Beschreibung

vor 6 Tagen

Jesus Christus kam nicht, um bedient zu werden, sondern um als
vollkommener Diener zu dienen und sein Leben als Lösegeld für
viele zu geben, was wahre Größe im Reich Gottes definiert.

### Details

#### Die sündige Natur des Menschen nach Größe
Die Predigt beginnt mit der Beobachtung, dass es in der
gefallenen Natur des Menschen liegt, immer der Erste, Größte und
Wichtigste sein zu wollen. Dies spiegelt sich im Verhalten der
Jünger Jakobus und Johannes wider, die Jesus baten, in seinem
Reich die besten Plätze neben ihm einzunehmen. Die anderen zehn
Jünger waren darüber verärgert, weil auch sie dieselbe Position
begehrten. Der Mensch ist von Natur aus egoistisch, ich-zentriert
und baut sein eigenes Reich.

#### Jesu Lehre über wahre Größe
Jesus erklärt seinen Jüngern, dass in seinem Reich andere
Maßstäbe gelten als in der Welt. Während weltliche Herrscher
danach streben, andere zu unterdrücken und zu beherrschen, ist im
Reich Gottes derjenige groß, der den anderen dient. Wer der Erste
sein will, muss der Knecht aller werden. Dieses ich-zentrierte
Denken hat im Reich Gottes keinen Platz.

#### Die Haltung, mit der Jesus diente
Jesus bezeichnet sich als "Sohn des Menschen" - ein Titel, der
auf die Vision des Propheten Daniel zurückgeht und auf göttliche
Autorität, Macht und Herrschaft über alle Nationen hinweist.
Trotz dieser königlichen Stellung kam er nicht, um bedient zu
werden, sondern um zu dienen (griechisch: diakoneo). Dieses Wort
bedeutet, als Knecht oder Sklave zu dienen, mit Betonung auf der
Unterworfenheit des Dienenden. Es wurde für Diener verwendet, die
bei Tisch bedienten - während andere aßen und feierten,
schwitzten und arbeiteten sie. Der König aller Könige wurde zum
Diener aller Menschen.

#### Die revolutionäre Natur dieser Aussage
Für die griechisch-römische Gesellschaft war diese Art des
Dienens etwas Herablassendes und Unwürdiges. Es musste für die
Jünger schockierend sein zu hören, dass der Messias, der Sohn
Davids, gekommen war, um zu dienen statt bedient zu werden. Wenn
unser König eine dienende Haltung einnahm, wie viel mehr sollten
wir, die wir aus Gnade in sein Reich gerufen wurden, dieselbe
Haltung einnehmen.

#### Praktische Anwendung der dienenden Haltung
Die Predigt ermutigt dazu, nicht nach dem ersten Platz,
Anerkennung oder sichtbaren Diensten zu streben, sondern nach
echter Dienstbereitschaft. Es ist besser, unsichtbare Dinge zu
tun, die Gott sieht, als öffentlich mit stolzem Herzen zu
dienen.

#### Die Art, wie Jesus diente
Jesus diente auf vielfältige Weise: Er heilte Kranke, trieb
Dämonen aus, speiste über 5000 Menschen, lehrte Gottes Wort und
wusch seinen Jüngern die Füße. Doch sein wichtigster Dienst war
es, sein Leben zu geben. Dies bedeutete:
- Sein Körper wurde wie Wasser ausgegossen
- Seine Gebeine wurden zertrennt
- Er wurde geschlagen, durchbohrt und geschändet
- Er wurde von seinem himmlischen Vater getrennt
- Er trank den ganzen Kelch des Zornes Gottes
- Er erlitt Höllenqualen an Leib und Seele

#### Anwendung für unser Leben
Der größte Dienst besteht darin, sich selbst hinzugeben. Dies
soll in drei Bereichen geschehen:
1. **In der Familie**: Männer sollen sich für ihre Frauen
hingeben, wie Christus sich für die Gemeinde hingab
2. **In der Gemeinde**: Paulus beschrieb seinen Dienst als
Trankopfer, das für die Gemeinde ausgegossen wird
3. **Für Gott**: Wir sollen unsere Leiber als lebendiges Opfer
darbringen

#### Das Ergebnis von Jesu Dienst
Jesus gab sein Leben als "Lösegeld" - ein Begriff aus der
griechischen Welt für die Erlösung eines Sklaven oder
Kriegsgefangenen. Sein Leben und Blut waren der Preis, um
Menschen aus der Gefangenschaft der Sünde und der Sklaverei
Satans zu erlösen. Das Opfer Christi war ein "duftender
Wohlgeruch" für Gott - Gottes Zorn wurde dadurch besänftigt. Das
Wort "für" bedeutet "anstelle von" und beschreibt den
stellvertretenden Sühnecharakter seines Opfers.

#### Der größte Dienst für andere
Während wir einander nicht in derselben Weise erlösen können wie
Christus, können wir den größten Dienst tun, indem wir Menschen
zu diesem Erlöser führen - durch tägliches Gebet, das Wort
Gottes, unser Leben und unsere Worte.

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