Zwischen Klischee und Klassismus – wie Medien über Armut berichten (mit Brigitte Theißl)
vor 1 Woche
In dieser Folge: Warum mehr als 13 Millionen armutsgefährdete
Menschen in den Medien oft unsichtbar bleiben, wieso
„Aufsteigergeschichten“ strukturelle Probleme häufig verschleiern
und wie Journalist:innen den respektvollen Austausch auf Augenhöhe
lernen
Podcast
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Beschreibung
vor 1 Woche
16,1 Prozent der Bevölkerung gelten in Deutschland als
armutsgefährdet. Diese Menschen leben in einer Realität, die sich
in vielen Medien wenig oder nur verzerrt wiederfindet. Während
Boulevardmedien teilweise Kampagnen gegen Erwerbslose betreiben und
Stereotype vom „faulen Arbeitslosen“ bedienen, kommt in
Qualitätsmedien die strukturelle Einordnung zuweilen zu kurz.
Brigitte Theißl, freie Journalistin und Expertin für Klassismus,
erklärt im Gespräch mit Lukas Schöne, warum das auch ein Problem
der Redaktionsstrukturen ist. Sie sagt: Da Journalismus ein
zunehmend akademisch geprägter Beruf ist, fehlen oft die
Lebensrealitäten derer, die nicht aus Akademikerhaushalten kommen.
Das Ergebnis: Armutsbetroffene werden eher als „Kostenfaktoren“
denn als Expert:innen für ihre eigene Lage wahrgenommen. Wie
gelingt eine Berichterstattung, die nicht mitleidig oder
sensationsheischend ist? Warum ist Scham eine so große Barriere für
die Recherche? Und was können etablierte Medien von
Straßenzeitungen wie dem Augustin, BISS oder Hintz und Kuntz
lernen? Diese Folge ist Teil des „Podcasthon“, bei dem Podcaster
weltweit Aufmerksamkeit für gemeinnützige Organisationen schaffen.
Lukas Schöne stellt in diesem Rahmen die Münchner Initiative Möwe
Jonathan vor, die sich für Menschen in Armut und Obdachlosigkeit
einsetzt.
armutsgefährdet. Diese Menschen leben in einer Realität, die sich
in vielen Medien wenig oder nur verzerrt wiederfindet. Während
Boulevardmedien teilweise Kampagnen gegen Erwerbslose betreiben und
Stereotype vom „faulen Arbeitslosen“ bedienen, kommt in
Qualitätsmedien die strukturelle Einordnung zuweilen zu kurz.
Brigitte Theißl, freie Journalistin und Expertin für Klassismus,
erklärt im Gespräch mit Lukas Schöne, warum das auch ein Problem
der Redaktionsstrukturen ist. Sie sagt: Da Journalismus ein
zunehmend akademisch geprägter Beruf ist, fehlen oft die
Lebensrealitäten derer, die nicht aus Akademikerhaushalten kommen.
Das Ergebnis: Armutsbetroffene werden eher als „Kostenfaktoren“
denn als Expert:innen für ihre eigene Lage wahrgenommen. Wie
gelingt eine Berichterstattung, die nicht mitleidig oder
sensationsheischend ist? Warum ist Scham eine so große Barriere für
die Recherche? Und was können etablierte Medien von
Straßenzeitungen wie dem Augustin, BISS oder Hintz und Kuntz
lernen? Diese Folge ist Teil des „Podcasthon“, bei dem Podcaster
weltweit Aufmerksamkeit für gemeinnützige Organisationen schaffen.
Lukas Schöne stellt in diesem Rahmen die Münchner Initiative Möwe
Jonathan vor, die sich für Menschen in Armut und Obdachlosigkeit
einsetzt.
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