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Beschreibung
vor 6 Monaten
In dieser Folge von „Sinnerfüllt – Humanistische
Lebensgeschichten“ gibt Jacques Tilly Einblicke in seine
jahrzehntelange Arbeit als Gestalter von satirischen
Karnevalswagen, die weit über das Rheinland hinaus ihre Wirkung
entfalten. Wenn an Rosenmontag ein Wagen durch die Straßen zieht,
auf dem Trump und Putin einen schreienden Selenski zwischen ihren
Händen zerquetschen, gehen die Bilder davon um die ganze Welt.
Grund hierfür ist sicherlich der weltweit einmalige Härtegrad der
satirischen Darstellungen, der vom Düsseldorfer Karnevalsverein
als ausgelebte Narrenfreiheit verstanden und mit tiefer
Überzeugung verteidigt wird.
Anhand der Reaktionen der porträtierten Personen und
Institutionen lässt sich bemessen, wer mit Kritik umgehen kann
und wer nicht – ein wichtiges Merkmal demokratischer Gesinnung.
Verschont wird dabei niemand. Von Weidel, Merz und Scholz bis hin
zu Erzbischöfen und den Karnevalsvereinen höchst selbst – wer aus
Tillys Sicht Kritik und Spott verdient, bekommt sie auch. „Was
wir den Christen zumuten, müssen wir den Muslimen auch zumuten“,
so Tillys klare Haltung zu Islamkritik, die nicht
fälschlicherweise als Diskriminierung von Minderheiten verstanden
werden sollte. Wichtig ist ihm dabei, dass seine Werke
überparteilich sind. Tilly versucht, die zentralen
gesellschaftspolitischen Konflikte herauszuarbeiten und
gleichzeitig mit seiner Kritik einen gewissen Grundkonsens in der
Bevölkerung zu finden. Diese Kritik in ein simples und
ausdrucksstarkes Bild zu gießen, ist die hohe Kunst, die Tilly
seit 40 Jahren wirksam auf die Straße bringt.
Bitte entschuldigt das gelegentlich auftretende Klopfgeräusch.
Die Folge wurde in einer unkontrollierten Umgebung
aufgezeichnet.
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