Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Andrea Grundmann über Leben und Tod

Schwarz hören: Petra Schwarz im Gespräch mit Andrea Grundmann über Leben und Tod

27 Minuten

Beschreibung

vor 2 Tagen
Sie ist „waschechte“ Berlinerin, 1970 geboren und war früher Punk.
Möglicherweise rührt es daher und aus ihrer Leistungssportkarriere,
dass Andrea Grundmann bis heute immer wieder – am besten weit – aus
ihrer Komfortzone rauskommt. Die ausgebildete Designerin „mit
Leidenschaft für Ästhetik und Wertigkeit“ hat gerade ihr erstes
Buch „Digitales Charisma – So überzeugst du mit Persönlichkeit und
Haltung in der digitalen Welt“ (VERLAG FRANZ VAHLEN MÜNCHEN)
vorgelegt. Charisma ist d e r Begriff, der uns zusammengeführt hat:
Sie digital und ich – mehr oder weniger – analog. Das sind zwei
Welten; aber in beiden geht es um Wirkung, um Ausstrahlung. Wie,
das diskutieren die beiden Expertinnen in dieser Episode von
„Schwarz hören“. Vielleicht nicht ganz zufällig am heutigen
„Internationalen Frauentag“ ? Andrea arbeitet viel mit Unternehmern
und Führungskräften 50+, die im Digitalen „unbeholfen wirken und es
nicht schaffen, ihre Ausstrahlung, die sie im Analogen haben, auch
im Digitalen rüberzubringen.“ Sie kommt aus dem online-Marketing;
hatte eine kleine Agentur, mit der sie schon seit 1997 Webseiten
für Andere produziert hat und das Neue in der online-Welt immer
wieder fasziniert. Sie ist – wie sie betont – „kein digital Native,
aber es ändert sich, gerade jetzt durch KI so viel.“ Und: „Gerade
jetzt – im KI-Zeitalter – werden die menschlichen Fähigkeiten immer
wichtiger. Die Persönlichkeit im Digitalen gewinnt an Bedeutung.“
Im Buch verbindet sie ihre praktischen Erfahrungen aus
Kommunikation und Markenlogik mit neurowissenschaftlichen
Erkenntnissen. Neben Denken und Entscheiden wird beispielsweise
Irren (Biases = Denkfehler) beleuchtet. Und sie gibt – als absolute
Spezialistin dafür – Praxis-Anleitungen für LinkedIn. In dieser
„Schwarz hören“-Episode geht es – neben dem Leben von Andrea
Grundmann – natürlich auch um den Tod. Was die digitale Welt
angeht, hört man ja immer wieder, dass dort über das Leben hinaus
auch so etwas wie Gefühle entwickelt, gar richtige Beziehungen
aufgebaut werden können – also: Kommunikation über den Tod hinaus?
„Für mich ist der Tod das Ende meines Lebens.“ sagt Andrea. „Ich
denke also lieber darüber nach, was ich bis zum Tod alles noch
machen möchte. Und das Wichtigste ist: Ich bin, seitdem ich 15 bin,
Organspenderin.“ Das dokumentiert auch sehr wirkungsvoll auf ihrem
Unterarm ein Tattoo mit dem Schriftzug “Please recycle me“. Das ist
ein offizielles, internationales Zeichen, „… worüber man mit vielen
Leuten ins Gespräch kommt.“ Andrea Grundmann ist für
selbstbestimmtes Sterben; bestätigt durch ihre Eltern, die – jüngst
vom Freitod der Kessler-Zwillinge angeregt – sie dafür
sensibilisiert haben. Und überhaupt geht es in ihrer kleinen
Familie sehr fortschrittlich zu: Schon ihre Oma wurde nicht auf
klassische Weise bestattet, weil sie immer gesagt hat: „Auf gar
keinen Fall sollt ihr mich auf dem Friedhof besuchen. Da bin ich
doch nicht mehr.“ Viel Spaß mit der 153. Episode von „Schwarz
hören“ mit Andrea Grundmann.

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