"Verleugnen wir heute Jesus auch?" - Gespräch mit Irmela Preissner

"Verleugnen wir heute Jesus auch?" - Gespräch mit Irmela Preissner

vor 4 Tagen
15 Minuten
Podcast
Podcaster
Impulse zur Heiligen Schrift

Beschreibung

vor 4 Tagen
In dieser Podcast-Folge von „Blick in die B ibel“ erzählt Irmela
Preissner zuerst, wie sie durch ihre Familie und ihre Arbeit einen
engen Bezug zur Bibel entwickelt hat. Sie berichtet, dass sie im
Alltag immer wieder kurze Momente nutzt, um darin zu lesen.
Außerdem erklärt sie, was „Biblische Reisen“, von dem sie die
Geschäftsführerin ist, besonders macht: Es geht nicht nur ums
Besichtigen, sondern vor allem um Begegnungen mit Menschen vor Ort
und darum, andere Kulturen und Religionen besser zu
verstehen. Danach geht es um das Johannesevangelium, das
berichtet, wie Judas Jesus verrät und Petrus ihn verleugnet. In
ihrer Auslegung sagt Preissner, dass "Verherrlichung" hier nicht
Macht bedeutet, sondern Liebe und Hingabe. Sie macht deutlich, dass
es eine Art Jesus zu verleugnen auch heute noch gibt – oft in
kleinen Momenten, wenn wir wegschauen oder nicht helfen. Eine
Folge, die zum Nachdenken anregt und den eigenen Alltag neu
beleuchtet – unbedingt reinhören!Aus dem
Johannesevangelium: In jener Zeit, als Jesus mit seinen
Jüngern bei Tisch war, wurde er im Geiste erschüttert und bezeugte:
Amen, amen, ich sage euch: Einer von euch wird mich ausliefern. Die
Jünger blickten sich ratlos an, weil sie nicht wussten, wen er
meinte. Einer von den Jüngern lag an der Seite Jesu; es war der,
den Jesus liebte. Simon Petrus nickte ihm zu, er solle fragen, von
wem Jesus spreche. Da lehnte sich dieser zurück an die Brust Jesu
und fragte ihn: Herr, wer ist es? Jesus antwortete: Der ist es, dem
ich den Bissen Brot, den ich eintauche, geben werde. Dann tauchte
er das Brot ein, nahm es und gab es Judas, dem Sohn des Simon
Iskáriot. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, fuhr der Satan
in ihn. Jesus sagte zu ihm: Was du tun willst, das tue bald! Aber
keiner der Anwesenden verstand, warum er ihm das sagte. Weil Judas
die Kasse hatte, meinten einige, Jesus wolle ihm sagen: Kaufe, was
wir zum Fest brauchen! oder Jesus trage ihm auf, den Armen etwas zu
geben. Als Judas den Bissen Brot genommen hatte, ging er sofort
hinaus. Es war aber Nacht. Als Judas hinausgegangen war, sagte
Jesus: Jetzt ist der Menschensohn verherrlicht und Gott ist in ihm
verherrlicht. Wenn Gott in ihm verherrlicht ist, wird auch Gott ihn
in sich verherrlichen und er wird ihn bald verherrlichen. Meine
Kinder, ich bin nur noch kurze Zeit bei euch. Ihr werdet mich
suchen, und was ich den Juden gesagt habe, sage ich jetzt auch
euch: Wohin ich gehe, dorthin könnt ihr nicht gelangen. Simon
Petrus fragte ihn: Herr, wohin gehst du? Jesus antwortete ihm:
Wohin ich gehe, dorthin kannst du mir jetzt nicht folgen. Du wirst
mir aber später folgen. Petrus sagte zu ihm: Herr, warum kann ich
dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich hingeben.
Jesus entgegnete: Du willst für mich dein Leben hingeben? Amen,
amen, ich sage dir: Noch ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal
verleugnen. (Joh 13,21-33.36-38)( Ständige Kommission für die
Herausgabe der gemeinsamen liturgischen Bücher im deutschen
Sprachgebiet) 
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