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vor 4 Tagen
Zwei US-Medienschwergewichte mobilisieren gegen
Kriegstreiber Netanjahu und Trump
Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Erstaunlicherweise hat ausgerechnet die sonst so
Israel-freundliche New York Times (NYT) Ende letzter Woche in
einem ausführlichen Artikel dokumentiert, wie der rechtsradikale
israelische Ministerpräsident Netanyahu Trump vor seinen Karren
gespannt und in den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Iran
getrieben hat.
Netanjahu habe ein sofortiges, notfalls unilaterales israelisches
Handeln gegen Iran als unausweichlich dargestellt. Trump und ein
großer Teil seiner Administration seien ideologisch verblendet
und hätten die ernst zu nehmenden Warnungen von militärischen
Stimmen, aber auch die von JD Vance und Außenminister Marco Rubio
einfach ignoriert.
Dieser landesweit vielbeachtete Artikel der NYT unter dem Titel
„How Trump Took the U.S. to War With Iran“ („Wie Trump die USA in
den Krieg gegen Iran geführt hat“), macht vor allem Israels
Premierminister Benjamin Netanjahu und dessen Geheimdienstchef
dafür verantwortlich, Trump in den Krieg hineinmanipuliert zu
haben. Über Monate hinweg habe der israelische Kriegstreiber
intensiv für einen gemeinsamen Großangriff auf Iran geworben. Ein
entscheidendes Treffen am 11. Februar 2026 im Weißen Haus –
inklusive einer hochgeheimen Präsentation im Lage-Zentrum – habe
Trump schließlich von einer zögerlichen Haltung zur Beteiligung
an den groß angelegten Militärschlägen an der Seite Israels
bewegt. Dagegen vermuten bösen Stimmen im Internet, dass der
eigentliche Grund für Trumps Einknicken darin lag, dass Netanjahu
ihm einige alte Mossad-Fotos von Trump bei einer Epstein
„Pizza-Party“ gezeigt hat.
Aber machen wir weiter im Narrativ der NYT.: In den Monaten
vor dem 11. Februar habe Netanjahu die US-Regierung wiederholt zu
militärischem Handeln gedrängt und dies mit der Notwendigkeit
begründet, Irans Atomprogramm, dessen Raketenarsenale und
regionalen Einfluss einzudämmen. Israelische Vertreter
signalisierten zudem, notfalls allein zu handeln – was in
Washington den Eindruck von Dringlichkeit und Unvermeidbarkeit
verstärkt habe. Bei dem fast dreistündigen Treffen am 11. Februar
wurden dann konkrete Angriffspläne, Zeitfenster erörtert, ebenso
wie die Risiken, dass ein Erfolg der laufenden diplomatischen
Gespräche den zionistischen Kriegstreibern einen Strich durch
ihre Pläne machen könnte, was Netanjahu auf jeden Fall verhindern
wollte.
Interessant ist, wie ex-CIA-Analyst Larry Johnson die
Veröffentlichung der New York Times politisch einordnet. Sie sei
als klassischer Versuch Washingtons zu sehen, die Verantwortung
für eine aus dem Ruder gelaufene US-Politik abzuwälzen.
Vizepräsident JD Vance und – in geringerem Maße – Marco Rubio
erscheinen dabei als Stimmen der Vernunft, während General Dan
Caine, der ranghöchste US-Offizier als zu schwach gelte, um Trump
entgegenzutreten. Die Hauptverantwortung für das US-Desaster im
Iran sieht Johnson jedoch bei Kriegsminister Pete Hegseth.
Johnson prognostiziert, dass die USA in Kürze ihre Angriffe
wieder aufnehmen werden – mit der Folge iranischer Gegenschläge
gegen Israel und gegen US-Basen in der Region, sowie die
Zerstörung weiterer arabisch-amerikanischer Industrieanlagen und
Infrastruktur. Und am Ende werde Trump gezwungen sein, seine
Niederlage einzugestehen: Die USA könnten Iran nicht besiegen –
so Johnson - und die wirtschaftlichen sowie politischen Kosten
würden die Republikaner schwer belasten, vor allem mit Blick auf
die Kongresswahlen im Herbst.
...https://apolut.net/netanyahu-zieht-die-faden-von-rainer-rupp/
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