KI und der Weg der kleinen Schritte: Wie Lokal-TV überleben kann (mit Sascha Devigne)

KI und der Weg der kleinen Schritte: Wie Lokal-TV überleben kann (mit Sascha Devigne)

vor 1 Tag
In dieser Folge: Warum KI die Spülmaschine des Journalismus ist, was einen digitalen Avatar beliebter als einen echten Menschen macht und wo lokale Medien strukturell benachteiligt sind.
49 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Tag
Wie retten wir den Lokaljournalismus? Während die gesellschaftliche
Bedeutung lokaler Berichterstattung unbestritten bleibt, wächst der
ökonomische Druck unaufhaltsam und Werbegelder wandern massenhaft
zu den globalen Plattformen ab. Die viel zitierten „News Deserts“
in den USA zeigen bereits, wohin dieser Weg führen kann: zu
schwindendem Vertrauen in die Demokratie, weniger
gesellschaftlicher Teilhabe und extremerem Wahlverhalten. Doch wie
lässt sich dieser Abwärtstrend hierzulande stoppen? Studio 47 aus
Duisburg liefert darauf einige mögliche Antworten. Als einziger
privater Lokal-TV-Sender in Nordrhein-Westfalen behauptet sich das
Medienhaus seit 2006 erfolgreich am Markt; mit einer konsequenten
Strategie der kleinen Schritte und dem pragmatischen Einsatz
künstlicher Intelligenz. Im Gespräch mit Lukas Schöne berichtet
Chefredakteur Sascha Devigne über den selbst entwickelten
„Hypermedia AI Newsroom“. Mit KI-Tools wie „Newshub“ produziert der
Sender mittlerweile komplette 15-minütige Nachrichtensendungen
vollautomatisiert am Rechner, inklusive digitaler Avatare. Dass das
Publikum darauf völlig anders reagiert als gedacht, zeigt eine
Akzeptanzstudie der Landesmedienanstalt NRW, deren Ergebnisse
Sascha in dieser Folge aufschlüsselt. Außerdem geht es um die
Freiräume, die KI für echten Journalismus vor Ort schafft, und um
die Forderung nach einer Digitalabgabe für Plattformriesen.
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