Beim Gesundheitssystem soll gespart werden - wie ist das umsetzbar? Laura Dalhaus bringt Ideen auf den Tisch

Beim Gesundheitssystem soll gespart werden - wie ist das umsetzbar? Laura Dalhaus bringt Ideen auf den Tisch

vor 4 Tagen
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Das Gesundheitssystem verfehlt das Klassenziel

Beschreibung

vor 4 Tagen

Kaum jemand würde aktuell den Job von Nina Warken übernehmen
wollen – nicht einmal TK-Chef Baas. Dr. Laura Dalhaus sieht das
allerdings differenzierter: Wer selbstständig arbeitet, trägt
Verantwortung und muss auch mit dem Risiko des Scheiterns umgehen
können. Genau dieses Verständnis fehlt aus ihrer Sicht häufig bei
den Krankenkassen.


Die Finanzkommission Gesundheit hat kürzlich Sparmaßnahmen
vorgestellt. Wichtig dabei: Der Auftrag war kein umfassender
Systemumbau, sondern ein kurzfristiger Notfallplan für 2027. Nun
geht es darum, diese Vorschläge einzuordnen und die Reaktionen
der verschiedenen Akteure zu betrachten.


Im Fokus steht zunächst die Begrenzung unnötiger Ausgaben. Zwar
gehören Praxen nicht zu den größten Kostentreibern, sollen sich
aber dennoch an Einsparungen beteiligen. Grundlage bleibt die
Orientierung an evidenzbasierter Medizin.


Kritik äußert Laura unter anderem am Vorsitzenden des
GKV-Spitzenverbands, Oliver Blatt. Als Ökonom verfolgt er das
Ziel, Einnahmen zu begrenzen, erwartet gleichzeitig jedoch von
selbstständigen Leistungserbringern ein nahezu unbegrenztes
Leistungsangebot. Auch AOK-Chefin Reimann sorgt für Diskussionen:
Sie fordert, dass Honorare nur im gleichen Maß steigen wie die
durchschnittlichen Einkommen angestellter Beschäftigter – ein
Ansatz, der laut Laura die Realität der Selbstständigkeit
verkennt. Und ganz praktisch: Mit der AOK kommuniziert sie immer
noch per Fax.





Auch aus der Ärzteschaft kommt Widerstand. Der Hartmann-Bund
warnt, dass einige Maßnahmen die ambulante Versorgung gefährden
und die ärztliche Selbstverwaltung schwächen könnten.
Gleichzeitig gehen Praxisüberschüsse zurück. Ärztekammerpräsident
Klaus Reinhardt fordert daher, die bestehende Misstrauenskultur
gegenüber Leistungserbringern zu überwinden.





Kritische Stimmen gibt es ebenso aus der Pharmaindustrie, deren
Verbände die Vorschläge der Finanzkommission ebenfalls
hinterfragen.





Ein weiteres Thema ist die Notfallreform. Laura stellt infrage,
wie diese praktisch umgesetzt werden soll – schließlich sollen
Ärzt:innen gleichzeitig Notfalldienste leisten und ihre reguläre
Praxistätigkeit aufrechterhalten. Positiv bewertet sie jedoch den
Ansatz, im Notfall eine direkte Medikamentenabgabe zu
ermöglichen.





Laura war zudem selbst bei einer Demonstration von
Psychotherapeut:innen, deren Honorare gekürzt werden sollen – und
das trotz steigenden Bedarfs. Besonders Kinder und Jugendliche
liegen ihr am Herzen, da sie politisch oft wenig Gehör finden.
Dabei zeigt sich: Psychotherapie hat einen klar messbaren Nutzen.
Der Return on Invest liegt bei rund 167 Prozent. Jeder
investierte Euro bringt also mehr als das Doppelte zurück.





Ein strukturelles Thema bleibt die Anzahl der gesetzlichen
Krankenkassen. Aktuell gibt es 93 – Laura stellt die Frage, ob
eine deutlich geringere Zahl nicht ausreichen würde und
analysiert die einzelnen Kostenpunkte genauer.





Abschließend entwickelt sie eigene Vorschläge zur Stabilisierung
des Gesundheitssystems, teilweise angelehnt an die Ideen der
Finanzkommission Gesundheit.


Weitere Ideen:


Abschaffung aller DMPs


Konsequente Ambulantisierung innerhalb des ambulanten Systems


Abrechnungsbetrug im Krankenhaus abschaffen


Sektorengrenzen überwinden – gleiche Vergütung für alle Sektoren


Realisierung Level 1I – ambulanter Sektor mit Belegbetten


Streichung aller Satzungsleistungen in der GKV


Einführung eines Verursacherprinzips


Erstellung einer Positivliste des GKV-Leistungsumfangs


Wiedereinführung des Quartalsscheints für Patient:innen


Digitalisierung aller Verwaltungsvorgänge auf Kassenseite und
Deckelung der Gehälter


Begrenzung der Mitarbeiterleistung


Vollständiger Verzicht aller Werbemaßnahmen der Kassen


Abbau von Büro- und Gebäudeflächen


Blue-Ocean-Strategie in allen Prüfungs- und Rechtfragen


Abbau doppelter Bürokratie








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