Mit dem #2 am Horizont: Wohin steuert smart in Europa?

Mit dem #2 am Horizont: Wohin steuert smart in Europa?

vor 5 Tagen
Ein Gespräch mit Wolfgang Ufer, CEO von smart Europe
Podcast
Podcaster
Die Elektromobilität wächst – und wir schauen hinter die Kulissen, beleuchten Trends und Kontroversen.

Beschreibung

vor 5 Tagen

Mit dem Neustart von Smart ist aus dem einstigen
Zweisitzer-Pionier längst eine vollelektrische Lifestyle-Marke
geworden. Doch jetzt schließt sich ein Kreis: Unter der Leitung
von Wolfgang Ufer kehrt smart mit dem neuen #2
zurück zu seinen Wurzeln – und denkt sie gleichzeitig radikal
neu.


In dieser Episode von „eMobility Insights“ spricht Ufer erstmals
ausführlich in seiner neuen Rolle als Europa-Chef über Strategie,
Wachstum und die Zukunft der Marke. Es geht um die Balance
zwischen ikonischer Vergangenheit und skalierbarem Portfolio, um
klare Elektro-Positionierung – und um die Frage, wie viel ForTwo
im neuen Smart #2 steckt.


Dabei macht Wolfgang Ufer keinen Hehl daraus, dass der kommende
Zweisitzer für ihn weit mehr ist als nur ein weiteres Modell. „Da
kommt eine Legende zurück – und es wird das Beste, was es je als
Zweisitzer gab“, sagt er selbstbewusst. Der #2 soll die ikonische
DNA des ForTwo aufnehmen, sie gleichzeitig aber technologisch und
konzeptionell auf ein neues Niveau heben. Es gehe nicht um
Nostalgie, sondern um eine Neuinterpretation eines Stadtautos,
das heute andere Anforderungen erfüllen muss als noch vor zehn
oder zwanzig Jahren.


Gleichzeitig positioniert sich smart klar als rein elektrische
Marke – und will genau darüber Profil gewinnen: „Wir stehen für
vollelektrische, kompakte Premium-Lifestyle-Fahrzeuge – mit
starkem Design und klarer Technologie“, beschreibt Ufer den
Anspruch. Plug-in-Hybriden oder Range Extender-Lösungen erteilt
er im Gespräch mit electrive-Chefredakteur Peter Schwierz eine
klare Absage. Stattdessen setzt die Marke als Joint Venture von
Mercedes und Geely konsequent auf Batterie-elektrische Antriebe
und verweist auf die Fortschritte bei Reichweite,
Ladegeschwindigkeit und Alltagstauglichkeit.


Diese klare Haltung soll sich auch im Wachstum niederschlagen.
Nach Jahren des Aufbaus sieht Wolfgang Ufer smart nun am Beginn
einer neuen Zeit: „Jetzt ist die Phase des wirklichen Wachsens –
wir werden in jedem Markt eine positive Entwicklung zeigen.“
Europa spielt dabei eine zentrale Rolle, mit Deutschland, den
nordischen Ländern und ausgewählten Märkten in Südeuropa als
Treibern. Entscheidend sei, dass die Fahrzeuge zunehmend im
Straßenbild sichtbar werden – und damit auch die Marke selbst
wieder stärker wahrgenommen wird.


Innerhalb dieses Wachstums kommt dem neuen #2 eine besondere
Rolle zu. Er ist nicht nur emotionaler Anker, sondern soll auch
wirtschaftlich liefern. „Der Hashtag 2 wird ein Volumenmodell –
mit ganz klaren Absatzchancen“, so Ufer. Anders als die
bisherigen Modelle dürfte er eine deutlich breitere Zielgruppe
ansprechen – vom urbanen Individualverkehr bis hin zu Carsharing-
und Flottenlösungen.


Zwischen SUV-Offensive und urbanem Comeback zeichnet das Gespräch
das Bild einer Marke im Übergang – und eines Managers, der diesen
Wandel aktiv gestalten will. Für Ufer selbst ist das mehr als nur
ein Karriereschritt. Es sei, sagt er, ein „Once in a
lifetime“-Moment.

Abonnenten

Teci777
Bad Laasphe
jannemann11
München
15
15
Close