Lif Greta Licht – Haltung zeigen, Vielfalt leben und Demokratie verteidigen
vor 1 Woche
Engagement, Mut und die Frage, wie offen unsere Gesellschaft
wirklich ist
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Beschreibung
vor 1 Woche
In dieser Episode ist Lif Greta Licht zu Gast – Vorsitzende von
Bocholt bleibt bunt, engagierte Demokratin und
eine Frau, die klare Haltung zeigt, auch wenn es unbequem wird.
Jens Grotstabel spricht mit ihr über zivilgesellschaftliches
Engagement, über Mut zur Sichtbarkeit und darüber, warum
Demokratie kein Selbstläufer ist.
Ein Thema des Gesprächs ist die große Demonstration im Januar
2024, bei der rund 8.500 Menschen in Bocholt
gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus und für
Vielfalt gesetzt haben. Lif schildert sehr persönlich, wie sie
diesen Tag erlebt hat – zwischen Gänsehautmomenten, Verantwortung
und der Erkenntnis, wie groß der Wunsch vieler Menschen nach
Austausch und Haltung ist.
Doch eine Demo allein reicht nicht. Deshalb geht es auch darum,
was aktuell geplant ist, um Menschen weiter zu
mobilisieren: Stammtische für Gleichgesinnte, offene
Gesprächsräume und niedrigschwellige Angebote für all jene, die
diese Themen nicht mehr auf Familienfeiern diskutieren können
oder wollen. Dabei wird deutlich, wie schwierig es geworden ist,
demokratisches Engagement zu zeigen, ohne vorschnell als
„linksextrem“ abgestempelt zu werden.
Lif spricht offen darüber, was es bedeutet, wenn solche
Zuschreibungen Angst machen – bis hin zur Sorge um den eigenen
Beruf. Klar wird dabei: Wer sich für die Gesellschaft
einsetzt, darf keine Angst um seinen Job haben müssen.
Demokratie lebt von Menschen, die sich einbringen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der erste Bocholter
CSD und die Bedeutung des Vereins Bocholt
Pride für eine offene Stadtgesellschaft. Es geht um
Sichtbarkeit, um Solidarität und um die Überzeugung, dass jeder
Mensch leben und lieben darf, wie er oder sie möchte – und dass
diese Freiheit immer wieder verteidigt werden muss.
Auch Bildung und Nachwuchs kommen zur Sprache: Warum findet eine
VHS-Veranstaltung zur Demokratieförderung 2024 nicht
statt, obwohl gerade junge Menschen Halt, Orientierung
und Räume für Austausch brauchen? Und wie passt das zu dem
Anspruch, demokratisches Engagement zu stärken?
Neben dem politischen Engagement lernen wir Lif auch beruflich
kennen. Sie erklärt ihren Weg zur staatlich anerkannten
Erzieherin, erzählt von der Arbeit mit U3-Kindern und
davon, wie viel Freude es macht, Kinder für die kleinen Wunder
des Alltags zu begeistern – zum Beispiel, wenn ein Schmetterling
vorbeifliegt. Gleichzeitig spricht sie über die enormen
Belastungen in Kitas während der Corona-Zeit und über den
weiterhin massiven Personalmangel in Erziehung und
Pflege, trotz spannender und sinnstiftender Berufswege.
Abschließend geht es um ihre Motivation, sich als festes
Ausschussmitglied im Schulausschuss des Kreises Bocholt
einzubringen – und um die große Frage, wie politisches Engagement
mit Privat- und Berufsleben vereinbar sein kann. Denn nur wenn
das gelingt, können Menschen aus allen Alters- und
Lebensbereichen für politische Arbeit gewonnen werden.
Eine Folge über Haltung, Verantwortung und die Überzeugung, dass
Engagement sich lohnt – gerade jetzt.
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