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Beschreibung
vor 1 Woche
In unserer 34. Episode des GZ‑Podcasts „Chefsache“ sprechen wir
mit Johannes Ehrnsperger, Inhaber und Geschäftsführer von
Neumarkter Lammsbräu. Als Bio‑Pionier unter den Brauern hat er
„Bio – zur persönlichen Chefsache erklärt. Was er damit meint:
Eine konsequente Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, Ökologie und
Verantwortung, mit dem Ziel, eine enkeltaugliches Zukunft zu
fördern.
Hinter dieser Haltung steckt weit mehr: Es ist ein System, das
tief in der DNA eines Unternehmens verankert ist, das seit fast
400 Jahren existiert und seit Generationen konsequent auf
ökologische Landwirtschaft, faire Wertschöpfung und langfristige
Partnerschaften setzt. Ehrnsperger führt uns in diesem Gespräch
zurück zu den Wurzeln des Bio‑Gedankens bei Lammsbräu. Schon sein
Vater machte sich in den späten 1970er‑ und frühen 1980er‑Jahren
Gedanken darüber. Da galt Bio in der Braubranche noch als
exotische Idee. Ehrnsperger erklärt, warum ökologisch angebaute
Braugerste damals nicht nur eine Vision, sondern eine handfeste
Qualitätsentscheidung war. Und wie daraus das Konzept eines
„ökologischen Reinheitsgebots“ entstand, das bis heute die
gesamte Wertschöpfungskette prägt.
Wir sprechen über die Rolle von Landwirtschaft,
Bodenfruchtbarkeit und Wasserschutz – und darüber, warum
Mineralwasser für Ehrnsperger genauso eine „Frucht des Bodens“
ist wie Getreide oder Gemüse. Er beschreibt, wie sich im Wasser
all das wiederfindet, was über Jahrzehnte auf die Felder gelangt,
und warum ein Bio‑Mineralbrunnen Verantwortung weit über den
eigenen Betrieb hinaus übernehmen muss. Das Gespräch zeigt
eindrucksvoll, wie eng Landwirtschaft, Ressourcenschutz und
Produktqualität miteinander verwoben sind – und warum
Bio‑Mineralwasser alles andere als ein Marketing‑Gag ist.
Natürlich geht es auch um die Realität eines Marktes, der sich im
Umbruch befindet: sinkende Markentreue, steigende Kosten, ein
rückläufiger Bierkonsum und ein Verdrängungswettbewerb, der die
Branche unter Druck setzt. Ehrnsperger spricht offen darüber,
warum Bio zwar kein Nachteil ist, aber auch kein Schutzschild. Er
erklärt, wie sich veränderte Konsummuster auf das Geschäft
auswirken, warum Wertigkeit neu gedacht werden muss und wie
Neumarkter Lammsbräu als Marke relevant zu bleiben.
Ein Schwerpunkt des Gesprächs ist das alkoholfreie Bier, das bei
Lammsbräu längst eine tragende Rolle spielt: 60 Prozent des
Bierabsatzes sind alkoholfrei. Ehrnsperger erläutert, warum
Lammsbräu hier seit Jahrzehnten Vorreiter ist, wie sich
Verbrauchererwartungen verändern und welche Bedeutung 0,0 Prozent
künftig haben wird – nicht nur rational, sondern vor allem
psychologisch.
Wir sprechen mit Ehrnsperger über ganzheitliche Nachhaltigkeit,
über langfristige Verträge mit Landwirten, über faire Preise,
über Kreislaufwirtschaft und über die Frage, wie man ein
Unternehmen führt, das nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sein
will, sondern auch gesellschaftlich wirksam. Und wir sprechen
über eine Branche, die sich aus seiner Sicht zu oft wie
„Lemminge“ verhält – und warum es gerade jetzt mehr Mut, mehr
Eigenständigkeit und mehr Innovationskraft braucht.
Ein Gespräch über Verantwortung, Wertschöpfung,
Markenführung, Ressourcenschutz und die Frage, wie man ein
Traditionsunternehmen in die Zukunft führt, ohne seine Identität
zu verlieren.
Ein Gespräch, das in der Natur der Sache liegt.
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