Podcaster
Episoden
21.05.2026
1 Stunde 14 Minuten
In dieser Episode ist Thomas Kerkhoff zu Gast, ehemaliger Bürgermeister der Stadt Bocholt und heute Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Borken. Jens Grotstabel spricht mit ihm über fünf intensive Jahre im Bürgermeisteramt, den schnellen Abschied aus dem Rathaus und darüber, wie herausfordernd es ist, innerhalb von nur vier Wochen loszulassen von Menschen, mit denen man über Jahre eng und vertrauensvoll zusammengearbeitet hat.
Thomas gibt einen offenen Einblick in den Alltag eines Bürgermeisters: über 1.000 Mitarbeitende in der Verwaltung, verteilt auf viele unterschiedliche Aufgabenbereiche und die Erkenntnis, dass Nähe und offene Kommunikation wichtig sind, man aber nicht jede einzelne Person persönlich kennen kann. Als einen seiner persönlichen Erfolge beschreibt er den strukturellen und strategischen Umbau der Verwaltung, von dem die Stadt Bocholt nachhaltig profitieren wird.
Ein zentrales Thema ist die Digitalisierung der Verwaltung und der Schulen, eine große Herausforderung, die in seiner Amtszeit angestoßen und erfolgreich umgesetzt wurde. Auch die Sanierung der Schulen wurde auf den Weg gebracht und muss nun konsequent weitergeführt werden. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob eine Umstrukturierung hin zu einem Generalunternehmer die Stadt langfristig entlasten kann. Und wenn gefühlt alles gleichzeitig dringend ist: Wie setzt man eigentlich die richtigen Prioritäten?
Besonders wichtig ist Thomas die Rolle der ehrenamtlichen Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitiker. Sie bringen Nähe, sehen die kleinen Dinge im Alltag und tragen entscheidend dazu bei, dass Kommunalpolitik funktioniert. Politik bedeutet für ihn nicht, sich über Schlagzeilen aufzuregen, sondern sich inhaltlich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört auch, im Rat allen Stadtverordneten ihr Rederecht einzuräumen, denn jede und jeder ist gewählt und hat dieses Recht. Demokratie lebt von Diskussion.
Im Gespräch geht es außerdem um moderne Ratsarbeit, digitale Ratssitzungen im neuen Rathaus und die dauerhafte Aufgabe, Politik familienfreundlicher zu gestalten. Rückblickend sagt Thomas offen, dass er, wenn er heute anders entscheiden könnte, noch mehr Zeit in Kommunikation nach außen und in fraktionsübergreifende Gespräche investieren würde.
Sehr persönlich wird es bei den schönsten und schwierigsten Momenten im Amt, bei der Bedeutung der Innenstadt als Ort der Gemeinschaft, etwa bei großen Veranstaltungen wie dem Bocholter Citylauf und beim Spagat zwischen Familienleben und Bürgermeisteramt. Dieses Amt, so sagt er, lässt sich nicht mit einer klassischen 40-Stunden-Woche vergleichen: Viele Abend- und Wochenendtermine gehören dazu. Umso wertvoller ist die Zeit, die jetzt wieder für die Familie da ist.
Ganz besondere Momente waren für ihn die Ehrungen von Menschen für ihr Engagement. Augenblicke, die zeigen, was eine Stadt im Innersten zusammenhält. Ein Satz von Dieter Hübers ist ihm dabei besonders im Gedächtnis geblieben: „Passen Sie auf unser Bocholt auf.“ Diese Worte möchte er auch an den neuen Bürgermeister Christian Mangen weitergeben.
Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorn, auf seine neue Aufgabe als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Borken. Über 5.000 Handwerksbetriebe im Kreis Borken sind ein enormer Wirtschaftsfaktor für die Region. Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz stellen viele Betriebe vor große Herausforderungen und genau hier unterstützt die Kreishandwerkerschaft mit rund 100 Mitarbeitenden, Beratung, Netzwerken bis in die Bundespolitik und konkreter Hilfe im unternehmerischen Alltag. Künstliche Intelligenz kann das Handwerk unterstützen, wird handwerkliche Leistung aber nicht ersetzen. Entscheidend bleibt die Kompetenz, Ergebnisse zu prüfen und Verantwortung zu übernehmen.
Eine Folge über Abschied und Neubeginn, über Verantwortung in Politik und Wirtschaft für ein starkes Handwerk mit Zukunft im Kreis Borken.
Thomas gibt einen offenen Einblick in den Alltag eines Bürgermeisters: über 1.000 Mitarbeitende in der Verwaltung, verteilt auf viele unterschiedliche Aufgabenbereiche und die Erkenntnis, dass Nähe und offene Kommunikation wichtig sind, man aber nicht jede einzelne Person persönlich kennen kann. Als einen seiner persönlichen Erfolge beschreibt er den strukturellen und strategischen Umbau der Verwaltung, von dem die Stadt Bocholt nachhaltig profitieren wird.
Ein zentrales Thema ist die Digitalisierung der Verwaltung und der Schulen, eine große Herausforderung, die in seiner Amtszeit angestoßen und erfolgreich umgesetzt wurde. Auch die Sanierung der Schulen wurde auf den Weg gebracht und muss nun konsequent weitergeführt werden. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob eine Umstrukturierung hin zu einem Generalunternehmer die Stadt langfristig entlasten kann. Und wenn gefühlt alles gleichzeitig dringend ist: Wie setzt man eigentlich die richtigen Prioritäten?
Besonders wichtig ist Thomas die Rolle der ehrenamtlichen Lokalpolitikerinnen und Lokalpolitiker. Sie bringen Nähe, sehen die kleinen Dinge im Alltag und tragen entscheidend dazu bei, dass Kommunalpolitik funktioniert. Politik bedeutet für ihn nicht, sich über Schlagzeilen aufzuregen, sondern sich inhaltlich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört auch, im Rat allen Stadtverordneten ihr Rederecht einzuräumen, denn jede und jeder ist gewählt und hat dieses Recht. Demokratie lebt von Diskussion.
Im Gespräch geht es außerdem um moderne Ratsarbeit, digitale Ratssitzungen im neuen Rathaus und die dauerhafte Aufgabe, Politik familienfreundlicher zu gestalten. Rückblickend sagt Thomas offen, dass er, wenn er heute anders entscheiden könnte, noch mehr Zeit in Kommunikation nach außen und in fraktionsübergreifende Gespräche investieren würde.
Sehr persönlich wird es bei den schönsten und schwierigsten Momenten im Amt, bei der Bedeutung der Innenstadt als Ort der Gemeinschaft, etwa bei großen Veranstaltungen wie dem Bocholter Citylauf und beim Spagat zwischen Familienleben und Bürgermeisteramt. Dieses Amt, so sagt er, lässt sich nicht mit einer klassischen 40-Stunden-Woche vergleichen: Viele Abend- und Wochenendtermine gehören dazu. Umso wertvoller ist die Zeit, die jetzt wieder für die Familie da ist.
Ganz besondere Momente waren für ihn die Ehrungen von Menschen für ihr Engagement. Augenblicke, die zeigen, was eine Stadt im Innersten zusammenhält. Ein Satz von Dieter Hübers ist ihm dabei besonders im Gedächtnis geblieben: „Passen Sie auf unser Bocholt auf.“ Diese Worte möchte er auch an den neuen Bürgermeister Christian Mangen weitergeben.
Zum Abschluss richtet sich der Blick nach vorn, auf seine neue Aufgabe als Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Borken. Über 5.000 Handwerksbetriebe im Kreis Borken sind ein enormer Wirtschaftsfaktor für die Region. Themen wie Digitalisierung und Künstliche Intelligenz stellen viele Betriebe vor große Herausforderungen und genau hier unterstützt die Kreishandwerkerschaft mit rund 100 Mitarbeitenden, Beratung, Netzwerken bis in die Bundespolitik und konkreter Hilfe im unternehmerischen Alltag. Künstliche Intelligenz kann das Handwerk unterstützen, wird handwerkliche Leistung aber nicht ersetzen. Entscheidend bleibt die Kompetenz, Ergebnisse zu prüfen und Verantwortung zu übernehmen.
Eine Folge über Abschied und Neubeginn, über Verantwortung in Politik und Wirtschaft für ein starkes Handwerk mit Zukunft im Kreis Borken.
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07.05.2026
58 Minuten
In dieser Episode sitzt Jens Grotstabel mit der Geschichtenerzählerin und freien Rednerin Ruth Sondermann aus Bocholt zusammen. Ruth nimmt uns mit auf ihren Weg zum professionellen Erzählen – und macht dabei schnell klar: Erzählen ist nicht Vorlesen. Eine Geschichte muss man sich zu eigen machen, sie fühlen, formen und im Moment entstehen lassen.
Ruth beschreibt dieses ganz besondere Gefühl, wenn man vor über hundert Menschen steht und versucht, sie mit einer Geschichte abzuholen. Wenn Zuhörer still werden, sich einlassen und für einen Moment alles andere ausblenden, entsteht etwas, das schwer in Worte zu fassen ist – ein gemeinsamer, besonderer Moment.
Im Gespräch erzählt Ruth, wie sie eher beiläufig und ganz unbewusst durch eine Freundin den ersten Schritt in die Selbstständigkeit gemacht hat. Heute gestaltet sie mit großer Verantwortung Trau- und Trauerreden – Formate, die sehr nah am Menschen sind und sensibel vorbereitet werden müssen. Ein stabiles Grundgerüst ist dabei unverzichtbar, doch vieles entsteht spontan, angepasst an die Menschen, die gerade vor ihr sitzen.
Ein zentrales Thema ist die Sprache. Sie verbindet Menschen, entwickelt sich ständig weiter und ist eines der wichtigsten Werkzeuge unserer Gesellschaft. Kommunikation ist für Ruth immer auch Erzählen – und genau das steckt an. Zusammensitzen, zuhören, Geschichten teilen: Das ist Kommunikation in ihrer reinsten Form.
Besonders am Herzen liegt ihr die Arbeit mit Kindern. Ihnen Freude an Sprache zu vermitteln, ist für Ruth essenziell. Kunst und Kultur spielen dabei eine wichtige Rolle, genauso wie der zweite Bildungsweg, der Kindern und Jugendlichen neue Chancen eröffnen kann – vorausgesetzt, jemand weckt Begeisterung. Denn: Nur wer für etwas brennt, kann andere wirklich mitnehmen.
Auch über Verantwortung wird gesprochen – insbesondere bei Hochzeiten und Trauerfeiern. Beide Anlässe haben einen gemeinsamen Ursprung: Liebe. Ruth beschreibt, wie groß die Verantwortung als Rednerin ist, Menschen in diesen Momenten zu begleiten und ihnen Raum für Abschied, Erinnerung und Verbindung zu geben.
Darüber hinaus geht es um Netzwerke in der Selbstständigkeit, um den Kulturort alte Molkerei, der Künstler zusammenbringt und für Bocholt wichtig ist, sowie um die Chancen einer lebendigen, lebhaften Innenstadt. Zum Abschluss wird es sehr lokal: Warum zur Bocholter Kirmes alle – egal wo sie inzwischen leben – wieder nach Hause kommen und gemeinsam feiern.
Eine Folge über Geschichten, Sprache und die Kraft besonderer Momente.
Ruth beschreibt dieses ganz besondere Gefühl, wenn man vor über hundert Menschen steht und versucht, sie mit einer Geschichte abzuholen. Wenn Zuhörer still werden, sich einlassen und für einen Moment alles andere ausblenden, entsteht etwas, das schwer in Worte zu fassen ist – ein gemeinsamer, besonderer Moment.
Im Gespräch erzählt Ruth, wie sie eher beiläufig und ganz unbewusst durch eine Freundin den ersten Schritt in die Selbstständigkeit gemacht hat. Heute gestaltet sie mit großer Verantwortung Trau- und Trauerreden – Formate, die sehr nah am Menschen sind und sensibel vorbereitet werden müssen. Ein stabiles Grundgerüst ist dabei unverzichtbar, doch vieles entsteht spontan, angepasst an die Menschen, die gerade vor ihr sitzen.
Ein zentrales Thema ist die Sprache. Sie verbindet Menschen, entwickelt sich ständig weiter und ist eines der wichtigsten Werkzeuge unserer Gesellschaft. Kommunikation ist für Ruth immer auch Erzählen – und genau das steckt an. Zusammensitzen, zuhören, Geschichten teilen: Das ist Kommunikation in ihrer reinsten Form.
Besonders am Herzen liegt ihr die Arbeit mit Kindern. Ihnen Freude an Sprache zu vermitteln, ist für Ruth essenziell. Kunst und Kultur spielen dabei eine wichtige Rolle, genauso wie der zweite Bildungsweg, der Kindern und Jugendlichen neue Chancen eröffnen kann – vorausgesetzt, jemand weckt Begeisterung. Denn: Nur wer für etwas brennt, kann andere wirklich mitnehmen.
Auch über Verantwortung wird gesprochen – insbesondere bei Hochzeiten und Trauerfeiern. Beide Anlässe haben einen gemeinsamen Ursprung: Liebe. Ruth beschreibt, wie groß die Verantwortung als Rednerin ist, Menschen in diesen Momenten zu begleiten und ihnen Raum für Abschied, Erinnerung und Verbindung zu geben.
Darüber hinaus geht es um Netzwerke in der Selbstständigkeit, um den Kulturort alte Molkerei, der Künstler zusammenbringt und für Bocholt wichtig ist, sowie um die Chancen einer lebendigen, lebhaften Innenstadt. Zum Abschluss wird es sehr lokal: Warum zur Bocholter Kirmes alle – egal wo sie inzwischen leben – wieder nach Hause kommen und gemeinsam feiern.
Eine Folge über Geschichten, Sprache und die Kraft besonderer Momente.
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23.04.2026
1 Stunde 1 Minute
In dieser Episode sind wir zu Gast in der kleinen Wurstmanufaktur von Berthold Renzel in Rhede. Berthold ist nicht nur Inhaber des Betriebs, sondern auch Vorsitzender des landwirtschaftlichen Stadtverbandes Bocholt (LSB) – und jemand, der Landwirtschaft ganzheitlich denkt. Im Gespräch mit Jens Grotstabel geht es um die Aufgaben des LSB, um politische Rahmenbedingungen und vor allem um die Frage, wie Landwirtschaft, Energiewende und gesellschaftliche Erwartungen zusammengebracht werden können.
Berthold macht deutlich: Die Landwirtschaft ist nicht grundsätzlich gegen Solarstrom oder erneuerbare Energien. Photovoltaik gehört für ihn auf Dächer, Parkplätze oder versiegelte Flächen – nicht auf Böden, auf denen Nahrung produziert wird. Gerade dort, wo Solarstrom entsteht, könnten Elektroautos direkt geladen werden, etwa auf Firmengeländen oder Parkplätzen. Ergänzt wird dieses Bild durch Biogasanlagen, die laut Berthold besonders in der dunklen Jahreszeit eine wichtige Rolle spielen. Biogas ist für ihn die optimale Ergänzung zu Solar-, Wind- und Wasserkraft – vor allem, weil Landwirte seit jeher in Kreisläufen denken. Dazu gehören auch die Ausscheidungen von Nutztieren.
Ein weiteres Thema: regionale Wertschöpfung. Berthold erzählt, wie anspruchsvoll der Anbau von Braugerste für das eigene Bier ist – und wie aus einer Idee ein Produkt wurde, das Landwirtschaft, Handwerk und Region verbindet. Es geht um Qualität, Identität und darum, Wertschöpfung in der Region zu halten. Auch Biodiversität spielt dabei eine Rolle: Ackerrandstreifen, Sonnenblumenflächen oder soziale Projekte zeigen, dass Landwirtschaft mehr ist als reine Ertragsmaximierung.
Kritisch wird es beim Blick auf internationale Handelsabkommen. Das Mercosur-Abkommen setzt die heimische Landwirtschaft massiv unter Druck – finanziell, aber auch qualitativ. Berthold erklärt, warum Produkte aus Südamerika mit niedrigeren Umwelt- und Tierwohlstandards hierzulande konkurrieren dürfen und weshalb dort Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, die bei uns seit Jahrzehnten verboten sind.
Auch gesellschaftliche Debatten kommen zur Sprache: Warum werden Klimaproteste anders wahrgenommen als Proteste zum Agrardiesel? Für Berthold ist klar, dass das Recht auf Demonstration für viele Themen genutzt werden sollte – denn Probleme gibt es genug. Gleichzeitig zeigt er, wie innovativ Landwirtschaft heute bereits ist: kleinere Elektrogeräte, Hackroboter, die Beikraut von Nutzpflanzen unterscheiden können. Bei großen Traktoren stößt Elektromobilität aktuell noch an Grenzen – vor allem wegen der langen Laufzeiten.
Ein zentrales Anliegen bleibt der Verbraucher. Wer sich mehr mit der Herkunft von Lebensmitteln beschäftigt, unterstützt automatisch die ansässige Landwirtschaft. Berthold spricht offen über vegane und vegetarische Ernährung als wirtschaftlichen Faktor, über Qualitätsunterschiede bei Lebensmitteln wie Butter und Margarine – und darüber, warum Qualität auch ihren Preis hat. Er selbst setzt auf natürliches Essen statt hochverarbeiteter Produkte.
Hofläden sieht Berthold als wichtigen Ort des Austauschs. Hier entstehen Gespräche, Verständnis und Nähe. Das erfolgreichste Produkt in seinem Laden? Der Mittagstisch im Glas – frisch gekocht, schnell warm gemacht, ehrlich und nicht hochverarbeitet. Dazu kommen regionale Besonderheiten wie Lupinenkaffee und ein Sortiment, bei dem jedes Produkt eine Geschichte erzählt.
Am Ende wird es persönlich. Für Berthold ist das Wichtigste, abends ruhig einschlafen zu können. Große Klagen liegen ihm fern – in Bocholt habe man eigentlich alles, was man braucht. Oder wie er selbst sagt: „Der Tag hat 24 Stunden – und wenn wir mittags durcharbeiten, auch noch ’ne Stunde mehr.“ Eine Folge über Verantwortung, Haltung und die klare Einladung: Versucht da zu kaufen, wo es produziert wird.
Berthold macht deutlich: Die Landwirtschaft ist nicht grundsätzlich gegen Solarstrom oder erneuerbare Energien. Photovoltaik gehört für ihn auf Dächer, Parkplätze oder versiegelte Flächen – nicht auf Böden, auf denen Nahrung produziert wird. Gerade dort, wo Solarstrom entsteht, könnten Elektroautos direkt geladen werden, etwa auf Firmengeländen oder Parkplätzen. Ergänzt wird dieses Bild durch Biogasanlagen, die laut Berthold besonders in der dunklen Jahreszeit eine wichtige Rolle spielen. Biogas ist für ihn die optimale Ergänzung zu Solar-, Wind- und Wasserkraft – vor allem, weil Landwirte seit jeher in Kreisläufen denken. Dazu gehören auch die Ausscheidungen von Nutztieren.
Ein weiteres Thema: regionale Wertschöpfung. Berthold erzählt, wie anspruchsvoll der Anbau von Braugerste für das eigene Bier ist – und wie aus einer Idee ein Produkt wurde, das Landwirtschaft, Handwerk und Region verbindet. Es geht um Qualität, Identität und darum, Wertschöpfung in der Region zu halten. Auch Biodiversität spielt dabei eine Rolle: Ackerrandstreifen, Sonnenblumenflächen oder soziale Projekte zeigen, dass Landwirtschaft mehr ist als reine Ertragsmaximierung.
Kritisch wird es beim Blick auf internationale Handelsabkommen. Das Mercosur-Abkommen setzt die heimische Landwirtschaft massiv unter Druck – finanziell, aber auch qualitativ. Berthold erklärt, warum Produkte aus Südamerika mit niedrigeren Umwelt- und Tierwohlstandards hierzulande konkurrieren dürfen und weshalb dort Pflanzenschutzmittel erlaubt sind, die bei uns seit Jahrzehnten verboten sind.
Auch gesellschaftliche Debatten kommen zur Sprache: Warum werden Klimaproteste anders wahrgenommen als Proteste zum Agrardiesel? Für Berthold ist klar, dass das Recht auf Demonstration für viele Themen genutzt werden sollte – denn Probleme gibt es genug. Gleichzeitig zeigt er, wie innovativ Landwirtschaft heute bereits ist: kleinere Elektrogeräte, Hackroboter, die Beikraut von Nutzpflanzen unterscheiden können. Bei großen Traktoren stößt Elektromobilität aktuell noch an Grenzen – vor allem wegen der langen Laufzeiten.
Ein zentrales Anliegen bleibt der Verbraucher. Wer sich mehr mit der Herkunft von Lebensmitteln beschäftigt, unterstützt automatisch die ansässige Landwirtschaft. Berthold spricht offen über vegane und vegetarische Ernährung als wirtschaftlichen Faktor, über Qualitätsunterschiede bei Lebensmitteln wie Butter und Margarine – und darüber, warum Qualität auch ihren Preis hat. Er selbst setzt auf natürliches Essen statt hochverarbeiteter Produkte.
Hofläden sieht Berthold als wichtigen Ort des Austauschs. Hier entstehen Gespräche, Verständnis und Nähe. Das erfolgreichste Produkt in seinem Laden? Der Mittagstisch im Glas – frisch gekocht, schnell warm gemacht, ehrlich und nicht hochverarbeitet. Dazu kommen regionale Besonderheiten wie Lupinenkaffee und ein Sortiment, bei dem jedes Produkt eine Geschichte erzählt.
Am Ende wird es persönlich. Für Berthold ist das Wichtigste, abends ruhig einschlafen zu können. Große Klagen liegen ihm fern – in Bocholt habe man eigentlich alles, was man braucht. Oder wie er selbst sagt: „Der Tag hat 24 Stunden – und wenn wir mittags durcharbeiten, auch noch ’ne Stunde mehr.“ Eine Folge über Verantwortung, Haltung und die klare Einladung: Versucht da zu kaufen, wo es produziert wird.
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09.04.2026
1 Minute
In dieser Episode sind wir in der Etage 3 in Bocholt zu Gast und sprechen mit Stefan Horak, dem Gründer von 1a Zzzleep und Unternehmer mit einer sehr persönlichen Geschichte. Im Gespräch mit Jens Grotstabel geht es um Schlafgesundheit, Selbstständigkeit und die Frage, wie moderne Arbeitswelten unsere Innenstädte verändern können.
Stefan erzählt offen von seinen eigenen Schlafproblemen, die letztlich der Auslöser für die Entwicklung seiner Schlafmaske waren. Dabei wird schnell klar: Schlafgesundheit ist ein riesiges Thema – und viele Menschen wissen gar nicht, wie viele Hilfsmittel und Möglichkeiten es gibt, den eigenen Schlaf nachhaltig zu verbessern. Besonders der Tiefschlaf spielt dabei eine zentrale Rolle, denn er ist nur bei absoluter Dunkelheit möglich. Evolutorisch ist der Mensch darauf programmiert, selbst kleinste Lichtquellen wahrzunehmen – und wird dadurch aus dem Tiefschlaf geholt.
Im Gespräch geht es auch um klare Abgrenzungen: Bei Schlafapnoe helfen keine Lifestyle-Tipps mehr, sondern nur Sauerstoffversorgung und der Gang zu spezialisierten Ärztinnen und Ärzten. Stefan zeigt auf, wie groß der Markt inzwischen ist – allein 2024 lag das Volumen der Schlafgesundheitsbranche bei über 50 Milliarden Euro. Neben Technik und Produkten spricht Stefan aber vor allem über einfache, natürliche Wege zu besserem Schlaf: ein warmes Bad, ein Fußbad, bewusste Abendroutinen – und vor allem das Weglassen des Handys vor dem Einschlafen. Eine besondere Geschichte erzählt er rund um eine blubbernde Trinkflasche, die ihn auf die Idee brachte, Duftstoffe in eine Schlafmaske zu integrieren, um das Einschlafen zu erleichtern und den Tiefschlaf zu fördern. Denn genau dieser Tiefschlaf kann dabei helfen, Erkrankungen wie Alzheimer vorzubeugen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist Stefans unternehmerischer Weg. Er berichtet von einer privaten Veränderung, die so nicht geplant war – und letztlich den Schritt in die Selbstständigkeit ausgelöst hat. Offen spricht er auch über die Schattenseiten: darüber, wie enttäuschend es sein kann, viel Zeit, Herzblut und Geld in Social Media zu investieren, ohne sofort den gewünschten Erfolg zu sehen.
Warum er sich bewusst für einen Arbeitsplatz im CoWorking Space der Etage 3 entschieden hat, erklärt Stefan ebenfalls: um unter Menschen zu sein, Netzwerke aufzubauen, neue Impulse zu bekommen – und mitten im Zentrum von Bocholt zu arbeiten. Gerade wenn konzentriertes Arbeiten zuhause aus unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist, bieten CoWorking Spaces eine echte Alternative. Hier arbeiten Menschen aus Bocholt für Unternehmen in anderen Städten und Ländern – eine Entwicklung, die durch Corona grundlegend beschleunigt wurde.
Auch im Bereich New Learning spielen CoWorking Spaces eine immer größere Rolle. Netzwerken ist dabei für Stefan essenziell, denn niemand lernt jemals aus – neue Perspektiven und Impulse sind der Schlüssel für persönliches und berufliches Wachstum. Gleichzeitig verändert der Onlinehandel das Verhalten der Menschen massiv. Um Innenstädte als gesellschaftliche Zentren lebendig zu halten, braucht es neue Nutzungen wie CoWorking, Begegnungsräume und moderne Arbeitsmodelle.
Eine Folge über Schlaf, Gesundheit und Unternehmertum – und darüber, wie neue Arbeitsformen dazu beitragen können, unsere Innenstädte auch in Zukunft lebendig zu halten.
Stefan erzählt offen von seinen eigenen Schlafproblemen, die letztlich der Auslöser für die Entwicklung seiner Schlafmaske waren. Dabei wird schnell klar: Schlafgesundheit ist ein riesiges Thema – und viele Menschen wissen gar nicht, wie viele Hilfsmittel und Möglichkeiten es gibt, den eigenen Schlaf nachhaltig zu verbessern. Besonders der Tiefschlaf spielt dabei eine zentrale Rolle, denn er ist nur bei absoluter Dunkelheit möglich. Evolutorisch ist der Mensch darauf programmiert, selbst kleinste Lichtquellen wahrzunehmen – und wird dadurch aus dem Tiefschlaf geholt.
Im Gespräch geht es auch um klare Abgrenzungen: Bei Schlafapnoe helfen keine Lifestyle-Tipps mehr, sondern nur Sauerstoffversorgung und der Gang zu spezialisierten Ärztinnen und Ärzten. Stefan zeigt auf, wie groß der Markt inzwischen ist – allein 2024 lag das Volumen der Schlafgesundheitsbranche bei über 50 Milliarden Euro. Neben Technik und Produkten spricht Stefan aber vor allem über einfache, natürliche Wege zu besserem Schlaf: ein warmes Bad, ein Fußbad, bewusste Abendroutinen – und vor allem das Weglassen des Handys vor dem Einschlafen. Eine besondere Geschichte erzählt er rund um eine blubbernde Trinkflasche, die ihn auf die Idee brachte, Duftstoffe in eine Schlafmaske zu integrieren, um das Einschlafen zu erleichtern und den Tiefschlaf zu fördern. Denn genau dieser Tiefschlaf kann dabei helfen, Erkrankungen wie Alzheimer vorzubeugen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist Stefans unternehmerischer Weg. Er berichtet von einer privaten Veränderung, die so nicht geplant war – und letztlich den Schritt in die Selbstständigkeit ausgelöst hat. Offen spricht er auch über die Schattenseiten: darüber, wie enttäuschend es sein kann, viel Zeit, Herzblut und Geld in Social Media zu investieren, ohne sofort den gewünschten Erfolg zu sehen.
Warum er sich bewusst für einen Arbeitsplatz im CoWorking Space der Etage 3 entschieden hat, erklärt Stefan ebenfalls: um unter Menschen zu sein, Netzwerke aufzubauen, neue Impulse zu bekommen – und mitten im Zentrum von Bocholt zu arbeiten. Gerade wenn konzentriertes Arbeiten zuhause aus unterschiedlichsten Gründen nicht möglich ist, bieten CoWorking Spaces eine echte Alternative. Hier arbeiten Menschen aus Bocholt für Unternehmen in anderen Städten und Ländern – eine Entwicklung, die durch Corona grundlegend beschleunigt wurde.
Auch im Bereich New Learning spielen CoWorking Spaces eine immer größere Rolle. Netzwerken ist dabei für Stefan essenziell, denn niemand lernt jemals aus – neue Perspektiven und Impulse sind der Schlüssel für persönliches und berufliches Wachstum. Gleichzeitig verändert der Onlinehandel das Verhalten der Menschen massiv. Um Innenstädte als gesellschaftliche Zentren lebendig zu halten, braucht es neue Nutzungen wie CoWorking, Begegnungsräume und moderne Arbeitsmodelle.
Eine Folge über Schlaf, Gesundheit und Unternehmertum – und darüber, wie neue Arbeitsformen dazu beitragen können, unsere Innenstädte auch in Zukunft lebendig zu halten.
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26.03.2026
59 Minuten
In dieser Episode ist Lif Greta Licht zu Gast – Vorsitzende von Bocholt bleibt bunt, engagierte Demokratin und eine Frau, die klare Haltung zeigt, auch wenn es unbequem wird. Jens Grotstabel spricht mit ihr über zivilgesellschaftliches Engagement, über Mut zur Sichtbarkeit und darüber, warum Demokratie kein Selbstläufer ist.
Ein Thema des Gesprächs ist die große Demonstration im Januar 2024, bei der rund 8.500 Menschen in Bocholt gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Vielfalt gesetzt haben. Lif schildert sehr persönlich, wie sie diesen Tag erlebt hat – zwischen Gänsehautmomenten, Verantwortung und der Erkenntnis, wie groß der Wunsch vieler Menschen nach Austausch und Haltung ist.
Doch eine Demo allein reicht nicht. Deshalb geht es auch darum, was aktuell geplant ist, um Menschen weiter zu mobilisieren: Stammtische für Gleichgesinnte, offene Gesprächsräume und niedrigschwellige Angebote für all jene, die diese Themen nicht mehr auf Familienfeiern diskutieren können oder wollen. Dabei wird deutlich, wie schwierig es geworden ist, demokratisches Engagement zu zeigen, ohne vorschnell als „linksextrem“ abgestempelt zu werden.
Lif spricht offen darüber, was es bedeutet, wenn solche Zuschreibungen Angst machen – bis hin zur Sorge um den eigenen Beruf. Klar wird dabei: Wer sich für die Gesellschaft einsetzt, darf keine Angst um seinen Job haben müssen. Demokratie lebt von Menschen, die sich einbringen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der erste Bocholter CSD und die Bedeutung des Vereins Bocholt Pride für eine offene Stadtgesellschaft. Es geht um Sichtbarkeit, um Solidarität und um die Überzeugung, dass jeder Mensch leben und lieben darf, wie er oder sie möchte – und dass diese Freiheit immer wieder verteidigt werden muss.
Auch Bildung und Nachwuchs kommen zur Sprache: Warum findet eine VHS-Veranstaltung zur Demokratieförderung 2024 nicht statt, obwohl gerade junge Menschen Halt, Orientierung und Räume für Austausch brauchen? Und wie passt das zu dem Anspruch, demokratisches Engagement zu stärken?
Neben dem politischen Engagement lernen wir Lif auch beruflich kennen. Sie erklärt ihren Weg zur staatlich anerkannten Erzieherin, erzählt von der Arbeit mit U3-Kindern und davon, wie viel Freude es macht, Kinder für die kleinen Wunder des Alltags zu begeistern – zum Beispiel, wenn ein Schmetterling vorbeifliegt. Gleichzeitig spricht sie über die enormen Belastungen in Kitas während der Corona-Zeit und über den weiterhin massiven Personalmangel in Erziehung und Pflege, trotz spannender und sinnstiftender Berufswege.
Abschließend geht es um ihre Motivation, sich als festes Ausschussmitglied im Schulausschuss des Kreises Bocholt einzubringen – und um die große Frage, wie politisches Engagement mit Privat- und Berufsleben vereinbar sein kann. Denn nur wenn das gelingt, können Menschen aus allen Alters- und Lebensbereichen für politische Arbeit gewonnen werden.
Eine Folge über Haltung, Verantwortung und die Überzeugung, dass Engagement sich lohnt – gerade jetzt.
Ein Thema des Gesprächs ist die große Demonstration im Januar 2024, bei der rund 8.500 Menschen in Bocholt gemeinsam ein starkes Zeichen gegen Rechtsextremismus und für Vielfalt gesetzt haben. Lif schildert sehr persönlich, wie sie diesen Tag erlebt hat – zwischen Gänsehautmomenten, Verantwortung und der Erkenntnis, wie groß der Wunsch vieler Menschen nach Austausch und Haltung ist.
Doch eine Demo allein reicht nicht. Deshalb geht es auch darum, was aktuell geplant ist, um Menschen weiter zu mobilisieren: Stammtische für Gleichgesinnte, offene Gesprächsräume und niedrigschwellige Angebote für all jene, die diese Themen nicht mehr auf Familienfeiern diskutieren können oder wollen. Dabei wird deutlich, wie schwierig es geworden ist, demokratisches Engagement zu zeigen, ohne vorschnell als „linksextrem“ abgestempelt zu werden.
Lif spricht offen darüber, was es bedeutet, wenn solche Zuschreibungen Angst machen – bis hin zur Sorge um den eigenen Beruf. Klar wird dabei: Wer sich für die Gesellschaft einsetzt, darf keine Angst um seinen Job haben müssen. Demokratie lebt von Menschen, die sich einbringen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der erste Bocholter CSD und die Bedeutung des Vereins Bocholt Pride für eine offene Stadtgesellschaft. Es geht um Sichtbarkeit, um Solidarität und um die Überzeugung, dass jeder Mensch leben und lieben darf, wie er oder sie möchte – und dass diese Freiheit immer wieder verteidigt werden muss.
Auch Bildung und Nachwuchs kommen zur Sprache: Warum findet eine VHS-Veranstaltung zur Demokratieförderung 2024 nicht statt, obwohl gerade junge Menschen Halt, Orientierung und Räume für Austausch brauchen? Und wie passt das zu dem Anspruch, demokratisches Engagement zu stärken?
Neben dem politischen Engagement lernen wir Lif auch beruflich kennen. Sie erklärt ihren Weg zur staatlich anerkannten Erzieherin, erzählt von der Arbeit mit U3-Kindern und davon, wie viel Freude es macht, Kinder für die kleinen Wunder des Alltags zu begeistern – zum Beispiel, wenn ein Schmetterling vorbeifliegt. Gleichzeitig spricht sie über die enormen Belastungen in Kitas während der Corona-Zeit und über den weiterhin massiven Personalmangel in Erziehung und Pflege, trotz spannender und sinnstiftender Berufswege.
Abschließend geht es um ihre Motivation, sich als festes Ausschussmitglied im Schulausschuss des Kreises Bocholt einzubringen – und um die große Frage, wie politisches Engagement mit Privat- und Berufsleben vereinbar sein kann. Denn nur wenn das gelingt, können Menschen aus allen Alters- und Lebensbereichen für politische Arbeit gewonnen werden.
Eine Folge über Haltung, Verantwortung und die Überzeugung, dass Engagement sich lohnt – gerade jetzt.
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Über diesen Podcast
In diesem Podcast spricht Jens Grotstabel mit Menschen, die aus
Bocholt kommen, hier leben, arbeiten oder die auf ihre ganz eigene
Weise mit dieser schönen Stadt im Münsterland verbunden sind. Im
Mittelpunkt stehen persönliche Geschichten, ehrliche Meinungen und
besondere Lebenswege. Abseits von Lärm, Aufregern und schnellen
Urteilen entsteht Raum für Gespräche: über Alltag und Träume, über
Engagement, Herausforderungen und Ideen für die Zukunft. Ein
Podcast für alle, die Bocholt lieben, neu entdecken wollen oder
einfach Lust auf gute Gespräche mit spannenden Menschen aus #46DREI
haben.
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