Wie gefährlich ist Fliegen wirklich, Julia Peukert?

Wie gefährlich ist Fliegen wirklich, Julia Peukert?

Julia Peukert ist seit mehr als 20 Jahren Pilotin. Hier erzählt sie, wo sie besonders gerne landet und wie sie im Cockpit mit dummen Sprüchen umgeht.
44 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche
"In das Fliegen bin ich eher so reingestolpert", sagt Julia Peukert
im Podcast Frisch an die Arbeit. Bis zum Abi hatte sie nie darüber
nachgedacht, Pilotin zu werden. Doch dann schenkten ihr Freunde zum
Geburtstag einen Fallschirmsprung. "Der Sprung war mir eigentlich
egal, aber das Fliegen in dem kleinen Flugzeug fand ich
faszinierend".  Peukert beschloss, sich an einer Flugschule
für die Ausbildung zur Pilotin zu bewerben. "Man sollte gut in
Mathe und Physik sein, eine schnelle Auffassungsgabe haben und sehr
stressresistent sein", erzählt sie. Nach einem komplizierten
Auswahlverfahren wurde Peukert im ersten Anlauf genommen. Heute ist
sie 44 Jahre alt und beschreibt ihren Beruf als "absoluten
Traumjob".  Seit 21 Jahren fliegt die Berlinerin quer über den
Globus. Von ihrer Basis in Frankfurt am Main aus steuert sie für
die Lufthansa-Tochter Discover Airlines mit großen
Passagierflugzeugen die Bahamas, Las Vegas oder Mombasa an. Sie mag
vor allem Flughäfen, die unter Piloten als anspruchsvoll gelten,
weil sie zum Beispiel sehr kurze Landbahnen haben oder in
Bergregionen liegen.  "In Innsbruck erreichst du die Landebahn
erst nach einer Art geführtem Sturzflug", erzählt sie. Für solche
Herausforderungen brauchen die Pilotinnen und Piloten eine
Weiterbildung, Peukert hat sie absolviert. Zuerst sei Fliegen aber
eine Teamleistung, sagt sie. Die Flugbegleiterinnen, das
Bodenpersonal, die Leute in der Technik, im Tower und die Besatzung
im Cockpit, das greife alles ineinander. "Man muss schon ein
besonderer Schlag Mensch sein für diesen Beruf, das vereint uns
alle", sagt sie. Feste Routinen wie jeden Tag Punkt 18 Uhr
Abendessen oder immer im gleichen Bett schlafen seien für die
meisten nicht drin. Peukert ist manchmal mehrere Tage
hintereinander unterwegs, dafür aber auch mal eine ganze Woche bei
ihrer Familie. Sie ist verheiratet und hat zwei Kinder. Für sie
funktioniert dieses Modell gut. Sie findet es schade, dass sich nur
so wenige Frauen auf den Pilotenjob bewerben, sagt sie. Im Podcast
erzählt Julia Peukert, wie sie als Kapitänin im Cockpit mit dummen
Sprüchen umgeht. Ob Jetlags irgendwann zur Gewohnheit werden. Und
wie das Fliegen in Zukunft umweltfreundlicher werden könnte. 
[ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und
-partner finden Sie HIER. [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen
Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser
Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns
nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4
Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot. 

Kommentare (0)

Lade Inhalte...

Abonnenten

15
15