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Beschreibung
vor 9 Monaten
In dieser Folge von „Sinnerfüllt. Humanistische
Lebensgeschichten“ begrüßen wir Professor Eckart Voland,
Soziobiologe im Ruhestand und Beirat der Giordano-Bruno-Stiftung.
Seine Überzeugung: Der Humanismus macht das beste Angebot für
eine Werteorientierung, die auf wissenschaftlicher Vernunft statt
auf Glaubenssätzen basiert.
Während sein eigener Abschied von der Kirche kurz und schmerzlos
verlief, versteht er die tiefen Wunden, die religiöse Dogmen bei
anderen hinterlassen – und die zermürbende Frage, wie ein
allmächtiger Gott den Holocaust zulassen konnte. Im Gespräch
räumt er mit Missverständnissen der Soziobiologie auf und erklärt
seine provokante These: „Der wahre Egoist kooperiert.“
Prosoziales Verhalten ist demnach keine göttliche Vorschrift,
sondern eine kluge evolutionäre Strategie.
Doch warum stoßen solche biologischen Erkenntnisse oft auf
Widerstand? Voland sieht die Hürde in der notwendigen Abkehr vom
freien Willen. Diesem gefühlten Kontrollverlust begegnet er mit
einer radikal positiven Umdeutung: Ohne freien Willen verlieren
Konzepte wie Schuld und Tadel an Gewicht. An ihre Stelle treten
eine tiefe, innere Gelassenheit und wohlwollende Nachsicht.
Diese Episode verbindet eine persönliche Lebensgeschichte mit
fundamentalen Fragen der Philosophie und Biologie. Sie ist ein
Plädoyer für ein selbstbestimmtes Leben jenseits von moralischem
Druck und zeigt, warum für Eckart Voland das Fazit klar ist:
Humanismus macht einfach Spaß.
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