Glaube, Macht, Mafia - mit Cinzia Sciuto

Glaube, Macht, Mafia - mit Cinzia Sciuto

vor 3 Wochen
1 Stunde 32 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Wochen

In dieser Folge von „Sinnerfüllt - Humanistische
Lebensgeschichten“ berichtet die Philosophin und Journalistin
Cinzia Sciuto von ihrer Jugend auf Sizilien und teilt ihre
Außenperspektive auf das manchmal erschreckend unsäkulare
Deutschland. Dabei macht sie eine antidogmatische Grundhaltung
stark, die ihr bereits im Elternhaus vorgelebt wurde und die bis
heute ihre wichtigste Leitlinie darstellt, um die kleinen und
großen Herausforderungen des Lebens zu meistern.


 


In Cinzias sizilianischem Heimatdorf war es nicht nur
selbstverständlich, katholisch zu sein, sondern auch der Einfluss
der Mafia gehörte als offenes Geheimnis zumm Alltag dazu.
Rückblickend beschreibt sie diese mafiösen Machtstrukturen als
eine Art von Religion, die ebenfalls Rituale, Hierarchien und
Dogmen aufbaut und eine ähnliche Atmosphäre erzeugt wie
religiöser Fundamentalismus. Daher kritisiert sie sowohl die
Kirche als auch die Mafia für die Setzung von missbräuchlichen
Regeln und selbsternannten Autoritäten auf das Schärfste. Dabei
macht sie deutlich, dass wir alle ständig und überall gegen
Gruppendynamiken ankämpfen müssen, die uns in ungerechte
Machtstrukturen hineinziehen wollen. Das fängt schon auf dem
Schulhof an und zieht sich durch alle Bereiche des Lebens,
weshalb gerade auch religiöse Organisationen als per se
dogmatische Instanzen klar von staatlichen Institutionen getrennt
und gesellschaftlich in ihre Schranken gewiesen werden müssen.
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