D-RR323 – TALK: USA & der Touristeneinbruch aus dem Ausland

D-RR323 – TALK: USA & der Touristeneinbruch aus dem Ausland

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Das Land mit der einst strahlenden Anziehungskraft kämpft
ziemlich erfolglos gegen einen Einbruch der Touristenzahlen aus
dem Ausland.  Dies in einem Jahr, das eigentlich neue
Rekorde erreichen müsste, mit Fußball WM und 250 Jahren USA.
Wolfgang Streitbörger (Tourismusvertretung von Mississippi und
Alabama) – Foto: privat

Mir geht es ähnlich, wie den Touristen, die wegbleiben. Ich mache
auch keinen Hehl daraus, dass meine ursprünglich heiß geliebten
USA schon seit zweieinhalb Jahren nicht mehr auf der
Favoritenliste stehen, denn zu viel ist passiert: Im Land, durch
fragwürdige Regierungsentscheidungen in Sachen
Einreiseregelungen, Kontrollen und inneramerikanische
Verhaltensweisen, die wenig Lust machen zu einer Reise dorthin
aufzubrechen.


Das ist Grund genug um zu reden. Das passiert in dieser
Podcast-Folge mit meinem Talkgast Wolfgang Streitbörger, der als
PR-Vertreter US-Amerikanischer Destinationen, die Aufgabe hat,
genau das zu vermeiden.
Eine Krise aufarbeiten – Geht das?

Es ist ein schwieriges Gespräch. Auf der einen Seite gibt es
nicht wegzudiskutierende Fakten, auf der anderen sagen
USA-Besucher, die mit dem VISA-freien ESTA-Programm einreisen, es
sei nie einfacher gewesen in die Staaten zu kommen. Selten sei
die Grenzkontrolle schneller, freundlicher und reibungsloser
abgelaufen. Bleibt die Frage, ob Berichte und Eindrücke von
Problemen falsch sind, auf Sinnestäuschungen beruhen oder
schlicht aufgebauscht wurden? Wir versuchen Sachverhalte zu
klären, Falschinformation zu benennen und uns gleichzeitig an
einer Einordnung zu versuchen.
What’s it All About: Baseball & Apple-Pie

Wir haben den Podcast zum Anfang der Woche und damit unmittelbar
nach dem 4. Juli 2026, dem amerikanischen Nationalfeiertag
(Independence Day) geführt. Stattgefunden hat der Talk auf der
Terrasse eines Kasseler Cafés. Passend zum kulinarischen Angebot
zwischen Rührei, Eggs Benedict mit Avocado und Kaffee, also
irgendwo auch ein wenig amerikanisch.
Eggs Benedict in Memoriam – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD Fragen und Antworten

Aus der Problematik resultiert eine große Zahl von Fragen. Die
Antworten, oder zumindest die Antwortversuche, findet Ihr in
diesem Podcast.


Warum bleiben die Touristen aus?


Sind die Argumente in Sachen Einreise denn berechtigt oder sind
es Fehlinformationen, die zum schlechten Image geführt haben?


Beruht das Phänomen auf Ängsten der Reisenden und dem
„Säbelrasseln“ der Trump-Regierung, obwohl die Welt
reisetechnisch sehr viel besser in Ordnung ist, als vermutet?


Welche Faktoren gibt es? – Ängste, Politische Ablehnung, hohe
Preise oder ist es einfach nur ein nachvollziehbares aber
irrationales Gefühl?


Es gab viele Meldungen über scharfe Kontrollen und Checks, die
Überprüfung von Social-Media-Accounts und Mailadressen. Wie sieht
die in der Praxis wahrgenommene Realität aus?
Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Politics

ICE geht ja, belegt, nicht gerade zimperlich mit Menschen um, die
sie verhaften. Juristische Vorgaben werden gern mal ignoriert. Da
ist die Angst in Kontrollen zu geraten und plötzlich im Knast zu
sitzen. Aber: Trifft das auch deutsche Touristen, die in
Musikmetropolen wie Memphis, New Orleans, Nashville usw. oder
einfach nur die Sonne Floridas genießen wollen?


Es gibt ja die Protestbewegung „No Kings“ und gleichzeitig feiert
man das 250. USA-Jubiläum und das „Land of the Brave“, der
Tapferen, Unerschrockenen und der Freiheitliebenden. Wie passt
das zusammen?
US-Unabhängigkeitserklärung in deutscher Sprache im “Museum of
the American Revolution” in Philadelphia – Foto: Rüdiger Edelmann /
ttb-media TON-TEXT-BILD

Wie gehen die amerikanischen Touristiker mit der Problematik um?
Selbst die Marketingorganisation „Brand USA“ ist ja seit geraumer
Zeit unter Dauerbeschuss der Regierung. Das Geld wird immer
knapper, für ein Tourismusmarketing, das gerade jetzt bitter
notwendig wäre. Ist die Organisation aus Trump-Sicht nur einfach
noch nicht gleichgeschaltet?


Donald J. Trump ist Namensgeber der „Trump-Hotels“. Eine solche
Marke müsste doch normalerweise ein Interesse an der Förderung
des Tourismus haben. Wie passt das mit den fremdenfeindlichen
Auftritten des Präsidenten Donald J. Trump zusammen?
Trump-Tower Chicago – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD

Nun ist die Stimmung im Land selber so aufgeheizt wie nie zuvor.
Sind diese Uneinigkeit im Land und das Aufeinanderprallen
politischer Fronten auch Grund für den Imageschaden und den
angstmachenden Faktoren? Ist man sich denn wenigstens in
Tourismuskreisen etwas einiger, oder herrscht dort das gleiche
politische Chaos?
Der deutsche Tourismusblick

Deutsche Veranstalter versuchen ja davon zu überzeugen, dass die
Probleme hauptsächlich im Kopf der Reisenden oder besser
Nicht-Reisenden existieren. Wie sieht das der PR-Mann Wolfgang
Streitbörger, dessen Aufgabe es ja ist, solche Ängste gar nicht
erst aufkommen zu lassen?
Wie wird es weitergehen?

Welche Hoffnungen tragen denn die USA-Touristiker mit sich herum?


Wie gestaltet sich der Umgang mit dem Unmöglichen?


Was wird aus den Hoffnungen aller, die ein tolles Land kennen und
dort Freunde haben, die noch genauso gut, offen und freiheitlich
denken?


Wird sich das eventuell mit den “Mid-Terms”, den Zwischenwahlen
im November ändern, oder schliddert der Tourismus dann in eine
zusätzliche Krise?
Capitol – Washington Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD Schlussgedanken (nach dem Gespräch)

Eine Reise in die USA machen? Entscheiden muss das, nach wie vor,
jeder für sich selbst.


Die vergleichsweise Unabhängigkeit der Bundesstaaten, die sich
auch im Tourismus niederschlägt mag Mut machen. Wirklich geklärt
sind die Probleme des Landes noch lange nicht.
Civil Rights Museum, Jackson, Ms.: Ein Pflichtstopp bei der
Reise durch den Süden – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media
TON-TEXT-BILD

Letztlich liegen sie tief in der „amerikanischen Seele“. Freiheit
ja, aber für einige weniger davon. Vorurteile, Rassismus, soziale
Standesunterschiede und Probleme haben sich im Lauf der letzten
100 Jahre nicht beseitigen lassen. Da muss man schon grenzenloser
Optimist sein, wenn man glaubt, dass dies ein Regierungswechsel
in gut zwei Jahren bewerkstelligen könnte.
Bürgerrechtskampf und Ku-Klux-Klan: Civil Rights Museum,
Jackson, Mississippi

Auf der anderen Seite, so auch mein Talk-Gast Wolfgang, gibt es
im Land, mitunter ganz plötzlich auch immer wieder Ereignisse,
die man kaum vorhersehen kann. Bisher haben sich die USA noch
immer wieder erholt. Ob das auch diesmal funktionieren wird?


„Kings“ haben die Eigenheit, Macht nur unfreiwillig aufzugeben.
Ob man sich auf die „No Kings“-Strategie der amerikanischen
Verfassung rückbesinnt? Ich würde es mir wünschen.
B.B. Kings Grab in Indianola im Garten “seines” Museums – Foto:
Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD Mehr Reiseradio-Podcasts
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Die US-Hauptstadt Washington D.C. 2010


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Die Geburtsstätten des Blues


Bürgerrechte – Black Lifes Matter


Soul und Civil Rights


Der Trump Effekt
Mississippi – Foto: Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILD
Reiseinfos für Mississippi und Alabama

Tourismus Mississippi


Tourismus Alabama
Martin Luther King-Denkmal im Kelly Ingram Park, Birmingham,
Alabama (mit Blick auf die 16th Street Baptist Church) – Foto:
Rüdiger Edelmann / ttb-media TON-TEXT-BILDThe post D-RR323 – TALK:
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Deutsches Reiseradio (German Travelradio).
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