Naidoo: Demo gegen Trumps Ablenkungs-Strategie | Von Paul Clemente
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vor 2 Tagen
Ein Kommentar von Paul Clemente.
Für Trump gab es mehr als einen Grund, den Iran zu bombardieren.
Zum einen ist dem US-Präsidenten klar: Die Zeit der unipolaren
Weltordnung neigt sich dem Ende zu. Da möchte er noch möglichst
viele rohstoffreiche Länder einsacken: Zuerst die Absetzung der
Regierung in Venezuela, danach der Versuch, Grönland in sein
Protektorat aufzunehmen. Mit der Attackierung des Iran könnte
Trump den BRICS-Staaten einen wichtigen Öllieferanten entziehen.
Zumal Teile der Bevölkerung gegen das Mullah-Regime aufbegehren.
Denen wollte Trump sich als Unterstützer, als künftiger
Handelspartner präsentieren.
Abgesehen davon sorgt ein Krieg für perfekte Ablenkung. Die Angst
vor einem Flächenbrand, einem Weltkrieg, lässt die Wut der Bürger
verpuffen, lenkt das öffentliche Interesse weg von den
Epstein-Files. Die hiesigen Mainstreamern ohnehin nie geschmeckt
haben. Mancher Polit-Bonze dürfte heimlich um seine Karriere
zittern. Womöglich hätte die Forderung nach ungeschwärzter
Freischaltung der sechs Millionen Dokumente sogar Trump den Thron
gekostet?
Besonders peinlich: Die Files haben einiges bestätigt, was
bislang als „Verschwörungs“-Theorie galt. Umso dringender ist
Widerstand gegen Vergessen, gegen Ablenkung und Vertuschung. Den
leisteten am vergangenen Samstag die Demonstranten an der
Berliner Siegessäule. Ein passender Ort, zumal Deutschland sich
bei der Aufarbeitung der Files etwas schwertut. Im Gegensatz zu
England, wo das Königshaus gerade lernt, dass Gesetze auch für
Aristokraten gelten.
Wichtiger Magnet für die „Kinderschutz“-Demo war der Sänger
Xavier Naidoo. Erst vor wenigen Wochen hatte er seine Fans mit
einer Comeback-Tour begeistert. Und prompt kehrt auch der
Politiker Naidoo zurück. Per Video hatte er die Demo beworben.
Die Teilnehmerzahl? Differiert wie immer. Laut offizieller Seite
kamen 600, während Unterstützer von mehreren tausend
sprechen.
Auf den Transparenten prangten Slogans wie „Kinderschutz statt
Täterjustiz“, „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ oder „Wir
stehen auf, wir sind hier / unsere Kinder schützen wir.“
Natürlich versuchten Mainstream-Medien die Kundgebung zu
delegitimieren. Und das funktioniert am besten durch
Teilnehmer-Bashing. Die Berliner Zeitung reanimierte das Klischee
von „Menschen, die sich gesellschaftlich abgehängt fühlen“. Der
Nachrichtenkanal ntv spöttelte: Naidoo sei wieder in der
Verschwörungs-Szene gelandet, von der er sich 2022 distanziert
hatte. Der Tagesspiege“ will Mitglieder der „Basis“-Partei und
der „Berliner Patrioten“-Bewegung enttarnt haben. Außerdem hätten
die Demonstranten das 50. Lebensjahr meist überschritten.
Suggeriert wird also: Da treffen sich weiße, alte Männer,
marginalisierte Loser und Faschos.
Natürlich wird auch Naidoos Rede wieder als wilder
Verschwörungs-Mix denunziert. Schon im Februar habe der Sänger
auf einer Demo erklärt:
„Wir reden hier von Menschenfressern. Wir reden nicht von
normalem Sextrafficking und jungen Frauen. Die fressen unsere
Babys."
Mainstream-Medien deuten diese Behauptung als „antisemitische
Andeutung“. So spekuliert das Magazin Rolling Stone Germany:
„Seit Jahrhunderten existiert die antisemitische
Verschwörungserzählung, der zufolge Juden aus rituellen Gründen
kleine Kinder töten würden.“
...https://apolut.net/naidoo-demo-gegen-trumps-ablenkungs-strategie-von-paul-clemente/
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