Eine nachhaltige Vision von Europa: Werte und Menschlichkeit als geopolitischer USP - mit Carmen Sprus

Eine nachhaltige Vision von Europa: Werte und Menschlichkeit als geopolitischer USP - mit Carmen Sprus

55 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche

Was bleibt von Nachhaltigkeit, wenn geopolitischer Gegenwind
zunimmt – und wenn Unternehmen zwischen „Compliance“ und echter
Transformation auseinanderdriften?


In dieser Folge von Wicked
Problems diskutieren Prof. Dr. Hannah
Trittin-Ulbrich und Dr. Martin Bethke mit Carmen
Sprus (EY) über die harten Wahrheiten der
Dekarbonisierung.


Carmen Sprus leitet bei EY auf EMEIA-Ebene die
Sustainability-/Decarbonization-Themen und arbeitet mit großen
Unternehmen daran, glaubwürdige
Net-Zero-Strategien nicht nur zu formulieren, sondern
in Operating Model, Investitionslogik und Umsetzung zu
übersetzen. 


Sie ist außerdem Founder von CHANGE &
SUSTAIN, ein Programm, in dem Führungskräfte und
Unternehmerinnen und Unternehmer befähigt werden, in einer sich
rasant wandelnden Welt erfolgreich zu sein.


Wichtigste Takeaways


Dekarbonisierung ist kein „Technikprojekt“, sondern ein komplexes
Transformationsproblem mit Zielkonflikten (Wachstum, Profit,
Resilienz, gesellschaftliche Erwartungen). 


Messbarkeit ist notwendig, aber nicht hinreichend:
Quantifizierung/Monetarisierung kann Orientierung geben – stößt
aber an Grenzen (Vergleichbarkeit, qualitative Faktoren,
Fehlanreize). 


Geopolitik & Nachhaltigkeit sind gekoppelt: Lieferketten,
Abhängigkeiten, Standortpolitik und neue Produktionslogiken
verändern die Nachhaltigkeitslogik von Unternehmen. 


Europa braucht ein Zielbild: Ein möglicher USP liegt weniger in
„maximalem Wachstum“, sondern in Stabilität,
Versorgungssicherheit und gesellschaftlicher Kohäsion. 


Start-ups liefern Innovation – Konzerne liefern Skalierung: Damit
die Brücke funktioniert, braucht es Übersetzung in
Stakeholder-Logik (Technik Entscheider Vertrag). 


Der Engpass ist selten die Idee, sondern Vertrauen &
Risikoaversion (insbesondere in konservativen Branchen wie
Bau). 


Fokus statt Verzettelung: Nicht alles gleichzeitig
„quantifizieren und erfüllen“, sondern Impact-Hebel
identifizieren und konsequent umsetzen. 


Der wichtigste Hebel ist menschlich: Beziehungen,
Dialogfähigkeit, „Nein sagen“, Governance und Incentives – Wandel
passiert, weil Menschen ihn tragen. 


Kapitel


00:00 Einführung in den Podcast und Vorstellung von Carmen Spruß


04:04 Carmen Spruß: Karriere und Engagement für Nachhaltigkeit


05:21 Die humane Marktwirtschaft und ihre Herausforderungen


10:47 Dekarbonisierung und die aktuelle politische Lage


14:33 Europäische Unternehmen im internationalen Vergleich


18:25 Die Rolle von Geopolitik und Innovation in der
Nachhaltigkeit


20:44 Stabilität und Sicherheit als europäische Werte


23:10 Nachhaltigkeit als gesellschaftliches Thema


29:11 Die Notwendigkeit von Visionen in Europa


33:19 Die Verbindung zwischen Start-ups und etablierten
Unternehmen


37:47 Change and Sustain: Mentoring für junge Talente


52:01 Schlussfolgerungen und Ausblick auf die Zukunft


Shownotes & Links


CHANGE & SUSTAIN:
https://www.linkedin.com/posts/carmensprus_groupmentoring-resilience-adaptability-activity-7414923807251124224-nhhC?utm_source=share&utm_medium=member_desktop&rcm=ACoAAAQ3ZhoBev21kK4TPe8LYeyftqZeRfn6154


Forbes-Interview mit Carmen:
https://www.forbes.at/artikel/den-wandel-anfuehren


Hannahs Forschungen an der Leuphana Universität:
https://www.leuphana.de/institute/imo/personen/hannah-trittin-ulbrich.html


Martins Unternehmensberatung Butterfly Effect
Consulting: https://b-fect.com


Vernetze dich


Carmen Sprus auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/carmensprus/?isSelfProfile=false


Hannah Trittin-Ulbrich auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/hannah-trittin-ulbrich-652a4642/


Martin Bethke auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/dr-martin-bethke-24a8351b/



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