Diagnosen #4 - Der Moderate Konstruktivismus

Diagnosen #4 - Der Moderate Konstruktivismus

54 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen

Was ist das Verhältnis von Diagnose und psychischer Störung in
der Welt? Der Naive Realismus geht davon aus, dass jeder Diagnose
eine feinsäuberlich getrennte und eindeutig bestimmbare
Störungsentität in der Welt entspricht. Dies ist jedoch aus
verschiedenen Gründen unplausibel.


Alternative Vorschläge zum Naiven Realismus verfallen oft in
einen Relativismus, demzufolge kein Bild der Welt wahrer oder
besser ist als irgendein anderes. Diese Position hat jedoch
unplausible Konsequenzen im Einzelfall und ist anfällig für das
sogenannte Selbstanwendungsproblem.


Schließlich skizziere ich meine eigene Position, den Moderaten
Konstruktivismus, der das Beste aus beiden Welten vereint.
Demzufolge enthält jedes Bild der Welt immer subjektive Anteile,
die sich aus unseren Interessen, unseren Bedürfnissen und unserem
Statusstreben ergeben.


Andererseits werden Konstruktionen oft durch weltseitige
Korrektursignale als unangemessen markiert, was es uns erlaubt,
zwischen unterschiedlichen Konstruktionen zu selektieren. Zu
guter Letzt stelle ich noch kurz Peters Lieblingsmassenhysterie
dar: die Tanzwut.


Viel Spaß beim Zuhören!


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Quellen:


Mein Text zu Naivem Realismus, Relativismus und Moderatem
Konstruktivismus: substack.com/inbox/post/187068647


Kritik an Störung = Diagnose: substack.com/inbox/post/187606868


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Inhalt:


0:00 Einleitung


3:18 Recap Naiver Realismus


9:05 Alternativen zum Naiven Realismus


16:22 Relativismus


27:02 Radikaler Konstruktivismus


30:53 Moderater Konstruktivismus


42:25 Prinzipielle und praktische Prüfbarkeit


46:00 Fazit


48:05 Tanzwut auf Wunsch von Peter Kuhn

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