Wicked Problems - Wissenschaft | Wirtschaft | Wandel

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Episoden

Von der Compliance-Funktion zur Transformationsstrategie: Wie Unternehmen Nachhaltigkeit wirklich skalieren – mit Prof. Dr. Johannes Meuer
15.05.2026
56 Minuten
Ist echte Nachhaltigkeit im Kapitalismus möglich, oder bleibt sie ein cleveres Marketing-Tool?





Mit dieser provokanten Frage starten Dr. Martin Bethke und Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich in das Gespräch mit Prof. Dr. Johannes Meuer, Associate Professor for Sustainability Strategy an der Kühne Logistics University Hamburg (KLU).


Was folgt, ist eine nüchterne, faktenbasierte Einordnung der Lage: Warum Unternehmen trotz öffentlichem Gegenwind intern weiter an Nachhaltigkeit arbeiten. Warum das Klimaproblem physikalisch real bleibt – unabhängig von politischer Debatte. Und warum die eigentliche Herausforderung heute nicht mehr fehlendes Wissen ist, sondern die Skalierung vorhandener Lösungen.


Johannes Meuer gibt Einblick in aktuelle Forschungsprojekte zu Carbon Removal (u.a. Biochar in der Landwirtschaft), erklärt warum der Job des Nachhaltigkeitsmanagers sich radikal verändert – weg von Ideologie, hin zu Daten, Regulatorik und Hybridkompetenz – und warum Silos aufzubrechen oft der wirksamste Hebel ist, den Unternehmen heute haben.


Die wichtigsten Takeaways


 Green Hushing statt Rückzug: Nachhaltigkeitsbudgets sind laut aktuellen Umfragen (KPMG, EUI) nicht gesunken – Unternehmen arbeiten weiter, reden nur weniger laut darüber.


 Die Physik ist nicht verhandelbar: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Golfstrom-Risiken – die wissenschaftliche Evidenz wird robuster, unabhängig von politischen Zyklen.


 Von Scouting zu Skalierung: Wir haben genug Nachhaltigkeitslösungen. Die zentrale Frage ist nicht mehr: „Was gibt es?" – sondern: „Wie kriegen wir es auf die Straße?"


 Biochar als Gamechanger? Eine einfache, skalierbare Carbon-Removal-Technologie aus Kompostmüll – mit Co-Benefits als Düngemittel. Konkrete Forschung, keine Theorie.


 Das Jobprofil des Nachhaltigkeitsmanagers wandelt sich radikal: Weg von Ideologie und People-Management, hin zu Datenkompetenz, juristischem Wissen und Regulatorik-Verständnis.


 Silos aufbrechen ist der unterschätzte Hebel: Wenn Menschen aus Produktion, HR, Sales und Verwaltung gemeinsam über Nachhaltigkeit nachdenken, entstehen Lösungen – nicht weil sie Nachhaltigkeit gelernt haben, sondern weil sie anfangen, miteinander zu sprechen.


Kapitel


01:54 – Eröffnungsthese: Nachhaltigkeit im Kapitalismus – Ideologie oder Business Case?07:02 – Green Hushing: Unternehmen arbeiten weiter, reden weniger10:54 – Was die Politik gerade (nicht) versteht – und warum die Physik nicht wartet15:08 – Ressourcenabhängigkeit, Geopolitik und globale Lieferketten19:00 – Wissenschaft trifft Praxis: Warum operative Komplexität entscheidend ist21:42 – Der Business Case für Nachhaltigkeit: Notwendig, aber nicht hinreichend24:25 – Die eigentliche Herausforderung: Skalierung vorhandener Lösungen27:14 – Wie sich das Jobprofil im Nachhaltigkeitsmanagement radikal verändert31:07 – Wo sind die Nachhaltigkeitsprojekte geblieben? Compliance vs. Innovation34:22 – Konsolidierungsphase: Von Lösungsentwicklung zur Marktdurchdringung35:27 – Carbon Removal: Was funktioniert – und was wird gehypt?36:43 – Biochar: Eine skalierbare Technologie mit echten Co-Benefits40:16 – CO₂ in Zement: Gamechanger oder Marketingkampagne?46:45 – Warum Nachhaltigkeitslösungen trotz Vorhandensein nicht skalieren50:20 – Silos aufbrechen als Kernhebel – in Unternehmen und in der Gesellschaft51:17 – Kulturwandel durch Lernen: Wenn Produktion, HR und Sales ins Gespräch kommen54:10 – Wirkung von Wissenschaft und Lehre: Was bleibt wirklich hängen?


Shownotes & Links


Kühne Logistics University


Center for Sustainable Logistics and Supply Chains


Direct Air Capture Forschungsprojekte


Kühne Climate Center


Prof. Dr. Johannes Meuer auf LinkedIn


Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn


Dr. Martin Bethke auf LinkedIn


Prof. Dr. Johannes Meuers Forschung an der KLU 


Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrichs Forschung – Leuphana Universität 


Unternehmensberatung Butterfly Effect Consulting GmbH








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Wo bleibt der deutsche Tesla? Warum Nachhaltigkeit wieder mehr Innovationsgeist braucht – mit Dr. Kiri Trier
01.05.2026
40 Minuten
Wo bleibt eigentlich der deutsche Tesla der Nachhaltigkeit?


Darüber sprechen In dieser Folge Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich und Dr. Martin Bethke mit Dr. Kiri Trier, Chief Marketing & Growth Officer bei Risk Management Partners, einer Einheit von Munich Re.


Es geht um echte Transformation statt bloßer Kommunikation, um Nachhaltigkeit als Business Case, um die neue Rolle von Finance und Risikomanagement und um die Frage, warum Deutschland dringend mehr unternehmerischen Mut für nachhaltige Innovation braucht.


Die wichtigsten Takeaways


Transformation ist mehr als Kommunikation. Gute Kommunikation kann Wandel ermöglichen, aber sie ersetzt keine echte Geschäftsmodellveränderung.


Nachhaltigkeit verschwindet nicht aus Unternehmen. Sie wird weniger laut kommuniziert, aber dort weitergeführt, wo sie strategisch und wirtschaftlich verankert ist.


Die Sprache der Nachhaltigkeit verändert sich. Risikomanagement, Finance, Resilienz, Kosten, Investitionen und Geschäftsmodelllogik werden wichtiger als moralische Appelle.


Nachhaltigkeit muss in die CEO-Agenda. Wenn sie dauerhaft wirken soll, darf sie kein isoliertes Sonderthema bleiben.





Kapitel


00:00 Einführung in den Wandel


01:16 Transformation oder nur Kommunikation?


04:21 Kernelemente erfolgreicher Transformationen


09:31 Nachhaltigkeit und politische Herausforderungen


10:46 Erfolgreiche Unternehmen und Nachhaltigkeit


17:45 Risikomanagement und Nachhaltigkeit im Unternehmen


21:07 Die Rolle der persönlichen Motivation in der Nachhaltigkeit


26:15 Innovationspotenziale in der Nachhaltigkeit


31:31 Herausforderungen der jungen Generation


38:52 Appell an mehr Innovationsgeist für die Nachhaltigkeit


Shownotes & Links


Dr. Kiri Trier auf LinkedIn Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich Forschung Leuphana Universität Dr. Martin Bethke auf LinkedIn Unternehmensberatung Butterfly Effect Consulting GmbH








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Von der Berichterstattung zur Transformation: Wie Nachhaltigkeit Organisationen wirklich verändert - mit Prof. Dr. Laura-Marie Edinger-Schons
19.04.2026
57 Minuten
Was passiert, wenn Nachhaltigkeit nicht länger als Add-on oder Berichtspflicht verstanden wird, sondern als Teil von Strategie, Steuerung und organisationaler Transformation?


Darüber sprechen sprechen Dr. Martin Bethke und Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich in dieser Folge mit Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons, Professorin für nachhaltiges Wirtschaften und Chief Sustainability Officer der Universität Hamburg.


Ausgangspunkt ist die These: Gehört die Zukunft eher den CFOs als den CSOs?


Laura Marie Edinger-Schons zeigt, warum Unternehmen und Organisationen heute nicht weniger, sondern mehr Steuerungsfähigkeit brauchen – und weshalb Nachhaltigkeit gerade dann relevant wird, wenn Unsicherheit, Kostendruck und Komplexität zunehmen. Es geht um doppelte Wesentlichkeit als Strategietool, um den sinnvollen Umgang mit Komplexität, um die Aktivierung von Mitarbeitenden und um die Frage, wie Transformation trotz Backlash, Widerstand und politischer Polarisierung gelingen kann.


Die wichtigsten Takeaways


Nachhaltigkeit wird in Zukunft weniger eine isolierte CSO-Funktion sein, sondern stärker in Finanzen, Strategie, Controlling, Einkauf und Risikomanagement integriert. Die eigentliche Bewegung geht also Richtung Hybridkompetenz – nicht weg von Nachhaltigkeit. 


Die spannende Frage ist nicht nur, was Nachhaltigkeit kostet, sondern was es Organisationen kostet, Nachhaltigkeit zu ignorieren.


Doppelte Wesentlichkeit ist kein bloßes Reportingwerkzeug. Richtig eingesetzt, ist sie Strategiearbeit, weil sie Impacts, Risks und Opportunities sichtbar macht und mit Stakeholder-Perspektiven verbindet. 


Transformation scheitert selten nur an Zielen. Häufig scheitert sie daran, dass Organisationen Mitarbeitende nicht wirklich einbeziehen, Komplexität zu stark vereinfachen oder Nachhaltigkeit vom Kerngeschäft abtrennen. 


Wer Wandel gestalten will, darf nicht im Problembewundern stecken bleiben. Entscheidend ist, Handlungsspielräume zu identifizieren, Blockaden aufzulösen und auch in konflikthaften Situationen den Dialog zu suchen. 


Angemessene Komplexität ist ein Schlüsselbegriff dieser Folge: Eine Zahl allein reicht selten, um Transformation sinnvoll zu steuern. Es braucht ein Maß an Vereinfachung, das Orientierung schafft, ohne Realitäten zu verzerren.


Kapitel


00:00 – Begrüßung, Vorstellung & These 03:21 – Warum die Zukunft eher in Hybridrollen zwischen Finanzen, Strategie und Nachhaltigkeit liegt 04:45 – Forschung und Umsetzung zugleich: Lauras Doppelrolle an der Universität Hamburg 11:08 – Backlash, Purpose und Widerstand: der schwierige Start als CSO in Hamburg 17:48 – Business Case statt Symbolik: Was Unternehmen aus Nachhaltigkeit strategisch gewinnen können 23:13 – „You cannot manage what you cannot measure“ – und warum eine Zahl allein trotzdem nicht reicht 26:32 – Doppelte Wesentlichkeit als Strategietool statt bloßes Reportinginstrument 32:30 – Das neue Berufsfeld Nachhaltigkeit: Welche Kompetenzen künftig wirklich zählen 38:37 – Triple Transformation: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Organisationsentwicklung zusammendenken 42:16 – Motivation, Wirksamkeit und Resilienz in schwierigen Zeiten 46:15 – Vom Problem zur Lösung: Photovoltaik, Handlungsspielräume und produktiver Dialog 48:47 – „Fall in Love with a Problem“: Warum komplexe Probleme auch Chancenräume sind 53:32 – Dialog statt Abwertung: Was Bildung, KI und Social Media mit Transformation zu tun haben


Shownotes & Links


Lesenswert: Bertelsmann Stiftung (2026). Sustainability Transformation Monitor 2026. DOI 10.11586/2026025


Laura Marie Edinger-Schons auf LinkedIn


Laura Marie Edinger-Schons Forschung Universität Hamburg


Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn


Hannah Trittin-Ulbrich Forschung Leuphana


Martin Bethke auf LinkedIn


Martins Unternehmensberatung Butterfly Effect Consulting GmbH





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Wirtschaft und Nachhaltigkeit im Wandel: Prioritäten, Herausforderungen und Chancen
03.04.2026
39 Minuten
summary





In dieser Folge reflektieren Hannah Trittin und Martin Bethke über die wichtigsten Erkenntnisse aus ihrem Podcast, die Herausforderungen und Chancen im Bereich Nachhaltigkeit, die Bedeutung von Narrativen und Kommunikation sowie die zukünftigen Entwicklungen in Wissenschaft und Wirtschaft im Jahr 2026.


Im Zentrum stehen die Fragen, warum Nachhaltigkeit heute weniger ein Erkenntnisproblem als vielmehr ein Priorisierungs-, Führungs- und Kommunikationsproblem ist, wie Unternehmen mit regulatorischer Unsicherheit und gesellschaftlichem Gegenwind umgehen und weshalb das Thema zunehmend unter den Begriffen Risiko, Resilienz und Zukunftsfähigkeit verhandelt wird.


Die Folge verbindet wissenschaftliche Einordnung mit unternehmerischer Praxis und zeigt, welche Herausforderungen, aber auch welche Chancen sich daraus für Unternehmen, Wirtschaft und Gesellschaft ergeben.


Die wichtigsten Takeaways


  Nachhaltigkeit scheitert 2026 nicht an fehlendem Wissen, sondern an Priorisierung, Übersetzung, Führung und Kommunikation. 


 Die eigentliche Herausforderung ist systemisch. Unternehmen, Politik und Gesellschaft wirken zusammen, während planetare Grenzen den realen Rahmen setzen, innerhalb dessen Wirtschaft überhaupt noch zukunftsfähig organisiert werden kann. 


 Der Begriff „Nachhaltigkeit“ erzeugt bei vielen Menschen inzwischen Reaktanz. Entscheidend wird deshalb, den Nutzen konkreter, verständlicher und näher an der Lebensrealität der Menschen zu kommunizieren. 


 Viele Unternehmen sprechen öffentlich vorsichtiger über Nachhaltigkeit, arbeiten intern aber weiter an denselben Themen: Ressourcen, Risiken, CO₂, Geschäftsmodellrobustheit und Finanzierung. 


 Nachhaltigkeit wird stärker als Risiko- und Resilienzthema gerahmt. Das macht es anschlussfähiger für Unternehmen, birgt aber auch die Gefahr, dass aus Aufbruch eine reine Defensivhaltung wird. 


 Die Unternehmen, die Nachhaltigkeit bereits ernsthaft begonnen haben, werden weitermachen – nicht aus regulatorischem Pflichtgefühl, sondern weil sie den wirtschaftlichen, strategischen und gesellschaftlichen Wert erkannt haben. 


Kapitel


00:00 Einleitung und Rückblick auf den Podcast


01:16 Reflexion der bisherigen Gespräche und Erkenntnisse


02:45 Nachhaltigkeit: Erkenntnis- vs. Umsetzungsprobleme


04:12 Systemdenken und gesellschaftliche Transformationsprozesse


05:40 Planetare Grenzen und Ressourcenverbrauch


09:14 Gesellschaftliche Grenzen und gesetzliche Rahmenbedingungen


11:26 Kommunikation, Narrative und What's in it for me


16:44 Gesellschaftlicher Gegenwind und gesellschaftliche Narrative


20:24 Unternehmen, Regulierung und Selbstverpflichtung


22:47 Resilienz, Risikomanagement und Zukunftsaussichten


26:24 Positive Perspektiven und Hoffnung für 2026


30:45 Abschluss und Ausblick auf zukünftige Entwicklungen


Shownotes & Links


Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn Hannahs Forschungen an der Leuphana Universität Dr. Martin Bethke auf LinkedIn Martins Unternehmensberatung Butterfly Effect Consulting GmbH








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Von for-profit zu profit-for: Warum regeneratives Wirtschaften ökonomisches Risikomanagement ist - mit Per Ledermann
20.03.2026
54 Minuten
Was passiert, wenn ein CEO Gewinn nicht als Selbstzweck, sondern als Hebel für gesellschaftliche Wirkung versteht?


In dieser Folge von "Wicked Problems – Wissenschaft | Wirtschaft | Wandel" sprechen Dr. Martin Bethke und Prof. Dr. Hanna Trittin-Ulbrich mit Per Ledermann, CEO der edding group, über die Frage, warum Nachhaltigkeit kein moralisches Add-on, sondern ein ökonomisches Zukunftsthema ist.


Ausgangspunkt ist Ledermanns Anspruch, edding vom klassischen for-profit zum profit-for-Unternehmen weiterzuentwickeln: Gewinne nicht als Selbstzweck, sondern als Voraussetzung für ökologische und soziale Wirkung.


Im Gespräch geht es um die Triple Bottom Line, um gesellschaftlichen Zusammenhalt als wirtschaftlichen Erfolgsfaktor, um Brückenbau in polarisierten Zeiten und um die Frage, warum viele Unternehmen die Business Cases hinter ökologischen und sozialen Herausforderungen noch immer übersehen. Eine Folge über unternehmerische Verantwortung, strategische Vorstellungskraft und die Kunst, in komplexen Zeiten pragmatisch voranzuscheitern.


Die 5 wichtigsten Takeaways


Nachhaltigkeit ist aus Ledermanns Sicht kein Luxus, sondern ökonomische Vernunft. Wer ökologische und soziale Risiken ignoriert, ignoriert Kosten, Geschäftsmodellrisiken und Zukunftsfähigkeit. 


Der soziale Teil von Nachhaltigkeit gehört in die Kernlogik des Geschäftsmodells — nicht nur in Sponsoring, CSR oder punktuelle Projekte. edding versucht genau das über Produkte, Community Building und konkrete soziale Wirkung zu erreichen. 


Das eigentliche Problem ist oft nicht fehlendes Wissen, sondern fehlende Vorstellungskraft. Viele Organisationen sind noch immer darauf sozialisiert zu glauben, dass „gut“ und „profitabel“ Gegensätze seien. 


Transformation braucht Business Cases statt bloßer Überzeugungsrhetorik. Ledermann sagt selbst, dass man Menschen in Unternehmen eher gewinnt, wenn sie sehen, dass es sich lohnt — nicht nur, dass es moralisch richtig ist. 


Gegen Polarisierung hilft Brückenbau. Im Gespräch wird deutlich: Hinter vielen Konflikten liegen oft stabilere gemeinsame Werte, als öffentliche Debatten vermuten lassen.


Pragmatismus schlägt Perfektionismus. Ein wiederkehrendes Motiv der Folge ist: nicht warten, bis alles perfekt ist, sondern handeln, testen, lernen — oder, in einem schönen Begriff: Voranscheitern.


Kapitel


00:00 Intro, Vorstellung von Per Ledermann und die provokante Ausgangsthese 01:38 „Profit for“ statt „for profit“ – Zukunftsmodell oder Luxus? 04:45 Nachhaltigkeit sozial denken: vom Sponsoring zum Kerngeschäft 13:40 Wie verankert man Wirkung im Unternehmen – und warum ist das so schwer? 17:13 Demokratie, Lieferketten und der unsichtbare Business Case sozialer Stabilität 21:08 CEO-Aktivismus, Migration und warum Brückenbau unterschätzt wird 28:17 Warum sich Wandel rechnen muss: der Business Case hinter Wirkung 39:30 Was in der Transformation nicht funktioniert hat – und was andere daraus lernen können 42:46 Pragmatismus statt Ohnmacht: Handlungsoptionen in Krisenzeiten 51:13 „Einfach mal machen“ – Voranscheitern als Prinzip 52:31 Schlussrunde, Verabschiedung und die edding-Tinten-Anekdote


Shownotes & Links


Homepage der edding group Per Ledermann auf LinkedIn Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn Hannahs Forschungen an der Leuphana Universität Dr. Martin Bethke auf LinkedIn Martins Unternehmensberatung Butterfly Effect Consulting GmbH Lesenswert: Mkrtchyan, A., Sandvik, J., & Zhu, V. Z. (2024). CEO activism and firm value. Management Science, 70(10), 6519-6549.





Dieser Beitrag nimmt am Fast Forward Science Wettbewerb 2026 teil! https://www.fastforwardscience.de #FFS #AudioAward #BestesDebutAudio
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Über diesen Podcast

Transformation, Wirtschaft, ESG, Leadership, Change, Zukunft: Dieser Podcast spricht über die großen Veränderungsfragen unserer Zeit. Prof. Dr. Hannah Trittin-Ulbrich (Leuphana Universität) und Dr. Martin Bethke (Butterfly Effect Consulting) verbinden Wissenschaft und Unternehmenspraxis. Mit Gästen aus Forschung und Wirtschaft diskutieren sie komplexe Herausforderungen, echte Erfahrungen und umsetzbare Lösungsansätze. Für Geschäftsführer:innen, Führungskräfte, Change Manager:innen und alle, die Wandel verstehen und gestalten wollen.
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