Krieg gegen Russland – Soziales blutet | Von Rainer Rupp

Krieg gegen Russland – Soziales blutet | Von Rainer Rupp

15 Minuten

Beschreibung

vor 3 Wochen

Deutschlands Krieg gegen Russland bedeutet, Soziales muss
bluten.


Ein Kommentar von Rainer Rupp.


Die Kriegshetzer sind auf das Mittun einer in Russenpanik
versetzten Bevölkerung angewiesen. Der Arbeitnehmerflügel der CDU
warnt vor „Verarmung“ der Gesellschaft.


Der charismatische CDU-Kanzler Friedrich Merz, ehemaliger
BlackRock-Germany-Chef und Multimillionär, der sich am liebsten
in einem seiner zwei Privatflugzeuge von Termin zu Termin durch
die Lüfte schwingt, hat unerwartet eine soziale Ader bei sich
entdeckt. Allerdings ist es nicht die Sorge um die Wohlfahrt des
gemeinen Volkes, die ihn dazu treibt, sondern es geht darum, das
sozialpolitische Schlachtfest der verschiedenen Arbeitsgruppen
des CDU-Arbeitgeberflügels mit Blick auf die bevorstehenden
Wahlen wenigstens verbal etwas zu bremsen.


Vor dem großen CDU-Bundesparteitag Ende Februar in Stuttgart
überbieten sich nämlich aktuell die verschiedenen
CDU-Parteigruppen in einem wahren Wettbewerb der sozialen
Grausamkeiten. Der Wirtschaftsrat, dieser Hort neoliberaler
Träume, in denen der Gewinner alles für sich selbst nimmt,
fordert allen Ernstes:


Arbeitslosengeld nur noch ein Jahr.

Rentenkürzung durch erneute Erhöhung des
Renteneintrittsalters. Wer also früher gesundheitlich schlapp
macht, bekommt dann nur noch eine entsprechend gekürzte Rente.
Die Alternative ist mit dem Rollator zur Schicht!

Weiter verlangt der CDU-"Wirtschaftsrat e. V." – neben der
Abschaffung weiterer Sozialleistungen –, dass die Krankenkassen
in Zukunft nicht mehr die Kosten von Zahnbehandlungen tragen
sollen? Zahlt also alle selbst, ihr Faulpelze! Und wer das nicht
kann, muss halt weniger lachen, anstatt sein Gebiss voller
dunkler Lücken zu zeigen. Das hätte auch den Vorteil, dass man im
Bus, in der Bahn oder auf der Straße viel schneller den sozialen
Status seines Gegenübers einschätzen könnte.



Derweil warnt Frau Gitta Connemann von der CDU-Mittelstandsunion
vor der horrorhaften „Lifestyle-Teilzeit“. Ja, wer will schon
freiwillig weniger arbeiten, z.B. um die Arbeitszeit mit der
Notwendigkeit zur Betreuung von Kindern oder von bejahrten oder
behinderten Eltern zu balancieren? Solche Luxusprobleme gehören
verboten! Denn Deutschland muss wieder „fit gemacht“ werden. Die
wirtschaftsnahen CDU-Gruppen haben die Schuldigen für
Deutschlands stotternde Wirtschaft längst ausgemacht: Die faulen
Arbeiter und Angestellten. Die müssen – notfalls mit
Zwangsmaßnahmen - wieder dazu gebracht werden, mehr und länger zu
arbeiten, und zwar für weniger Geld, bzw. weniger Kaufkraft. Die
Merz’schen „Reformen“ werden es möglich machen.


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