Peter Thiel: Die Apokalypse aus dem Silicon Valley

Peter Thiel: Die Apokalypse aus dem Silicon Valley

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen
In dieser ersten Folge einer kleinen Ausgeglaubt-Trilogie sprechen
Manuel und Stephan über Katastrophenangst und neue Apokalyptik. Wer
wissen will, wie über Weltende, Antichrist, Rettung und Untergang
gesprochen wird, sollte nicht zuerst in dogmatische Lehrbücher
schauen, sondern ins Silicon Valley… Ausgangspunkt ist die
Beobachtung: Die Gegenwart denkt sich selbst wieder unter
Endzeitdruck. Klimakollaps, Atomkrieg, Pandemie, künstliche
Intelligenz, globale Überwachung und zerfallende Demokratien
erzeugen eine Atmosphäre permanenter Dringlichkeit. Aber diese neue
Apokalyptik ist selten klassisch religiös. Sie fragt nicht zuerst,
was Gott verheisst, sondern wer die Katastrophe verhindern kann,
wer die Systeme kontrolliert und wer im Ausnahmezustand entscheiden
darf. Eine zentrale Figur ist dabei Peter Thiel. Der Tech-Investor
spricht über den Antichristen, über René Girard, Carl Schmitt, den
Weltstaat und die Gefahr globaler Gleichschaltung. Das klingt
zunächst bizarr, berührt aber eine reale Frage: Was geschieht, wenn
Menschen aus Angst vor Katastrophen bereit werden, Freiheit gegen
Sicherheit einzutauschen? Und was passiert, wenn Rettung nur noch
als Kontrolle denkbar ist? Manuel und Stephan diskutieren, warum
Thiels Warnung vor totaler Verwaltung ernst zu nehmen ist – und
warum seine eigenen Antworten trotzdem tief in Kontroll-, Monopol-
und Souveränitätsphantasien verstrickt bleiben. Es geht um
demokratische Langsamkeit, um die Versuchung des Ausnahmezustands,
um Tech-Religion, um politische Theologie und um eine reformierte
Eschatologie, die das Ende ernst nimmt, ohne es verfügbar zu
machen. Die Pointe: Vielleicht brauchen wir heute nicht weniger
Eschatologie, sondern bessere Eschatologie. Eine Hoffnung, die wach
bleibt, aber nicht panisch wird. Eine Sprache für Gefahr, Gericht
und Zukunft, die nicht sofort nach Kontrolle, Machtsteigerung und
autoritärer Entscheidung greift. Denn das Letzte kommt – aber es
kommt nicht aus unserer Hand. Im Hallelujah verrät Manu ausserdem,
dass er einen wirklich fesselnden Kinobesuch erlebt hat. Und im
Stossgebet muss Stephan bekennen, dass er am Backofen versagt hat.
Eine Folge über Tech-Apokalyptik, Katastrophenangst, Peter Thiel,
reformierte Hoffnung – und ein Lob auf die Langsamkeit.

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