Wie schreibt man einen Fantasy-Bestseller, Katja Brandis?

Wie schreibt man einen Fantasy-Bestseller, Katja Brandis?

Mit der Woodwalker-Reihe ist der Fantasy-Autorin Katja Brandis ein weltweiter Erfolg gelungen. Im Podcast erzählt sie, wie man Jugendliche dazu bringt, weiterzulesen.
46 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen
"Ich muss meine Schreibzeit erobern, verteidigen und genießen",
sagt die Bestseller-Autorin Katja Brandis im Podcast Frisch an die
Arbeit. Mit der Woodwalker-Reihe hat sie mittlerweile über 3,5
Millionen Bücher weltweit verkauft. Ein Drittel ihrer Arbeitszeit
verbringe sie jetzt mit Fanbetreuung, verrät sie. Katja Brandis ist
ein Künstlername, die Autorin heißt eigentlich Sylvia Englert. Sie
wurde 1970 geboren und zählt zu den erfolgreichsten deutschen
Jugendbuchautorinnen. Insgesamt hat sie mehr als 70 Romane
veröffentlicht, die mehr als 20 Woodwalker-Bände wurden in mehrere
Sprachen übersetzt. Außerdem kommt nun der Film Woodwalkers 2 in
die Kinos. Ursprünglich plante Brandis einen Einzelroman für
Jugendliche ab zwölf, den ihr Verlag aber zunächst ablehnte. "Dann
hat sich die Lektorin ein Jahr später gemeldet und gesagt: Dieser
Katzenjunge, der geht mir nicht aus dem Kopf. Und gefragt, ob ich
das vielleicht für Kinder ab zehn Jahren machen könnte", erzählt
sie. Daraufhin habe sie den Roman umgeschrieben.  "Ich hatte
schon das Gefühl, dass es den Kids wirklich gefallen könnte", sagt
Brandis über den ersten Band, "aber dieses Ausmaß hätte ich mir
wirklich nicht träumen lassen". Sie erzählt, dass sie mittlerweile
Leserbriefe aus Kasachstan, Finnland, Spanien oder Südamerika
bekommt. "Ich weiß, dass Leute auf das, was ich schreibe, warten.
Es ist wirklich grandios!" Damit die Kinder immer weiter lesen
wollen, optimierte Brandis ihre Art zu schreiben. "Früher habe ich
Kapitel immer inhaltlich abgeschlossen und das ist eigentlich
blöd", sagt sie. Heute weiß sie: "Man sollte ein Kapitel genau dann
abbrechen, wenn es am spannendsten ist – dann können die Kinder die
ganze Nacht unter der Bettdecke lesen." Angefangen zu Schreiben hat
Brandis schon als Jugendliche. "Schon mit 14 habe ich drei, vier
Romane im Jahr geschrieben, aber die waren halt noch nicht
sonderlich gut." Über Testleser in ihrer Schule und Autorengruppen
habe sie sich weiterentwickelt.  "Beim Schreiben kann man sich
wahnsinnig gut selber ausbremsen", sagt sie. "Erste Fassungen
dürfen schlecht sein." Sie habe "jeden nur denkbaren Fehler schon
mal gemacht, wirklich jeden". Im Podcast erzählt Brandis außerdem,
warum sie Recherchen in der namibischen Wüste und im Regenwald für
unverzichtbar hält, welche Fehler in ihren Büchern sie fuchsig
machen und was für eine Tierwandlerin sie selbst wäre. "Frisch an
die Arbeit" wird jeden zweiten Dienstag veröffentlicht. Es
moderieren im Wechsel Daniel Erk, Hannah Scherkamp und Elise
Landschek. Das Team erreichen Sie
unter frischandiearbeit@zeit.de. [ANZEIGE] Mehr über die
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