Ukraine-Krieg: Ausbleibender Frieden und Deutschlands Mitverantwortung | Von Tilo Gräser
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vor 6 Tagen
Warum Russland vor vier Jahren in die Ukraine
einmarschierte – eine Übersicht über interessante
Erklärungen
Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Am 24. Februar jährte sich zum vierten Mal der Einmarsch der
russischen Armee mit schätzungsweise 150.000 Mann ins Nachbarland
Ukraine. Aus dem jahrelangen Konflikt in und um das Land wurde
ein Krieg, bei dem inzwischen beide Seiten mehrere Hunderttausend
Soldaten einsetzen sowie viele ihr Leben ließen.
Bereits vor zwölf Jahren, am 22. Februar 2014, wurde die Lunte
dafür gelegt und angezündet: Mit dem US-geförderten
Staatsstreich, der das zuvor ausgehandelte Abkommen
zwischen Präsident Wiktor Janukowitsch und der Maidan-Opposition
für einen friedlichen Übergang ignorierte – trotz der Mitwirkung
des deutschen Außenministers Frank-Walter Steinmeier und dessen
polnischem Amtskollegen Radoslaw Sikorski sowie von Frankreichs
Außenminister Laurent Fabius. Sie schwiegen dann dazu.
Die westliche Politik und die mit ihr verbundenen
Mainstreammedien sowie die von ihnen unterstützten herrschenden
Kräfte in Kiew begingen das traurige Jubiläum erwartungsgemäß mit
Durchhalteparolen im Kampf gegen Russland und neuen Ideen für die
Fortsetzung des Krieges bis zum letzten Ukrainer. Die sollen an
dieser Stelle nicht wiedergegeben werden und können in unzähligen
Aufführungen des offiziellen Propagandatheaters nachgelesen,
-gehört und -gesehen werden.
Es folgt ein Überblick über kritische und vernünftige Stimmen zum
Jahrestag, die in den Mainstreammedien kaum zu vernehmen sind und
von der herrschenden Politik ignoriert werden. Dabei sind es
Stimmen, die zu einem Ende des Krieges beitragen wollen und
könnten.
Die herrschenden Kräfte in Kiew um Wolodymyr Selenskyj, der 2019
für sein Friedensversprechen gewählt wurde, berufen sich bei der
Fortsetzung des Krieges auf das Verteidigungsrecht und geben vor,
zurückerobern zu wollen, was russische Truppen besetzt haben. Sie
führen einen Krieg, unterstützt von mehr als 40 westlichen
Ländern, um Gebiete, deren friedliche Wiedereingliederung in das
politische und wirtschaftliche System des Landes sie seit 2015
trotz der ukrainischen Verpflichtungen nach den Minsker
Vereinbarungen verweigert hatten. Darauf hatte der ungarische
Diplomat György Varga unter anderem im März 2025 bei einem
Vortrag in Berlin aufmerksam gemacht.
https://apolut.net/ukraine-krieg-ausbleibender-frieden-und-deutschlands-mitverantwortung-von-tilo-graser/
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