Ein Krieg gegen die multipolare Welt | Von Tilo Gräser

Ein Krieg gegen die multipolare Welt | Von Tilo Gräser

vor 3 Wochen
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Beschreibung

vor 3 Wochen

Profit- und Machtgier als Triebkraft im
Iran-Krieg


Ein Kommentar von Tilo Gräser.


Der unprovozierte und völkerrechtswidrige Angriffskrieg der USA
und Israels gegen den Iran geht nun bald in den zweiten Monat.
Zwar gibt es immer wieder Meldungen über angebliche Gespräche
zwischen Washington und Teheran, um die „Feindseligkeiten“ zu
beenden. Aber das wurde bisher von iranischer Seite dementiert.
Dagegen kommen von US-Präsident Donald Trump wie gewohnt sich
innerhalb kürzester Zeit einander widersprechende Aussagen. Das
gilt auch für die Entsendung von Tausenden US-Soldaten in die
Region, die anscheinend fortgesetzt wird. Beobachter
vermuten, dass das verbale Chaos verdecken soll, was eigentlich
geplant ist: Den Iran in die Knie zu zwingen und dessen
Rohstoffreichtum unter US-Kontrolle zu bringen.


Auch die Nachrichten aus dem Krieg wirken chaotisch. So scheint
die Meldung über einen angeblichen iranischen Raketenangriff fast
4000 Kilometer weit gegen die US-amerikanisch-britische
Militärbasis Diego Garcia im Indischen Ozean eine Falschmeldung
zu sein. Nur der Sender n-tv hatte die Nachricht am
Wochenende in der Überschrift etwas relativiert, während alle
anderen Mainstreammedien das als Tatsache meldeten. Inzwischen
hat der Iran laut der russischen Nachrichtenagentur TASS
erklärt, dass er einen solchen Angriff nicht
ausgeführt habe, auch weil er gar nicht über entsprechende
Raketen verfüge. Dies sei eine weitere Geschichte über eine
Operation unter falscher Flagge, sagte demnach der Sprecher des
iranischen Außenministeriums, Esmaeil Baghaei. Auf den
Onlineplattformen wie X wird berichtet, dass
russische und chinesische Satellitenaufnahmen darauf hindeuten,
dass ein israelisches U-Boot die Raketen auf den Stützpunkt
abgefeuert haben könnte, um die Briten in den Krieg mit
hineinzuziehen.


Allem Anschein nach erreichen die USA und Israel vor allem eines:
Sie gefährden mit ihrem verbrecherischen und mörderischen Treiben
den Rest der Welt und die ohnehin in schwierigen Fahrwassern
befindliche Weltwirtschaft. Mag sein, dass auch das Absicht ist
und Trump nach dem Motto „America first“ die USA dabei als den
großen Profiteur des Ganzen sieht. Das bezahlen nicht nur die
Menschen im Iran mit ihrem Leben und ihrer Gesundheit, mit dem
Verlust von Heim und Arbeit und anderen Zerstörungen. Aber auch
jene in Israel und den Golfstaaten, die ins Visier der iranischen
Gegenschläge geraten. Das bezahlen ebenso die Menschen in den
Industrieländern. Auf die Folgen für Deutschland hat Claudia
Töpper in der Tagesdosis vom Dienstag
aufmerksam gemacht.


Der US-Präsident versucht jetzt wieder, den „Friedensbringer“ zu
geben, der den Krieg bald beendet. Wenn er auch nur irgendetwas
mit Frieden am Hut hätte, hätte er diesen Krieg gar nicht erst
begonnen. Aber wahrscheinlich wäre das grundsätzlich von einem
US-Präsidenten zu viel verlangt. Israel hat den Krieg auf den
Libanon ausgeweitet und will die bisherige Grenzregion im
Südlibanon zerstören wie zuvor den Gazastreifen. Nur vorsichtige
Kritik aus westlichen Hauptstädten ist dazu zu vernehmen, so aus
Paris. Zugleich wird die internationale Aufmerksamkeit auf den
Iran-Krieg von Israel genutzt, um nicht minder völkerrechtswidrig
gegen die Palästinenser im Westjordanland vorzugehen.


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