Anmeldung Registrierung
Auto Hell Dunkel
Erweiterte Suche
  1. Startseite
  2. Podcasts
  3. Deutsches Reiseradio Podcast

Episoden

16 Minuten
Spontane Talks sind manchmal die Besten und wenn man dann auf einem Schiff mitten im Vierwaldstättersee auf einen touristischen Schweiz-Fachmann trifft, kann es ganz schnell losgehen. Thema: Schweiz für Anfänger

Einfach mal über die Schweiz reden

Jörg Peter Krebs besitzt auf jeden Fall schon mal die besten Qualitäten, um über die Schweiz zu reden. Er ist Schweizer, er arbeitet seit vielen Jahren für Schweiz-Tourismus, derzeit in Zürich. Davor war er u.a. 13 Jahre als Country Manager Germany in Frankfurt tätig. In den späten 1980er und 90er Jahren zudem auch in Hamburg und Frankfurt in anderen Positionen. Das wiederum, dachte ich mir, prädestiniert ihn, Tipps für uns Deutsche zu geben. Schließlich hat er uns ja hautnah kennengelernt. Seine Intimkenntnisse über Deutschland hat ihn auch zum Fan von Eintracht Frankfurt gemacht. Das schätze ich, als Frankfurter, natürlich überaus.

Jörg Peter Krebs (l.) beim Reiseradio-Talk auf dem Vierwaldstätter See – Foto: Marina Noble

Meine Ausgangsposition ist da schon etwas schwieriger. Natürlich war ich schon einige Male in der Schweiz, aber zum Spezialisten für das Land der Eidgenossen tauge ich (noch) nicht. Die eine oder andere Frage, mag die echten Schweiz-Spezialisten irritieren. Bewusst wie unbewusst, sind auch ein paar „dumme“ Fragen dabei, die nur ein Schweiz-Anfänger stellen darf. Auch kann ich sagen, dass bei spontanen Gesprächen nicht alle Themenbereiche abgedeckt werden. Wem fällt schon alles sofort ein, wenn es ziemlich „ruck zuck“ ins Gespräch geht. Ich hoffe trotzdem, dass wir neugierig machen können auf die Schweizer und ihr Land.

Schweiz: Herbst in Luzern – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Die Schweizer Talk-Themen

Was sollte man tunlichst wissen, bevor man in die Schweiz aufbricht?

Welche Ziele, Städte, Landschaften und Traditionen sollte der Anfänger schon bei seiner ersten Reise versuchen zu inhalieren?

Schweiz: Luzerns Hausberg “Pilatus” in der Herbstsonne – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Welche Ziele drängen sich, neben Matterhorn, Zürich, Basel, Luzern, Lausanne, Genf und Ascona bei einer Reise durch die Schweiz schon beim ersten Mal auf?

Luzern: Kapellbrücke – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Wie ist es um die Schweiz bestellt in Sachen Internationalität und Vielfalt?

Was macht die Schweiz in Sachen Sprachenvielfalt aus (Schwyzer Deutsch, Französisch, Italienisch und Räto-Romanisch)?

Muss man alle Sprachen beherrschen? Dabei habe ich gelernt, dass auch die Schweizer ihre Probleme mit der Sprache haben.

Apropos Sprache, welche Fettnäpfe warten auf mich als Schweiz-Tourist?

Pilatus in Herbstwolken – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Schweiz und ihr Kulturangebot ist riesengroß. Wie haben im Gespräch das Angebot des Luzerner Kultur- und Kongresszentrums erwähnt.

Was macht den Nationalstolz aus und was hat der Schweizer Kabarettist Emil Steinberger gerade dazu beigetragen?

Schweiz: Große Kultur im Konzertsaal des Kulturhauses Luzern – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Alpenländer sind genauso vom Klimawandel betroffen, wie wir. Wie wird es im Land der 3000er-Berge mit dem Winter weitergehen?

Ach ja, über den liebevollen Marketing-Streit zwischen der Schweiz und Schweden haben wir auch gesprochen. Und Alles nur, weil die US-Amerikaner die beiden Länder so schlecht auseinander halten können.

Schweiz: Die Bahn(en)

Wir haben auch über das Naturbewusstsein gesprochen. Gleichzeitig hat es die Schweiz schon in der Historie geschafft, auf fast jeden größeren Berg auch eine Bahn zu bauen. Wie passt das zusammen?

Rhätische Bahn: Flugaufnahme vom Weltrekordversuch mit dem laengsten Reisezug auf der UNESCO Welterbestrecke. Foto: swissimage.ch – Philipp Schmidli

Auch die Schweizer Bahnen (SBB-CFF-FFS) sind natürlich Thema. Einmal in Sachen Netzausbau und Pünktlichkeit, aber auch als touristische Attraktion wie bei der Rhätischen Bahn die Panoramazüge von Bernina- und Glacier-Express.

Schweiz: Die Kulinarik Original Schweizer Raclette – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Hier war ich zumindest in Sachen Herkunft und Regionalität ein wirklicher Anfänger. Dies trotz der Tatsache, dass ich in meiner Wahlheimat Nordhessen ein Schweizer Restaurant in der Nachbarschaft habe. Aus dem (heißer Tipp) „Matterhornstübli“ in Kassel stammen meine kulinarischen Grundkenntnisse. Was ich nicht wusste, dass Fondue wie Raclette eigentlich Spezialitäten der französisch sprachigen Schweiz sind. Aber es gibt ja auch „Älplermagronen“, Zürcher Geschnetzeltes und ganz einfach und lecker die „Chässchnitte“, die zur kulinarischen Grundausstattung beim Schweizer Militär gehört. Nicht zu vergessen die vielen Rösti-Varianten oder Käse- und (im Herbst) Maronisuppe. Dies alles zu testen, lege ich allen Besuchern wärmstens ans Herz.

Das Mobiltelefon

Achtung finanzielle Stolperfalle: Die Schweiz gehört nicht zur Europäischen Union und ist damit auch kein Mitgliedsland des EU-Roamings. Heißt, in der Schweiz kommen fast immer Zusatzkosten auf einen zu. Dies lässt sich vermeiden mit einem Zusatzpaket per e-Sim. Vorher besorgen und kurz vor der Grenze zum Schweizer-Netz aktivieren.

Herbst am Vierwaldsätter See – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Die große Reisehilfe

Ein großartiges Angebot ist der „Swiss Travel Pass“ und dies nicht nur für die Gäste, die per Bahn anreisen. Sie empfiehlt sich aber, denn der Pass ermöglicht die Nutzung fast des gesamten Schweizer Bahnverkehrs inkl. ÖPNV, Bergbahnen und Schiffe.

Natürlich gibt es zahlreiche regionale wie nationale Informationsstellen, die Website von „Schweiz-Tourismus“ und den regionalen Tourismusorganisationen. Hier bekommt man in der Regel alle wichtigen Reisefragen beantwortet.

Es wartet also eine ganze Menge im Podcast: Informatives, Stimmungsvolles und hoffentlich auch gute Unterhaltung über ein wundervolles Reiseland.

Wunderschöne Schweiz: Luzern – Kapellbrücke aus der Nähe – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD The post Podcast 331 – TALK: Schweiz für Anfänger first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
22 Minuten
Was Nena mit dem „Herzen von Nord-Holland“ zu tun hat und warum man ein Held wird, wenn man sein Schiff in die Luft sprengt. All das verbirgt sich in diesem Podcast.

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Um die erste Frage gleich zu beantworten: Einer der großen Hits von Nena hat mit einem Leuchtturm zu tun. Der “Vuurtoren” (niederländisch für Leuchtturm) wurde nach einem Seefahrer benannt, der als großer Held in die Geschichte der “holländischen” Seefahrt einging. Die Geschichte dazu wartet im Podcast.

Holländische Geschichten

Ich war gerade in den Niederlanden, genau im „Hart van Noord-Holland“, also im Herzen der Provinz Noord Holland. Da ist die Nordsee nicht weit und wie es sich gehört, steht am Strand von Egmond aan Zee ein Leuchtturm. Den erklimmen wir, gemeinsam mit Piet Kager und einigen Journalisten-Kolleg:innen und es gibt viel zu erfahren in Sachen Leuchtturm und Seenotrettung.

Vuurtoren Jan van Speijk am 19. September 26 – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Jan van Spijk und die Heldentat

Der Leuchtturm ist nicht nur ein ganz schöner, sondern auch ein ganz schön Alter. Und er hat viel mit der Geschichte der niederländischen Seefahrt zu tun. Benannt ist er nach einem Nationalhelden des 19. Jahrhunderts und der hieß Jan van Speyk. Hier beginnt unsere Tour und die abenteuerliche Geschichte, die Piet für uns hat.

Leuchtturm “Jan van Speijk” 2017 und das Denkmal, das um den Turm herun gebaut wurde – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Der Leuchtturm Jan van Speijk

Dass der Leuchtturm mit einer Denkmalsumrandung für einen niederländischen  Leuchtturm zu den wirklich schönen Exemplaren gehört ist unbestritten. Er ist ein nationales Denkmal und steht auf einem Sandsteinsockel, auf dem ein bronzierter Eisenlöwe steht. Er ist einer der ältesten funktionierenden Leuchttürme der Niederlande. Das Denkmal wurde 1834 errichtet und um den bereits 1833 errichteten Leuchtturm herumgebaut.

Der „Vuurtoren“ ist 28 Meter hoch. Bei der Zahl der Treppenstufen schwanken die Zahlen, Sie liegt wohl irgendwo zwischen 127 und 137 Stufen. – Der Turm ist strahlend weiß. Warum das so ist, erklärt uns Piet im Podcast. Tipp: Es hat sehr viel mit der nautischen Sicherheit zu tun.

Der Blick aus 25 Metern auf die Nordsee – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Piet arbeitet ehrenamtlich für die Königlich Niederländische Rettungs-Gesellschaft und weiß ganz viel über die Leuchttürme seiner Heimatstadt und auch über Seenotrettung. Was aus dem zweiten Leuchtturm von Egmond aan Zee wurde erklärt er ebenfalls, hoch oben am Arbeitsplatz, wo bis in die 1990er Jahre ein Leuchtturmwärter saß. Inzwischen ist die Leuchtfunktion automatisiert, wie bei fast allen anderen Türmen auch. GPS und andere Navigationssystem haben ein Übriges dafür getan, dass Leuchttürme heutzutage eigentlich überflüssig sein können. Aber wer weiß? Ein Satellitenausfall oder eine Stromstörung könnten diese Ansicht schnell zunichtemachen. Dann muss man zurück zum traditionellen Leuchtturm, auch für die Seenotrettung.

Arbeitsplatz automatisiert: Der Leuchtturm hat aber immer noch den Arbeitsplatz des Wärters – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Der Fortschritt und die Romantik LED im Einsatz: Vuurtoren Egmond aan Zee – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Im Podcast erfahrt Ihr von Piet Kager auch, dass er ein großer Freund von Romantik ist. Bei Leuchttürmen bezieht er sich dabei auf die gute alte Glühbirne, die früher im „Leuchtkasten“ mit den vielen Spiegeln untergebracht war. Heute sind da LEDs eingebaut und Ihr dürft dreimal raten, was diese mit der Romantik machen. Marginal aber nachvollziehbar.

Die Spiegel werden noch immer gebraucht – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Immerhin, der Leuchtturm wird bleiben, gerade weil er zum Nationalen Denkmal wurde. Danke, Jan van Speijk.

Die Retter und das Meer

Jetzt, im Herbst gibt es keine Rettungsbrigade am Strand mehr, auch wenn viele Menschen dort zum Spazierengehen unterwegs sind. Die wenigen Kitesurfer wissen, was sie tun (sag ich mal so!) und stürzen sich trotzdem in die „Wilde See“, die es für diesen Sport braucht.

Den Strand im Blick : Vuurtoren “Jan van Speijk” – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

 

Trotzdem, erzählt Piet Kager, sei die Seenotrettung immer in Bereitschaft. Auf seiner Windjacke ist ein Aufnäher mit der Abkürzung KNRM. Das bedeutet: „Koninklijke Nederlandse Redding Maatschappij“, frei übersetzt die Königliche Niederländische Seenotrettungs-Gesellschaft. Er kennt sich aus im Rettungswesen und erzählt im Podcast über die offizielle Trennung der Seenotretter und den Rettungsbrigaden am Strand.

Feine, große Unterschiede

Strand ist Gemeindeangelegenheit. Alle Kosten, die da entstehen, tragen die zuständigen Gemeinden. Das Meer und die hohe See ist Job der Seenotretter, die sich ausschließlich aus Spenden finanzieren müssen. Das geht in beiden Fälle nur, weil die Leute, die das machen Ehrenamtliche sind. Freiwillig im Dienst für die gute Sache, aber durchaus mit ganz getrennten Aufgaben, zwischen Hoher See und Strand. Das macht neugierig. So einen Seenot-Rettungskreuzer mal aus nächster Nähe zu sehen, wäre schon toll.

Piet Kager und das Rettungsboot von Egmond aan Zee – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-mdia TON-TEXT-BILD KNRM

Die klare Folge ist eine Einladung und wir gehen wir mal rüber in die Station. Vom Leuchtturm sind es nur einige hundert Meter in Richtung Strand zur Rettungsstation der KNRM. Im Podcast könnt Ihr Besichtigung, Erklärung der Arbeit und – natürlich – die „Inspektion“ der vielen Rettungsgeräte und des noch ziemlich neuen Rettungsboots.

Neu, Orange, Kräftig: KNRM Rettungsboot von Egmond – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Der Streit um Strand und Meer

Ganz nebenbei erklärt Piet auch noch, dass Egmond aan Zee zum Vorreiter einer gemeinsamen Arbeit von lokaler Strandrettung und KNRM in den Niederlanden geworden ist. Der Ausgangspunkt war ein Streit, seine Lösung ein Zusammenschluss. Aber hört selber.

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD KNRM – was man wissen muss

Achtung, das sind Zitate aus dem Film über die KNRM, den wir auch noch gesehen haben:

KNRM verbindet 200 Jahre Erfahrung mit der bestmöglichen Ausstattung. Sie sind die Spezialisten für maritime Rettungsaktionen. Die Einsatzschiffe sind unterschiedlich groß, je nach Bedarf aber technisch genau auf die Anforderungen zugeschnitten, die benötigt werden.

Die KNRM erreichen etwa 2.000 Hilfeanforderungen pro Jahr von allen in Seenot. Der Grund ist für die Retter nicht entscheidend. Jeder der Hilfe braucht, bekommt Hilfe! Und das bei jedem Wetter.

Wichtig bei allen Investitionen: Sie dienen immer dazu den besten Job zu machen bei der Rettung von Menschen. Das personelle Rückgrat der KNRM sind die vielen Freiwilligen.

Rettungskreuzer: Das Innenleben – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Redding Egmond

Die Station in Egmond hat ein kleines Boot, das auch immer erst mit einem schweren Traktor und dem Bootsauflieger über den Strand zum Wasser gebracht werden muss. Aber das geht schnell, meint Piet und ich kann ihm da nur zustimmen. Ich habe mal vor Jahren ein Training der Seenotretter von Egmond beobachten können. Was da in Höchstgeschwindigkeit ablief war atemberaubend. Die Bilder geben das nicht so wieder, aber jeder, der die Wellen sieht, weiß, dass das schon eine Herausforderung ist. Denn wie heißt es doch schön: Bei Jedem Wetter!

Seenotrettungs-Training an einem Dienstag im September 2017 Das Boot war in Windeseile im Wasser – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Rettungsteam und Gerätschaften. Das Boot ist draußen. Zu sehen rechts, fast an der Horizontlinie – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Rettungsboot zurück am Strand – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Das Seenotrettungs-Team der KNRM kann durchatmen – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Infos & Links

Ontdek Hart van Holland

Egmond aan Zee

Vuurtoren Jan van Speijk – Die Leuchtturmseite

Vuurtoren Jan van Speijk – Die Egmondseite

KNRM

Meine Erinnerungen an Egmond aan Zee

Hinweis

Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von Tourismus “Ontdek Hart van Noord-Holland”,  Niederlande. Meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

The post Podcast 330 – Egmond aan Zee: Leuchtturm & Seenotrettung first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
23 Minuten
Entdecke den Grimm in Dir! . Hört mehr über eine vielfältige und zweideutige Äußerung, die es aufzuklären gilt., es ist ein vielfältiger und ein wenig auch zweideutiger Satz, den es aufzuklären gilt. Denn die Brüder Grimm sind mehr als Sammler

Mein Talkgast

Um diesen Satz und viele dem ersten Satz folgende Äußerungen aufzuklären, braucht es einen Fachmann. Den habe ich mit unserem Gast zweifelsfrei gefunden.

Markus Exner – Foto: Deutsche Märchenstraße

Markus Exner ist seit einem knappen halben Jahr Geschäftsführer der „Deutschen Märchenstraße“, hat davor über Jahre bei der „Grimmheimat Nordhessen“ seinen Sachverstand einfließen lassen und war als Schauspieler in Sachen „Grimm’sche Märchen“ international auf der Bühne unterwegs.

Nun kennen wir, Markus Exner und ich, uns schon eine ganze Weile und deshalb gehen wir heute gemeinsam der Aufforderung nach „den “Grimms in uns“ zu suchen, zu finden und zu entdecken. Wir sind den Beiden nachgegangen bis zum Grund.

Es stellen sich Fragen Die Namengeber der Tourismusregion: Wilhelm und Jakob Grimm – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die erste ist so simpel, wie kompliziert. Warum sollte ich die „Grimms in mir“ überhaupt entdecken, wo ich doch schon so viele Märchen der Grimm’schen Sammlung kenne. Reicht das nicht aus?

Klar, Jakob und Wilhelm Grimm waren viel mehr als Märchensammler. Das Grimm’sche Universum war kulturell engagiert, höchst politisch und offensichtlich voller Lebensweisheit, die wir gerade in unserer politischen Landschaft heute gut gebrauchen könnten.

Brüder Grimm-Kinder- und Hausmärchen – Foto: Kulturamt Stadt Kassel

Die UNESCO spricht da in Sachen Weltdokumentenerbe vom Hohlspiegel vieler Kulturen. Und ja, es ist die Tradition des Märchenerzählens, das immaterielles Weltkulturerbe ist. Die Grimms haben gesammelt und mit der Sammlung wurden sie zum Synonym der weltweiten Kultur des Märchen Erzählens.

Weltmarke Grimm

Diese Tradition schlug und schlägt sich bis heute auch wirtschaftlich nieder. Auch wenn immer wieder mal nach dem Stellenwert von Märchen gefragt wird, muss man konstatieren, das die „Kinder- und Hausmärchen“ bis heute zu den meistgelesenen Büchern weltweit zählen. Dies gilt insbesondere im Ausland, was nicht heißen darf, dass die Propheten im eigenen Land nicht mehr gelten.

Die Stadtmusikanten auf dem Bremer Markt – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TOn-TEXT-BILD

Die „Deutsche Märchenstraße“, als touristisches Angebot von Märchenstädten zwischen dem Grimm’schen Geburtsort Hanau, über Steinau an der Straße (Jugendzeit), Marburg (Studium) und Kassel, dem Sammel-Ort mit dem größten Wirken von Jakob und Wilhelm, bis nach Bremen. Was wäre Bremen heute ohne die Bremer Stadtmusikanten  Sie stehen als Marke für die Hansestadt an der Weser, auch wenn sie im Märchen, nie in Bremen angekommen sind. Das übersehen die Bremer gar zu gerne und sind stolz auf sie. So stolz, dass Esel, Hund, Katze und Hahn inzwischen auch als moderne KI-Figuren für das Tourismusmarketing der Stadt stehen.

Die Grimms sind überall! Das ist ein gewaltiges Statement aus dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland. Zurecht.

Brüder Grimm & die Politik

Die Grimms haben nicht nur Märchen gesammelt, sie waren international vernetzt (im 19. Jahrhundert!), sprachen mehrere Sprachen, wurden zu anerkannten Sprachwissenschaftler (Deutsches Wörterbuch & Grammatik) und bereicherten das 19. Jahrhundert auch mit vielen politischen Gedanken zwischen Protest und der Teilnahme an der ersten deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche 1848.

Wilhelm und Jacob Grimm – Bildrechte: Stadt Kassel

Gerade die politischen Zitate, die ausführlich im Podcast zitiert werden, könnten eine gute Grundlage für die aktuelle politische Arbeit sein. Dies von Menschenrechten und Freiheit bis zur perfekten Definition von Sinn und Zweck des politischen und menschlichen Asyls. Totalitäre Strukturen hat Jacob Grimm nicht nur analysiert, er hat sie auch aufs Tiefste abgelehnt.

Brüder Grimm & die Wissenschaft Jacob und Wilhelm Grimm – Bild: Deutsche Märchenstraße

Ein Kapitel haben wir noch aufschlagen. Ich erlebe in unseren Zeiten, gerade beim Thema Klimakrise und Klimawandel, dass Wissenschaftler mit Prognosen argumentieren und trotzdem kein Gehör finden.

Dieses Phänomen gab es auch schon bei den Brüdern Grimm. Wer tiefer in diese Welt eintauchen will, ist herzlich eingeladen.

Dann hätte der Podcast auch sein Ziel erreicht. Nachdenken und die Grimm’schen Thesen zum Leben und zur Welt im Podcast inhalieren. Dann ist man auch auf dem besten Weg, den „Grimm in sich selbst“ zu entdecken.

Herzliche Einladung dazu und herzliche Einladung die gesammelten Märchen der Brüder Grimm in voller Schönheit der deutschen Lande zu erkunden. Auf der „Deutschen Märchenstraße“ und in den vielen Orten, durch die sie führt,

Information & Link

Deutsche Märchenstraße

The post Podcast 329 – Talk: Entdecke den Grimm in Dir first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
28 Minuten
Liegender Eiffelturm? F60? Abraum-Förderbrücke? Das sind viele seltsam klingende Begriffe. Hier und jetzt kommt die Aufklärung im Bergbaumuseum F60.

Vom Braunkohle-Tagebau zur Seenlandschaft

Ich war kürzlich in Brandenburg und habe das Lausitzer Seenland kennengelernt. Darüber werdet Ihr hier noch mehr erfahren. Starten sollen die Berichte aber mit der Historie der sich zur Freizeit- und Urlaubsdestination gemauserten Landschaft. Sie stand über Jahrzehnte im Zeichen des Braunkohle-Tagebaus, den es in geringem Umfang auch noch gibt.

Tagebau ist für Umweltaktive sicher ein Reizwort, aber ich finde man sollte auch hier auf die Geschichte schauen, bevor man Stäbe bricht. Die DDR war in Sachen Energieversorgung zum größten Teil auf diese, in der Erde schlummernde, Braunkohle angewiesen. Dass das umwelttechnisch eine Katastrophe ist, wissen wir. Aber damals ging es erst einmal ums Heizen und Strom gewinnen.

Die Faszination der F60 502 Meter in der Breite – die “F60” – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Wichtig ist vielleicht auch zu erwähnen, dass dieser Tagebau mit Maschinen ausgeführt wurde, die heute noch Ingenieure wie Laien in fasziniertes Staunen versetzen. Wie die F60, die ich erkunden durfte. Dies geschah im „Bergbaumuseum F60“ in Lichterfeld-Schacksdorf im brandenburgischen Elbe-Elster-Kreis.

Die „F60“ ist eine Braunkohle-Abraum-Förderbrücke die fasziniert und für deren Erkundung man etwas Zeit mitbringen muss. Immerhin ist sie 502 Meter lang, 204 Meter breit, rund 80 Meter hoch und 11.000 Tonnen schwer.

Technischer Gigant von oben – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Die “Brückentour” Guide Konrad Lehmann zum Start der Tour – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Guide Konrad Lehmann war mit uns, als kleiner Journalistengruppe, fast zwei Stunden unterwegs. Wir haben das technische Wunderwerk von unten gesehen, sowie den Antrieb, die Fahrspur auf Schienen und Vieles mehr.

Breit unterwegs: Der “F60”-Fahrweg – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Dann wurde die Abraum-Förderbrücke erklommen, von links unten bis ganz rechts oben. Auf dem Weg gibt es die ehemaligen, riesigen Förderbänder zu sehen (dort, wo sie noch installiert sind).

Weg nach oben – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Ganz oben wartet ein traumhafter Blick auf den ehemaligen Tagebau, der im Lauf der Jahre zum Bergheider See mutierte. Erfahrt Alles über die Technik und die Arbeitsweise der “F60” im Podcast.

Der Weg nach ganz oben – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Der Blick in die Zukunft

Eine klasse Aussicht gibt’s da oben und ganz schön viel Wind. Das wird man, trotz aller Vorkehrungen auch im Podcast hören.

Erneuerbare Energien rund um die “F60”: Solarpark und Windräder – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Die Übersicht gibt gewissermaßen auch den Blick auf die Energiezukunft frei. Zwischen „F60“ und dem See gibt es ein großes Feld mit Solarzellen. Auf einer Seite des erhöhten Seeufers stehen mindestens ein Dutzend Windräder. Rein optisch, treffen hier Vergangenheit und Zukunft der erneuerbaren Energie aufeinander.

Die Organisatoren des Bergbaumuseums sind auch in Sachen erneuerbare Energie engagiert. Am See steht mit der „Aquaforum“ ein solarbetriebenes Konferenzboot zur Verfügung.

Der liegende Eiffelturm

Der Spaß mit dem liegenden Eiffelturm beweist, dass der Eiffelturm gemessen an Maßen und Gewicht, mit der „F60“ nicht mithalten kann.

Er wiegt rund 7.500 Tonnen, die „F60“ 11.000. Der Eiffelturm ist (mit Antenne) 324 Meter hoch, auch wenn man ihn umlegt ist die „F60“ mit 502 Metern länger. Der Eiffelturm hat eine Basisbreite von 125 Metern, die „F60“ misst in der Breite 204 Meter. Wie auch immer, man die Maße dreht und wendet. Der Eiffelturm zieht immer den Kürzeren. In der Konstruktionsweise sind sie sich zudem sehr ähnlich.

Da kommt Eiffel nicht mit: Die “F60” und der Bergheider See – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Öffnungszeiten des Bergbaumuseums

Das Bergbaumuseum F60 ist ganzjährig geöffnet. Zwischen März und Oktober, täglich außer Montag zwischen10 und 18.00 Uhr, im Winter Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 16 Uhr.

Der Besuch lohnt. Der Lerneffekt ist groß und das Staunen unbezahlbar.

Alte (damals neue) Technik im Leitstand der “F60” – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Im Leitstand mit Konrad Lehmann – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Infos & Links

Bergbaumuseum F60

Industriekultur Brandenburg

Lausitzer Seenland

Reiseland Brandenburg

Hinweis

Die Recherche für diesen Podcast wurde unterstützt von Reiseland Brandenburg und seinen Partnern vor Ort. Meine Meinung wurde nicht beeinflusst!

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILDThe post Podcast 328 – F60 oder der liegende Eiffelturm first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
14 Minuten
Dieser Podcast fällt aus der Reihe und trotzdem muss er sein. Für Demokratie kämpfen gehört zu jeder Form von Journalismus.

Demokratie schützt sich nicht allein

Reisen ist etwas Tolles. Reisen ist jedoch auch ein großer Wirtschaftszweig in Deutschland. Also muss sich jeder, der mit Reisen zu tun hat auch immer ein wenig um Deutschland und um gesellschaftliche wie wirtschaftliche Entwicklungen kümmern. Ich tue das; Naturgemäß im Zusammenhang mit meinen Hauptthemen. Derzeit geht es um politische Entwicklungen, zu denen ich Stellung nehmen will und muss. Insbesondere vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern.

Schwerin: Altstadt und Schloss – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

Dies ist heute ein Meinungs-Podcast. Ich mach ihn nicht gerne, aber es muss sein. Ich mach ihn alleine, weil es mein Kommentar zum Thema ist.

Es gibt keinen Begleittext. Hören ist diesmal also auch ein wenig Demokratiepflicht!

Sachsen-Anhalt: Gartenreich Wörlitz – Foto: Stefan Kaps / Stadtmarketinggesellschaft Dessau-Roßlau mbH Tourismus und Politik

Tourismus und Politik ist von je her ein schwieriges Thema. Als Wirtschaftszweig sehen sich Verbände, die versuchen auf durchaus faire Weise Lobbyismus zu betreiben. Wenn es allerdings schwierig wird, wenn “klare Kante” erforderlich ist, tauchen die Interessensvertretungen meistens sehr schnell ab.

Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD

So passiert es zu einem großen Teil auch derzeit, obwohl die Philosophie der Touristiker feststeht und man Stellung beziehen könnte. Auch dieses Thema kommt im Podcast vor.

Ergänzendes Material

Link zur Stellungnahme des Deutschen Tourismusverbands

Link zur aktuellen Umfrage für die LTW Sachsen-Anhalt

Link zur aktuellen Umfrage für die LTW in Mecklenburg-Vorpommern 

Jeweils aktuellste Umfragen

 

The post Podcast 327 – Demokratie schützen, über Wahlen reden first appeared on Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
In Podcasts werben
Schalte jetzt Werbung in Podcasts.

Über diesen Podcast

Deutsches Reiseradio als Podcast
Podcast melden

„Deutsches Reiseradio“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

Abonnenten

Teilen

Mein Archiv

Deine Privatkopie der Folgen, die du nicht verlieren willst.

Podcast-Folgen verschwinden. Feeds werden auf die letzten Episoden gekürzt, Hoster räumen alte Dateien ab, Formate wechseln den Anbieter und lassen ihr Archiv zurück. Mit „Mein Archiv“ sichert podcast.de die Folgen deiner Podcasts für dich — angefangen bei den ältesten, denn die sind zuerst weg.

  • Deine gesicherten Folgen bleiben hörbar, auch wenn das Original offline geht.
  • Auch Folgen, die im heutigen Feed gar nicht mehr stehen — podcast.de kennt sie noch.
  • Herunterladen bleibt möglich, solange die Folge beim Podcaster liegt. Der zählt seine Abrufe wie bisher.
Startet bald

Sei beim Start von Mein Archiv dabei

Mein Archiv ist fast fertig. Trag dich ein, dann bekommst du eine E-Mail, sobald es losgeht – und bist von Anfang an dabei. Wir schreiben dir nur zum Start, keine Werbung, keine Weitergabe deiner Daten.

Du bekommst zuerst eine Bestätigungsmail. Abmelden geht jederzeit. Datenschutz