Podcast 318 – Austria 2026: Lebensgefühl & E-Hike

Podcast 318 – Austria 2026: Lebensgefühl & E-Hike

vor 5 Tagen
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Beschreibung

vor 5 Tagen

Ein Credo und seine Notwendigkeit: Ausbau der Nebensaison zum
Ganzjahresziel und elektrische Innovation
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Wir können immer und rund ums Jahr


Astrid Stehanig-Staudinger, CEO der Österreich Werbung brachte es
so, während der ITB in Berlin, schon vor einigen Wochen auf den
Punkt. Die Alpenrepublik hat längst das Marketingstichwort
„Ganzjahresziel“ für sich entdeckt und versucht es umzusetzen.


Der Winter allein reicht nicht mehr aus, um dauerhaft erfolgreich
zu sein und für weitere positive Anziehungspunkte zu sorgen.
Damit ist die Ausdehnung aufs komplette Jahr ein wirtschaftliches
Muss für Österreichs Reisebranche. Mit dem Saisongeschäft wird es
schwieriger dauerhaft neue Kundschaft anzuziehen, zumal wenn
Teile einer ehemaligen Hauptsaison dem Klimawandel absehbar zum
Opfer fallen dürften.


Nur wie macht man das? Entscheidend, so hieß es in Berlin, seien
nicht mehr nur das Ziel, die Aktivität und die dazugehörige
Saison, sondern ein Gefühl.
Der Weg zum Ganzjahreserlebnis

Wie entwickelt man genau diese strategische Zukunftsfrage?
Zunächst einmal betont Astrid Stehanig-Staudinger, man sei ja
nicht mehr am Anfang , sondern habe schon eine ganze Menge
geschafft. Die „Lebensgefühl-Kampagne wurde bereits im letzten
Jahr begonnen und ein Anteil von 28 Prozent Urlaubern in der
Nebensaison kann sich sehen lassen.
Pressegespräch der Österreich Werbung zur ITB 2026 in Berlin –
Foto: Philipp Gaiko / Österreich Werbung

Österreich als Gefühlserlebnis nicht mehr aus dem Kopf bekommen
ist das Ziel der Kampagne. Nur sie lässt sich nicht verordnen.
Das „Lebensgefühl Österreich“ muss in die Köpfe der potentiellen
Kundschaft. Allerdings muss die Realität des Angebots auch
vielfältig eingelöst werden.


Gleichwohl treffen Natur, Berge, Seen, Wandern, Radfahren,
Mountainbikes, Kulinarik, Schmäh, Stadt und Land aufeinander. Da
müssen die einzelnen Gewerke zusammenarbeiten und an einem Strang
ziehen.
Von der Theorie zur Praxis

Daran arbeiten die Destinationen seit geraumer Zeit und das zahlt
sich offensichtlich aus. Während des Pressegesprächs kamen
dementsprechend auch unterschiedliche Zielegebiete zu Wort.
Beispiel Saalfelden – Leogang Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD

Wenn nur bedingt Mittel da sind, um neue Anziehungspunkte zu
schaffen, müssen diese aus der vorhandenen Infrastruktur
entstehen. Wer Bergbahnen hat, kann neben Skifahrern im Winter
auch Wanderer oder Mountain-Biker in den anderen Jahreszeiten in
luftige Höhe bringen. Natürlich sind Wanderwege und Bike-Parcours
eine Grundvoraussetzung fürs Gelingen.


Martina Ellmauer, Prokuristin bei der Saalfelden – Leogang
Tourismus GmbH, beschreibt die Bemühungen im Podcast sehr
anschaulich.
Beispiel Salzkammergut Salzkammergut: Mondsee – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Gut „lustig sein im Salzkammergut“ war bisher schwerpunktmäßig
dem Sommer vorbehalten. Entspannte Wanderwege, entspannendes
Seeerlebnis machten die Region berühmt. Nicht umsonst fuhr
Alt-Bundeskanzler Helmut Kohl bevorzugt an den Wolfgangsee.


Inzwischen, berichtet Stefan Brandlehner, Geschäftsführer von
Salzkammergut Marketing, hat man festgestellt, dass sich die Ruhe
ausstrahlender Seen in Kombination mit Adventsstimmung wundervoll
verkaufen lässt. See und Kulinarik funktionieren im Januar und
Februar.


So soll jede Region ein eigenes Erfolgsrezept entwickeln. Das
Ziel ist sicher noch nicht erreicht, der Weg dorthin aber
durchaus erfolgversprechend beschritten. Sagen wir mal die
Vielfältigkeit herausarbeiten mit dem Credo: Es gibt überall
etwas Passendes und das jederzeit.
Ganzjahresziel als Teil sozialer Nachhaltigkeit Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Der Vorteil der Bestrebungen sei wirtschaftlich notwendig,
zukunftssichernd und gleichzeitig auch sozial nachhaltig, sagt
Astrid Stehanig-Staudinger. Sie meint damit nicht nur eine
Überlebensfähigkeit engagierter Betriebe, sondern auch die
soziale Absicherung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wer
einen guten, dauerhaften und sicheren Job hat, der bleibt.


Wer dauerhaft engagierte Mitarbeitende beschäftigt, bietet nicht
nur Perspektiven fürs Personal, sondern hat Sicherheit im
Betrieb. Saisonbetrieb macht den Fachkräftemangel größer, jedes
Mal und gelegentlich mit ungewissem Ausgang.
Die touristische Bedeutung

Wintersportregionen auch im Sommer interessant machen. Das
Salzkammergut und die Region zum Adventsspot machen
Advent als Reisegefühl: Salzkammergut und Salzburg machen es
vor. Hier: Salzburger Christkindlmarkt am Residenzplatz Tourismus
Salzburg GmbH/Foto: G. Breitegger

Das Burgenland zur Wein- UND Kulturregion machen oder den
Mehrwert in Städten, gleich ob Wien,
Salzburg, Innsbruck oder Graz,
herausarbeiten und bewerben.
Graz  – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Damit einher geht auch die Verpflichtung immer wieder Neues zu
kreieren, das die eigene Destination für das ganze Jahr attraktiv
macht, beziehungsweise die Nebensaisonzeiten so attraktiv macht,
dass Gäste kommen und gleichzeitig die Hauptsaison so attraktiv
zu halten, dass die Kundschaft nicht abwandert.
Generationswandel einkalkulieren: Beispiel mit Hypershell PRO

Wenn Kärntens Berge, Badeseen und das Schloss am Wörthersee
ausgeschöpft sind, braucht es eben neue Ansätze für neue
Kundschaft.


Und diese neue Kundschaft darf dann gerne auch etwas älter sein.
Das waren zum Beispiel die Gedanken von Georg Overs,
Geschäftsführer bei Region Villach Tourismus. Das E-Bike hat sich
durchgesetzt, jetzt kommt etwas Neues, erzählt er mir. Das
Bestechende dabei: Es geht nicht nur um ein neues
Sport-Hilfsgerät, sondern auch um die Erschließung einer neuen
Kundengruppe. Lüften wir im Podcast also das Geheimnis von E-Hike
fürs leichtere Wandern aktiver Senioren. Man könnte es E-Wandern
nennen
Georg Overs demonstriert das Exo-Skelett auf der ITB – Foto:
Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Was das ist? Ein tragbares Exoskelett, das an Beinen und Hüfte
angebracht wird. Es unterstützt die Bewegungsabläufe beim
Wandern. Dadurch steigert es die Beinkraft, kann Gewicht
ausgleichen und reduziert die Müdigkeit. Es ermöglicht Menschen
mit geringerer oder schwindender Kondition, (weiterhin) schöne
Bergerlebnisse zu genießen.
Wird E-Hike zum E-Hype bei den “Boomern”? – Foto: Rüdiger
Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Leichter den Berg raufkommen mit
Hypershell PRO – Foto: Rdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Herausforderung als Chance der Zukunft?

Digitale Veränderungen bringen immer wieder Neues auf den Plan.
Technische Entwicklungen sollen die Bemühungen der Touristiker
zusätzlich unterstützen. Auch daran arbeitet Österreich.


KI oder Gehirnstrommessung zur Touristensteuerung sind solche
Stichworte Klingt ein wenig nach Horrorfilm. Ich habe mich darauf
eingelassen, ausprobiert und überlebt. Das aber ist eine ganz
andere Geschichte, die in der nächsten Woche folgt.
Lebensgefühl Österreich: Grätzel feiern am Wiener
Kutschkermarkt – Foto: Wien-Tourismus / Paul Bauer Information
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