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Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael Weyland 

Thema heute:  Ganzjahresreifen im ACV Test: Große Unterschiede zwischen den Allroundern   

 

Foto: Auto Zeitung

Zehn Modelle müssen sich auf Schnee, Nässe und trockener Fahrbahn beweisen – Spitzengruppe überzeugt auf hohem Niveau

Ganzjahresreifen liegen im Trend: Kein halbjährlicher Reifenwechsel und keine zusätzlichen Lagerkosten machen die Allrounder für immer mehr Autofahrer attraktiv. 2025 entschieden sich bereits 36 Prozent der Reifenkäufer in Deutschland für Ganzjahresreifen, 2015 waren es noch 10 Prozent. Doch die Anforderungen sind hoch:

Die Reifen müssen bei sommerlichen Temperaturen ebenso überzeugen wie bei Regen und auf Schnee. Der ACV Automobil-Club Verkehr hat deshalb gemeinsam mit der Auto Zeitung, dem Auto-, Motor- und Radfahrerbund Österreichs (ARBÖ) und der GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH zehn aktuelle Modelle der Dimension 225/45 R 17 getestet, die vor allem bei Fahrzeugen der Kompaktklasse verbreitet ist.

Für den Vergleich mussten sich die Reifen unter sehr unterschiedlichen Bedingungen beweisen: Die Wintertests fanden im nordschwedischen Lappland statt, die Nass- und Trockentests im sonnigen Spanien.

Pirelli gewinnt mit deutlichem Vorsprung

Testsieger ist der Pirelli Cinturato Allseason SF3 mit 411 von maximal 450 Punkten. Er überzeugt besonders auf trockener und nasser Fahrbahn und bietet gleichzeitig ein sicheres Fahrverhalten auf Schnee. Mit einem Preis von rund 475 Euro für einen Satz sichert sich der Pirelli zudem den Titel als Preis-Leistungs-Sieger.

Auf Platz zwei folgt der Continental All Season Contact 2 mit 384 Punkten. Seine besondere Stärke liegt bei winterlichen Bedingungen, gleichzeitig erzielt er auch bei höheren Temperaturen gute Ergebnisse.

Rang drei erreicht der Goodyear Vector 4Seasons Gen-3 mit 380 Punkten. Er bietet ein hohes Nasshaftungspotenzial und sicheres Vorankommen auf Schnee, muss jedoch beim Bremsen auf trockener Fahrbahn Federn lassen.

Große Unterschiede zwischen den Modellen

Wie anspruchsvoll der Spagat zwischen Sommer und Winter bleibt, zeigen die Unterschiede im Testfeld. Der Michelin Cross Climate 3 beeindruckt besonders auf Schnee und erreicht dort gemeinsam mit weiteren Spitzenmodellen ein Niveau, das mit Winterreifen vergleichbar ist. In der Gesamtwertung landet er auf Platz vier.  Die vollständigen Testergebnisse aller zehn Ganzjahresreifen mit Detailwertungen und Empfehlungen für unterschiedliche Anforderungen gibt es auf der ACV Website: unter Ganzjahresreifentest 2026.  Welche Reifen überzeugen in der Kompaktklasse?

 

 

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Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael Weyland 

Thema heute:  Kia PV5 Chassis Cab künftig auch mit Langstreckenakku erhältlich   

 

Kia erweitert das Antriebsangebot für den PV5 Chassis Cab: Im Modelljahr 2027 wird das vollelektrische Fahrgestell mit Fahrerhaus neben der Standardbatterie (51,5 kWh) auch mit einem 71,2-kWh-Akku erhältlich sein. Die neue Langstreckenversion richtet sich insbesondere an Unternehmen und Flottenbetreiber, die auf die Flexibilität der Chassis-Cab-Variante Wert legen, deren Fahrzeuge aber längere Strecken zwischen den Ladevorgängen zurücklegen müssen.

Kia baut damit die vielfältige Angebotspalette des unter anderem als „International Van of the Year 2026“ und als, „German Compact Car of the Year 2027“ preisgekrönten PV5 weiter aus. Das erste Modell der innovativen „Platform Beyond Vehicle (PBV)“-Strategie der Marke ist als Transporter PV5 Cargo und als Pkw PV5 Passenger, jeweils in unterschiedlichen Karosserie- bzw. Sitzkonfigurations-Varianten, sowie in speziellen Umbauten wie dem rollstuhlgerechten PV5 WAV oder dem variablen Fracht- und Personaltransporter PV5 Crew Van verfügbar. Der PV5 Chassis Cab ist das speziell auf Umrüstungen ausgerichtete Mitglied der Kia-PBV-Familie.

Diese erste vollelektrische Kia-Plattform eines Fahrgestells mit Fahrerhaus bildet mit ihrer hohen Anpassungsfähigkeit die Grundlage für ein breites Spektrum gewerblicher Umbauten und ermöglicht es Unternehmen, das Fahrzeug für unterschiedliche Routen, Einsatzzwecke und Arbeitsumgebungen zu konfigurieren.  

Der PV5 Chassis Cab mit 71,2-kWh-Batterie mobilisiert bis zu 120 kW (163 PS) und lässt sich an einer entsprechend leistungsstarken Gleichstromstation in rund 30 Minuten von 10 auf 80 Prozent schnellladen. Mit Wechselstrom kann der Akku über den 11-kW-On-Board-Charger in rund sechseinhalb Stunden von 10 auf 100 Prozent geladen werden. Wie die Nutzlast variiert die Reichweite je nach Fahrzeugaufbau. Einen Anhaltspunkt bietet hier aber der Transporter PV5 Cargo in der Langversion L2H1. Mit einer Akkuladung kann er in der Ausführung mit 51,5-kWh-Batterie bis zu 297 Kilometer weit fahren, mit der 71,2-kWh-Langstreckenbatterie bis zu 416.

Alle Fotos: Kia Deutschland GmbH

 

 

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Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael Weyland     

Thema heute:  Werkstattkosten trotz Kfz-Kaskoversicherung vermeiden   

 

Wer nach einem selbst verschuldeten Unfall den Schaden am eigenen Fahrzeug über die Vollkaskoversicherung regulieren möchte, sollte künftig vor der Beauftragung der Reparatur ganz genau auf den Umfang und die von der Werkstatt veranschlagten Kosten achten. Denn der Bundesgerichtshof (BGH) hat am 9. September 2026 klargestellt, dass bei einem Kaskoschaden grundsätzlich der Versicherte das sogenannte Werkstattrisiko trägt.

Die Kaskoversicherung muss also nicht für überhöhte, objektiv unnötige oder tatsächlich nicht ausgeführte Reparaturpositionen einstehen, sofern diese nicht zu den erforderlichen Kosten im Sinne der Versicherungsbedingungen gehören. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) erläutert die Rechtsprechung und hat auch einen Verbrauchertipp parat.

Zunächst ist entscheidend, wie der Pkw-Schaden entstanden ist. Bei einem Unfall, den ein anderer verursacht hat, ist grundsätzlich dessen Kfz-Haftpflichtversicherung zuständig. Bei Schäden durch beispielsweise Hagel oder Diebstahl kommt, soweit versichert, die Teilkasko zum Einsatz und bei einem selbst verschuldeten Unfall greift die Vollkaskoversicherung. Hier kommt das vom BGH zu bewertende Werkstattrisiko zum Tragen: Entschieden wurde jetzt, dass die Kaskoversicherung bei Eigenverschulden nur diejenigen Reparaturkosten erstatten muss, die für die Behebung des Unfallschadens tatsächlich und wirtschaftlich betrachtet erforderlich sind. Wer aber von der Werkstatt darüber hinausgehende Arbeiten vornehmen lässt oder überhöhte Stundensätze akzeptiert, muss diese zusätzlichen Kosten selbst tragen.

Unfallverursacher hat Werkstattrisiko

Gerade bei einem selbst verschuldeten Kaskoschaden sollten Autofahrer deshalb künftig vor Beauftragung und Durchführung der Reparatur genauer hinschauen. Der AvD empfiehlt, zunächst einen Kostenvoranschlag einzuholen, diesen dem Versicherer vorzulegen und die Reparatur erst nach dessen Bestätigung zu beauftragen. Auch Änderungen oder zusätzliche Arbeiten sollten mit dem Versicherer abgestimmt und dokumentiert werden. Nur so lässt sich vermeiden, dass der Fahrzeughalter später auf Kosten sitzen bleibt. Anders ist die Rechtslage beim unverschuldeten Unfall. Hier trägt nach der BGH-Rechtsprechung grundsätzlich der Unfallverursacher beziehungsweise dessen Haftpflichtversicherer im Rahmen der Schadenersatzpflicht auch das Werkstattrisiko. Der BGH hat dies in mehreren Entscheidungen vom 16. Januar 2024 präzisiert.  

 

Alle Fotos: AvD

 

 

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Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael Weyland 

Thema heute:  ADAC Winterreifentest 2026 - Über die Hälfte der Kleinwagen-Reifen nicht empfehlenswert   

 

Es gibt viele Winterreifen, aber nur wenige Produkte sind wirklich gut. Das zeigt der aktuelle ADAC Winterreifentest 2026, bei dem 32 Produkte aus zwei verschiedenen Reifengrößen getestet wurden: Die Dimension 185/65 R15 ist besonders bei Kleinwagen vertreten, die Größe 225/50 R17 passt dagegen zu vielen Mittelklassewagen. Alle Reifen durchliefen das übliche Test-Procedere.

Bei den Kleinwagenreifen legen die Ergebnisse nahe, dass diese Dimension bei den Herstellern nicht so stark im Fokus steht wie andere Reifengrößen. Nur zwei Produkte erreichen das Gesamturteil "gut", wobei der Continental WinterContact TS 870 mit 2,2 die beste Bewertung im gesamten Testfeld einfährt. Der Michelin Alpin 7 landete mit 2,5 auf dem zweiten Platz. Gravierend ist allerdings die Tatsache, dass gleich neun der 16 getesteten Kleinwagenreifen nicht empfohlen werden können. Drei davon sind in der Fahrsicherheit sogar so schwach, dass sie nicht über ein "mangelhaft" in der Gesamtnote hinauskommen.  Die Testergebnisse finden Sie im Detail auf adac.de

Bei der prognostizierten Laufleistung zeigte sich zudem, dass Autofahrer an einigen Winterreifen für Kleinwagen nur kurze Freude haben werden. Die Kleinwagenreifen kommen im Schnitt auf eine prognostizierte Laufleistung von rund 31.000 Kilometern, am unteren Ende der Bewertung landet ein Bridgestone mit mageren 22.000 Kilometern. Zum Vergleich: Die Reifen für Mittelklassewagen haben im Schnitt eine erwartbare Laufleistung von über 45.000 Kilometern.

Insgesamt sind die Ergebnisse in der Dimension 225/50 R17 etwas besser ausgefallen: Die Spitze des Testfelds erreicht der Pirelli Cinturato Winter 3 mit einem Gesamturteil von 2,2. Nur knapp dahinter landet abermals der WinterContact TS 870 von Continental (Gesamturteil 2,3). Auch die Reifen von Goodyear und Michelin verdienen sich eine gute Gesamtbewertung.

Dennoch gibt es auch unter den Reifen für Mittelklassewagen negative Ausreißer. Hier sind es sechs von 16 Reifen, die als mangelhaft eingestuft werden müssen. In mindestens einer Fahrkategorie sind die Leistungen der Reifen so schlecht, dass sie als sicherheitsrelevant einzustufen sind.  

Alle Fotos: ADAC/Marc Wittkowski

 

 

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Die aktuellen Automobilkurznachrichten mit Michael Weyland

 

Thema heute:

ADAC Umfrage: Wie zufrieden sind Fahrer von E-Autos?

 

 

Immer mehr Menschen in Deutschland fahren elektrisch, daher hat der ADAC in einer aktuellen Umfrage über 1.000 E-Mobilisten nach ihren Erfahrungen befragt. Die Fragen konzentrierten sich dabei auf die Zufriedenheit mit dem eigenen Fahrzeug, befassten sich aber auch mit der Ladeinfrastruktur in Deutschland.

In Summe zeigt sich: Wer elektrisch fährt, ist meist zufrieden unterwegs. Ganze 97 Prozent der Befragten sagten, dass sie zufrieden oder sogar sehr zufrieden mit der Nutzung ihres E-Autos sind. Für knapp drei Viertel aller Umfrageteilnehmer ist das aktuelle Fahrzeug das erste Auto mit E-Antrieb im Haushalt. Über 90 Prozent der Umsteiger von einer anderen Antriebsart auf ein Elektroauto als Erstwagen beschrieben den Wechsel als einfach oder sehr einfach. Die meisten Fahrer sind auch zufrieden mit der Reichweite ihres Fahrzeugs. Teilweise wurden aber die Reichweitenunterschiede bei warmen und kalten Temperaturen sowie die Differenz zwischen Herstellerangabe und tatsächlicher Reichweite als verbesserungswürdig eingestuft.

Bei den Fragen zur Ladeinfrastruktur ergab sich allerdings ein gemischtes Bild. In Summe sind fast zwei Drittel der Nutzer öffentlicher Ladesäulen zufrieden oder sehr zufrieden mit der öffentlichen Ladeinfrastruktur in Deutschland. Kritik gibt es allerdings an der Höhe und der Transparenz der Ladestrompreise, die rund jeder Vierte für verbesserungswürdig hält. Bezahlt wird beim öffentlichen Laden am häufigsten mit einer Smartphone-App und/oder einer Ladekarte. Mehr als ein Drittel derjenigen, die öffentlich laden, hat auch bereits direkt an der Ladesäule mit Bank- oder Kreditkarte bezahlt.

Wäre der Preis bei jeder Bezahlform gleich, so würde je rund ein Viertel am liebsten entweder mit App oder Bank- bzw. Kreditkarte zahlen; nur noch jeder Fünfte würde die Ladekarte eines Anbieters bevorzugen. Spannend ist auch die Frage nach der Tarifwahl:  42 Prozent laden "ad hoc", also ohne Tarifbindung, 40 Prozent nutzen einen Tarif ohne Grundgebühr. Nur 14 Prozent gaben an, einen Tarif mit Grundgebühr abgeschlossen zu haben. Ein weiteres Thema der ADAC-Umfrage war die Sicherheit an öffentlichen Ladestationen bei Nacht. Zwar ist die Zufriedenheit mit der Sicherheit an Ladestationen insgesamt gut, allerdings gaben 56 Prozent der Nutzer öffentlicher Ladestationen und sogar 67 Prozent der weiblichen Nutzer an, dass sie ihr Ladeverhalten in der Nacht aus Sicherheitsgründen verändern.  

Alle Grafiken: ADAC

 

 

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