Dr. Jörg-Heiner Möller: Wir haben ein System, das sich gegenseitig deckt

Dr. Jörg-Heiner Möller: Wir haben ein System, das sich gegenseitig deckt

54 Minuten

Beschreibung

vor 1 Woche

Dr. Jörg-Heiner Möller erhebt schwere Vorwürfe gegen das
Gesundheitssystem: Der Kardiologe und frühere Chefarzt schildert
seine Erfahrungen aus der Pandemie, berichtet von der Erkrankung
seiner Partnerin nach der Impfung und von Hunderten Patienten mit
Post-Vac/Post-Covid. Er spricht von einem System, das „sich
gegenseitig deckt“ – und fordert endlich Aufklärung.


Der Kardiologe und Internist Dr. Jörg-Heiner Möller war bis vor
kurzem Chefarzt in einem kleinen Krankenhaus in Burglengenfeld in
Bayern und verfügt über langjährige Berufserfahrung in der
Kardiologie, der Inneren Medizin und der Transplantationsmedizin.
Sein Krankenhaus war eines der ersten, das ab März 2020 schwerst
an Covid 19 Erkrankte behandelte: die Intensivstation geriet für
ein bis zwei Monate an ihre Kapazitätsgrenzen, Patienten,
vorwiegend Ältere, verstarben rasch an Lungenversagen, das
medizinische Personal konnte den rasanten Krankheitsverläufen nur
hilflos zusehen. Die Situation war aus seiner Sicht „hoch
bedrohlich“ und die Angst vor einem Zusammenbruch des
Gesundheitssystems stets präsent.


Verzweifelt über die schweren und schwersten Krankheitsverläufe
entwickelte Dr. Möller in Kooperation mit einem Anästhesisten ein
intensivmedizinisches Therapiekonzept, das mit der Gabe von
hochdosiertem Cortison arbeitete. Der Erfolg war frappierend, das
Verfahren funktionierte, es waren keine Toten mehr zu beklagen.
Da dies seiner Erfahrung nach „eine Möglichkeit
gewesen“ wäre, „das Lungenversagen abzupuffern“,
veröffentlichte er über diese Methode ein Paper, schrieb an
Minister Spahn, an Karl Lauterbach, an Christian Drosten, an
verschiedene Unikliniken, sowohl national als auch international,
in der Hoffnung, dadurch einen wichtigen Hinweis auf die Therapie
der schweren Krankheitsverläufe zu geben. Jedoch musste er die
irritierende Erfahrung machen, dass seine Erkenntnisse nicht
ernst genommen wurden: „Ich hab nie eine Antwort gekriegt.“


Nach Beginn der aus seiner Sicht erlösenden Impfkampagne – er
war, da zur Risikogruppe gehörend, einer der ersten in
Deutschland, der sich die vermeintlich rettende Spritze geben
ließ – fiel ihm zunehmend auf, dass in seiner Ambulanz vermehrt
sowohl geimpfte als auch postinfektiöse Menschen vorstellig
wurden, die an unerklärlichen Müdigkeits- und
Erschöpfungssymptomen, verbunden mit Schmerzen und kognitiven und
kardialen Problemen litten. Der unbefriedigende fachliche
Austausch mit örtlichen Hausärzten über dieses Erkrankungsmuster
– diese Patienten wurden von den Kollegen als psychosomatisch
erkrankt fehldiagnostiziert – war ein erster Impuls, über diese
für ihn neuartige Erkrankung nachzudenken.


Ein persönlicher Schicksalsschlag, nämlich die schwere, nach
einer Covid-Impfung aufgetretene Erkrankung seiner
Lebenspartnerin, war für Dr. Möller ein weiterer Impuls, sich
vermehrt und intensiv mit Post-Covid und Post-Vac
auseinanderzusetzen:


„Meine Partnerin ist nach der Impfung schwer krank geworden, ist
unerklärlich müde gewesen, …hatte kognitive Störungen und wurde
nach kurzer Zeit berufsunfähig. Und da fing ich dann an
nachzudenken, was das für eine Erkrankung ist, und … machte …
mich auf den Weg, diese Erkrankung zu verstehen…. Wenn Sie sehen,
wenn ein Mensch von jetzt auf gleich kaputt geht, was anderes
fällt mir nicht ein. … Wenn Sie jeden Tag das Elend zu Hause
sehen, wenn Sie jeden Tag sehen, wie ein Mensch vorher war, was
da mit ihm passiert ist, wenn Sie jeden Tag sehen, dass das Glück
aus dem Leben eines Menschen verschwindet, dass jemand, der
vorher positiv war und ein glücklicher Mensch, auf einmal völlig
fertig ist, Suizidgedanken hat, wenn Sie das sehen, dann können
Sie nicht mehr sagen Post Vac gibt’s nicht. … Wenn Sie damit
konfrontiert sind im persönlichen Bereich, dann werden Sie
natürlich sensibilisiert“


und beginnen zu ahnen, dass „die Impfung schädlich sein
könnte.“


So begab Dr. Möller sich auf die Reise, die neuartige Krankheit
Post-Covid/Post-Vac und die betroffenen Patienten zu verstehen.
Dazu war es notwendig, jenseits der gängigen Denkmuster von
Ausschlussdiagnostik, Laborwerten und Apparatemedizin
nachzudenken, zu untersuchen, nachzufragen. Schnell wurde ihm
bewusst:


„Was hier abgelaufen ist ist, dass in großem Maße eine neue
Erkrankung entsteht, die nicht gesehen werden will und die man
nicht versteht.“


Zunehmend kristallisierte sich aus seinem Patientenklientel
heraus: 1/3 der Patienten, die sich hilfesuchend an ihn wandten,
waren an Post-Covid erkrankt, 2/3 an Post-Vac. Klinisch
differenzierte er zwischen den beiden Gruppen nicht, denn gemein
war ihnen eine gleichartige Symptomatik, nämlich Erschöpfung,
Gelenkschmerzen, Muskelschmerzen, Sehstörungen, Kopfschmerzen,
kognitive und kardiale Probleme, ein Zusammenhang mit den
Spike-Proteinen, sowie eine Erhöhung der agonistischen
Rezeptorantikörper in 94% der Fälle. Gemein war ihnen auch, dass
eine Vielzahl derer von ärztlichen Kollegen als psychisch krank
fehldiagnostiziert wurde. Denn: „Was ist einfacher als zu
sagen, das ist auf der psychosomatischen Schiene.“ Die
Zuweisung zu falschen Therapieansätzen, die die Betroffenen
überfordern, sind die logische, und für die Patienten tragische
Folge.


„Dass wir eine immens höhere Zahl an chronischen Impfschäden
haben, als das zugegeben wird,“ wurde in seiner täglichen
Arbeit immer deutlicher. Dabei handelt es sich um Menschen, die
aufgrund ihrer Erkrankung nicht mehr fähig sind, ihr Leben
selbstbestimmt zu leben, die nicht mehr fähig sind, sich im
Dschungel der Behörden und Anträge zurechtzufinden, die in große
finanzielle Not geraten, deren Therapien nicht bezahlt werden,
die vom System nicht gesehen werden, deren Leben „aus der
Bahn“ geraten ist.


So wandte er sich als Arzt, der sich in der Verantwortung für
seine Patienten sieht, an das Paul-Ehrlich-Institut PEI, um
seine Beobachtungen der hierfür zuständigen Behörde mitzuteilen.
Dieser Austausch mit dem PEI ließ Dr. Möller in
Abgründe blicken: Keiner seiner Patienten war
beim PEI als Impfschaden anerkannt, und tauchte daher
nicht als Impfschaden in der Statistik auf.
Das PEI habe keine eigene Statistik gemacht, sondern
vielmehr die Statistik der Impffirmen übernommen, so Dr. Möller.


„Das ist der nächste Skandal. Da hat man den Bock zum Gärtner
gemacht. … Von Impfstoffsicherheit und Überwachung kann hier
nicht die Rede sein.“


Die logische Folgerung für ihn ist:


„Dann muss die Zahl der tatsächlichen Impfschäden um Dimensionen
höher sein. … Es ist offensichtlich nicht gewollt gewesen, dass
die Impfschäden in dem Ausmaß, in dem sie bestehen, publik
werden. … Ich sehe einfach die Patienten, und ich sehe die
Aussage von Herrn Cichutek, der gesagt hat, es gibt keine
chronischen Impfnebenwirkungen bei der Corona Impfung. … Das ist
unfassbar anders verglichen mit der Wirklichkeit, die ich vor Ort
gesehen habe.“


Das Procedere bei der Impfschadensanerkennung ist ein möglicher
Grund für die Nichtanerkennung der Schäden: Die Ärzte des hierfür
zuständigen medizinischen Dienstes, laut Dr. Möller
nicht „die hellsten Kerzen im Leuchter, das ist ein bequemer
Job“, sehen den Antrag der Betroffenen,


„die zitieren das PEI, die sagen, das ist nur verschwindend
gering, die zitieren das PEI, Post Vac ist nicht definiert,
da die Unis darüber nicht forschen, … dann lehnen sie das ab mit
den allerdümmsten Argumenten,…, machen sich nicht die notwendige
Mühe, machen sich nicht selber ein Bild, sondern reagieren nur
bürokratisch.“


Möller beklagt, dass er noch von keinem medizinischen Dienst
gehört habe,


„dass man sich mit der Erkrankung selbst beschäftigt hat. Es wird
nur bürokratisch argumentiert und dann geht es weiter bei der
Impfschadensanerkennung, da ist die gleiche Argumentationskette,
indem sie sagen das PEI hat es nicht anerkannt, es gibt
keine Veröffentlichung der Universitäten, das Krankheitsbild ist
nicht definiert, also kann es nicht sein, also wird es abgelehnt,
und weil sie es ablehnen kommt die Meldung dann natürlich nicht
ans PEI. Wir haben ja ein System, das sich gegenseitig
deckt. Die Versorgungsämter bei der Impfschadensregistrierung
lehnen ab und deswegen sagt das PEI, wir prüfen das ja nicht
klinisch und bei uns wird kein Risikosignal sichtbar und die
Wirklichkeit sieht gänzlich anders aus.“


Dabei sei und das sei schockierend, eigentlich seit 2018 durch
ein Paper des Nobelpreisträgeres Weissmann bekannt, dass die
mRNA-Technik bei Patienten Autoimmunerkrankungen, diffuse
Entzündungsreaktionen, Störungen der Blutplättchenfunktion und
Thrombusformation auslösen könne und diese Patienten vor der
Impfung zu identifizieren seien. Also geht Möller davon aus, dass
das PEI , „da sitzen ja Profis“, von dieser Gefahr
gewusst habe.


„Wenn das PEI von dieser Gefahr wusste, vor der
Impfkampagne, gehört es zu den Aufgaben des PEI, die Praxen
zu sensibilisieren, ob diese Impfnebenwirkungen auftreten und in
welchem Maße sie auftreten. … Wenn das PEI früh gewarnt
hätte, wäre die Kampagne vielleicht ein halbes Jahr gelaufen, und
wir haben nun hochgerechnet eine halbe Million Impfschäden in
Deutschland. Mindestens“,


so Dr. Möllers Einschätzung.


Dr. Möller hat seine Erfahrungen in dem Buch „Post Vac- Die
vertuschte Katastrophe“, erschienen im Novum Verlag,
‎ ISBN 978-3711601766, verarbeitet und über seine
Erfahrungen der vergangenen Jahre reflektiert:


„Ich verstehe es nicht, warum Kollegen vor Ort nicht mehr Alarm
geschlagen haben, …warum die Post Vac Ambulanz in Marburg nicht
früh Alarm geschlagen hat, hätte sie machen müssen, … . Ich würde
es in einer Dikatur verstehen, … . Aber wir leben in einem
freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat. … Dass man kollektiv
wegkuckt ist etwas, das ich unerträglich finde.“


Daher bezeichnet er sein Buch als Schrei:


„Wenn Sie das kritisch reflektieren, müssen Sie sagen, dass Sie
vor einem gewaltigen System stehen, das die Wahrheit unterdrückt.
… Da hilft nur ein Schrei.“


So soll sein Buch eines sein,


„das wachrütteln soll und das ganze System analysieren soll, was
dazu geführt hat, dass wir jetzt mindestens eine halbe Million
schwer betroffener chronischer Impfkranker haben in Deutschland.“


So fordert er abschließend ein zentrales Institut, das sich
„dieses Themas endlich annimmt“ und die Bildung eines
Untersuchungsausschusses.


„Wir haben jetzt 3 Jahre verschlafen aus politisch Correctness
und das allein ist ein Verbrechen. … Es kann nicht sein, dass
Leute Bundesverdienstkreuze bekommen, wo ich denke, die gehören
eher angeklagt.“


Abschließend bedanken wir uns bei Dr. Möller für seine
Gesprächsbereitschaft, seine Offenheit und seinen Mut.


Medizinisches Fachpersonal, das ähnliche Erfahrungen gemacht hat,
bitten wir, uns diese mitzuteilen. Kontaktaufnahme ist möglich
über info@mwgfd.org. Vielen Dank!

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