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vor 4 Wochen
Eine „Kultur des Mordens“ macht sich in der Politik der
USA und Israels breit
Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Die herrschenden Kräfte der USA haben zwei aktuelle Kriege
provoziert und begonnen – in der Ukraine und in Westasien gegen
den Iran –, die sie offensichtlich nicht beenden können. Ob sie
es tatsächlich wollen, ist eine andere Frage. Da gibt es zwar die
Aussagen des wiedergewählten US-Präsidenten Donald Trump, den
Krieg in der Ukraine beenden zu wollen. Aber von einer
Verhandlungslösung scheinen alle Beteiligten weit entfernt. Viele
Beobachter sind längst der Meinung, dass der
Ukraine-Krieg auf dem Schlachtfeld entschieden wird.
Ähnlich sieht es inzwischen beim Krieg der USA und Israels gegen
den Iran aus. Was als kurzer Waffengang samt massivem
„Enthauptungsschlag“ gegen Teheran und folgendem Regimewechsel
gedacht schien, droht, ein weiterer langwieriger Zermürbungs- und
Abnutzungskrieg zu werden. Und hat durch den iranischen
Widerstand zunehmend globale Folgen, die sich stärker als im
Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg auswirken. Davon künden allein
die steigenden Energie- und Rohstoffpreise.
Zwar gibt es Hinweise darauf, dass in den USA und Israel Teile
der herrschenden Kräfte empfehlen, den Krieg zu
beenden. Sie befürchten, dass ein langwieriger Krieg
unübersichtliche Folgen haben und gar zu einer eigenen Niederlage
führen könnte. Schon hat Trump wohl deshalb in Moskau Wladimir
Putin angerufen und um Hilfe gebeten, um den Krieg
wieder beenden zu können.
Doch ungeachtet dessen geht der Iran-Krieg weiter und wird mit
allen Mitteln fortgesetzt. Dazu gehört weiterhin die Ermordung
der führenden Personen der Islamischen Republik. Israel meldete
am Dienstag, den Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrates
Ali Laridschani bei einem Angriff in Teheran getötet zu haben.
Der galt nicht nur als einer der derzeit führenden Köpfe des
Iran, sondern auch als eher moderat. Eine Bestätigung für seine
Ermordung gab es den Meldungen zufolge seitens des Irans noch
nicht.
Zugleich weitet Israel seine nicht minder völkerrechtswidrigen
Angriffe im Libanon aus. Dem Land droht die weitflächige
Zerstörung, Berichten nach sind schon mehr als eine Millionen
Libanesen auf der Flucht. Israel bereitet demnach eine
Bodenoffensive vor, die sich angeblich gegen die Hisbollah
richtet. Diese islamische Organisation wurde einst als Widerstand
gegen die israelische Kriegs- und Besatzungspolitik im Libanon
gegründet. Sie zeigt sich mit ihren aktuellen Angriffen aktiver,
als nach all den israelischen Bombardierungen und Ermordungen
ihrer Führungskräfte in den letzten Jahren erwartet wurde.
Israel werde „im Libanon machen, was wir in Gaza gemacht haben“.
Das kündigte gegenüber dem
Nachrichtenportal Axios am Wochenende ein israelischer
Offizier an. Demnach plant Israel die größte Bodenoffensive im
Libanon seit dem letzten großen Krieg 2006. Ziel seien die
Besetzung aller Gebiete südlich des Litani-Flusses sowie die
Zerstörung jeglicher Infrastruktur der Hisbollah, gab die
Tageszeitung junge Welt die Aussagen wieder. Israels
Außenminister Israel Katz habe der Regierung in Beirut mit
enormen Schäden an der Infrastruktur und mit der Übernahme der
Kontrolle über libanesische Gebiete gedroht, sollte die Hisbollah
nicht entwaffnet werden. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
ergänzte demnach, Israel werde den Iran und die Hisbollah
„zermalmen“.
...https://apolut.net/das-imperium-der-gewalt-auf-selbstzerstorungskurs-von-tilo-graser/
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