunde des Abschieds nahte: »Ach!«, sagte der Fuchs... »Ich werde weinen.« »Das ist deine Schuld«, sagte der kleine Prinz, »ich wünschte dir nichts Böses, aber du wolltest, dass ich dich zähme...« »Gewiss«, sagte der Fuchs. »Aber du wirst weinen!« »Gewiss«, sagte der Fuchs. »Also hast du nichts gewonnen!« »Ich habe etwas gewonnen«, sagte der Fuchs, »wegen der Farbe des Weizens.«
Dann fügte er hinzu: »Geh die Rosen wieder ansehen. Du wirst begreifen (begreifen: to understand/comprehend / 明白、领悟), dass die deine einzigartig ist in der Welt. Du kommst wieder her, um mir adieu zu sagen, und ich werde dir ein Geheimnis (das Geheimnis: secret / 秘密) schenken.«
Der kleine Prinz ging, um sich die Rosen wieder anzusehen: »Ihr seid gar nicht wie meine Rose, ihr seid noch nichts«, sagte er zu ihnen. »Niemand hat euch gezähmt und ihr habt niemanden gezähmt. Ihr seid wie mein Fuchs war. Er war nur ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht, und jetzt ist er einzigartig in der Welt.« Und die Rosen waren sehr verlegen (verlegen: embarrassed / 尴尬的、难堪的). »Ihr seid schön, aber ihr seid leer«, sagte er noch. »Man kann nicht für euch sterben.«
Und er kam zum Fuchs zurück. »Adieu«, sagte er... »Adieu«, sagte der Fuchs. »Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«
»Das Wesentliche (das Wesentliche: the essential/the core / 本质、最重要的东西) ist für die Augen unsichtbar«, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken. »Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.« »Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe...«, sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken. »Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen«, sagte der Fuchs. »Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens (zeitlebens: for a lifetime / 一辈子、终生) für das verantwortlich (verantwortlich: responsible / 负责任的), was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich...«»Ich bin für meine Rose verantwortlich...«, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
„Kapitel 34 zusammengefasst: Der kleine Prinz lernt, dass man Geduld braucht, um jemanden zu zähmen, denn Sprache führt oft zu Missverständnissen. Durch dieses Ritual zähmt er den Fuchs. Als der Abschied naht, ist der Fuchs traurig, aber er sagt, er habe wegen der Farbe des Weizens trotzdem gewonnen. Der Prinz besucht die Rosen erneut und erkennt, dass sie leer sind, weil es keine Bindung gibt – seine Rose hingegen ist einzigartig, weil er Zeit für sie geopfert hat. Zum Schluss verrät der Fuchs sein Geheimnis: ‚Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.‘ Und man bleibt für immer verantwortlich für das, was man gezähmt hat.“
»Was muss ich tun?«, sagte der kleine Prinz. »Du musst sehr geduldig (geduldig: patient / 有耐心的) sein«, antwortete der Fuchs. »Du setzt dich zuerst ein wenig abseits von mir ins Gras. Ich werde dich aus den Augenwinkeln anschauen, und du wirst nichts sagen. Die Sprache ist die Quelle der Missverständnisse (das Missverständnis: misunderstanding / 误解). Aber jeden Tag wirst du dich ein bisschen näher setzen können...«
So machte der kleine Prinz den Fuchs mit sich vertraut (vertraut machen: to make familiar/tame / 变得熟悉、建立羁绊). Und als die Stunde des Abschieds nahte: »Ach!«, sagte der Fuchs... »Ich werde weinen.« »Das ist deine Schuld«, sagte der kleine Prinz, »ich wünschte dir nichts Böses, aber du wolltest, dass ich dich zähme...« »Gewiss«, sagte der Fuchs. »Aber du wirst weinen!« »Gewiss«, sagte der Fuchs. »Also hast du nichts gewonnen!« »Ich habe etwas gewonnen«, sagte der Fuchs, »wegen der Farbe des Weizens.«
Dann fügte er hinzu: »Geh die Rosen wieder ansehen. Du wirst begreifen (begreifen: to understand/comprehend / 明白、领悟), dass die deine einzigartig ist in der Welt. Du kommst wieder her, um mir adieu zu sagen, und ich werde dir ein Geheimnis (das Geheimnis: secret / 秘密) schenken.«
Der kleine Prinz ging, um sich die Rosen wieder anzusehen: »Ihr seid gar nicht wie meine Rose, ihr seid noch nichts«, sagte er zu ihnen. »Niemand hat euch gezähmt und ihr habt niemanden gezähmt. Ihr seid wie mein Fuchs war. Er war nur ein Fuchs wie hunderttausend andere. Aber ich habe ihn zu meinem Freund gemacht, und jetzt ist er einzigartig in der Welt.« Und die Rosen waren sehr verlegen (verlegen: embarrassed / 尴尬的、难堪的). »Ihr seid schön, aber ihr seid leer«, sagte er noch. »Man kann nicht für euch sterben.«
Und er kam zum Fuchs zurück. »Adieu«, sagte er... »Adieu«, sagte der Fuchs. »Hier ist mein Geheimnis. Es ist ganz einfach: Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.«
»Das Wesentliche (das Wesentliche: the essential/the core / 本质、最重要的东西) ist für die Augen unsichtbar«, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken. »Die Zeit, die du für deine Rose verloren hast, sie macht deine Rose so wichtig.« »Die Zeit, die ich für meine Rose verloren habe...«, sagte der kleine Prinz, um es sich zu merken. »Die Menschen haben diese Wahrheit vergessen«, sagte der Fuchs. »Aber du darfst sie nicht vergessen. Du bist zeitlebens (zeitlebens: for a lifetime / 一辈子、终生) für das verantwortlich (verantwortlich: responsible / 负责任的), was du dir vertraut gemacht hast. Du bist für deine Rose verantwortlich...«»Ich bin für meine Rose verantwortlich...«, wiederholte der kleine Prinz, um es sich zu merken.
„Kapitel 34 zusammengefasst: Der kleine Prinz lernt, dass man Geduld braucht, um jemanden zu zähmen, denn Sprache führt oft zu Missverständnissen. Durch dieses Ritual zähmt er den Fuchs. Als der Abschied naht, ist der Fuchs traurig, aber er sagt, er habe wegen der Farbe des Weizens trotzdem gewonnen. Der Prinz besucht die Rosen erneut und erkennt, dass sie leer sind, weil es keine Bindung gibt – seine Rose hingegen ist einzigartig, weil er Zeit für sie geopfert hat. Zum Schluss verrät der Fuchs sein Geheimnis: ‚Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.‘ Und man bleibt für immer verantwortlich für das, was man gezähmt hat.“
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27.06.2026
10 Minuten
Es war in diesem Augenblick, als der Fuchs erschien. »Guten Tag«, sagte der Fuchs. »Guten Tag«, antwortete höflich der kleine Prinz, der sich umdrehte, aber nichts sah. »Ich bin da«, sagte die Stimme, »unter dem Apfelbaum...« »Wer bist du?«, sagte der kleine Prinz. »Du bist sehr hübsch...« »Ich bin ein Fuchs«, sagte der Fuchs.
»Komm und spiel mit mir«, schlug ihm der kleine Prinz vor. »Ich bin so traurig...« »Ich kann nicht mit dir spielen«, sagte der Fuchs. »Ich bin noch nicht gezähmt (zähmen: to tame / 驯服、建立羁绊).« »Ah! Verzeihung«, sagte der kleine Prinz. Aber nach einiger Überlegung fügte er hinzu: »Was bedeutet ›zähmen‹?«
»Du bist nicht von hier«, sagte der Fuchs, »was suchst du?« »Ich suche die Menschen«, sagte der kleine Prinz. »Was bedeutet ›zähmen‹?« »Die Menschen«, sagte der Fuchs, »die haben Gewehre (das Gewehr: rifle/gun / 猎枪、枪械) und sie schießen. Das ist sehr lästig! Sie züchten auch Hühner. Das ist ihr einziges Interesse. Suchst du Hühner?« »Nein«, sagte der kleine Prinz. »Ich suche Freunde. Was bedeutet ›zähmen‹?«
»Das ist eine in Vergessenheit geratene (in Vergessenheit geraten: to fall into oblivion / 被遗忘的) Sache«, sagte der Fuchs. »Es bedeutet: ›Vertrautheit schaffen‹ (Vertrautheit schaffen: to create familiarity/ties / 缔结关系、建立联结).«
»Vertrautheit schaffen?« »Gewiss«, sagte der Fuchs. »Du bist für mich noch nichts weiter als ein kleiner Junge, der hunderttausend anderen kleinen Jungen gleicht. Und ich brauche dich nicht. Und du brauchst mich auch nicht. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend anderen Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzigartig (einzigartig: unique / 独一无二) sein in der Welt. Ich werde für dich einzigartig sein in der Welt...«
»Ich beginne zu verstehen«, sagte der kleine Prinz. »Es gibt eine Blume... ich glaube, sie hat mich gezähmt...«
»Das ist möglich«, sagte der Fuchs. »Man sieht auf der Erde allerlei Dinge...« »Oh! Das ist nicht auf der Erde«, sagte der kleine Prinz. Der Fuchs schien sehr neugierig: »Auf einem anderen Planeten?« – »Ja.« – »Gibt es Jäger auf diesem Planeten?« – »Nein.« – »Das ist ja interessant! Und Hühner?« – »Nein.« »Nichts ist vollkommen«, seufzte der Fuchs.
Aber der Fuchs kam auf seinen Gedanken zurück: »Mein Leben ist eintönig (eintönig: monotonous / 单调乏味的). Ich jage die Hühner, die Menschen jagen mich. Alle Hühner gleichen einander, und alle Menschen gleichen einander. Ich langweile mich also ein wenig. Aber wenn du mich zähmst, wird mein Leben wie von der Sonne durchflutet (durchfluten: to flood through / 充满、如洪水般洒满) sein. Ich werde den Klang eines Schrittes kennen, der sich von allen anderen unterscheidet. Die anderen Schritte jagen mich unter die Erde. Deiner wird mich wie Musik aus dem Bau locken.
Und dann schau! Siehst du da drüben die Weizenfelder (das Weizenfeld: wheat field / 麦田)? Ich esse kein Brot. Der Weizen ist für mich nutzlos. Die Weizenfelder erinnern mich an nichts. Und das ist traurig! Aber du hast goldenes Haar. Dann wird es wunderbar sein, wenn du mich erst gezähmt hast! Der goldene Weizen wird mich an dich erinnern. Und ich werde das Geräusch des Windes im Weizen lieben...«
Der Fuchs verstummte und schaute den kleinen Prinzen lange an: »Bitte... zähme mich!«, sagte er.
„Kapitel 33 zusammengefasst: In seiner tiefsten Trauer trifft der kleine Prinz den Fuchs. Der Prinz will mit ihm spielen, doch der Fuchs lehnt ab, weil er noch nicht ‚gezähmt‘ ist. Er erklärt, dass ‚zähmen‘ bedeutet, ‚Vertrautheit zu schaffen‘ – erst dadurch wird man füreinander einzigartig. Der Fuchs beschreibt sein eintöniges Leben und bittet den Prinzen, ihn zu zähmen, damit die goldenen Weizenfelder ihn künftig an das Haar des Prinzen erinnern.“
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Über diesen Podcast
Master the German language through the world’s most beloved story!
This podcast is designed for German learners and literature
enthusiasts alike. Each episode features a beautifully read chapter
of "Der kleine Prinz" (The Little Prince) in authentic German,
accompanied by clear, actionable breakdowns of essential
vocabulary, beautiful sentence structures, and pronunciation tips.
Follow the Little Prince on his cosmic journey while effortlessly
leveling up your German listening skills, vocabulary, and cultural
understanding.
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