Neuer Gipfelrekord westlicher Heuchelei | Von Rainer Rupp
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vor 2 Wochen
Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Es war mehr als nur Real-Satire als die amerikanische Delegation
vor wenigen Tagen bei dem Treffen in Oman Iran beschuldigt, bei
der Niederschlagung der von Israel und Washington angefeuerten
Demonstranten, die den iranischen Ordnungskräfte nach Kiewer
Maidan-Vorbild stundenlange Feuergefechte lieferten, die
Menschenrechte missachtet zu haben. Das muss man sich vor Augen
halten, ausgerechnet die Amerikaner, die den israelischen Genozid
in Gaza mit Waffen, Geld und politischem Wohlwollen unterstützen,
machen den Iranern Vorhaltungen, weil sie bei der Unterdrückung
der laut Westmedien „friedlichen Demonstranten“ deren
Menschenrechte verletzt hätten.
Diese Real-Satire wird noch irrer, wenn man bedenkt, dass es
israelische, amerikanische und andere westliche Geheimdienste
waren, die für die Organisation, die Finanzierung und für die
mediale Choreografie der Aufstände der gewalt-extremistischen,
„Revolutionäre“ verantwortlich waren. Deren Friedfertigkeit kann
an den hunderten Toten, namentlich genannten Ordnungskräften
gemessen werden.
Diese jüngsten amerikanischen Menschenrechtsvorwürfe, die von
Washington auch als weiterer Grund für den Aufbau der
militärischen Drohkulisse gegen Iran genannt wird, ist zweifellos
ein neuer Gipfelrekord westlicher Heuchelei. Der wird nur noch
übertroffen durch die Tatsache, dass sich Mitglieder der
Trump-Regierung in aller Öffentlichkeit rühmen, auch noch die
Ursachen der Krise in Iran absichtlich herbeigeführt zu haben, um
durch Chaos einen gewaltsamen Umsturz und einen Regimewechsel in
Teheran herbeizuführen.
Vor dem Bankenausschuss des US-Senats erklärte US-Finanzminister
Scott Bessent am Donnerstag letzte Woche ausdrücklich, dass die
USA gezielt eine Finanzkrise im Iran verursacht hätten, um
Unruhen im Land zu schüren. Auf die Frage von Senatorin Katie
Britt, was die USA noch tun könnten, um Druck auf den Ayatollah
und den Iran auszuüben, erklärte Bessent, dass das
Finanzministerium eine "Strategie" umgesetzt habe, die darauf
abzielte,
„die iranische Währung zu untergraben, die die Wirtschaft zum
Absturz brachte und die gewalttätigen Proteste auslöste, die wir im
ganzen Land gesehen haben.“
Weiter führte Bessent aus, dass er bei einer Rede im
Wirtschaftsclub im März letzten Jahres „die Strategie bereits
skizziert“ habe.
„Es kam zu einem schnellen und ich würde sagen großartigem
Höhepunkt im Dezember 2025, als eine der größten Banken im Iran
unterging. Es gab einen Run auf die Bank, die Zentralbank musste
Geld drucken, die iranische Währung ging in den freien Fall, die
Inflation explodierte, und daher haben wir das iranische Volk auf
der Straße gesehen.”
Es ist nicht das erste Mal, dass Bessent solche Aussagen machte.
Bei seiner Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im
vergangenen Monat sagte der US-Finanzminister folgendes:
„Präsident Trump hat das Finanzministerium und unsere
OFAC-Abteilung, das Amt für die Kontrolle ausländischer
Vermögenswerte, angewiesen, maximalen Druck auf den Iran auszuüben.
Und das hat funktioniert, denn im Dezember ist deren Wirtschaft
zusammengebrochen. Es herrscht Dollarmangel. Sie sind nicht in der
Lage, Importe zu tätigen, und deshalb sind die Menschen auf die
Straße gegangen. …. Das ist unsere wirtschaftliche Staatskunst.
Ohne dass ein (amerikanischer) Schuss gefallen ist, und die Dinge
entwickeln sich dort sehr positiv.“
Nach diesen Äußerungen schrieb Professor Jeffrey Sachs auf common
dreams unter dem Titel: "Wirtschaftsstaatskunst entlarvt: Eine
wichtige Säule der hybriden Kriegsführung der USA, jetzt für alle
sichtbar“. Im Untertitel heißt es:
„Es ist sicherlich keine Diplomatie und es ist kein Zwang. Es
ist ein Krieg, der mit wirtschaftlichen Mitteln geführt wird, um
eine Wirtschaftskrise und soziale Unruhen hervorzurufen, die zum
Sturz der Regierung führen.“
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