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vor 3 Wochen
Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael
Weyland
Thema heute: Autonome Shuttles können Nahverkehr
verbessern - Studie des KIT wertet 1 600 Testfahrten in Mannheim
und Friedrichshafen aus
Foto: Felix Kästle, ZF
Friedrichshafen
Autonome Kleinbusse können den öffentlichen
Nahverkehr in Baden-Württemberg verbessern und Autofahrten
ersetzen. Das hat eine Studie des Karlsruher Instituts für
Technologie (KIT) von mehr als 1.600 Testfahrten mit Fahrgästen
gezeigt.
Die Forschenden haben untersucht, wie zuverlässig autonome
Shuttles im Alltag fahren, wie die Bevölkerung darauf reagiert
und welche technischen und organisatorischen Voraussetzungen für
einen breiten Einsatz nötig sind. Es profitieren besonders
Einwohnerinnen und Einwohner ländlicher Regionen, wo Busse selten
fahren. Jetzt haben die KIT-Forschenden den Abschlussbericht der
Studie veröffentlicht.
Hohe Offenheit gegenüber der Technik – Sicherheitsgefühl
entscheidend
Die Befragungen zeigen, dass viele Menschen autonomen
Fahrzeugen offen gegenüberstehen. Entscheidend ist jedoch, dass
sie sich während der Fahrt sicher fühlen. „Es geht zum einen um
die Sicherheit der technischen Systeme, zum anderen um
möglicherweise aggressive oder bedrohliche Mitreisende“, sagt
man. Wichtig seien ein gut einsehbarer Innenraum, eine direkte
Verbindung zur Leitstelle und verständliche Informationen während
der Fahrt.
Neue Mobilitätsoptionen für ländliche Räume
Die Analyse der Testfahrten zeigt: Autonome Shuttles können
alltägliche Wege – etwa zum Bahnhof, zum Einkaufen oder zur
Schule – erleichtern und bisher notwendige Autofahrten ersetzen.
Gerade in Randlagen würden dadurch neue Möglichkeiten entstehen.
Voraussetzung sei, dass die Shuttles verlässlich fahren, auf
Abruf verfügbar sind und sich einfach in bestehende Ticket- und
Informationssysteme integrieren lassen.
Außerdem müssen Zuständigkeiten klar geregelt sein. „Wer
betreibt die Fahrzeuge und die Software? Wer übernimmt die
Verantwortung, wenn das autonome System einmal nicht verfügbar
ist? Das sind praktische Fragen, die im klassischen Busverkehr
keine Rolle spielen“, heißt es. Erst wenn diese Rollen unter
Fahrzeugherstellern, Software-Anbietern oder kommunalen
Verkehrsunternehmen eindeutig verteilt seien, könne ein
verlässlicher Alltagsbetrieb entstehen.
Weitere Shuttle-Projekte in Hamburg, Darmstadt,
Offenbach
Die Erkenntnisse aus dem abgeschlossenen Projekt „RABus –
Reallabor für den automatisierten Busbetrieb“ fließen direkt in
die laufenden KIT‑Projekte „KIRA“ und „ALIKE“ ein. Diese erproben
autonome Kleinbusse in weiteren Regionen, darunter Hamburg,
Darmstadt und im Kreis Offenbach.
Nächster Schritt: Shuttles ohne
Sicherheitsbegleitung
Als wichtigen nächsten Schritt sehen die Forschenden ein
regulär zugelassenes Fahrzeugmodell, das ohne
Sicherheitsbegleitperson fahren darf.
Diesen Beitrag können Sie nachhören oder downloaden
unter:
https://www.was-audio.de/aanews/autonews20260313_kvp.mp3
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