Neuer US-Krieg gegen Iran? | Von Rainer Rupp
16 Minuten
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vor 1 Monat
Was bedeutet die neue US-Drohkulisse im Persischen
Golf?
Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Der ehemalige Top-Analyst der CIA Larry Johnson, der schon seit
etlichen Jahren zu einem rigorosen Kritiker der
imperialistischen, kriegslüsternden US-Außenpolitik geworden ist,
hat gestern, Donnerstag, den 29. Januar 2026, in einem
E-Mail-Rundschreiben eindringlich vor der zunehmenden
Wahrscheinlichkeit eines neuen US-Angriffs auf Iran in den
nächsten Tagen gewarnt. Sein Schreiben leitete er ein mit den
Worten:
„Aufgrund der jüngsten Äußerungen von Donald Trump und
verschiedener Mitglieder der iranischen Regierung und des Militärs
steuern wir auf einen neuen Krieg im Persischen Golf zu. Aber es
sind nicht nur die Worte, die mich beunruhigen. Wenn man die
Gesamtheit der aktuell in der Region zusammengezogenen
US-Militärressourcen mit denen vergleicht, die sich vor Israels
Überraschungsangriff auf den Iran im Juni 2025 im Persischen Golf
befanden, dann ergibt sich ein sehr bedrohliches Bild“, so Johnson.
Nun wäre es nicht das erste Mal, dass die Kriegstreiber in
Washington in den letzten Jahren immer wieder mal eine
erschreckende Drohkulisse gegen Iran in der Region aufgebaut
haben. Wie zum Beispiel in der 2011-2012 Krise, als unter
Präsident Obama das Pentagon drei kampfbereite
Flugzeugträger-Schlachtgruppen in Reichweite der iranischen Küste
zusammengezogen hatte. Aber auch damals – Irans
Verteidigungsfähigkeiten waren noch weitaus schwächer als heute –
gab es starken Widerstand innerhalb des Pentagons und der
Stabschefs der US-Waffengattungen gegen einen Krieg mit Iran, der
den US-Streitkräften und der US-Wirtschaft hohe Verluste
versprach.
Da Kriege zwischen Staaten nie einfach so aus dem Nichts
passieren, wie die West-„Eliten“ in Politik und Medien uns im
Fall der Ukraine weismachen wollen, weil Putin eines langweiligen
Tages aus einer bösen Laune heraus nichts Besseres zu tun hatte,
als einen Krieg anzufangen, weil also jeder Krieg eine
Vorgeschichte hat, wollen wir uns auch diese im Zusammenhang des
US-Iran-Konfliktes kurz ansehen.
Der politische Hintergrund
Ausschlaggebend für die Entwicklung in dieser Region war die
US-Deklaration Anfang der 50er Jahre, dass der Raum um den
Persischen Golf „von vitalem Interesse“ für die Sicherheit der
Vereinigten Staaten ist. Dies ist die höchst-mögliche
Sicherheitseinstufung und bedeutet, dass Washington seither -
egal unter welchem US-Präsident – bereit war, sowohl mit
sogenannten „verdeckten Operationen“ als auch mit offener
militärischer Gewaltanwendung die US-Kontrolle über diese Region
mit allen Mitteln zu „verteidigen“. Mit dem US-initiierten Sturz
des ersten, demokratisch gewählten, iranischen
Ministerpräsidenten Mohammed Mossadek und der anschließenden
Einsetzung des US-hörigen, tyrannischen Folterregimes des fake
„Schahs von Persien“, des ehemaligen Unteroffiziers „Mohammed
Reza Pahlevi“, hatten die USA 1953 mit großer Brutalität ihren
Anspruch auf die Beherrschung der Region auch in der blutigen
Praxis unterstrichen.
Zuvor hatte Mossadek im Mai 1951 den Briten die Kontrolle über
das iranische Öl entrissen und es zum Staatsbesitz erklärt.
London bat insbesondere die USA um Hilfe. Washington operierte
verdeckt und schickte den CIA-Agenten Kermit Roosevelt, ein
Experte in psychologischer Kriegsführung, als Leiter der
Operation nach Teheran. Der bestach mit Erfolg die kaiserlichen,
iranischen Offiziere. Ein verfrühter Putschversuch der
kaiserlichen Garde gegen Mossadek scheiterte jedoch.
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