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Beschreibung
vor 6 Tagen
In dieser Folge von „Sinnerfüllt. Humanistische
Lebensgeschichten“ erläutert Christoph Antweiler, wie
Kulturanthropologie dazu beitragen kann, den Menschen als Ganzes
zu verstehen. An Beispielen wie Religion, Pünktlichkeit und
Barbiepuppen wird deutlich, wie globale Phänomene lokal
angeeignet werden. Im Spannungsfeld von Eigenem und Fremdem
eröffnet sich ein neuer Blick auf Menschen, Kulturen und das
Zusammenleben in einer gemeinsamen Welt, die schon jetzt so tief
von unserer Spezies geprägt wurde, dass man mit gutem Grund vom
Erdzeitalter des Anthropozäns sprechen kann.
Für den Professor und seine Familie war der Kulturschock 1991 bei
der Ankunft in Indonesien für einen einjährigen
Forschungsaufenthalt geringer als bei der Rückkehr in ihre Kölner
Heimat. Seine eigenen Erfahrungen verdeutlichen eine der
Grunderkenntnisse der Ethnologie: Trotz der enormen Vielfalt
menschlicher Kulturen stößt man überall auf grundlegende
Gemeinsamkeiten, die die interkulturelle Verständigung oftmals
leichter machen als gedacht – trotz reichlich Fettnäpfchen an
unerwarteten Stellen. Religiosität als Grundhaltung empfindet
Christoph Antweiler dabei oft als verbindend, wobei er diese klar
von konkreten Religionen abgrenzt, die wiederum eher spaltend
wirken.
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