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Beschreibung
vor 4 Tagen
Über Laura’s Vorschläge zur Rettung des Gesundheitssystems wurde
viel diskutiert. Der DAK-Chef hat zu Vorschlägen aufgerufen –
Laura hat gleich 22 Stück rausgebracht.
Um sie besser zu erläutern, gibt es nun diese Folge:
1. Über- und Fehlversorgung in der Kieferorthopädie beenden
In diesem Bereich kommt es offenbar häufig zu Behandlungen, die
nicht primär medizinisch begründet sind. Ziel ist es, unnötige
Maßnahmen zu vermeiden und die Versorgung stärker an
tatsächlichem Bedarf auszurichten.
2. Erstattung von Cannabisblüten streichen
Auch wenn Cannabis in bestimmten Therapien eingesetzt wird, sieht
Laura keine zwingende Notwendigkeit für eine Finanzierung durch
die GKV. Cannabis ist legal.
3. Honorare für Katarakt-OPs senken
Die derzeitige Vergütung steht aus ihrer Sicht in keinem
ausgewogenen Verhältnis zu anderen Fachbereichen. Eine Anpassung
könnte dazu beitragen, die Verteilung der Mittel gerechter zu
gestalten.
4. Hautkrebs-Screening abschaffen
Das Screening wurde eingeführt, um die Mortalität zu senken – ein
Effekt konnte bisher jedoch nicht nachgewiesen werden. Ohne
belegbaren Nutzen stellt sich die Frage nach der weiteren
Finanzierung.
5. Arzneimittelkosten stärker regulieren
Durch konsequente Nutzung von Rabattverträgen und
Kosten-Nutzen-Bewertungen sollen ineffiziente Ausgaben reduziert
werden. Der Fokus liegt auf wirtschaftlicher und wirksamer
Therapie.
6. Bürgergeldempfänger aus Steuermitteln finanzieren
Die Finanzierung dieser Leistungen sollte nicht ausschließlich
über die GKV erfolgen. Stattdessen wird eine
gesamtgesellschaftliche Lösung über Steuermittel gefordert.
7. Zucker-, Alkohol- und Tabaksteuer erhöhen
Durch höhere Besteuerung gesundheitsschädlicher Produkte sollen
Anreize zur Verhaltensänderung geschaffen werden. Gleichzeitig
könnten gesündere Alternativen entlastet werden.
8. DMPs (Disease Management Programme) abschaffen
Da der Nutzen vieler Programme nicht eindeutig belegt ist, stellt
Laura deren Effizienz infrage. Sie plädiert für eine
individuellere Versorgung statt standardisierter Programme.
9. Ambulantisierung im ambulanten System
Leistungen sollten dort erbracht werden, wo sie am effizientesten
sind – im ambulanten Bereich. Eine Verlagerung in den stationären
Sektor verursacht unnötige Mehrkosten.
10. Abrechnungsbetrug im Krankenhaus beenden
Fehlanreize in der Abrechnung führen dazu, dass Leistungen
unnötig verteuert werden. Hier fordert Laura mehr Transparenz und
klare Regeln.
11. Sektorengrenzen überwinden
Unterschiedliche Vergütungssysteme für gleiche Leistungen
erschweren das System. Einheitliche Rahmenbedingungen könnten für
mehr Fairness sorgen.
12. Level 1 i-Krankenhäuser - Kleine Versorgungszentren im
ambulanten Bereich schaffen
Für bestimmte Behandlungen braucht es keine vollstationäre
Versorgung. Solche Strukturen könnten eine effizientere und
patientenfreundlichere Alternative sein.
13. Satzungsleistungen der GKV streichen
Leistungen ohne evidenzbasierte Grundlage sollten nicht Teil der
solidarischen Finanzierung sein. Der Fokus sollte auf wirksamer
Medizin liegen.
14. Verursacherprinzip einführen
Ein stärkerer Bezug zwischen Verhalten und Kosten könnte Anreize
für gesundheitsbewusstes Handeln schaffen. Diskutiert wird dies
analog zu Risikozuschlägen.
15. Positivliste für GKV-Leistungen
Eine klare Definition des Leistungskatalogs würde mehr
Transparenz schaffen. Nur evidenzbasierte und sinnvolle Therapien
sollten übernommen werden.
16. Quartalsschein wieder einführen & Arztbesuche begrenzen
Durch bessere Steuerung der Patient:innenströme könnten unnötige
Mehrfachkontakte reduziert werden. Das würde Ressourcen im System
schonen.
17. Digitalisierung und Deckelung der Verwaltungskosten
Effizientere digitale Prozesse könnten Verwaltungskosten senken.
Gleichzeitig soll die Ausgabenstruktur transparenter und begrenzt
werden.
18. Zusatzleistungen für Kassenmitarbeiter begrenzen
Auch im Verwaltungssystem gibt es Einsparpotenzial.
Zusatzleistungen sollten überprüft und gegebenenfalls reduziert
werden.
19. Werbemaßnahmen der Krankenkassen abschaffen
Da die Leistungen der Krankenkassen weitgehend vergleichbar sind,
erscheint Werbung verzichtbar. Die eingesparten Mittel könnten
sinnvoller genutzt werden.
20. Büro- und Gebäudekosten reduzieren
Durch flexiblere Arbeitsmodelle könnten Kosten für Infrastruktur
gesenkt werden. Das betrifft insbesondere teure Standorte und
Büroflächen.
21. Prüf- und Rechtsverfahren reduzieren (Blue-Ocean-Strategie)
Viele Verfahren verursachen mehr Kosten als Nutzen. Eine stärkere
Priorisierung könnte Ressourcen sparen.
22. Bürokratie insgesamt abbauen
Übermäßige Bürokratie belastet das System erheblich. Eine
Vereinfachung der Prozesse würde sowohl Zeit als auch Geld
sparen.
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