Den USA droht im Krieg mit dem Iran eine kritische Waffenknappheit | Von Thomas Röper

Den USA droht im Krieg mit dem Iran eine kritische Waffenknappheit | Von Thomas Röper

vor 2 Wochen
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Beschreibung

vor 2 Wochen

Die USA scheinen sich im Iran-Krieg massiv verrechnet zu
haben. Ihr Verbrauch nicht nur an knapp werdenden
Luftabwehrraketen, sondern auch an Tomahawks hat zu einer
kritischen Knappheit an wichtigen Waffen geführt.


Ein Kommentar von Thomas Röper.


Ich habe bereits berichtet, dass den USA demnächst eine
massive Knappheit an Luftabwehrraketen droht und dass die USA
nicht in der Lage sind, die Produktion kurzfristig hochzufahren.
Das Gleiche gilt auch für die Tomahawk-Marschflugkörper, von
denen die USA bisher 850 auf den Iran abgefeuert haben, wobei die
Gesamtbestände der USA vor dem Krieg bei 4.000 Tomahawks lagen,
die vor allem weltweit auf die Schiffe der US-Marine verteilt
sind. Und auch bei den Tomahawks gilt, dass die USA derzeit nur
etwa hundert Stück davon pro Jahr produzieren können.


Das erklärt die Verärgerung und die fast schon hysterischen
Reaktionen von US-Präsident Trump, der die NATO und ihre
Mitgliedsstaaten inzwischen wüst beschimpft, weil die USA
tatsächlich deren Hilfe brauchen, wenn sie den Krieg gegen den
Iran nicht in Kürze verlieren wollen.


Ein Analyst der TASS hat über den den USA drohenden Mangel an
Raketen einen informativen Artikel geschrieben, den ich
übersetzt habe.


BEGINN DER ÜBERSETZUNG:


Tomahawks kommen wie ein Bumerang zurück: Die USA am
Rande einer kritischen Waffenknappheit


Nikolaj Gaponenko, promovierter
Wirtschaftswissenschaftler und außerordentlicher Professor am
Institut für Recht und Nationale Sicherheit, darüber, warum der
minimale Bestand an Raketen die Handlungsfreiheit der USA
einschränken wird und warum das Pentagon seinen Verbündeten keine
sofortige Feuerunterstützung wie in den Vorjahren garantieren
kann.


Die Washington Post berichtete unter Berufung auf Quellen, dass
die USA innerhalb von vier Wochen mehr als 850
Tomahawk-Marschflugkörper auf den Iran abgefeuert haben, die
meisten davon in den ersten Tagen der Operation.


Der Tomahawk-Marschflugkörper ist die wichtigste
präzisionsgelenkte Langstreckenwaffe der US-Marine. Er wird von
Zerstörern, Kreuzern und U-Booten aus gestartet und dient zu
Erstschlägen gegen Luftverteidigungssysteme, Hauptquartiere,
Lager und kritische Infrastruktur.


850 Marschflugkörper sind eine gewaltige Zahl für einen modernen
Konflikt mittlerer Intensität. Der Verbrauch einer so großen
Menge Munition in relativ kurzer Zeit deutet darauf hin, dass die
USA intensive nicht-nukleare Kampagnen durchgeführt haben, um die
Verteidigung pro-iranischer Kräfte oder des Irans selbst zu
schwächen. Das lässt darauf schließen, dass der Konflikt ein
Niveau erreicht hat, das mit großen regionalen Kriegen der
Vergangenheit vergleichbar ist, und nicht mehr nur aus gezielten
Operationen besteht.


Zum Vergleich: Während der Operation Desert Storm 1991 gegen den
Irak verbrauchten die USA über mehrere Monate hinweg etwa 288
Tomahawk-Marschflugkörper, 2011 während der Intervention in
Libyen etwa 200 und in den ersten 24 Stunden der Angriffe auf
Syrien 2018 wurden 66 Raketen eingesetzt.


...https://apolut.net/den-usa-droht-im-krieg-mit-dem-iran-eine-kritische-waffenknappheit-von-thomas-roper/


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