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39 Minuten
Im Gespräch mit Johannes Clasen erzählt Veronika Waltl die Geschichte ihres Sohnes Markus. Er war ein Sportler wie aus dem Bilderbuch – staatlich geprüfter Skilehrer, Snowboardlehrer, Windsurfer und Mountainbiker. Für seinen Beruf hätte er sich nicht impfen lassen müssen. Doch um in seiner früheren Skischule auszuhelfen, ließ er sich unter Druck zweimal impfen – und erkrankte anschließend zunächst akut. Wochenlang war er körperlich stark geschwächt. Am 12. Juni 2022 brach er am Abend plötzlich und unerwartet zusammen und starb.

Der Pathologe Arne Burkhardt fand das Impf-Spike-Protein in seinen Gefäßwänden und hielt die Impfung „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ für die Todesursache. Markus’ Mutter, selbst nicht gegen Corona geimpft, versprach ihrem Sohn an seinem Totenbett, die Wahrheit über seinen Tod ans Licht zu bringen. Auf diesem Weg wird sie vom Allgemeinmediziner Prof. a.D. Dr. Andreas Sönnichsen begleitet, der wegen seines Einsatzes für die Aufklärung selbst verfolgt wird und Markus’ Tod im Gespräch medizinisch einordnet.

Ein Sportler wie aus dem Bilderbuch

Wenn Veronika von ihrem Sohn erzählt, entsteht das Bild eines Mannes, der in der Natur zu Hause war. Markus, 48 Jahre alt, war staatlich geprüfter Skilehrer, Snowboardlehrer, Windsurfer und Mountainbiker. Zuletzt arbeitete er im Außendienst für Tischlereibedarf und war, wie seine Mutter sagt, „eigentlich gesund“. Für seine Arbeit, betont seine Mutter, „wäre es nicht unbedingt notwendig gewesen, sich impfen zu lassen“.

„Dann musst du dich impfen lassen“

Der Druck kam von außen. Im Dezember 2021 fragte ihn sein ehemaliger Skischulchef, ob er über die Feiertage aushelfe – Privatgäste wollten unbedingt ihn. Die entscheidende Frage folgte sofort: „Bist du geimpft?“ Da Markus verneinte folgte die unmissverständliche Aufforderung: „Oh, dann musst du dich impfen lassen.“ Widerwillig ging Markus zum Hausarzt, der auf sein eigenes Beispiel verwiesen habe: Er habe seine Familie impfen lassen, er vertraue der Wissenschaft. Und so ließ Markus sich schließlich entgegen seinem Gefühl impfen – mit dem modRNA-Impfstoff von BioNTech: die erste Dosis Anfang Dezember, die zweite zwei Tage vor Weihnachten. Der Abstand betrug nur rund drei Wochen, obwohl üblicherweise ein Abstand von vier Wochen vorgesehen gewesen sei. Es habe „pressiert“, so Veronika.

Drei Wochen „kampfunfähig“

Auf die zweite Spritze reagierte sein Körper heftig: sofort hohes Fieber, danach „drei Wochen einfach kampfunfähig“ im Bett. Markus litt doppelt: körperlich unter seiner fehlenden Kraft und seelisch darunter, dem Druck nachgegeben zu haben. Andreas Sönnichsen ordnet die Beschwerden als typischen Postvakzin-Schaden (Post-Vac-Syndrom) ein:

„Leistungsmangel, Müdigkeit, Brain Fog  […]  ein insgesamt beeinträchtigtes Wohlbefinden und eine stark beeinträchtige Leistungsfähigkeit, bis hin zu tatsächlich dieser körperlichen Beeinträchtigung, die ja zum Beispiel hinweisen kann auf eine chronische Myokarditis, wo dann einfach die Herzleistung nicht mehr da ist.“

Der letzte Tag

Der 12. Juni 2022 war ein traumhaft schöner Tag. Am Morgen rief Markus seine Mutter an, ob sie mit ihm auf den Berg fahre – sie war schon unterwegs. Also lieh er sich von einem Freund einen zweiten E-Bike-Akku, weil er es „ohne zweiten Akku […] sowieso nicht geschafft“ hätte. „Wo ich einen halben brauche“, erinnert sich Veronika. Anschließend fuhr er nach Hause, aß etwas und fuhr zum Windsurfen auf den See. Ein Freund war dabei und sah, dass etwas nicht stimmte: „Du bist ganz grau im Gesicht.“ Sie fuhren zurück an Land, Markus musste sich übergeben. Dann setzte er sich ans Ufer auf ein

„Bankerl, […] „hat zu röcheln, begonnen, ist zur Seite gefallen und gestorben.“

Ein Versprechen am Totenbett

Für Veronika Waltl stand die Ursache sofort fest. Schon vorher hatte Markus zu ihr gesagt:

„Mama, mir geht es oft so schlecht, kann man da etwas klären?“

Klären konnte er es nicht mehr selbst – also übernahm sie es. Unter Tränen sagt sie:

„Ich habe ihm das am Totenbett versprochen, dass ich das versuche zu klären. […] Das ist jetzt mein Auftrag für ihn.“

Markus starb an einem Sonntag um halb sieben Uhr Abends. Um halb neun rief Veronika Andreas Sönnichsen an. Gemeinsam kamen sie zu dem Schluss, dass eine Obduktion notwendig sei, um Klarheit über den plötzlichen Herztod zu bekommen – und vor allem Gewebeproben, die an den Pathologen Prof. Arne Burkhardt nach Reutlingen gehen sollten. Denn dass die reguläre Pathologie der Krankenhäuser möglichen Zusammenhängen mit der Impfung nicht nachgehen würde, war für Sönnichsen absehbar:

„Man durfte ja als Arzt gar nicht sagen, dass irgendwas von der Impfung kommt. Da bist du ja sofort von der Ärztekammer verfolgt worden. Wenn du irgendwas gegen die Impfung gesagt hast, dann bist du ja […] sofort disziplinarisch verfolgt worden.“

Was die Klinik verschwieg

Die Befürchtung bestätigte sich. Im Bericht der lokalen Klinik stand über die Impfung „nicht ein Sterbenswort“. Stattdessen eine Diagnose, die es medizinisch gar nicht gibt:

„Da stand ‚chronischer Herzinfarkt‘. Und einen chronischen Herzinfarkt gibt es nicht – ein Herzinfarkt ist immer akut.“

Für Sönnichsen ein verräterisches Detail:

„Daran merkt man, dass sie genau wussten, was Sache ist – aber sie haben es nicht geschrieben.“

Die Gewebeproben zu Professor Burkhardt zu bringen, entwickelte sich für Veronika zu einem regelrechten Kraftakt. Das Labor meldete immer wieder, es seien keine Proben angekommen. Sie schrieb Mails mit Sende- und Lesebestätigung an das Krankenhaus, telefonierte, stellte beim zehnten Anruf ein Ultimatum:

„Entweder ihr schickt es jetzt, oder ich gehe den Rechtsweg – weil das war der letzte Wunsch von meinem Sohn.“

Erst dann wurden die Proben verschickt. „Die haben deutlich zu erkennen gegeben, dass sie das eigentlich nicht machen wollten“, sagt Sönnichsen.

„Da würde ihnen ja jemand auf die Finger schauen.“

Der Befund von Professor Burkhardt (†)

Burkhardt, der sich darauf spezialisiert hatte, impfbedingte Spike-Schäden im Gewebe nachzuweisen – und das impfinduzierte Spike-Protein vom natürlichen zu unterscheiden –, fand bei Markus eine floride Herzmuskelentzündung und entzündete Gefäßwände, weil sich das Spike-Protein im Endothel, der inneren Gefäßwand, abgelagert hatte. Sein Fazit ist eindeutig:

„Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist die Impfung kausal für den plötzlichen Herztod verantwortlich.“

Der Fall ist dokumentiert – als Fall 66 in dem Buch von Dr. Ute Krüger, das die von Arne Burkhardt aufgearbeiteten Fälle sammelt. Für Veronika bedeutet der Befund vor allem eines: Gewissheit.

„Ich bin einfach dem Andreas so zu Dank verpflichtet, weil ohne ihn wäre das nicht geklärt worden“,

sagt sie. Eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wien, eingebracht über den Rechtsanwalt Dr. Ortner, liegt seit über einem Jahr mit Aktenzeichen vor – abgewiesen ist sie nicht, aber: „Da läuft nichts.“

Wie der Impfstoff dem Körper schadet

Andreas Sönnichsen erklärt, warum das modRNA-Konzept für ihn grundsätzlich verfehlt ist. Die künstliche, modifizierte mRNA werde über Milliarden winziger Fett-Transporter (Lipid-Nanopartikel) im ganzen Körper verteilt und zwinge die Zellen, das toxische Spike-Protein herzustellen – „statt dass die Zelle die Proteine produziert, die sie eigentlich selber braucht“. Das Spike-Protein gelange ins Gewebe und in die Blutbahn und entfalte überall seine Wirkung – in Muskel, Nerv, Gehirn, Haut:

„Das erklärt […] auch die vielfältigen Symptome, die die Impfgeschädigten nach der Impfung beschreiben. […] Hautsymptome, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, dann die neurologischen Ausfälle, also Gefühlsstörungen, Missempfindungen, Brain Fog, Konzentrationsstörungen, also die Gehirnleistung wird beeinträchtigt und so weiter.“

Hinzu kämen Autoimmunphänomene, die sich verselbstständigen und bestehen bleiben. Autoimmunerkrankungen würden

„sozusagen getriggert durch die Virusinfektion oder durch die Impfung und die Autoimmunphänomene persistieren dann aber, also die bleiben bestehen.“ 

Bei manchen Patienten sei das Spike-Protein sogar noch zwei Jahre nach der Impfung im Blut nachweisbar. Auch habe es Long-Syndrome nach Infekten immer schon gegeben, Long-Covid gebe es, „natürlich auch, keine Frage.“ Denn:

„Long-Influenza, Long-Epstein-Barr und so weiter gab es ja auch schon vorher. Das ist ja nichts Neues jetzt, dass das erst bei Covid aufgetreten ist.“

Da die Geimpften auch alle Covid bekommen hätten, sei das Post-Vac-Syndrom „eben […] als Long Covid“ umdefiniert worden, so Sönnichsen. So sei das gängige Narrativ der Ärzteschaft:

„Ja, das steckte schon in Ihnen. Die Impfung hat damit nichts zu tun.“

Zudem gebe es _„ja viele Impfgeschädigte, die den eigenen Impfschaden leugnen.“ _

Sönnichsens Haltung dazu ist klar:

„Das ist Wahnsinn. Es ist Wahnsinn. Man denkt, das gibt es nicht, aber es ist leider wirklich so.“

„Mein Vertrauen in diese Praxis ist weg“

Veronika selbst hatte sich von Anfang an gegen die Impfung entschieden – aus „Hausverstand“. Nach dem Tod ihres Sohnes stellte sie ihren Hausarzt zur Rede. Als sie erfuhr, dass dort weiter geimpft werde und „Aufklärung“ bedeute, dass der Patient nur „kommen und unterschreiben“ müsse, zog sie einen Schlussstrich:

„Danke, diese Antwort genügt mir. Mein Vertrauen in diese Praxis ist weg. Ich bin heute das letzte Mal da.“

Warum viele Ärzte schwiegen

Warum so viele Ärzte mitmachten, beantwortet Sönnichsen unverblümt: Druck der Ärztekammer – und Geld. Viele, die gezweifelt hätten, hätten, „das Maul gehalten, um sich nicht zu exponieren“. Und wer einmal tausende Impfungen gesetzt habe, könne den eigenen Fehler kaum noch eingestehen:

„Wer ein paar tausend Impfungen gemacht hat und den Porsche […] vor der Tür stehen hat, der kann ja nicht mehr in den Spiegel schauen, wenn er das zugeben würde. Der muss weiter glauben, dass diese Impfung ein Segen für die Menschheit war.“

Er rechnet es vor: In Österreich habe die erste Impfung 25, die zweite 20 Euro gebracht. Ein Kollege habe sich in einem Zeitungsinterview – in dem er Sönnichsen als „Verschwörungstheoretiker“ diffamierte – damit gebrüstet, an einem einzigen Samstag 300 Menschen geimpft zu haben: 7.500 Euro an einem Tag.

„Die haben in der Woche […] teilweise […] Zusatzeinkommen von 20.000 Euro gehabt. Pro Woche. 80.000 im Monat. Da ist in einem Monat schon ein schönes Auto verdient. In einem Monat.“

Die Cleveland-Studie aus den USA

Für die Cleveland-Studie, die Andreas Sönnichsen in seinen Vorträgen immer zeigt, wurden 30.000 Beschäftigte im Gesundheitswesen sechs Monate beobachtet. Das Ergebnis sei gewesen: je öfter geimpft wurde, desto mehr Covid-Erkrankungen traten auf: von 4 Prozent bei Ungeimpften bis 12 Prozent bei mehr als dreimal Geimpften innerhalb eines halben Jahres Beobachtungszeit. Die Autoren hätten, so Sönnichsen, dazu nur geschrieben: „Wir können es uns nicht erklären. Das muss noch näher untersucht werden.“

Bestraft für Vorsicht

Dass es Sönnichsen ernst meint, bezahlt er teuer. Für vorläufige Impfbefreiungs-Atteste wurde er zu insgesamt 40.000 Euro Disziplinarstrafe verurteilt; seine Verfahren liegen beim Verwaltungsgerichtshof. Der Vorwurf: Er habe die Atteste ausgestellt, ohne die Patienten zu untersuchen. Dabei habe sein Attest lediglich besagt, dass eine Allergie gegen Bestandteile des Impfstoffs nicht ausgeschlossen werden könne, weshalb bis zur Klärung der Verträglichkeit vorläufig nicht geimpft werden solle. Der Richter, der ihn zweimal freisprach, habe die Vertreter der Ärztekammer gefragt, welche Untersuchung hierfür nötig gewesen wäre – eine Antwort seien sie schuldig geblieben:

„Die Ärztekammer hat […] keine nennen können, […] weil es gar keine gibt.“

Sönnichsens Fazit: „Weil nicht sein kann, was nicht sein darf“, habe man sich „Hilfe in der Politik“ geholt.

„Also das Bundesministerium hat sich sozusagen als quasi Nebenkläger und Nebengutachter in den Prozess eingeschaltet. Es ist ein rein politisches Urteil.

Links, grün – und plötzlich „rechtsradikal“

Beide widersprechen dem Etikett, das Kritikern der Corona-Maßnahmen gern angeheftet wird. Veronika, nicht gegen Corona geimpft und nie an Corona erkrankt, war Vertreterin im Pensionistenverband und Mitglied in der Sozialistischen Partei Österreichs. Unterstützung habe sie in dieser schweren Zeit weder von ihrer Partei noch vom Pensionistenverband erhalten, sodass sie schließlich nach 40 Jahren die Partei verlassen habe. Sönnichsens Erfahrung ist ähnlich, vergleichbar einem „Joke“: In den 80ern in der Friedensbewegung, gegen Atomkraft, für die Umwelt, bei den frühen Grünen, galt er als linksradikal.

„Heute habe ich immer noch die gleichen Einstellungen. Ich bin immer noch Pazifist, ich bin immer noch für Umweltschutz, ich bin immer noch für Ehrlichkeit und Wahrheit und vor allen Dingen in der Medizin. Jetzt ist das rechtsradikal. Das ist schon spannend. Hauptsache man kann irgendwie auf die Leute, die dem Narrativ im Wege stehen, draufhacken.“

„Ich möchte das in die Welt tragen“

Am Ende des Gesprächs wirft Johannes Clasen die Frage auf, ob „irgendwann vielleicht doch in der Gemeinschaft, in der Gesellschaft ankommt, was da passiert ist?“

Andreas Sönnichsen sieht die Zahl der kritischen Stimmen wachsen und ist überzeugt, dass wir „gesellschaftlich auf dem richtigen Weg sind.“ Gleichzeitig beobachtet er jedoch, dass viele Menschen das Thema lieber meiden:

„Die Menschen wollen das nicht. Sie wollen sich mit diesen Dingen nicht auseinandersetzen. Ich glaube, weil bei vielen schon auch das mulmige Gefühl da ist, ich habe da einen Fehler gemacht, ich habe da eigentlich falsch entschieden. Und das zuzugeben und das auch für sich selber aufzuarbeiten, das fällt vielen Menschen sehr, sehr schwer“.

Wer eine Aufarbeitung vorschlage, höre häufig nur:

„Ach ne, das ist doch vorbei. […] Fang mal damit nicht wieder an.“

Auch Veronika erlebt diese Reaktionen in Gesprächen immer wieder:

„Die klammern sich an dem fest, an dem Narrativ.“

Umso wichtiger ist es, dass Veronika Waltl den Mut gefunden hat, ihre Geschichte zu erzählen und damit einen wertvollen Beitrag dazu zu leisten, dass unsere Gesellschaft wieder lernt, über das Geschehene zu sprechen. Unter Tränen fasst sie zusammen, warum sie all das auf sich nimmt:

„Ich möchte das einfach in die Welt tragen. […] Das ist meine Aufgabe.“

Möge das Versprechen, das sie ihrem Sohn gegeben hat, viele Menschen erreichen und zum Nachdenken anregen. Mögen ihre Worte Gehör finden. Möge ihr Mut dazu beitragen, dass das Schweigen einem ehrlichen Dialog weicht und sich Vergleichbares niemals wiederholt.
1 Stunde 3 Minuten
Winfried Straub, ist Doktor der Meteorologie und Mitarbeiter einer Landesumweltbehörde in NRW — ein Mensch, der sein Leben dem klaren Denken verschrieben hat. Er las Wodarg, Bhakdi und die Heinsberg-Studie, er schrieb dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, er ließ seinen Sohn von der Maske befreien. Und trotzdem ließ er sich impfen – aus Verantwortung für seine Familie. Heute lebt er mit Tinnitus, einer überstandenen Lungenembolie und der Gewissheit, einem Plan aufgesessen zu sein. Seine Geschichte ist die eines Mannes, der alles richtig dachte, am Ende doch in die Enge getrieben wurde und eine falsche Entscheidung traf, die sein Leben und das seiner Familie stark veränderte.

Ein Leben in der Natur

Wer Winfried verstehen will, muss zurück an den Anfang. Er ist ein Mensch, der die Weite braucht.

„Ich brauche die Natur, ich brauche die Freiheit draußen, mich bewegen zu können. Räume werden mir relativ schnell zu eng.“

Schon als Kind suchte er das Freie, später kamen die Abenteuersportarten – heute würde man Risikosportarten sagen: Klettern, Bergsteigen, viele Jahre Segelfliegen, mehrere Privatpiloten-Lizenzen. Aus der Fliegerei wuchs das Interesse an der Meteorologie und daraus sein Studium.

Als die beiden Söhne kamen – bei Beginn der Pandemie sieben und vier Jahre alt – wurde die Familie wieder aktiv: Deutscher Alpenverein, Klettern in der Halle und am Fels, Wandern, Radfahren. Einen Fernseher gibt es im Haus seit Langem nicht. Man informiert sich anders, und die Nachrichten kommen langsamer und ungefilterter an.

Lockdown aus heiterem Himmel und eine widersprüchliche Geschichte

Winfrieds Geschichte begann mit einem Infekt. Im Februar 2020 lag Winfried etwa eine Woche flach – Schüttelfrost, „ein bisschen stärker“ als das, was er sonst von den Kindern aus dem Kindergarten aufschnappte. Seine Frau lästerte, er solle sich nicht so in seine „Männergrippe […] verziehn“. Dann war es vorbei, und das Leben ging normal weiter. Erst viel später kam ihm der Gedanke, das könnte schon „die Krankheit“ gewesen sein.

Der Lockdown traf ihn unvorbereitet:

„Für mich kam das tatsächlich aus heiterem Himmel. […] Mich hat der Lockdown ziemlich überrascht. Es hieß von heute Morgen, wir sollen zu Hause bleiben.“

Je näher er hinschaute, desto mehr Widersprüche fielen ihm auf:

„Bei genauerem Hinschauen war es aber so, dass die Geschichte, die erzählt worden ist, so dermaßen widersprüchlich war, dass ich da hellhörig geworden bin.“

Eine Krankheit von angeblich nie dagewesener Gefährlichkeit – und kein einziger Ratschlag, wie man sich eigentlich gesund halten könnte:

„Es kam kein einziger Hinweis über die öffentlichen Nachrichten […] darauf, wie man sich eigentlich wirklich gesund verhalten könnte. Rausgehen, Vitamin D tanken, Sonne tanken, sich bewegen, Sport machen. Es gibt so viele Möglichkeiten, sich wirklich gesund zu halten. […] Und davon kam nichts.“

Er war „so aufgebracht“, dass er dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk eine lange E-Mail schrieb und fragte, warum darüber nicht gesprochen werde. Die Antwort einer jungen Mitarbeiterin war „inhaltlich nichtssagend“ – aber sie verriet ihm etwas: Auch die Menschen, „die dort an den Terminals saßen und geschrieben haben“, schienen „etwas ratlos“. Argumente hatte ihm niemand zu bieten.

„Sie hat mir nicht erklären können, warum das nicht gemacht wird, warum es da keine Sendungen zu gibt. Insofern war das relativ unnötig, diese ganze Unterhaltung.“

Zwei Parallelwelten

Vollends hellhörig wurde er bei der Forderung nach Masken für Kinder. Er kannte die Arbeitsschutzvorschriften, beschaffte sich die Anleitungen, probierte die Masken selbst aus:

„Die waren alle nicht sauber, die haben alle Gerüche gehabt, zum Teil chemische Gerüche.“

Was man da von Kindern verlangte, habe mit den Anleitungen, „welche Maskentypen man wie zu tragen hat, mit welchen Pausen usw.“ nichts mehr zu tun gehabt.

„Und spätestens in dem Moment war klar, dass […] dort eine Geschichte aufgebaut wird, die mit den resilienten Methoden und Verhalten, die die Gesellschaft eigentlich ja entwickelt hat und die vorhanden waren, überhaupt nichts mehr zu tun hat. Es war wie zwei Parallelwelten.“

So habe er angefangen „zu gucken, ob ich aus dieser Parallelwelt Informationen kriege“. Er stieß bei der Suche auf Wolfgang Wodarg, auf Professor Sucharit Bhakdi und schließlich auf die Heinsberg-Studie von Hendrik Streeck. Dass Streecks Forscher ihre Schutzausrüstung nach kurzer Zeit gar nicht mehr brauchten, weil sie schlicht unnötig war, waren für ihn

„die ersten pragmatischen Erkenntnisse, die wirklich von einem Wissenschaftler aufgearbeitet worden sind“.

Als die Heinsberg-Studie kurz darauf, für ihn „absolut unverständlich“, heftig angegriffen wurde, lud er sie sich herunter – denn durch seine Ausbildung konnte er wissenschaftliche Veröffentlichungen lesen und einordnen, auch ohne Mediziner zu sein. Sein Befund: Die Studie enthielt allenfalls Unschärfen in der Statistik,

„aber die Kernaussage war davon nicht betroffen, die Kernaussage war relativ klar und relativ eindeutig.“

Für seine Familie war damit klar: Kinder sind nicht gefährdet.

„Das war für uns das Signal Entspannung.“

Als sich die Puzzleteile zusammenfügten

Eine Erinnerung ließ ihn in dieser Zeit nicht los. Sein Vater hatte im ersten Teil seines Berufslebens im zivilen Umfeld des militärisch-industriellen Komplexes gearbeitet – und diese Laufbahn von einem Tag auf den anderen abgebrochen. Die Familie zog um, die Kinder wurden aus ihrer vertrauten Umgebung gerissen. „Es war ein schwerer Schnitt.“ Als Winfried den Grund wissen wollte, erklärte ihm der Vater, wie in der Bundeswehr und im NATO-Verbund laufend Übungen vorbereitet, durchexerziert und zu den Akten gelegt würden, und wie sie sich anhäuften:

„Wenn irgendjemand diese Schublade mit diesen Übungen aufmacht und wenn diese Übungen irgendwann umgesetzt werden, dann werden wir eine Welt bekommen, die wir so nicht gekannt haben“,

so die damalige Einschätzung seines Vaters.

In der Beobachtung der Parallelität der Corona-Erzählungen – hier die konsistente, vertrauenswürdige, inhaltlich argumentierende, dort die auf Angst gebaute ohne Substanz und ohne Begründungen – fügte sich für Winfried alles zusammen:

„Dann war klar, dass das so ein Plan ist. Ich habe damals nicht verstanden, was für ein Plan das ist. Aber es war klar, dass es ein Plan ist.“

Mehr und mehr wurde ihm klar, dass die offizielle Erzählung „immer deutlicher auf diese Impfgeschichte“ hinauslief. Heute ist er davon überzeugt, dass das „alles nur gemacht“ wurde,

„um am Ende dann die Impfung durchsetzen zu können.“

Der Kampf um die Maskenbefreiung

Für seinen älteren Sohn, der bereits die Schule besuchte und „schon immer Probleme mit seiner kleinen Nase“ hatte, wollte Winfried die Maske nicht hinnehmen. Kinderarzt und Hausarzt konnten nicht helfen. Schließlich fand sich ein „ganz, ganz feiner Arzt aus Bochum“, der das Kind gründlich untersuchte, ehe er das Attest ausstellte:

„Es war ganz klar, der braucht diese Maske nicht, die schadet ihm mehr.“

An die Lehrer schrieb Winfried trotzdem vorsichtig, sein Sohn könne sie notfalls auch mal eine Stunde tragen – er wollte eine tragfähige Lösung, „dass da nichts eskaliert“.

Dass heute Ärzte, die solche Atteste ausstellten, kriminalisiert und teils inhaftiert werden, lässt ihn fassungslos zurück:

„Das geht nicht. Das ist einfach kein Zustand.“

Gerade jetzt, wo so viel über das Schiefgelaufene auf den Tisch komme, sei das „überhaupt nicht zu verstehen“.

Geimpft mit AstraZeneca– und am nächsten Tag verboten

Ein Erlebnis der besonderen Art war die Impfung der Erzieherinnen seines jüngeren Sohnes. Anfang 2021 gehörten diese zu den Ersten, denen das Angebot gemacht wurde – mit AstraZeneca. Die meisten waren froh darüber.

„Am Tag drauf wurde genau dieser Impfstoff dann verboten. Und zwar komplett verboten.“

Grund waren die Sinusvenenthrombosen.

„Wir hatten dann sicher zwei Wochen lang größte Unruhe im Kindergarten, größte Aufregung. Wir Eltern haben alle den Daumen gedrückt.“

Es ging gut aus. Aber, so Winfried:

„Ich weiß gar nicht, wie man nach so einem Ereignis dann überhaupt noch weitermachen konnte.“

Immunität, die nicht zählen durfte

Winfried versuchte, einen Ausweg zu finden. Er bestellte sich gegen Ende des Jahres 2021 – für viel Geld – ein Antikörper-Testkit, um nachzuweisen, dass sein Immunsystem bereits im Februar 2020 Kontakt mit dem Erreger gehabt hatte. Doch keine Praxis in der Stadt wollte ihm dafür auch nur Blut abnehmen. Als er endlich eine Praxis fand, die auf ihrer Website einen solchen Test anbot, war er bereits so misstrauisch geworden, dass er sich das Angebot auf deren Webseite ausdruckte – aus Angst, wieder abgewiesen zu werden. Und tatsächlich: Erst als er den Ausdruck vorzeigte, holten die Arzthelferinnen den Arzt, der den gewünschten Bluttest veranlasste. Das Ergebnis war eindeutig: Der Arzt

„sagte wortwörtlich zu mir: Herr Straub, Sie haben ja einen Antikörpertiter, da wäre mancher Geimpfte neidisch drauf.“

Für Winfried war das Thema – so dachte er damals – damit erledigt. Doch der Antikörpertest war für den sogenannten Genesenenstatus nicht zugelassen.

In die Enge getrieben

Im Januar 2022 spitzte sich alles zu. Auf Bundesebene wurde die Impfpflicht vorbereitet, und Winfried musste sich jeden Morgen testen lassen – in einer langen Schlange im Freien, bei Schneeregen.

„Irgendwann war es dann so, dass ich, wenn ich mir in die Nase geschnäuzt habe, dass dann nur noch Blut kam. Weil […] die ganzen Schleimhäute angegriffen waren durch diese Jeden-Tag-Testerei.“

Er

„konnte noch nicht mal in den Bus einsteigen, bevor dann das Testergebnis da war.“

Er durfte nicht ins Büro, bevor er seiner Chefin von seinem privaten Telefon aus die Testergebnisse gemailt hatte. Der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, war schließlich eine beunruhigende Bemerkung seiner Chefin:

„Hör mal, überleg dir dobq. ch mal, was du tust. Wir müssen jetzt Tabellen ausfüllen, wer geimpft ist und wer nicht. Dann bin ich nach Hause und habe gedacht: Was mache ich jetzt? Versuche ich jetzt weiter irgendwie so zu machen, wie ich das angefangen hatte oder impfe ich mich doch noch, nehme ich die Verantwortung für die Familie und seh zu, dass ich aus meinem Job nicht rausfliege.“

Da Winfried Alleinverdiener war und seine Frau nach der Kaiserschnittgeburt des zweiten Kindes lange geschwächt war, konnte die Familie sich keinen Bruch leisten. Er rechnete: eine einzige Impfung, zusammen mit der nachgewiesenen Infektion – vielleicht der einfachere Weg. Wenn einer in der Familie geimpft werde, dann er.

In der Nacht vor dem Impftermin hatte er einen Albtraum und wachte schweißgebadet auf:

„Das geht nicht gut aus.“

Beim Termin hörte er die zwei gegensätzlichen Stimmen im Kopf. Die rationale gewann:

„Dann habe ich gedacht: Komm, so viele haben es jetzt auch gemacht. Ist offensichtlich nicht so schlimm gewesen, also krieg dich ein. Mach das jetzt. […] Wir können es uns jetzt nicht leisten, dass wir hier Schwierigkeiten kriegen mit den zwei kleinen Kindern.“

So ließ Winfried sich den modRNA-Impfstoff geben.

„Und am selben Tag war dann klar, dass das ein Riesenfehler war.“

Der Körper bricht zusammen

Noch am Abend, beim Spielen mit den Kindern im Schnee, sah seine Frau ihn entsetzt an:

„Du bist ja kreidebleich.“

Für Winfried der

„Moment, wo man dann weiß, dass man russisch Roulette gespielt hat. Dann kommt nur noch die Hoffnung, dass es dann doch nochmal anders wird. Und man lebt nur noch von dieser Hoffnung.“

Doch es wurde nicht anders. Im Gegenteil. Ein, zwei Tage später kam beidseitiger Tinnitus dazu, so heftig, dass er auf bestimmten Frequenzen nichts mehr hörte – am linken Ohr ist das bis heute so. Dann folgten wochenlange Kribbelparästhesien:

„Es war, wie wenn ich in Brennnesseln oder einen Ameisenhaufen meine Hände gesteckt hätte.“

Die Schläfe zuckte, das Herz stolperte, der Druck auf der Brust wurde unerträglich –

„ich habe mich gefühlt wie Sigourney Weaver in den Alien-Filmen, wo das Alien aus der Brust springt.“

Später versagten die Reflexe.

„Das hat alles nicht mehr funktioniert. Die ganzen Nervenweiterleitungen, Muskelreaktionen, nichts mehr.“

Auf dem Spielplatz rutschte er an einer Schaukel weg, ohne sich halten zu können, und zerrte sich das Brustbein. Es schmerzt bis heute. Eine Woche später kollabierte er beim Spaziergang.

„Da bin ich einfach umgefallen. Schwarz vor den Augen geworden und dann war ich weg.“

Er schaffte es gerade noch, so zu fallen, dass es aussah, als setze er sich hin.

„Die Kinder fanden es noch lustig. Da war ich ganz froh drum.“

Trotz Impfung infiziert

Kurz darauf folgte ein anstrengender Arbeitstag: ein durchgetakteter Gerichtstermin als Obergutachter – den ganzen Tag mit FFP2-Maske, ohne die vorgeschriebenen Pausen. Am Abend war Winfried völlig erschöpft, legte sich ins Bett und blieb am nächsten Tag zu Hause. Sein Sohn drängte ihn zum Coronatest – denn

„wenn die Kinder etwas gelernt haben in der Schule, dann war das nicht Rechnen und Schreiben, sondern Testen“.

Winfried war sich sicher:

„Das kann nicht sein. […] Ich bin gerade geimpft worden.“

Doch der Test schlug „total aus. Und dann bin ich […] zum Arzt und habe diesen PCR-Test machen lassen.“ Der PCR-Test ergab einen CT-Wert von 18,5:

„Kleiner geht gar nicht mehr. Ich war einfach überflutet von diesen Viren.“

Für Winfried fügte sich daraus ein bitteres Bild:

„Man hat meine Schleimhautabwehr mit dieser Maske den ganzen Tag lang komplett außer Kraft gesetzt. Man hat meine zelluläre Abwehr und meine Antikörperabwehr durch diese Impfung komplett außer Kraft gesetzt. Diese ganzen Maßnahmen haben genau das Gegenteil von dem bewirkt, was sie bewirken sollten.“

Die übersehene Lungenembolie

Was nun folgte, war ein Alptraum. Aus der Infektion entwickelte sich eine Lungenembolie, die sechs Wochen lang unentdeckt blieb.

„Ich kam keine 50 Meter weit. […] Ich habe mich abends ins Bett gelegt und wusste nicht, ob ich morgens wieder aufstehe.“

Ein kleines, für gute Qualität bekanntes Krankenhaus behielt ihn drei Tage und entließ ihn als gesund. Erst seine Hausärztin veranlasste den D-Dimer-Test – kurz nachdem auf ihrer Türschwelle ein anderer Patient mit denselben Symptomen zusammengebrochen war. Der Arzt im CT kam aus dem Staunen nicht heraus:

„So eine tolle periphere Lungenembolie habe ich in meinem Leben noch nicht gesehen.“

Alle kleinen Blutgefäße waren verschlossen. Mit einem starken Blutverdünner wurde es endlich besser.

Angst vor mangelnder Aufarbeitung

Heute kommt Winfried mit seiner gesundheitlichen Situation „ein Stück weit […] klar“ – auch wenn sich bis heute Entzündungen im Ohr bilden.

Sein Urteil über das große Ganze ist gereift: Für ihn ist klar, dass

„einfach Programme aufgelegt worden sind, die zum einen dazu geeignet sind, enorm viel Geld zu verdienen und zum anderen so angelegt waren, dass mit militärischer Präzision und auch mit militärischer Rationalität, gegen jede Menschlichkeit sozusagen, ein Plan durchgesetzt worden ist […] Ich kann nur sagen, ich bin so bestätigt in dem Gefühl, das ich am Anfang hatte, dass es sich schlichtweg um einen Plan handelt. Und der Plan war so unvollständig und so schlecht gemacht und so eindimensional sozusagen, am Anfang gestützt von Modellierungen, die Exponentialfunktionen in ihrem Modell zugrunde legen. Da braucht man sich nicht wundern, wenn dann am Ende der Modell-Simulation ein exponentieller Verlauf rauskommt. Aber das hat ja nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Und auf der Basis von diesen ganzen Instrumenten hat man diese Impfung angeschoben, hat damit unglaublich viel Geld verdient.“

Am meisten fürchtet er, dass nichts aufgearbeitet, sondern

„alles unter den Teppich gekehrt werden soll, […] dass man das so und so gut wieder machen kann. Und das ist eine riesige Sorge, die ich habe, auch wegen meinen Kindern. Das darf so nicht nochmal passieren. Diese Pläne, die darf man so nicht mehr laufen lassen.“

Was bleibt – und was hilft

Die Lehre, die Winfried aus dieser Erfahrung gezogen hat, ist konkret. Er weiß heute, dass seine Familie sich durch die Annahme, alles alleine ohne den Rückhalt von Eltern, Großeltern, Freunden stemmen zu können, angreifbar gemacht habe:

„Was ich natürlich persönlich an der Stelle gebraucht hätte, das wäre zunächst mal ein deutlich stabileres Umfeld.“

Heute steuert die Familie bewusst dagegen: ein Schrebergarten ist dazugekommen, alternative Freundeskreise entstehen, Netze gegenseitiger Hilfe.

Unbedingt wichtig sei auch die öffentliche Diskussion, damit solche Erzählungen „nicht mehr passieren“. Sein Beitrag dazu ist dieses Gespräch.

Erkrankungen im eigenen Umfeld

Dass er kein Einzelfall ist, weiß Winfried aus nächster Nähe. Sein Kletterfreund Thorsten – ein kräftiger Kerl, der ihn jahrelang in den Klettergärten 20, 30 Meter hoch gesichert hatte – ließ sich zweimal impfen, boostern, bekam Corona und im unmittelbaren Zusammenhang eine Erkrankung, die später als ALS diagnostiziert wurde. Es begann damit, dass die linke Hand plötzlich nicht mehr gehorchte. Heute ist sein Freund ein Pflegefall mit Ganztagsbetreuung. Winfried besucht ihn einmal die Woche.

Thorstens Therapeutin habe ihm erzählt, sie habe früher in ihrer ganzen Laufbahn einen einzigen ALS-Fall gehabt –

„und jetzt hat sie fünf, allein im direkten Umfeld. […] Da ist es einfach nicht mehr möglich, von einem zufälligen Zusammenfall dieser Sachen zu reden.“

„Meine Motivation waren immer die Kinder“

Am Ende des Gesprächs betont Winfried noch einmal, was ihn von Anfang an in seinem Handeln getrieben habe:

„Meine Motivation waren immer die Kinder. Ich glaube, wenn ich alleine für mich hätte handeln können, dann hätte ich noch einmal ganz anders gehandelt.“

Mögen Winfrieds Kinder erleben dürfen, dass sich der Gesundheitszustand ihres Vaters weiter stabilisiert. Mögen sie in einer Gesellschaft erwachsen werden dürfen, in der Fragen und Zweifel erlaubt bleiben, Eigenverantwortung geschätzt wird und in der vor allem nie wieder solch perfide Pläne angedacht und umgesetzt werden.
49 Minuten
Sie wollte Leben schützen – und verlor fast ihr eigenes. Die Physiotherapeutin Christiane Gund war eine überzeugte Befürworterin der Corona-Impfung. Heute lebt sie mit den Folgen eines schweren Impfschadens: doppelte Hirnvenenthrombose, Hirnblutung, Hemiparese, Epilepsie, dauerhafte Einschränkungen. In der Interviewreihe „geimpft, geschädigt, geleugnet“ sprach sie mit Johannes Clasen über Angst, Vertrauen, Druck – und darüber, wie allein sie sich seit ihrem Zusammenbruch fühlt.

Sie wollte damit die Welt retten

Als Christiane Gund am 20. Februar 2021 im Impfzentrum Mannheim ihre AstraZeneca-Impfung erhielt, war für sie völlig klar: Das ist der richtige Weg. Sie glaubte an die Impfung. Sie vertraute Ärzten, Politik und Behörden. Und sie empfand die Impfung fast als Pflicht. Denn eine echte Entscheidungsfreiheit habe sie damals nicht gehabt.   

Die Physiotherapeutin gehörte zur höchsten Priorisierungsgruppe. Ohne Impfung hätte sie nicht  mehr arbeiten dürfen. Gerade erst hatte sie ihre eigene Praxis eröffnet – mit Kredit und langfristigem Mietvertrag. Gleichzeitig war ihre Mutter schwer an Krebs erkrankt. Die Angst, sie mit Corona anzustecken, saß tief. Zudem sei das für sie „eine ganz normale Impfung, dass man dann gesund bleibt“ gewesen.

Rückblickend beschreibt sie sich selbst als starke Impfbefürworterin. Sie habe Menschen vom Impfen überzeugen wollen, habe Druck weitergegeben, den sie selbst gespürt und von den Behörden auferlegt bekommen habe. Auf Ungeimpfte habe sie mit dem Finger gezeigt: „Hier, der ist es.“ Zu Johannes Clasen sagt sie heute erschüttert:

„Ich hätte dich praktisch auch zum Scheiterhaufen geführt.“

Heute ist sie fassungslos über sich selbst.

Stunden später beginnt der Albtraum

Schon kurz nach der Impfung reagierte ihr Körper massiv. Innerhalb von zwei Stunden bekam sie über 40 Grad Fieber. Sie versuchte, sich zu beruhigen: „Ja, das gibt’s mal, das kennen wir ja auch von kleinen Kindern, wenn die geimpft werden.“

Doch das Fieber blieb. Am nächsten Tag brachte ihr Mann sie ins Krankenhaus. Sie konnte kaum noch laufen.

„Es musste auch jemand mithelfen, auf dem Parkplatz, mich aus dem Auto zu holen.“

Ihr Mann durfte sie nicht begleiten. In der Notaufnahme bekam sie Medikamente. Eine Ärztin beruhigte sie:

„Frau Gund, Sie haben eine Impfreaktion, Sie sind nicht die erste, aber das gibt es mal.“

Nach einigen Stunden wurde sie wieder nach Hause geschickt – trotz hohem Fieber, Erschöpfung und Herzrhythmusstörungen.

Heute wirkt dieser Moment wie der Beginn einer fatalen Fehleinschätzung. Denn später wird man massive Hirnschäden und sogar einen Thrombus im Herzen finden.

Fehlende Meldung ans PEI

Heute weiß sie: Bereits damals hätte ihr Fall von den Ärzten als schwere Impfnebenwirkung gemeldet werden müssen. Christiane Gund meldete ihre Beschwerden selbst an das Paul-Ehrlich-Institut – zunächst direkt am 21. Februar aus der Notaufnahme heraus, später am 24. Februar erneut per Handy. Eine Rückmeldung auf diese Meldungen erhielt sie nicht. Erst zwei Wochen später, als sie schon in einem lebensbedrohlichen Zustand war, wurde ihr Fall am 5. März 2021 seitens der Klinik ans Paul-Ehrlich-Institut gemeldet.

Arbeiten trotz Fieber – aus Angst um die Existenz

Christiane Gund schleppte sich weiter durch den Alltag. Ihre Praxis war erst kurz zuvor eröffnet worden. Patienten warteten. Rechnungen mussten bezahlt werden.

Also nahm sie Fiebersenker und arbeitete weiter:

„Ich hab Fiebersenker genommen, um arbeiten zu können.“

Erneut suchte sie ärztliche Hilfe. Doch auch ihr Hausarzt erklärte ihr, eine Impfreaktion könne „schon fünf Tage dauern“. Fatalerweise veranlasste er keine weiteren Untersuchungen. Zudem vertraute sie weiterhin den Ärzten:

„Ich war der Meinung, ich brauch nicht mehr zum Arzt gehen, warum soll ich zum Arzt gehen, wenn es nur eine Impfreaktion ist, wenn ich untersucht worden bin.“

Doch Christianes Beschwerden wurden schlimmer. Massive Kopfschmerzen kamen hinzu, arbeiten war nicht mehr möglich. Mit vermeintlicher Migräne ging sie zur Osteopathin, erbrach sich dort vor Schmerzen. Trotzdem ging sie nicht mehr in die Klinik – weil ihr immer wieder gesagt wurde, es sei „nichts“.

„Gelähmt zusammengebrochen“

Am elften Tag nach der Impfung alarmierten ihre Kinder den Vater, da Christiane Gund kaum noch reagierte. Doch sie weigerte sich vehement, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, da sie glaubte, ausreichend untersucht worden zu sein.

Zwei Tage später brach sie morgens gelähmt zusammen.

Ihr Mann alarmierte den Rettungswagen. Doch die Antwort schockierte ihn: Bei einer Impfreaktion müsse man zum Hausarzt gehen.

Erst als die Praxis des Hausarztes öffnete und dieser selbst den Rettungsdienst rief, kam Hilfe. Im Krankenhaus stellten die Ärzte schließlich fest, wie dramatisch ihr Zustand war: doppelte Hirnvenenthrombose, geplatzte Gefäße, eine 7,5 Zentimeter große Hirnblutung. Das Gehirn war so massiv angeschwollen, dass man ihr nicht helfen konnte.

„Egal, was sie mir gegeben haben, es wurde immer schlimmer.“

Immer weitere Thrombosen entstanden –

„in vielen Organen, im Herz, in der Lunge, in der Leber, im Bein, im Bauchraum“.

Dabei war ihre Gerinnungsstörung bereits vor der Impfung bekannt und dokumentiert worden.

In der Nacht entfernten Ärzte einen Teil ihrer Schädeldecke, um den Druck zu senken. Ihrem Mann hatte man gesagt, dass das wahrscheinlich „nicht klappen“ werde.

„Es war […] leider so, dass ich dem Tod sehr nahe stand.“

Zwischen Leben und Tod

Vieles aus dieser Zeit weiß sie nicht mehr. Sie lag mit gestörten Blutgerinnungsfaktoren auf der Intensivstation, verlor viel Blut, erhielt Blutkonserven, kämpfte ums Überleben.

Und doch erinnert sie sich an einen Gedanken: Sie habe nie geträumt zu sterben, sondern dass sie vielen Menschen helfe. Und tatsächlich: Sie überlebt. Doch ihr Leben wird nie wieder dasselbe sein.

Kurz nach ihrem Fall traten auch in Österreich ähnliche Fälle auf. AstraZeneca geriet zunehmend in Verruf. Die Universität Greifswald warnte davor, Heparin in Verbindung mit dem Impfstoff einzusetzen, weil dadurch Thrombosen verstärkt werden könnten. Der Impfstoff wurde für zwei Wochen ausgesetzt.

Am 30. März 2021 traten Angela Merkel und Jens Spahn vor die Öffentlichkeit und erklärten, dass es nach AstraZeneca-Impfungen zu Hirnvenenthrombosen gekommen sei, das Nutzen-Risiko-Profil aber weiterhin positiv bewertet werde. AstraZeneca solle fortan nur noch für Menschen über 60 Jahren eingesetzt werden. Zweitimpfungen mit AstraZeneca wurden nur noch auf freiwilliger Basis empfohlen, gleichzeitig riet man zu sogenannten Kreuzimpfungen mit anderen Herstellern.

Für Christiane Gund ist das bis heute schwer zu ertragen. Denn sie kennt mehrere Menschen mit ähnlichem Schicksal, die erst später geimpft wurden. Menschen, deren Schäden ihrer Ansicht nach hätten verhindert werden können, wenn Politik und Behörden früher anders reagiert hätten.

Als sie das Krankenhaus verließ, trug sie einen Helm, da ein Teil ihres Schädels und „viel Hirnmasse“ fehlten. Später erhielte sie ein Implantat aus Hartschaumplastik. Danach begannen schwere epileptische Anfälle.

Heute leidet sie neben der Halbseitenlähmung unter schwerer Epilepsie und Sehstörungen. Gleich mehrere Faktoren erhöhen das Risiko für einen epileptischen Anfall: die fehlende Hirnmasse, das Implantat aus Hartschaumplastik mit den tiefen Narben am Kopf und die massive Vorschädigung des Gehirns.

Dinge, die früher selbstverständlich waren, sind nun gefährlich oder unmöglich geworden: in der Badewanne liegen, das Fahrradfahren mit Helm, einfache Alltagswege wie „ins Auto setzen und Klopapier kaufen“ seien heute eine große Herausforderung.

„Es ist so gruselig, aber das ganze Leben ist ja jetzt gruselig.“

„Wir werden nicht versorgt“

Besonders schmerzhaft ist für sie nicht nur der körperliche Schaden – sondern vor allem das Gefühl, nach all dem allein gelassen worden zu sein: von Freunden, vom System, von der Gesellschaft und von der Politik.

Über Kontakte zur SPD versuchte Christiane Gund immer wieder, Politiker auf ihr Schicksal und das vieler anderer Betroffener aufmerksam zu machen. Denn:

„Es darf nicht mehr passieren! Es darf nicht mehr passieren!“

Heute klingt in ihrer Stimme vor allem Resignation mit.

„Es wird nicht dokumentiert, es wird auch in meinem Fall einfach gesagt: Ist halt so, gewöhnen Sie sich dran.“

Ein Satz, der sie tief trifft.

Besonders schwer wiegt für sie, dass sie sich „auf das Versprechen des Staates verlassen“ hatte, „dass einem bei Impfschäden geholfen wird.“ Doch genau das erlebt sie bis heute nicht. Obwohl ihr Impfschaden offiziell anerkannt wurde, muss sie bis heute um Therapien, Rezepte und Medikamente kämpfen:

„Es ist jedes Mal ein Kampf.“

Dabei hätte sie nach ihrer Entlassung intensive Unterstützung gebraucht. Sie musste wieder sprechen lernen, gehen lernen, essen lernen. Halbseitig gelähmt saß sie im Rollstuhl – und erhielt dennoch nicht die Therapien, die sie dringend gebraucht hätte.

„Ich hätte ein halbes Jahr alles kriegen müssen. Ergotherapie, Logopädie, Reha, Physiotherapie.“

Doch als Selbstständige fiel sie durch viele Raster des Versorgungssystems. Selbst in ihrer eigenen Praxis bekam sie keine Therapie.

Dass sie heute überhaupt wieder arbeiten kann, verdankt sie vor allem ihrem eigenen Kampfgeist.

„Ich hab jeden Tag trainiert und geübt.“

Immer wieder habe sie eingefordert, dass mit ihr gearbeitet werde.

„Ich war da sehr renitent.“

Der Druck, zu impfen

Besonders bitter und aus heutiger Sicht unverständlich: Trotz ihrer schweren Reaktion ließ sie sich später erneut impfen – zweimal mit BioNTech. Auch ihre Kinder und ihr Mann erhielten weitere Impfungen.

Warum?

Weil sie nach nur einer AstraZeneca-Impfung offiziell weiterhin als ungeimpft galt. Weil sie Angst hatte, beruflich erneut ausgegrenzt zu werden. Weil ihr niemand eine Impfbefreiung attestieren wollte. Und weil sie erleben musste, dass Ungeimpfte teilweise keine Behandlung erhielten:

„Hattest du keine Impfung, keine Behandlung. Krank. Das ist krank.“

Hinzu kam die Angst, die Ärzte ihr und ihrer Familie vermittelt hatten: Wegen ihres schlechten Gesundheitszustands könne sie an einer Corona-Infektion sterben.

„Diese Angst, jemanden zu verlieren, war so schlimm.“

Auch ihre Berufsverbände hätten massiven Druck aufgebaut. So kopierte sie Impf-Ausweise ihrer Mitarbeiter, archivierte sie und kontrollierte Vorgaben – aus Angst, ihre Praxis zu verlieren.

„Ich hab gedacht, dass ich das machen muss. Dass ich die Welt weiterhin retten kann.“

Dann stockt sie.

„Und hab gedacht, die Welt rettet mich. Aber es war halt nicht so.“

Zwischen allen Fronten

Nach ihrem öffentlichen Auftreten in RTL und SWR bekam sie Hass und Anfeindungen von beiden Seiten zu spüren:

Impfgegner schrieben ihr, sie sei selbst schuld an ihrem Schicksal. Impfbefürworter drohten ihr, die sie mit nur einer Impfung als ungeimpft galt, ebenfalls: „Zu viele Ungeimpfte, zu wenig Sensen“, so der Post eines Patienten.

Christianes Verletzungen sitzen tief. Denn sie war selbst lange Teil genau dieses Systems aus Druck und Ausgrenzung gewesen. Schuldbewusst erinnert sie sich an ihre ungeimpfte Reinigungskraft, der sie den Zutritt zur Praxis verweigern musste. Als diese schwanger war, sagte sie zu ihr:

„Wenn du dich nicht impfen lässt, du bringst dein Kind um.“

Heute schämt sie sich für diese Sätze.

„Es war leider so. Ich hab das alles so gedacht.“

Ein Trauma, das bleibt

Trotz allem arbeitet Christiane Gund heute zeitweise wieder als Physiotherapeutin. Seit ihrem Wiedereinstieg organisiert ihr Mann die Praxis, übernimmt Bürokratie und vieles im Alltag. Nach außen funktioniert sie. Doch innerlich ist vieles zerbrochen. Sie ist schwer traumatisiert.

Besonders beschäftigt sie die Frage, warum ihrer Meinung nach bis heute keine umfassende Aufarbeitung stattfindet.

„Für jeden Scheiß gibt es einen Untersuchungsausschuss, aber für diese Sache nicht.“

Auch beruflich beobachtet sie Entwicklungen, die ihr Sorgen machen. Seit Jahrzehnten arbeitet sie als Physiotherapeutin – doch das Ausmaß schwerer Erkrankungen, das sie heute erlebt, erschüttert sie. Denn inzwischen sehe sie zunehmend Darmkrebs, Brustkrebs, Schlaganfälle, Guillain-Barré-Syndrom oder ALS – auch bei jungen Menschen – wie sie es in dieser Häufigkeit früher nicht erlebt habe.  Denn das seien

„eigentlich alles so Erkrankungen gewesen, wo du dann gesagt hast, so was gibt’s mal. […] . Aber dass ich das so massiv hab, auch bei uns hier im Ort, dass wir drei ALS-Erkrankte haben, bei denen zwei verstorben sind und jung, ja mitten im Leben. […] Das ist ungewöhnlich.“

Vor allem aber macht ihr Angst, wie eine ähnliche Krise künftig gehandhabt werden könnte. „Ich mach mir ganz große Sorgen, was wir beim nächsten Mal machen.“

Denn nachträgliche Erkenntnisse helfen ihr und ihrer Familie nicht mehr.

„Es hilft mir nicht, das nachträglich zu bemerken. Mir ist es passiert, meiner Familie.“

Wenn sie die Zeit zurückdrehen könnte? Christiane antwortet zunächst erschreckend ehrlich: Wenn sie bei diesem Zeitsprung so wäre wie damals, würde sie es wieder genauso machen. Weil sie wieder funktioniert hätte. Weil sie wieder vertraut hätte. Weil sie wieder Teil des Systems gewesen wäre.

Doch mit dem Wissen von heute sagt sie unter Tränen zwei Worte:

„Nie mehr.“

Und sie ergänzt:

„So lang die mir nicht beweisen können, was der Fehler war […] und solange nichts offengelegt und dokumentiert wird, wäre ich raus.“

Für Christiane Gund bleibt deshalb vor allem diese Hoffnung: Dass Menschen mit schweren Nebenwirkungen künftig früher ernst genommen werden und dass das Geschehene gründlich aufgearbeitet wird, damit nicht erneut aus Warnzeichen Tragödien werden, die ein Leben und ganze Familien für immer verändern. Möge diese Hoffnung wahr werden.
1 Stunde 5 Minuten
Er war erfolgreicher Medieningenieur in Los Angeles, sportlich, voller Energie – bis eine Impfung sein Leben zerstörte. Heute verbringt Kenny Carmody die meiste Zeit im Bett. Das Sprechen und Schlucken fällt ihm schwer. Während des Gesprächs mit Johannes Clasen fasst er sich immer wieder an den Hals, schluckt angestrengt, hält inne. Seine Geschichte ist die Geschichte eines Mannes, der einst in der internationalen Film- und Spieleindustrie Karriere machte – und heute gegen Schmerzen, Fatigue, motorische Probleme, Atemnot und den Verlust seines alten Lebens kämpft.

Eine steile Karriere

Schon beim Zuhören wird deutlich, wie sehr Kenny Carmody leidet. Immer wieder unterbricht ihn sein Körper. Das Schlucken fällt ihm schwer, fast jeder Satz kostet Kraft. Die chronische Dysphagie, eine schwere Schluckstörung, gehört inzwischen zu seinen belastendsten Symptomen. Essen führt zu Erstickungsanfällen, Atemnot und Panik.

„Das ist eine meiner Hauptproblematiken“,

sagt er leise.

Dabei führte der Deutsch-Amerikaner einst ein vollkommen anderes Leben. Carmody studierte in München. Nach dem Abschluss zum digitalen Medieningenieur für Spiele und Animationen arbeitete er zunächst in Bayern, später in Hamburg, London und schließlich in Los Angeles. Dort machte er Karriere in der Film- und Gamingindustrie, arbeitete als Principal 3D Artist für große Studios und Technologieunternehmen.

Er habe in seiner Karriere viel Glück gehabt und sich hochgearbeitet, erzählt er. Sein Beruf sei zugleich seine Leidenschaft und sein Hobby gewesen.

Auch körperlich war er immer aktiv gewesen. Er joggte, surfte am Strand, erledigte alles zu Fuß. Es war immer Teil seines Lebens, sich fit zu halten.

Dann kam Corona.

Der Druck zur Impfung

Die ersten Monate der Coronazeit erlebte Kenny Carmody in Los Angeles. Die Arbeitsbelastung war enorm. „Wir hatten 80-Stunden-Wochen, weil wir kurz davor waren, unser Produkt auf den Markt zu bringen“, erinnert er sich. Gleichzeitig

„kam diese Nachricht, dass wir bald in den Lockdown kommen, da ist irgendwie ein Virus und wir sollten uns vorbereiten für das was kommt.“

Anfangs machte er sich wenig Gedanken über Politik oder medizinische Fragen. Angst vor dem Virus habe er nicht gehabt, auch sei er immer schon skeptisch gegenüber Medikamenten und Schulmedizin gewesen. Doch mit der Zeit wuchs der Druck in seinem Umfeld.

„Das kam dann Stück für Stück, dass […] erläutert wurde, dass wir […] uns impfen sollten.“

Zunehmend verspürte er

„viel Druck von den Kollegen […], sich impfen zu lassen.“

Schließlich entließ ihn seine Firma, da er sich nicht impfen ließ. So musste er sich „mitten in der Coronazeit eine andere Firma suchen“. Da er in der Branche gut etabliert war, war dies jedoch kein Problem.

Seiner Skepsis gegenüber Medikamenten zum Trotz, kam es dennoch am 21. Juli 2021 zur ersten Impfung mit dem Impfstoff von Moderna. Der Druck im beruflichen Umfeld spielte dabei eine zentrale Rolle.

„Irgendwann kam dann so eine Gruppe von Menschen, die dann gesagt haben, die Leute, die da bleiben wollen in der Firma, die sollten sich doch lieber impfen.“

Hinzu kam die Sorge um seine schwer erkrankte Mutter in Deutschland, die er besuchen wollte. Ohne Impfung sei ein Flug nicht möglich gewesen, so Carmody. Zudem habe sich auch auf den Straßen von Los Angeles die Stimmung verändert. Menschen hätten Ungeimpfte beschimpft, ausgegrenzt und angegriffen.

„Der Druck wurde immer größer.“

Kollaps vor der Haustür

Nur zwei Tage nach der Impfung begannen die Beschwerden. Erst ein Brennen in den Händen, dann im ganzen Körper.

„Als würd mein Körper in Flammen sein“,

so beschreibt er seine Schmerzen.

Die Sonne, die er, der „Sonnenanbeter“, immer geliebt hatte, konnte er plötzlich nicht mehr ertragen. Seine Gefäße hätten gebrannt, erzählt er.

Am dritten Tag brach er nach dem Einkaufen vor seiner Haustüre zusammen. Nachbarn riefen den Rettungswagen. Im Krankenhaus wurde „ein sehr starker Zytokinsturm“ festgestellt – extrem hohe Entzündungswerte, die Ärzte damals bereits mit der Impfung in Verbindung gebracht hätten.

Kenny Carmody war einen Tag bewusstlos und „nicht ansprechbar“.

Insgesamt wurde er sechs Wochen im Krankenhaus behandelt. Dort erhielt er sogar eine zweite Impfung – weil er nach Deutschland zurückfliegen wollte. Heute nennt er dies

„eine sehr große Fehlentscheidung.“

Denn schon im Krankenhaus in Los Angeles habe er gemerkt, dass sein Körper „immer schwächer wurde“. Den Heimflug nach Deutschland verbrachte er schließlich im Krankenbett, begleitet von medizinischem Fachpersonal.

Diagnosen, Zweifel und psychische Zuschreibungen

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er zunächst froh, wieder bei seiner Familie zu sein. Doch sein Zustand

„wurde Stück für Stück immer schlimmer.“

So begann eine jahrelange Suche nach Hilfe. Seine Symptome verstärkten sich, neue kamen hinzu: Steifheitsgefühle, Muskelschwäche, Atemnot, Nervenschmerzen, Schluckstörungen, schlaganfallartige Anfälle.

Es folgten zahlreiche Diagnosen: Multiple Sklerose, später der Verdacht auf eine unspezifische ALS, dazu Fibromyalgie, chronische Pankreatitis, MCAS, COPD, Neuralgien, Endotheliitis und schwere Dysphagie,

„eine […] Bandbreite an Diagnosen.“

Doch statt Akzeptanz habe er immer wieder Ablehnung seitens der Ärzte erlebt.

„Der erste hat gesagt, es ist eine paranoide Angststörung. Das gibt es ja gar nicht, dass es Impfschäden gibt.“

Ein Neurologe habe ihn kaum ausreden lassen.

„Nach drei Minuten hat er gesagt: Es gibt keine Impfschäden. Wollen Sie nicht eingestehen, dass Sie eine Schizophrenie haben?“

Für Carmody war das ein Schock:

„Dann hab ich gesagt: Ne, da läuft doch was ganz falsch.“

Zumal er Unterlagen aus den USA vorgelegt hatte, die den zeitlichen Zusammenhang seiner Beschwerden mit der Impfung dokumentierten.

Bis heute besitzt er nach eigenen Angaben keinen ICD-10-Code für einen Impfschaden.

„Das wurde vehement abgelehnt.“

„Ich musste selber mein Arzt werden“

Weil viele Ärzte ihm nicht helfen konnten oder wollten, begann Carmody selbst zu recherchieren.

„Ich musste selber mein Arzt werden.“

Er tauschte sich mit Ärzten und Wissenschaftlern im Ausland aus, besonders in den USA. Heute steht er in Kontakt mit internationalen Medizinern und Forschern wie Pierre Kory, Kevin McKernan und Peter McCullough. Besonders wichtig sei für ihn dabei die Beschäftigung mit der Mitochondrienbiologie geworden.

Nach Überzeugung seines behandelnden Arztes spielen die durch die Impfung codierten Spikeproteine, aber auch die Lipidnanopartikel eine entscheidende Rolle bei den Schäden. Denn diese würden die Mitochondrien schädigen – also jene Zellbestandteile, die für die Energieversorgung verantwortlich sind.

„Über 90 Prozent aller Krankheiten sind eigentlich eine Dysfunktion der Mitochondrien“,

sagt Carmody unter Berufung auf führende Mitochondrienforscher. Deshalb müsse bei der Behandlung unbedingt die Mitochondrienbiologie berücksichtigt werden.

Verlust des Vertrauens

Inzwischen hat Kenny Carmody das Vertrauen in die Schulmedizin vollends verloren.

„Mein Vertrauen in die Schulmedizin ist für mich nicht mehr vorhanden.“

Viele Medikamente und Therapien hätten seinen Zustand aus seiner Sicht eher verschlechtert. Immuntherapien, Infusionen und andere Behandlungen hätten keine Besserung gebracht.

Heute nimmt er nur noch wenige Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel. Stattdessen versucht er, sich an natürlichen Rhythmen zu orientieren.

Besonders wichtig seien ihm, dem ehemaligen Sonnenanbeter, das natürliche Sonnenlicht, die Natur und sein Glaube. Seiner Überzeugung nach habe sich der Mensch zu weit von den natürlichen biologischen Rhythmen entfernt.

„Was mir am besten tut ist dieses natürliche […] Gesetz der Natur, dass man den natürlichen zirkadianen Rhythmus, d.h. unsere biologischen Rhythmen Tag und Nacht einhält.“

Das frühe Morgenlicht, der zirkadiane Rhythmus, Ruhe und Natur seien für ihn zentral geworden.

„Was mir am meisten hilft, wenn ich mit der Sonne […] aufstehe.“

Zudem sei sein Glaube für ihn sehr wichtig. Er sei für ihn „mit der größte Halt“.

„Ich hab niemals gedacht, dass da so viel Böses dahinter ist.“

Im Gespräch spricht Kenny Carmody auch über seine Sicht auf die Pandemiepolitik. Sein „Weltschaubild“ habe sich durch die vergangenen Jahre grundlegend verändert. Sein „Bewusstsein, gegen welche Mächte wir hier kämpfen“ habe sich geschärft. Er ist überzeugt, dass die Impfkampagne militärisch begleitet wurde.

„Das wurde bewusst entwickelt.“

Dies sei heute öffentlich nachvollziehbar und auf der Website des Weißen Hauses nachzulesen. Corona sei „ein Gehorsamstest für einen zukünftigen ökonomischen Neustart“ gewesen, und gehöre zur Agenda des WEF. Kenny Carmody hofft, dass irgendwann „jemand zur Verantwortung gezogen wird“. Doch er befürchtet, dass er in seiner Lebenszeit keine Gerechtigkeit mehr erfahren werde.

Das Leid der Betroffenen

Wichtig ist ihm, den Fokus auf das Leid der vielen Betroffenen zu lenken.

„Es sind so viele Menschen in Not, so viele Menschen leiden. […] Die haben alle die gleichen Geschichten und werden alle von der Regierung, von den Ärzten […] vehement abgetan als psychisch krank.“

Zudem würden die Impfschäden geleugnet.

„Uns gibt es nicht, wir werden von allen Seiten zensiert, wir werden falsch diagnostiziert, wir werden abgestempelt und werden allein gelassen in unserem Sterben.“

Ein Gespräch am Limit

Dass Kenny Carmody dieses Interview überhaupt führen kann, grenzt für ihn an eine Ausnahme. Immer wieder muss er innehalten, schwer schlucken, Luft holen. Jeder Satz wirkt anstrengend und angestrengt. Da er normalerweise die meiste Zeit im Bett liegt, ist er dankbar, dass er es schafft, die Kraft aufzubringen, um dieses Gespräch zu führen. Nach dem Interview werde er sich wieder stundenlang ausruhen müssen, sagt er leise.

Doch trotz all seines Leides versucht er, an seiner tiefen Hoffnung festzuhalten.

„Meinen Schaden wird nur Gott und die Natur heilen, da bin ich mir sicher.“

Möge seine Hoffnung wahr werden.
26 Minuten
Es ist ein spontaner Moment, der diesem Gespräch vorausgeht. Im griechischen Restaurant von Georgios in Bingen sitzt Alfred zunächst nur als Zuhörer im Raum. Mit ihm sind noch weitere Impfgeschädigte gekommen, um dem Gespräch zwischen dem impfgeschädigten Georgios und Johannes Clasen beizuwohnen. Spontan meldet Alfred sich zu Wort. Denn auch er möchte erzählen. Seine Geschichte der letzten Jahre drängt nach draußen – ungeplant, aber mit Nachdruck. So entwickelte sich spontan ein intensives, persönliches Gespräch zwischen Alfred Wilbert und Johannes Clasen.

Ein Leben voller Energie – vor der Impfung

Alfred war ein Mann, der mitten im Leben stand und viel gearbeitet hat. Er ist „gelernter Fleischer“ und hat später sein Geld als Zusteller bei der Rheinzeitung verdient. Nacht für Nacht war er unterwegs, betreute als Gebietsleiter einen großen Bereich, lief dabei pro Tour viele Kilometer.

„Ich hatte überhaupt keine Angst vor Corona“, sagt er. Sein Alltag fand draußen statt, im Außendienst. Die Pandemie schien weit weg. Und auch eine Impfung kam für ihn zunächst nicht infrage.

„Weil ich wusste, ich war fit.“

Fit – das bedeutete für ihn: belastbar, aktiv, körperlich stark. Ein Zustand, den er selbst sehr genau einschätzen konnte.

„Ich bin ja als Zusteller nachts 12 km gelaufen, von daher wusste ich, war ich fit.“

Der Druck wuchs

Doch Alfred ließ sich schließlich doch impfen. Jedoch nicht aus Überzeugung.

Der Druck kam schleichend – aus verschiedenen Richtungen. Vom Arbeitgeber, der nach dem Impfstatus fragte. Vom Hausarzt, der die Impfung empfahl. Und aus der Familie.

Der entscheidende Punkt war der Wunsch, die Schwiegermutter im Altenheim besuchen zu dürfen. So erhielt er im November und Dezember 2021 zwei Impfungen, jeweils mit dem Impfstoff von Moderna.

Der Moment, in dem sich alles veränderte

Nach der ersten Dosis verspürte Alfred kaum etwas. Eine Schwellung am Arm, sonst nichts. Wie gewohnt arbeitete er weiter. Doch nach der zweiten Impfung, die er an einem Werktag abends zwischen 17 und 18 Uhr erhielt, war es anders. Noch in derselben Nacht ging er wie gewohnt zur Arbeit. Doch am Morgen kippte sein Zustand plötzlich:

„Gegen Morgen ging das los: stechende Kopfschmerzen, dann hat sich alles gedreht.“

Ein Gefühl, das er nicht kannte.

„Das hatte ich nie.“

Alfred konnte sich nicht einmal hinlegen. Die Schmerzen, der Schwindel – sie ließen ihn nicht zur Ruhe kommen. Ihm war klar:

„Irgendwas stimmt im Kopf nicht.“

Seine Frau brachte ihn zum Hausarzt. Von dort ging es sofort ins MRT, weiter ins Krankenhaus – schließlich dann mit einem „mulmigen Gefühl“ in die Uniklinik Mainz.

Dort fiel schnell eine Entscheidung:

„Die haben direkt gesagt, wir können Sie nicht mehr heimlassen, wir müssen direkt eine OP machen. Sie haben einen Hirnwasserstau.“

Keine 24 Stunden nach Einweisung in die Uniklinik Mainz wurde Alfred operiert.

Zweifel, die keine sein dürfen

Nach dem Eingriff verspürte er zunächst Erleichterung, „eine wesentliche Entlastung.“ Doch andere Symptome blieben bestehen.

Ihm war klar, was die Ursache für seinen lebensbedrohlichen Zustand war:

„Mir war eigentlich direkt bewusst, dass irgendwas mit der Impfung nicht in Ordnung sein kann.“

Er sprach es aus – im Krankenhaus, später in der Reha. Immer wieder.

„Ich hab immer gesagt: Das war die Impfung.“

Doch er stieß auf Widerstand. Oder vielmehr: auf Ablehnung.

„Ich war felsenfest überzeugt. Das ist alles abgewiegelt worden.“

Alfred wurde nicht ernst genommen, fühlte sich behandelt „wie ein Simulant, wenn ich was von der Impfung erzählt hab.“  Zudem litt er weiterhin an belastenden Symptomen.

Ein Satz einer Ärztin aus einer späteren Untersuchung an der Uniklinik in Frankfurt brannte sich tief und dauerhaft in Alfreds Gedächtnis ein:

„Wenn Sie an dem Tag Ketchup gegessen hätten, dann wär’s vom Ketchup.“

Diese Bemerkung habe ihn „total niedergeschlagen“, erzählt er mit stockender Stimme.

Ein Kampf um Anerkennung

Erst zwei Jahre später, 2023, erfuhr Alfred erstmals echte Bestätigung, fühlte sich gesehen und ernst genommen. Denn in einer psychosomatischen Klinik sagte ein Psychologe zu ihm:

„An Ihrer Lebensleistung sehe ich, dass Sie kein Simulant sind.“

Damals brach Alfred in Tränen aus. „Was bei mir normalerweise nicht der Fall ist.“ Denn dieser Psychologe war der erste Therapeut, der ihm glaubte, dass seine anhaltenden Beschwerden von der Impfung stammen und seine Lebensqualität schwer beeinträchtigen.  

Dennoch ist Alfreds Weg zur Anerkennung lang – und teuer. Drei Ordner voller Befunde und Diagnosen hat er inzwischen gesammelt. Unzählige teure Arztbesuche und Therapieversuche hat er bereits hinter sicher.

„Das hat schon zigtausende von Euro verschlungen.“

Eine Diagnose aus Marburg, nach frustrierender zwei- bis dreistündiger Untersuchung, lautete schließlich:

„PostCovid nach Impfung“

Hinzu kommen weitere Befunde wie POTS, chronische Migräne, Entzündung der Nervengänge, Brainfog, chronische Sinusitis, Schmerzen, Verspannungen, Gelenkprobleme und ME/CFS.

„Ich hab zwei Seiten Diagnosen von der Krankenkasse zugeschickt bekommen. […] Vorher kerngesund.“

Ein Leben im Ausnahmezustand

Heute ist Alfred nicht mehr arbeitsfähig. Seit über vier Jahren ist er zu Hause. Der Antrag auf Erwerbsminderungsrente liegt beim Sozialgericht. Demnächst muss er wegen der Anerkennung des Impfschadens zum Gutachter.

Sein Alltag ist geprägt von Einschränkungen:

„Mittlerweile fast nur noch Couch oder im Garten relaxen. Mehr bleibt mir nicht. Körperliche Aktivität fast gar nicht.“

Früher war er ständig unterwegs, hatte zwei Hunde, war körperlich aktiv. Heute birgt jede Anstrengung, auch die Anstrengung dieses Gesprächs, das Risiko, einen Crash zu erleiden.

Selbst einfache Reize können zu einem Zusammenbruch führen, der Tage anhalten kann und von Schmerzzuständen und Brainfog geprägt ist.

Der Verlust des Vertrauens und das Gefühl des Alleingelassenseins

Was Alfred besonders getroffen hat, geht über seine massiven körperlichen Symptome hinaus.

Es ist der Verlust des Vertrauens. Denn:

„Mittlerweile vertraue ich den Ärzten nicht mehr so.“

So begann er, sich selbst zu informieren, las Studien, tauschte sich in Gruppen und Foren aus, und orientierte sich an anderen Betroffenen und Veröffentlichungen einzelner zugewandter und vertrauenswürdiger Ärzte wie Ralf Tillenburg, der sich verständnisoffen und intensiv mit Impfschäden auseinandergesetzt hat. Was Alfred jetzt an Medikamenten nimmt oder therapeutisch versucht, hat er sich selbst angelesen. Denn:

„Auf die Ärzte braucht man eigentlich nicht zu hoffen.“

Auch finanziell gerät Alfred unter Druck. Tausende Euro hat er bereits für Ärzte, Diagnosen, Therapien, Medikamente ausgegeben. Auf der anderen Seite haben er und seine Frau außer Mieteinnahmen und der Rente seiner Frau keine Einkünfte und müssen sich einschränken.

Sein juristischer Weg endete vorzeitig nach gewonnener erster Instanz – weitere juristische Schritte sind zu teuer, zu belastend, da die Rechtsschutzversicherung die weitere Kostenübernahme verweigert.

Unterstützung erhält er also kaum: weder finanziell, noch medizinisch noch juristisch.

„Man hat sich solidarisch gezeigt, und wird jetzt im Regen stehen gelassen“,

so sein resignierendes Fazit.

Ein Satz, der trifft und viel über seine Situation und die vieler anderer Geschädigter aussagt.

Zwischen Hoffnung und Verzweiflung

Psychisch ist Alfred durch seine Lebenssituation stark gezeichnet.

„Wenn man fünf Jahre zu Hause ist, früher topfit war, mobil war, […]  jetzt mittlerweile ans Haus fast nur gebunden bin. […] Am Anfang war ich kurz vorm Abdrehen.“

Heute hat er einen Psychologen, der ihm hilft und sich „auch mit der Thematik“ beschäftigt: „Top, der Mann“, so Alfred.

Durch ihn und den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik hat er Selbstbewusstsein zurückerlangt und wieder etwas Hoffnung geschöpft. Sein Ziel ist, sein

„altes Leben zurückzugewinnen. Auch wenn es nicht mehr ganz so wird, wie es war. Aber vielleicht ein bisschen.“

So probiert er weiter aus, sucht weiter nach neuen Möglichkeiten, sich zu verbessern – Schritt für Schritt. Denn sein Wunsch für die Zukunft ist klar: Er möchte „wieder bisschen vorwärts“ kommen,

„dass ich bisschen Plus wieder in meinem Leben erfahre. […] Ich will ja irgendwann ein bisschen Leben noch haben.“

Es ist kein großer Anspruch. Kein radikaler Neubeginn. Nur der Wunsch nach ein bisschen mehr Normalität, ein bisschen mehr Leben.

Möge sein Wunsch in Erfüllung gehen.
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Über diesen Podcast

Der Verein "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V." möchte mit dem Projekt geimpft, geschädigt, geleugnet" betroffenen Menschen eine Stimme geben, die über die sogenannte Corona-Schutzimpfung erhebliche gesundheitliche Schäden erleiden mussten. Immer noch wird ein dringend erforderlicher Diskurs über die teilweise schrecklichen Folgen dieser beispiellosen Impfkampagne mit massivem gesellschaftspolitischem Druck gezielt verhindert. Dies gilt insbesondere für die Akteure im Gesundheitswesen. Deshalb wollen wir auch mutigen Ärzten und Therapeuten sowie anderen Berufsgruppen, die mit der Impfkampagne und deren Auswirkungen beruflich belastet waren und sind, eine Plattform bieten, um ihren Beitrag zur Aufarbeitung dieser verschwiegenen Katastrophe zu leisten – im Interesse der geschädigten Menschen und des gesellschaftlichen Friedens. Mit viel Herzblut und großem Engagement setzen wir vom Verein MWGFD uns für Sie ein. Dafür müssen auch laufende Kosten getragen werden, z. B. für die Organisation unserer Pressesymposien, für Geschäfts- und Pressestelle, für Druck und Versand von Flyern und Informationsbroschüren, für den Betrieb der Imfpgeschädigten-Hotline und für das Forum uns unterstützender Ärzte und Heilpraktiker. Mit Ihrer Spende fördern Sie unsere wichtige Arbeit. Jeder auch noch so kleine Betrag ist uns willkommen, denn er hilft uns und damit auch Ihnen. HERZLICHEN DANK! Per Überweisung an: Inhaber: MWGFD e.V. IBAN: DE15 7816 0069 0000 0382 61 BIC/SWIFT: GENODEF1MAKBank VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG Sie können uns auch gern über Paypal Geld senden: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=KNBBYRPHDEJ5J Wir dürfen leider keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Das Finanzamt Passau hat uns durch Bescheid vom 19. Oktober 2020 die Gemeinnützigkeit entzogen, weshalb wir keine Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke ausstellen dürfen. Das Rechtsbehelfs- und Klageverfahren gegen diese Entscheidung wurde leider zu Ungunsten des Vereins entschieden.
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