Kreislaufwirtschaft als Geschäftsmodell: Warum sich Klima- und Ressourcenschutz für die Baubranche rechnet - mit Thorsten Hahn

Kreislaufwirtschaft als Geschäftsmodell: Warum sich Klima- und Ressourcenschutz für die Baubranche rechnet - mit Thorsten Hahn

58 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche

Der Bausektor ist nicht nur energiehungrig – er verschlingt auch
rund 40 % aller natürlichen Rohstoffe. Aber die Abkopplung vom
Ressourcenmangel und das Erreichen von Klimazielen machen aus der
Transformation des Bausektors einen gigantischen Hebel und eine
große Chance für den Standort Deutschland. Aber wie kann das
gelingen?


In dieser Folge von "Wicked Problems – Wissenschaft |
Wirtschaft | Wandel" sprechen Dr. Martin Bethke und Prof.
Dr. Hannah Trittin-Ulbrich mit Thorsten Hahn, CEO der Holcim
(Deutschland) GmbH.


Sie sprechen darüber, warum die Baubranche einer der größten
Hebel für Transformation ist – und wieso Kreislaufwirtschaft im
Bau nicht an Technik scheitert, sondern an Nachfrage,
Ausschreibungslogik und Geschäftsmodellen.





Im Zentrum steht die Idee: „Aus Beton muss wieder Beton werden“ –
also echtes Upcycling statt Downcycling. Thorsten Hahn erläutert,
wie technologische Fortschritte und politische Maßnahmen die
Wiederverwendung von Baustoffen revolutionieren können, um
nachhaltiger und kosteneffizienter zu bauen. Es geht um
innovative Ansätze im Bauwesen, nachhaltige Geschäftsmodelle und
die Zukunft der Kreislaufwirtschaft und auch die Idee, wie aus
Beton wieder Beton werden kann!


Wichtigste Takeaways


Kreislaufwirtschaft im Bau ist ein Business-Case: Klima- und
Ressourcenschutz können sich wirtschaftlich auszahlen.


Das Bottleneck ist Skalierung, nicht Technik: Ohne verlässliche
Nachfrage keine Investitionen in Recycling-Hubs – und ohne Hubs
keine flächige Lösung (Henne-Ei-Problem).


Zielbild ist Upcycling: „Aus Beton muss wieder Beton werden“ –
Downcycling löst das Problem nicht, Recyclingzement &
hochwertige Aufbereitung sind entscheidend.


CO₂ kann dauerhaft mineralisch gebunden werden: Recyclingmaterial
wird damit potenziell zur Senke statt nur „weniger schlecht“.


Öffentliche Vergabe ist ein Schlüsselhebel:
Lebenszyklus/Vollkosten statt Primärkosten würden die
Transformation massiv beschleunigen.


Finance treibt die Bauwende: Banken, Investoren und
Rückversicherer verschieben Anreize über Finanzierung, Risiko und
Versicherbarkeit – unabhängig von politischer Tageslage.


Kapitel


00:00 Einführung in die Baubranche und Kreislaufwirtschaft


08:20 CO2-Einspeisung und nachhaltige Lösungen


18:03 Einführung in das Henne-Ei-Problem der Baubranche


25:21 Chancen der Kreislaufwirtschaft in der Baubranche


31:54 Digitale Lösungen für die Kreislaufwirtschaft


42:10 Lebenszyklusbetrachtung und innovative Materialien


50:02 Nachhaltigkeit als Geschäftsmodell und Unternehmensführung


58:09 lifestyle-outro-high-short.wav


Shownotes & Links


Holcim Deutschland GmbH: https://www.holcim.de


Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen: https://www.dgnb.de


Cradle to Cradle: https://www.c2c-verein.de/


Studie "Nachhaltige Baustoffwende"


Hannahs Forschungen an der Leuphana Universität:
https://www.leuphana.de/institute/imo/personen/hannah-trittin-ulbrich.html


Martins Unternehmensberatung: Butterfly Effect Consulting GmbH


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