Menschen aus 46DREI

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Stimmen, Geschichten und Ideen aus Bocholt
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Podcaster

Episoden

Lif Greta Licht – Haltung zeigen, Vielfalt leben und Demokratie verteidigen
26.03.2026
59 Minuten
In dieser Episode ist Lif Greta Licht zu Gast – Vorsitzende von Bocholt bleibt bunt, engagierte Demokratin und eine Frau, die klare Haltung zeigt, auch wenn es unbequem wird. Jens Grotstabel spricht mit ihr über zivilgesellschaftliches Engagement, über Mut zur Sichtbarkeit und darüber, warum Demokratie kein Selbstläufer ist.


Ein Thema des Gesprächs ist die große Demonstration im Januar 2024, bei der rund 8.500 Menschen in Bocholt gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Vielfalt gesetzt haben. Lif schildert sehr persönlich, wie sie diesen Tag erlebt hat – zwischen Gänsehautmomenten, Verantwortung und der Erkenntnis, wie groß der Wunsch vieler Menschen nach Austausch und Haltung ist.


Doch eine Demo allein reicht nicht. Deshalb geht es auch darum, was aktuell geplant ist, um Menschen weiter zu mobilisieren: Stammtische für Gleichgesinnte, offene Gesprächsräume und niedrigschwellige Angebote für all jene, die diese Themen nicht mehr auf Familienfeiern diskutieren können oder wollen. Dabei wird deutlich, wie schwierig es geworden ist, demokratisches Engagement zu zeigen, ohne vorschnell als „linksextrem“ abgestempelt zu werden.


Lif spricht offen darüber, was es bedeutet, wenn solche Zuschreibungen Angst machen – bis hin zur Sorge um den eigenen Beruf. Klar wird dabei: Wer sich für die Gesellschaft einsetzt, darf keine Angst um seinen Job haben müssen. Demokratie lebt von Menschen, die sich einbringen.


Ein weiterer Schwerpunkt ist der erste Bocholter CSD und die Bedeutung des Vereins Bocholt Pride für eine offene Stadtgesellschaft. Es geht um Sichtbarkeit, um Solidarität und um die Überzeugung, dass jeder Mensch leben und lieben darf, wie er oder sie möchte – und dass diese Freiheit immer wieder verteidigt werden muss.


Auch Bildung und Nachwuchs kommen zur Sprache: Warum findet eine VHS-Veranstaltung zur Demokratieförderung 2024 nicht statt, obwohl gerade junge Menschen Halt, Orientierung und Räume für Austausch brauchen? Und wie passt das zu dem Anspruch, demokratisches Engagement zu stärken?


Neben dem politischen Engagement lernen wir Lif auch beruflich kennen. Sie erklärt ihren Weg zur staatlich anerkannten Erzieherin, erzählt von der Arbeit mit U3-Kindern und davon, wie viel Freude es macht, Kinder für die kleinen Wunder des Alltags zu begeistern – zum Beispiel, wenn ein Schmetterling vorbeifliegt. Gleichzeitig spricht sie über die enormen Belastungen in Kitas während der Corona-Zeit und über den weiterhin massiven Personalmangel in Erziehung und Pflege, trotz spannender und sinnstiftender Berufswege.


Abschließend geht es um ihre Motivation, sich als festes Ausschussmitglied im Schulausschuss des Kreises Bocholt einzubringen – und um die große Frage, wie politisches Engagement mit Privat- und Berufsleben vereinbar sein kann. Denn nur wenn das gelingt, können Menschen aus allen Alters- und Lebensbereichen für politische Arbeit gewonnen werden.


Eine Folge über Haltung, Verantwortung und die Überzeugung, dass Engagement sich lohnt – gerade jetzt.
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Daniel Groß-Holtick – Unternehmergeist, moderne Wärme und Padel-Tennis als Ausgleich
12.03.2026
53 Minuten
In dieser Episode ist Daniel Groß-Holtick zu Gast – Geschäftsführer der Bädergalerie in Bocholt. Gemeinsam mit Jens Grotstabel spricht er über seinen Weg in die Selbstständigkeit und darüber, wie aus einer Abteilung der Firma Elsinghorst ein eigenständiges Unternehmen entstanden ist. Ein Schritt, der Mut gebraucht hat – vor allem, weil Daniel zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 24 Jahre alt war. Viel zu verlieren hatte er damals aus seiner Sicht nicht. Heute ist er froh, dass er sich getraut hat.


Daniel erzählt von den Anfängen der Bädergalerie, den Herausforderungen beim Aufbau einer eigenen Marke und davon, warum der Name im Zusammenhang mit Heizungen zunächst erklärungsbedürftig war. Schnell wird deutlich, dass es ihm nicht nur um Produkte geht, sondern um ganzheitliche Lösungen, ehrliche Beratung und langfristiges Denken – gerade in einem Handwerk, das sich stark im Wandel befindet.


Ein zentrales Thema der Folge ist der Umzug auf die Industriestraße während der Corona-Pandemie. Ein riesiger Kraftakt für das gesamte Team, geprägt von Unsicherheit, organisatorischen Herausforderungen und gleichzeitig dem festen Willen, weiter nach vorne zu gehen. Rückblickend ein mutiger Schritt, der die Bädergalerie nachhaltig geprägt hat.


Inhaltlich geht es auch um Energie, Effizienz und viele Vorurteile. Daniel spricht offen darüber, warum die Leistungsfähigkeit von Wärmepumpen – besonders in Altbauten – häufig unterschätzt und schlecht geredet wird. Er erklärt, ab wann eine Wärmepumpe wirklich effizient arbeitet, welche Voraussetzungen wichtig sind und warum differenzierte Betrachtung wichtiger ist als pauschale Aussagen.


Ein weiterer spannender Aspekt des Gesprächs führt ins Badezimmer – genauer gesagt zu modernen WC- und Sanitärlösungen. Daniel erklärt die Unterschiede zwischen japanischen und deutschen Toilettenkonzepten und warum diese nicht nur ein Komfort- oder Wellness-Thema sind, sondern auch im Bereich Pflege, Selbstständigkeit und Lebensqualität eine immer größere Rolle spielen.


Abseits des Berufs findet Daniel seinen Ausgleich beim Padel-Tennis. Er spricht darüber, wo der Sport aktuell steht, warum die Digitalisierung ein echter Game-Changer ist und weshalb Padel Tennis in den Niederlanden deutlich weiter verbreitet ist als bei uns in Deutschland. Und ganz nebenbei stellt sich die Frage, wann es endlich eine öffentliche Padel-Halle in Bocholt gibt – damit auch die Bocholter im Online-Ranking weiter nach oben klettern können.


Eine Folge über mutige Entscheidungen, unternehmerisches Denken und moderne Handwerksbetriebe – und darüber, wie wichtig es ist, neue Wege zu gehen, auch wenn der Zeitpunkt herausfordernd erscheint.
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Christian Mangen – Bürgermeister von Bocholt zwischen Rathaus und Familie
25.02.2026
47 Minuten
In dieser Episode ist Christian Mangen zu Gast – amtierender Bürgermeister der Stadt Bocholt. Im Gespräch mit Jens Grotstabel geht es um moderne Führung, politische Zusammenarbeit und die Frage, wie man Verantwortung trägt, ohne dabei die eigene Familie aus dem Blick zu verlieren.


Christian Mangen spricht offen über seine Arbeit im Rathaus und darüber, warum Vertrauen für ihn ein zentraler Führungswert ist: "Der Verwaltungsvorstand arbeitet effizienter, wenn er Gestaltungsfreiheit hat – und genau diese Freiheit gebe ich diesem." Die Zusammenarbeit mit dem Stadtrat beschreibt er als konstruktiv und lösungsorientiert. Viele Projekte seien bereits angestoßen, andere gut vorbereitet – jetzt gehe es darum, sie gemeinsam für Bocholt umzusetzen.


Ein wichtiges Thema der Folge ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf – auch im Amt des Bürgermeisters. Christian Mangen macht deutlich, dass er Vater für seine Tochter sein möchte und fest davon überzeugt ist, dass ihn das nicht zu einem schlechteren Bürgermeister macht. Auch seine Frau hat einen eigenen Beruf und feste Termine – Verantwortung bedeutet für ihn daher auch, Prioritäten fair zu teilen und nicht automatisch die eigenen Termine über alles zu stellen.


Der Blick auf Bocholt selbst spielt eine große Rolle: Ob beim Spaziergang entlang der Aa, durch die Innenstadt oder im täglichen Unterwegssein zu Fuß – so nimmt er die Stadt bewusst wahr. Dabei geht es auch um Themen wie Hochwasserschutz: Sowohl der Aa-See als auch die Bocholter Aa erfüllen eine wichtige Funktion für die Sicherheit der Stadt.


Politische Teilhabe ist ihm ein echtes Anliegen. Jede Bürgerin und jeder Bürger, den man politisch mitnimmt, sei ein Wert für sich – deshalb plädiert er dafür, Ratssitzungen auch online zugänglich zu machen. Transparenz und Zugänglichkeit stärken das Vertrauen in die Kommunalpolitik.


Mit Respekt blickt Christian Mangen auf seinen Vorgänger Thomas Kerkhoff zurück. Ein fleißiger Bürgermeister, der viel Zeit und Energie – oft auf Kosten der eigenen Familie – in das Amt investiert hat. Vieles, was heute umgesetzt wird, sei von ihm vorbereitet worden und bringe Bocholt nachhaltig nach vorne.


Abseits des Rathauses zeigt sich der Bürgermeister nahbar: Er kocht gerne, isst gerne und ist sportlich unterwegs. Beim Bocholter Citylauf 2026 geht er über die 10-Kilometer-Distanz an den Start – mit dem klaren Ziel, unter 60 Minuten zu bleiben.


Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorne: Bocholt müsse grenzüberschreitend stärker als Marke sichtbar werden. Ein Spaziergang an der Aa und durch die Innenstadt – genau diese Mischung mache Bocholt aus und zeige, wofür die Stadt steht.


Eine Folge über Führung mit Haltung, politische Verantwortung und darüber, wie man eine Stadt nicht nur verwaltet, sondern wirklich lebt.
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Birgit Unland – Zwischen Digitalisierung, Sicherheit und der Frage, wie menschlich IT sein muss
11.02.2026
1 Stunde 2 Minuten
In dieser Episode ist Birgit Unland zu Gast – und diesmal wird es bewusst etwas technischer. Gemeinsam mit Jens Grotstabel spricht sie über die Digitalisierung von Unternehmen und Kommunen und darüber, warum dieser Wandel weit mehr ist als ein reines IT-Projekt. Denn Veränderung in der IT ist immer auch ein menschliches und finanzielles Thema: Es geht um Menschen, um Arbeitsweisen, um Vertrauen – und natürlich um Investitionen, die gut durchdacht sein wollen. Ein zentrales Fokusthema dabei ist die Informationssicherheit, also der Schutz der eigenen Daten und Informationen. Digitale Angriffe auf Unternehmen finden mittlerweile täglich statt, und genau deshalb wird Sicherheit zur Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Digitalisierung. Birgit macht in der Folge klar: Einen schlechten analogen Prozess einfach zu digitalisieren, macht ihn nicht besser – sondern nur digitalisiert schlecht. Prozesse müssen an der Wurzel hinterfragt und verändert werden, bevor man sie digital abbildet. Gleichzeitig ist Digitalisierung etwas Positives: Unternehmen und Kommunen wollen sich selbst challengen, effizienter werden und besser arbeiten. Voraussetzung dafür ist jedoch ein solider Sicherheitsstandard, der Schutz vor Angriffen von außen bietet. Gerade hier sieht Birgit einen echten Wettbewerbsvorteil für Deutschland, denn kaum irgendwo ist Informationssicherheit so umfassend verankert. Außerdem sprechen die beiden über Teamarbeit in der IT – ohne Trennung in männlich oder weiblich, sondern mit Fokus auf Qualifikation und Leistung. Ein weiterer Blick geht auf Social Media: Während der Umsatz in Europa generiert wird, wird er in den USA gebündelt. Was das für gesellschaftliche und politische Entwicklungen bedeutet, insbesondere mit Blick auf die USA, Russland und die Ukraine, wird ebenso diskutiert wie die Frage, wie wir mit Online-Schlagzeilen umgehen sollten. Birgits Appell zum Schluss: wieder mehr persönliche Begegnungen, mehr kritisches Hinterfragen und ein bewussterer Umgang mit dem, was uns digital täglich begegnet.
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Sven Liebrand – Gastronomie als Motor für die Bocholter Innenstadt
28.01.2026
49 Minuten
In dieser Episode ist Sven Liebrand zu Gast – Gastronom aus Leidenschaft und Kopf hinter dem Huckleberry’s in Bocholt, einem Ort, der für viele längst mehr ist als nur ein Café oder Restaurant. Jens Grotstabel spricht mit ihm über die Entstehung des Huckleberry’s, darüber, wie aus einer Idee ein Treffpunkt mit Charakter wurde – und warum Atmosphäre, Haltung und echtes Interesse am Gast oft wichtiger sind als große Gesten.


Sven erzählt außerdem von einer der herausforderndsten Zeiten für die Branche: der Corona-Phase. Statt Stillstand entstand Neues – mit „Huck you II“ setzte er ein Zeichen für Mut, Kreativität und Durchhaltevermögen in einer Phase, in der viele Betriebe ums Überleben kämpften. Dabei wird deutlich, wie er Gastronomie versteht: nicht als Bühne für Übertreibung, sondern als ehrliches Handwerk. Für ihn darf es eben auch mal das Einfache sein – denn auch ein schlichtes Brötchen mit guter Garnitur kann richtig lecker sein, wenn Qualität und Liebe zum Detail stimmen.


Was einen wirklich guten Gastronomiebetrieb ausmacht? Für Sven ist das keine Frage von Trends, sondern von Aufmerksamkeit: Wer vier Tage hintereinander da war, dessen Kaffee sollte man kennen. Es geht um Beziehung, um Wiedererkennen, um das Gefühl, nicht irgendein Gast zu sein. Ein weiterer wichtiger Punkt im Gespräch: die enorme Bedeutung niederländischer Gäste für die Bocholter Gastronomie – wirtschaftlich, aber auch kulturell prägend für die Stadt.


Darüber hinaus blickt Sven über den Tellerrand hinaus. Er teilt seine Ideen und Impulse für eine mögliche Neuausrichtung des Wochenmarktes und spricht darüber, wie Veranstaltungen wie der erste Bocholter CSD spürbar Leben, Vielfalt und neue Energie in die Innenstadt gebracht haben.


Eine Folge über Gastronomie als Begegnungsort, über Unternehmergeist in Krisenzeiten – und darüber, wie gute Betriebe dazu beitragen, dass Innenstädte lebendig bleiben.
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Über diesen Podcast

In diesem Podcast spricht Jens Grotstabel mit Menschen, die aus Bocholt kommen, hier leben, arbeiten – oder die auf ihre ganz eigene Weise mit dieser schönen Stadt im Münsterland verbunden sind. Im Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten, ehrliche Meinungen und besondere Lebenswege. Abseits von Lärm, Aufregern und schnellen Urteilen entsteht Raum für Gespräche: über Alltag und Träume, über Engagement, Herausforderungen und Ideen für die Zukunft. Ein Podcast für alle, die Bocholt lieben, neu entdecken wollen – oder einfach Lust auf gute Gespräche mit spannenden Menschen aus #46DREI haben.
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