Behind Bündnis 90/Die Grünen mit Bundesvorsitzenden Felix Banaszak: Wie Politik menschlich bleibt
Feuerwehrmann in der Krise, Vater wider die toxische Männlichkeit
und Parteichef mit Lippenpiercing
55 Minuten
Podcast
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Behind the Scenes. Der Branding, Marketing und Business Podcast
Beschreibung
vor 3 Tagen
Ein ehrliches Gespräch über Gleichberechtigung, neue
Männlichkeitsbilder und warum progressive Politik im Playboy
stattfinden muss
Max öffnet erstmals die BTS-Bühne für einen Politiker: Felix
Banaszak, 36, Co-Vorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen. Die
Geschichte eines Mannes, der 2009 mit Lippenpiercing in die
Partei eintrat und heute eine der verantwortungsvollsten
Positionen innehat.
Der Feuerwehrmann aus Duisburg
Felix kommt aus dem Duisburger Norden – Wahlkreis mit geringster
Wahlbeteiligung bundesweit. Als Teenager: "Was machst du in einer
Partei? Da wird man doch korrumpiert." 2009 trat er trotzdem ein.
Sein Muster: Er kommt immer in Verantwortung, wenn alles am Boden
liegt. 2017 lag der Kreisverband 40.000 Euro verschuldet. Mit 27
wurde er Landesvorsitzender NRW. Bei der Kandidatur: "Nimm mal
das Metall aus dem Gesicht." Die Grünen von 12% auf 6,4%
abgestürzt.
Mit Mona Neubaur: In viereinhalb Jahren auf 18%. Neuer
Politikstil – weniger oberlehrerhaft, mehr auf Augenhöhe.
Vater oder Parteichef?
September 2024: Lang und Nouripour treten zurück. Felix' Tochter
war zwei. "Ich hatte mir vorgenommen, anwesender Vater zu sein.
Es kommt auf Windeln wechseln an, nicht nur Quality Time."
Er mit seiner Frau: "Ich kann das nicht wegen unserer Tochter
tun." Sie: "Vielleicht musst du es für sie tun."
Mit Franziska Brantner: "Im Zweifel geht Familie vor. Wir halten
einander den Rücken frei."
Politik im Playboy
Felix gab ein Playboy-Interview über Feminismus. "In der taz
lesen das nur die, die zustimmen. Aber wenn ich über toxische
Männlichkeit reden will, muss ich dahin, wo die Männer sind."
Später: Nachrichten von jungen Männern: "Ich dachte, die Grünen
hassen mich. Das hat mich überrascht."
Gleichberechtigung ist harte Arbeit
Max erzählt von seinem Sohn nach Checker-Tobi: "Warum haben wir
die Welt kaputt?" Er kämpft gegen "toxische
Männlichkeitsmindsets": "Ich dachte, ich bin gleichberechtigt.
Aber wir sind weit weg." Seine Frau wird gefragt, wie sie es mit
Kindern schafft – er nie.
Felix: "Ich merke jede Woche, dass ich meinen Ansprüchen nicht
gerecht werde." Er sagte einer Einladung ab: "Morgen bringe ich
meine Tochter ins Bett." Erster Impuls: "Ich habe einen
Terminkonflikt."
Beide: Millennials haben Druck von beiden Seiten. Aber sie
stellen die richtigen Fragen.
Verkehrswende aus Liebe zur Freiheit
"Wir machen Verkehrswende nicht aus Hass aufs Auto, sondern aus
Liebe zur Freiheit – füreinander. Als Autofahrer freue ich mich
über Fahrradwege."
Er kritisiert: "Eine Familie spart für Mallorca und soll sich
schämen? Während andere mit Luxusjachten rumschippern?"
Forderung: "Macht Alternativen attraktiv."
Bei sich bleiben
Größtes Learning: "Bei sich selbst bleiben. Man ist am stärksten
im Einklang mit seinen Werten."
Ricarda Lang: "Ich war ein Sprechroboter. Ich habe mich
verloren." Felix: Das passiert mir nicht.
Key Learnings:
• Politik ist kein gradliniger Weg • Beste Lösungen entstehen in
Krisen • Familie ist keine Verhandlungsmasse • Gleichberechtigung
beginnt bei eigenen Mustern • Progressive Politik muss raus aus
der Komfortzone • Authentisch bleiben ist alternativlos
Perfekt für: Junge Menschen mit
Politikinteresse, Väter und Mütter im Gleichberechtigungskampf,
alle an neuen Männlichkeitsbildern Interessierten.
Zitat der Episode:
"Ich kann das doch nicht wegen unserer Tochter tun." –
"Vielleicht musst du es für sie tun."
Hör jetzt rein und erlebe einen Parteichef, der nicht nur
über Veränderung spricht, sondern sie lebt – auch wenn's
wehtut.
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