Geimpft geschädigt geleugnet

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Es wird nach neuen Episoden gesucht …
Christiane: Es darf nicht mehr passieren
08.08.2026
49 Minuten
Sie wollte Leben schützen – und verlor fast ihr eigenes. Die Physiotherapeutin Christiane Gund war eine überzeugte Befürworterin der Corona-Impfung. Heute lebt sie mit den Folgen eines schweren Impfschadens: doppelte Hirnvenenthrombose, Hirnblutung, Hemiparese, Epilepsie, dauerhafte Einschränkungen. In der Interviewreihe „geimpft, geschädigt, geleugnet“ sprach sie mit Johannes Clasen über Angst, Vertrauen, Druck – und darüber, wie allein sie sich seit ihrem Zusammenbruch fühlt. Sie wollte damit die Welt retten

Als Christiane Gund am 20. Februar 2021 im Impfzentrum Mannheim ihre AstraZeneca-Impfung erhielt, war für sie völlig klar: Das ist der richtige Weg. Sie glaubte an die Impfung. Sie vertraute Ärzten, Politik und Behörden. Und sie empfand die Impfung fast als Pflicht. Denn eine echte Entscheidungsfreiheit habe sie damals nicht gehabt.   


Die Physiotherapeutin gehörte zur höchsten Priorisierungsgruppe. Ohne Impfung hätte sie nicht  mehr arbeiten dürfen. Gerade erst hatte sie ihre eigene Praxis eröffnet – mit Kredit und langfristigem Mietvertrag. Gleichzeitig war ihre Mutter schwer an Krebs erkrankt. Die Angst, sie mit Corona anzustecken, saß tief. Zudem sei das für sie „eine ganz normale Impfung, dass man dann gesund bleibt“ gewesen.


Rückblickend beschreibt sie sich selbst als starke Impfbefürworterin. Sie habe Menschen vom Impfen überzeugen wollen, habe Druck weitergegeben, den sie selbst gespürt und von den Behörden auferlegt bekommen habe. Auf Ungeimpfte habe sie mit dem Finger gezeigt: „Hier, der ist es.“ Zu Johannes Clasen sagt sie heute erschüttert:


„Ich hätte dich praktisch auch zum Scheiterhaufen geführt.“


Heute ist sie fassungslos über sich selbst. Stunden später beginnt der Albtraum

Schon kurz nach der Impfung reagierte ihr Körper massiv. Innerhalb von zwei Stunden bekam sie über 40 Grad Fieber. Sie versuchte, sich zu beruhigen: „Ja, das gibt’s mal, das kennen wir ja auch von kleinen Kindern, wenn die geimpft werden.“


Doch das Fieber blieb. Am nächsten Tag brachte ihr Mann sie ins Krankenhaus. Sie konnte kaum noch laufen.


„Es musste auch jemand mithelfen, auf dem Parkplatz, mich aus dem Auto zu holen.“


Ihr Mann durfte sie nicht begleiten. In der Notaufnahme bekam sie Medikamente. Eine Ärztin beruhigte sie:


„Frau Gund, Sie haben eine Impfreaktion, Sie sind nicht die erste, aber das gibt es mal.“


Nach einigen Stunden wurde sie wieder nach Hause geschickt – trotz hohem Fieber, Erschöpfung und Herzrhythmusstörungen.


Heute wirkt dieser Moment wie der Beginn einer fatalen Fehleinschätzung. Denn später wird man massive Hirnschäden und sogar einen Thrombus im Herzen finden. Fehlende Meldung ans PEI

Heute weiß sie: Bereits damals hätte ihr Fall von den Ärzten als schwere Impfnebenwirkung gemeldet werden müssen. Christiane Gund meldete ihre Beschwerden selbst an das Paul-Ehrlich-Institut – zunächst direkt am 21. Februar aus der Notaufnahme heraus, später am 24. Februar erneut per Handy. Eine Rückmeldung auf diese Meldungen erhielt sie nicht. Erst zwei Wochen später, als sie schon in einem lebensbedrohlichen Zustand war, wurde ihr Fall am 5. März 2021 seitens der Klinik ans Paul-Ehrlich-Institut gemeldet. Arbeiten trotz Fieber – aus Angst um die Existenz

Christiane Gund schleppte sich weiter durch den Alltag. Ihre Praxis war erst kurz zuvor eröffnet worden. Patienten warteten. Rechnungen mussten bezahlt werden.


Also nahm sie Fiebersenker und arbeitete weiter:


„Ich hab Fiebersenker genommen, um arbeiten zu können.“


Erneut suchte sie ärztliche Hilfe. Doch auch ihr Hausarzt erklärte ihr, eine Impfreaktion könne „schon fünf Tage dauern“. Fatalerweise veranlasste er keine weiteren Untersuchungen. Zudem vertraute sie weiterhin den Ärzten:


„Ich war der Meinung, ich brauch nicht mehr zum Arzt gehen, warum soll ich zum Arzt gehen, wenn es nur eine Impfreaktion ist, wenn ich untersucht worden bin.“


Doch Christianes Beschwerden wurden schlimmer. Massive Kopfschmerzen kamen hinzu, arbeiten war nicht mehr möglich. Mit vermeintlicher Migräne ging sie zur Osteopathin, erbrach sich dort vor Schmerzen. Trotzdem ging sie nicht mehr in die Klinik – weil ihr immer wieder gesagt wurde, es sei „nichts“. „Gelähmt zusammengebrochen“

Am elften Tag nach der Impfung alarmierten ihre Kinder den Vater, da Christiane Gund kaum noch reagierte. Doch sie weigerte sich vehement, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, da sie glaubte, ausreichend untersucht worden zu sein.


Zwei Tage später brach sie morgens gelähmt zusammen.


Ihr Mann alarmierte den Rettungswagen. Doch die Antwort schockierte ihn: Bei einer Impfreaktion müsse man zum Hausarzt gehen.


Erst als die Praxis des Hausarztes öffnete und dieser selbst den Rettungsdienst rief, kam Hilfe. Im Krankenhaus stellten die Ärzte schließlich fest, wie dramatisch ihr Zustand war: doppelte Hirnvenenthrombose, geplatzte Gefäße, eine 7,5 Zentimeter große Hirnblutung. Das Gehirn war so massiv angeschwollen, dass man ihr nicht helfen konnte.


„Egal, was sie mir gegeben haben, es wurde immer schlimmer.“


Immer weitere Thrombosen entstanden –


„in vielen Organen, im Herz, in der Lunge, in der Leber, im Bein, im Bauchraum“.


Dabei war ihre Gerinnungsstörung bereits vor der Impfung bekannt und dokumentiert worden.


In der Nacht entfernten Ärzte einen Teil ihrer Schädeldecke, um den Druck zu senken. Ihrem Mann hatte man gesagt, dass das wahrscheinlich „nicht klappen“ werde.


„Es war […] leider so, dass ich dem Tod sehr nahe stand.“ Zwischen Leben und Tod

Vieles aus dieser Zeit weiß sie nicht mehr. Sie lag mit gestörten Blutgerinnungsfaktoren auf der Intensivstation, verlor viel Blut, erhielt Blutkonserven, kämpfte ums Überleben.


Und doch erinnert sie sich an einen Gedanken: Sie habe nie geträumt zu sterben, sondern dass sie vielen Menschen helfe. Und tatsächlich: Sie überlebt. Doch ihr Leben wird nie wieder dasselbe sein.


Kurz nach ihrem Fall traten auch in Österreich ähnliche Fälle auf. AstraZeneca geriet zunehmend in Verruf. Die Universität Greifswald warnte davor, Heparin in Verbindung mit dem Impfstoff einzusetzen, weil dadurch Thrombosen verstärkt werden könnten. Der Impfstoff wurde für zwei Wochen ausgesetzt.


Am 30. März 2021 traten Angela Merkel und Jens Spahn vor die Öffentlichkeit und erklärten, dass es nach AstraZeneca-Impfungen zu Hirnvenenthrombosen gekommen sei, das Nutzen-Risiko-Profil aber weiterhin positiv bewertet werde. AstraZeneca solle fortan nur noch für Menschen über 60 Jahren eingesetzt werden. Zweitimpfungen mit AstraZeneca wurden nur noch auf freiwilliger Basis empfohlen, gleichzeitig riet man zu sogenannten Kreuzimpfungen mit anderen Herstellern.


Für Christiane Gund ist das bis heute schwer zu ertragen. Denn sie kennt mehrere Menschen mit ähnlichem Schicksal, die erst später geimpft wurden. Menschen, deren Schäden ihrer Ansicht nach hätten verhindert werden können, wenn Politik und Behörden früher anders reagiert hätten.


Als sie das Krankenhaus verließ, trug sie einen Helm, da ein Teil ihres Schädels und „viel Hirnmasse“ fehlten. Später erhielte sie ein Implantat aus Hartschaumplastik. Danach begannen schwere epileptische Anfälle.


Heute leidet sie neben der Halbseitenlähmung unter schwerer Epilepsie und Sehstörungen. Gleich mehrere Faktoren erhöhen das Risiko für einen epileptischen Anfall: die fehlende Hirnmasse, das Implantat aus Hartschaumplastik mit den tiefen Narben am Kopf und die massive Vorschädigung des Gehirns.


Dinge, die früher selbstverständlich waren, sind nun gefährlich oder unmöglich geworden: in der Badewanne liegen, das Fahrradfahren mit Helm, einfache Alltagswege wie „ins Auto setzen und Klopapier kaufen“ seien heute eine große Herausforderung.


„Es ist so gruselig, aber das ganze Leben ist ja jetzt gruselig.“ „Wir werden nicht versorgt“

Besonders schmerzhaft ist für sie nicht nur der körperliche Schaden – sondern vor allem das Gefühl, nach all dem allein gelassen worden zu sein: von Freunden, vom System, von der Gesellschaft und von der Politik.


Über Kontakte zur SPD versuchte Christiane Gund immer wieder, Politiker auf ihr Schicksal und das vieler anderer Betroffener aufmerksam zu machen. Denn:


„Es darf nicht mehr passieren! Es darf nicht mehr passieren!“


Heute klingt in ihrer Stimme vor allem Resignation mit.


„Es wird nicht dokumentiert, es wird auch in meinem Fall einfach gesagt: Ist halt so, gewöhnen Sie sich dran.“


Ein Satz, der sie tief trifft.


Besonders schwer wiegt für sie, dass sie sich „auf das Versprechen des Staates verlassen“ hatte, „dass einem bei Impfschäden geholfen wird.“ Doch genau das erlebt sie bis heute nicht. Obwohl ihr Impfschaden offiziell anerkannt wurde, muss sie bis heute um Therapien, Rezepte und Medikamente kämpfen:


„Es ist jedes Mal ein Kampf.“


Dabei hätte sie nach ihrer Entlassung intensive Unterstützung gebraucht. Sie musste wieder sprechen lernen, gehen lernen, essen lernen. Halbseitig gelähmt saß sie im Rollstuhl – und erhielt dennoch nicht die Therapien, die sie dringend gebraucht hätte.


„Ich hätte ein halbes Jahr alles kriegen müssen. Ergotherapie, Logopädie, Reha, Physiotherapie.“


Doch als Selbstständige fiel sie durch viele Raster des Versorgungssystems. Selbst in ihrer eigenen Praxis bekam sie keine Therapie.


Dass sie heute überhaupt wieder arbeiten kann, verdankt sie vor allem ihrem eigenen Kampfgeist.


„Ich hab jeden Tag trainiert und geübt.“


Immer wieder habe sie eingefordert, dass mit ihr gearbeitet werde.


„Ich war da sehr renitent.“ Der Druck, zu impfen

Besonders bitter und aus heutiger Sicht unverständlich: Trotz ihrer schweren Reaktion ließ sie sich später erneut impfen – zweimal mit BioNTech. Auch ihre Kinder und ihr Mann erhielten weitere Impfungen.


Warum?


Weil sie nach nur einer AstraZeneca-Impfung offiziell weiterhin als ungeimpft galt. Weil sie Angst hatte, beruflich erneut ausgegrenzt zu werden. Weil ihr niemand eine Impfbefreiung attestieren wollte. Und weil sie erleben musste, dass Ungeimpfte teilweise keine Behandlung erhielten:


„Hattest du keine Impfung, keine Behandlung. Krank. Das ist krank.“


Hinzu kam die Angst, die Ärzte ihr und ihrer Familie vermittelt hatten: Wegen ihres schlechten Gesundheitszustands könne sie an einer Corona-Infektion sterben.


„Diese Angst, jemanden zu verlieren, war so schlimm.“


Auch ihre Berufsverbände hätten massiven Druck aufgebaut. So kopierte sie Impf-Ausweise ihrer Mitarbeiter, archivierte sie und kontrollierte Vorgaben – aus Angst, ihre Praxis zu verlieren.


„Ich hab gedacht, dass ich das machen muss. Dass ich die Welt weiterhin retten kann.“


Dann stockt sie.


„Und hab gedacht, die Welt rettet mich. Aber es war halt nicht so.“ Zwischen allen Fronten

Nach ihrem öffentlichen Auftreten in RTL und SWR bekam sie Hass und Anfeindungen von beiden Seiten zu spüren:


Impfgegner schrieben ihr, sie sei selbst schuld an ihrem Schicksal. Impfbefürworter drohten ihr, die sie mit nur einer Impfung als ungeimpft galt, ebenfalls: „Zu viele Ungeimpfte, zu wenig Sensen“, so der Post eines Patienten.


Christianes Verletzungen sitzen tief. Denn sie war selbst lange Teil genau dieses Systems aus Druck und Ausgrenzung gewesen. Schuldbewusst erinnert sie sich an ihre ungeimpfte Reinigungskraft, der sie den Zutritt zur Praxis verweigern musste. Als diese schwanger war, sagte sie zu ihr:


„Wenn du dich nicht impfen lässt, du bringst dein Kind um.“


Heute schämt sie sich für diese Sätze.


„Es war leider so. Ich hab das alles so gedacht.“ Ein Trauma, das bleibt

Trotz allem arbeitet Christiane Gund heute zeitweise wieder als Physiotherapeutin. Seit ihrem Wiedereinstieg organisiert ihr Mann die Praxis, übernimmt Bürokratie und vieles im Alltag. Nach außen funktioniert sie. Doch innerlich ist vieles zerbrochen. Sie ist schwer traumatisiert.


Besonders beschäftigt sie die Frage, warum ihrer Meinung nach bis heute keine umfassende Aufarbeitung stattfindet.


„Für jeden Scheiß gibt es einen Untersuchungsausschuss, aber für diese Sache nicht.“


Auch beruflich beobachtet sie Entwicklungen, die ihr Sorgen machen. Seit Jahrzehnten arbeitet sie als Physiotherapeutin – doch das Ausmaß schwerer Erkrankungen, das sie heute erlebt, erschüttert sie. Denn inzwischen sehe sie zunehmend Darmkrebs, Brustkrebs, Schlaganfälle, Guillain-Barré-Syndrom oder ALS – auch bei jungen Menschen – wie sie es in dieser Häufigkeit früher nicht erlebt habe.  Denn das seien


„eigentlich alles so Erkrankungen gewesen, wo du dann gesagt hast, so was gibt’s mal. […] . Aber dass ich das so massiv hab, auch bei uns hier im Ort, dass wir drei ALS-Erkrankte haben, bei denen zwei verstorben sind und jung, ja mitten im Leben. […] Das ist ungewöhnlich.“


Vor allem aber macht ihr Angst, wie eine ähnliche Krise künftig gehandhabt werden könnte. „Ich mach mir ganz große Sorgen, was wir beim nächsten Mal machen.“


Denn nachträgliche Erkenntnisse helfen ihr und ihrer Familie nicht mehr.


„Es hilft mir nicht, das nachträglich zu bemerken. Mir ist es passiert, meiner Familie.“


Wenn sie die Zeit zurückdrehen könnte? Christiane antwortet zunächst erschreckend ehrlich: Wenn sie bei diesem Zeitsprung so wäre wie damals, würde sie es wieder genauso machen. Weil sie wieder funktioniert hätte. Weil sie wieder vertraut hätte. Weil sie wieder Teil des Systems gewesen wäre.


Doch mit dem Wissen von heute sagt sie unter Tränen zwei Worte:


„Nie mehr.“


Und sie ergänzt:


„So lang die mir nicht beweisen können, was der Fehler war […] und solange nichts offengelegt und dokumentiert wird, wäre ich raus.“


Für Christiane Gund bleibt deshalb vor allem diese Hoffnung: Dass Menschen mit schweren Nebenwirkungen künftig früher ernst genommen werden und dass das Geschehene gründlich aufgearbeitet wird, damit nicht erneut aus Warnzeichen Tragödien werden, die ein Leben und ganze Familien für immer verändern. Möge diese Hoffnung wahr werden.
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Kenny Carmody: Meinen Schaden wird nur Gott und die Natur heilen
31.07.2026
1 Stunde 5 Minuten
Er war erfolgreicher Medieningenieur in Los Angeles, sportlich, voller Energie – bis eine Impfung sein Leben zerstörte. Heute verbringt Kenny Carmody die meiste Zeit im Bett. Das Sprechen und Schlucken fällt ihm schwer. Während des Gesprächs mit Johannes Clasen fasst er sich immer wieder an den Hals, schluckt angestrengt, hält inne. Seine Geschichte ist die Geschichte eines Mannes, der einst in der internationalen Film- und Spieleindustrie Karriere machte – und heute gegen Schmerzen, Fatigue, motorische Probleme, Atemnot und den Verlust seines alten Lebens kämpft. Eine steile Karriere

Schon beim Zuhören wird deutlich, wie sehr Kenny Carmody leidet. Immer wieder unterbricht ihn sein Körper. Das Schlucken fällt ihm schwer, fast jeder Satz kostet Kraft. Die chronische Dysphagie, eine schwere Schluckstörung, gehört inzwischen zu seinen belastendsten Symptomen. Essen führt zu Erstickungsanfällen, Atemnot und Panik.


„Das ist eine meiner Hauptproblematiken“,


sagt er leise.


Dabei führte der Deutsch-Amerikaner einst ein vollkommen anderes Leben. Carmody studierte in München. Nach dem Abschluss zum digitalen Medieningenieur für Spiele und Animationen arbeitete er zunächst in Bayern, später in Hamburg, London und schließlich in Los Angeles. Dort machte er Karriere in der Film- und Gamingindustrie, arbeitete als Principal 3D Artist für große Studios und Technologieunternehmen.


Er habe in seiner Karriere viel Glück gehabt und sich hochgearbeitet, erzählt er. Sein Beruf sei zugleich seine Leidenschaft und sein Hobby gewesen.


Auch körperlich war er immer aktiv gewesen. Er joggte, surfte am Strand, erledigte alles zu Fuß. Es war immer Teil seines Lebens, sich fit zu halten.


Dann kam Corona. Der Druck zur Impfung

Die ersten Monate der Coronazeit erlebte Kenny Carmody in Los Angeles. Die Arbeitsbelastung war enorm. „Wir hatten 80-Stunden-Wochen, weil wir kurz davor waren, unser Produkt auf den Markt zu bringen“, erinnert er sich. Gleichzeitig


„kam diese Nachricht, dass wir bald in den Lockdown kommen, da ist irgendwie ein Virus und wir sollten uns vorbereiten für das was kommt.“


Anfangs machte er sich wenig Gedanken über Politik oder medizinische Fragen. Angst vor dem Virus habe er nicht gehabt, auch sei er immer schon skeptisch gegenüber Medikamenten und Schulmedizin gewesen. Doch mit der Zeit wuchs der Druck in seinem Umfeld.


„Das kam dann Stück für Stück, dass […] erläutert wurde, dass wir […] uns impfen sollten.“


Zunehmend verspürte er


„viel Druck von den Kollegen […], sich impfen zu lassen.“


Schließlich entließ ihn seine Firma, da er sich nicht impfen ließ. So musste er sich „mitten in der Coronazeit eine andere Firma suchen“. Da er in der Branche gut etabliert war, war dies jedoch kein Problem.


Seiner Skepsis gegenüber Medikamenten zum Trotz, kam es dennoch am 21. Juli 2021 zur ersten Impfung mit dem Impfstoff von Moderna. Der Druck im beruflichen Umfeld spielte dabei eine zentrale Rolle.


„Irgendwann kam dann so eine Gruppe von Menschen, die dann gesagt haben, die Leute, die da bleiben wollen in der Firma, die sollten sich doch lieber impfen.“


Hinzu kam die Sorge um seine schwer erkrankte Mutter in Deutschland, die er besuchen wollte. Ohne Impfung sei ein Flug nicht möglich gewesen, so Carmody. Zudem habe sich auch auf den Straßen von Los Angeles die Stimmung verändert. Menschen hätten Ungeimpfte beschimpft, ausgegrenzt und angegriffen.


„Der Druck wurde immer größer.“ Kollaps vor der Haustür

Nur zwei Tage nach der Impfung begannen die Beschwerden. Erst ein Brennen in den Händen, dann im ganzen Körper.


„Als würd mein Körper in Flammen sein“,


so beschreibt er seine Schmerzen.


Die Sonne, die er, der „Sonnenanbeter“, immer geliebt hatte, konnte er plötzlich nicht mehr ertragen. Seine Gefäße hätten gebrannt, erzählt er.


Am dritten Tag brach er nach dem Einkaufen vor seiner Haustüre zusammen. Nachbarn riefen den Rettungswagen. Im Krankenhaus wurde „ein sehr starker Zytokinsturm“ festgestellt – extrem hohe Entzündungswerte, die Ärzte damals bereits mit der Impfung in Verbindung gebracht hätten.


Kenny Carmody war einen Tag bewusstlos und „nicht ansprechbar“.


Insgesamt wurde er sechs Wochen im Krankenhaus behandelt. Dort erhielt er sogar eine zweite Impfung – weil er nach Deutschland zurückfliegen wollte. Heute nennt er dies


„eine sehr große Fehlentscheidung.“


Denn schon im Krankenhaus in Los Angeles habe er gemerkt, dass sein Körper „immer schwächer wurde“. Den Heimflug nach Deutschland verbrachte er schließlich im Krankenbett, begleitet von medizinischem Fachpersonal. Diagnosen, Zweifel und psychische Zuschreibungen

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland war er zunächst froh, wieder bei seiner Familie zu sein. Doch sein Zustand


„wurde Stück für Stück immer schlimmer.“


So begann eine jahrelange Suche nach Hilfe. Seine Symptome verstärkten sich, neue kamen hinzu: Steifheitsgefühle, Muskelschwäche, Atemnot, Nervenschmerzen, Schluckstörungen, schlaganfallartige Anfälle.


Es folgten zahlreiche Diagnosen: Multiple Sklerose, später der Verdacht auf eine unspezifische ALS, dazu Fibromyalgie, chronische Pankreatitis, MCAS, COPD, Neuralgien, Endotheliitis und schwere Dysphagie,


„eine […] Bandbreite an Diagnosen.“


Doch statt Akzeptanz habe er immer wieder Ablehnung seitens der Ärzte erlebt.


„Der erste hat gesagt, es ist eine paranoide Angststörung. Das gibt es ja gar nicht, dass es Impfschäden gibt.“


Ein Neurologe habe ihn kaum ausreden lassen.


„Nach drei Minuten hat er gesagt: Es gibt keine Impfschäden. Wollen Sie nicht eingestehen, dass Sie eine Schizophrenie haben?“


Für Carmody war das ein Schock:


„Dann hab ich gesagt: Ne, da läuft doch was ganz falsch.“


Zumal er Unterlagen aus den USA vorgelegt hatte, die den zeitlichen Zusammenhang seiner Beschwerden mit der Impfung dokumentierten.


Bis heute besitzt er nach eigenen Angaben keinen ICD-10-Code für einen Impfschaden.


„Das wurde vehement abgelehnt.“ „Ich musste selber mein Arzt werden“

Weil viele Ärzte ihm nicht helfen konnten oder wollten, begann Carmody selbst zu recherchieren.


„Ich musste selber mein Arzt werden.“


Er tauschte sich mit Ärzten und Wissenschaftlern im Ausland aus, besonders in den USA. Heute steht er in Kontakt mit internationalen Medizinern und Forschern wie Pierre Kory, Kevin McKernan und Peter McCullough. Besonders wichtig sei für ihn dabei die Beschäftigung mit der Mitochondrienbiologie geworden.


Nach Überzeugung seines behandelnden Arztes spielen die durch die Impfung codierten Spikeproteine, aber auch die Lipidnanopartikel eine entscheidende Rolle bei den Schäden. Denn diese würden die Mitochondrien schädigen – also jene Zellbestandteile, die für die Energieversorgung verantwortlich sind.


„Über 90 Prozent aller Krankheiten sind eigentlich eine Dysfunktion der Mitochondrien“,


sagt Carmody unter Berufung auf führende Mitochondrienforscher. Deshalb müsse bei der Behandlung unbedingt die Mitochondrienbiologie berücksichtigt werden. Verlust des Vertrauens

Inzwischen hat Kenny Carmody das Vertrauen in die Schulmedizin vollends verloren.


„Mein Vertrauen in die Schulmedizin ist für mich nicht mehr vorhanden.“


Viele Medikamente und Therapien hätten seinen Zustand aus seiner Sicht eher verschlechtert. Immuntherapien, Infusionen und andere Behandlungen hätten keine Besserung gebracht.


Heute nimmt er nur noch wenige Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel. Stattdessen versucht er, sich an natürlichen Rhythmen zu orientieren.


Besonders wichtig seien ihm, dem ehemaligen Sonnenanbeter, das natürliche Sonnenlicht, die Natur und sein Glaube. Seiner Überzeugung nach habe sich der Mensch zu weit von den natürlichen biologischen Rhythmen entfernt.


„Was mir am besten tut ist dieses natürliche […] Gesetz der Natur, dass man den natürlichen zirkadianen Rhythmus, d.h. unsere biologischen Rhythmen Tag und Nacht einhält.“


Das frühe Morgenlicht, der zirkadiane Rhythmus, Ruhe und Natur seien für ihn zentral geworden.


„Was mir am meisten hilft, wenn ich mit der Sonne […] aufstehe.“


Zudem sei sein Glaube für ihn sehr wichtig. Er sei für ihn „mit der größte Halt“. „Ich hab niemals gedacht, dass da so viel Böses dahinter ist.“

Im Gespräch spricht Kenny Carmody auch über seine Sicht auf die Pandemiepolitik. Sein „Weltschaubild“ habe sich durch die vergangenen Jahre grundlegend verändert. Sein „Bewusstsein, gegen welche Mächte wir hier kämpfen“ habe sich geschärft. Er ist überzeugt, dass die Impfkampagne militärisch begleitet wurde.


„Das wurde bewusst entwickelt.“


Dies sei heute öffentlich nachvollziehbar und auf der Website des Weißen Hauses nachzulesen. Corona sei „ein Gehorsamstest für einen zukünftigen ökonomischen Neustart“ gewesen, und gehöre zur Agenda des WEF. Kenny Carmody hofft, dass irgendwann „jemand zur Verantwortung gezogen wird“. Doch er befürchtet, dass er in seiner Lebenszeit keine Gerechtigkeit mehr erfahren werde. Das Leid der Betroffenen

Wichtig ist ihm, den Fokus auf das Leid der vielen Betroffenen zu lenken.


„Es sind so viele Menschen in Not, so viele Menschen leiden. […] Die haben alle die gleichen Geschichten und werden alle von der Regierung, von den Ärzten […] vehement abgetan als psychisch krank.“


Zudem würden die Impfschäden geleugnet.


„Uns gibt es nicht, wir werden von allen Seiten zensiert, wir werden falsch diagnostiziert, wir werden abgestempelt und werden allein gelassen in unserem Sterben.“ Ein Gespräch am Limit

Dass Kenny Carmody dieses Interview überhaupt führen kann, grenzt für ihn an eine Ausnahme. Immer wieder muss er innehalten, schwer schlucken, Luft holen. Jeder Satz wirkt anstrengend und angestrengt. Da er normalerweise die meiste Zeit im Bett liegt, ist er dankbar, dass er es schafft, die Kraft aufzubringen, um dieses Gespräch zu führen. Nach dem Interview werde er sich wieder stundenlang ausruhen müssen, sagt er leise.


Doch trotz all seines Leides versucht er, an seiner tiefen Hoffnung festzuhalten.


„Meinen Schaden wird nur Gott und die Natur heilen, da bin ich mir sicher.“


Möge seine Hoffnung wahr werden.
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Alfred Wilbert: Man hat sich solidarisch gezeigt und wird jetzt im Regen stehen gelassen
28.07.2026
26 Minuten
Es ist ein spontaner Moment, der diesem Gespräch vorausgeht. Im griechischen Restaurant von Georgios in Bingen sitzt Alfred zunächst nur als Zuhörer im Raum. Mit ihm sind noch weitere Impfgeschädigte gekommen, um dem Gespräch zwischen dem impfgeschädigten Georgios und Johannes Clasen beizuwohnen. Spontan meldet Alfred sich zu Wort. Denn auch er möchte erzählen. Seine Geschichte der letzten Jahre drängt nach draußen – ungeplant, aber mit Nachdruck. So entwickelte sich spontan ein intensives, persönliches Gespräch zwischen Alfred Wilbert und Johannes Clasen. Ein Leben voller Energie – vor der Impfung

Alfred war ein Mann, der mitten im Leben stand und viel gearbeitet hat. Er ist „gelernter Fleischer“ und hat später sein Geld als Zusteller bei der Rheinzeitung verdient. Nacht für Nacht war er unterwegs, betreute als Gebietsleiter einen großen Bereich, lief dabei pro Tour viele Kilometer.


„Ich hatte überhaupt keine Angst vor Corona“, sagt er. Sein Alltag fand draußen statt, im Außendienst. Die Pandemie schien weit weg. Und auch eine Impfung kam für ihn zunächst nicht infrage.


„Weil ich wusste, ich war fit.“


Fit – das bedeutete für ihn: belastbar, aktiv, körperlich stark. Ein Zustand, den er selbst sehr genau einschätzen konnte.


„Ich bin ja als Zusteller nachts 12 km gelaufen, von daher wusste ich, war ich fit.“ Der Druck wuchs

Doch Alfred ließ sich schließlich doch impfen. Jedoch nicht aus Überzeugung.


Der Druck kam schleichend – aus verschiedenen Richtungen. Vom Arbeitgeber, der nach dem Impfstatus fragte. Vom Hausarzt, der die Impfung empfahl. Und aus der Familie.


Der entscheidende Punkt war der Wunsch, die Schwiegermutter im Altenheim besuchen zu dürfen. So erhielt er im November und Dezember 2021 zwei Impfungen, jeweils mit dem Impfstoff von Moderna. Der Moment, in dem sich alles veränderte

Nach der ersten Dosis verspürte Alfred kaum etwas. Eine Schwellung am Arm, sonst nichts. Wie gewohnt arbeitete er weiter. Doch nach der zweiten Impfung, die er an einem Werktag abends zwischen 17 und 18 Uhr erhielt, war es anders. Noch in derselben Nacht ging er wie gewohnt zur Arbeit. Doch am Morgen kippte sein Zustand plötzlich:


„Gegen Morgen ging das los: stechende Kopfschmerzen, dann hat sich alles gedreht.“


Ein Gefühl, das er nicht kannte.


„Das hatte ich nie.“


Alfred konnte sich nicht einmal hinlegen. Die Schmerzen, der Schwindel – sie ließen ihn nicht zur Ruhe kommen. Ihm war klar:


„Irgendwas stimmt im Kopf nicht.“


Seine Frau brachte ihn zum Hausarzt. Von dort ging es sofort ins MRT, weiter ins Krankenhaus – schließlich dann mit einem „mulmigen Gefühl“ in die Uniklinik Mainz.


Dort fiel schnell eine Entscheidung:


„Die haben direkt gesagt, wir können Sie nicht mehr heimlassen, wir müssen direkt eine OP machen. Sie haben einen Hirnwasserstau.“


Keine 24 Stunden nach Einweisung in die Uniklinik Mainz wurde Alfred operiert. Zweifel, die keine sein dürfen

Nach dem Eingriff verspürte er zunächst Erleichterung, „eine wesentliche Entlastung.“ Doch andere Symptome blieben bestehen.


Ihm war klar, was die Ursache für seinen lebensbedrohlichen Zustand war:


„Mir war eigentlich direkt bewusst, dass irgendwas mit der Impfung nicht in Ordnung sein kann.“


Er sprach es aus – im Krankenhaus, später in der Reha. Immer wieder.


„Ich hab immer gesagt: Das war die Impfung.“


Doch er stieß auf Widerstand. Oder vielmehr: auf Ablehnung.


„Ich war felsenfest überzeugt. Das ist alles abgewiegelt worden.“


Alfred wurde nicht ernst genommen, fühlte sich behandelt „wie ein Simulant, wenn ich was von der Impfung erzählt hab.“  Zudem litt er weiterhin an belastenden Symptomen.


Ein Satz einer Ärztin aus einer späteren Untersuchung an der Uniklinik in Frankfurt brannte sich tief und dauerhaft in Alfreds Gedächtnis ein:


„Wenn Sie an dem Tag Ketchup gegessen hätten, dann wär’s vom Ketchup.“


Diese Bemerkung habe ihn „total niedergeschlagen“, erzählt er mit stockender Stimme. Ein Kampf um Anerkennung

Erst zwei Jahre später, 2023, erfuhr Alfred erstmals echte Bestätigung, fühlte sich gesehen und ernst genommen. Denn in einer psychosomatischen Klinik sagte ein Psychologe zu ihm:


„An Ihrer Lebensleistung sehe ich, dass Sie kein Simulant sind.“


Damals brach Alfred in Tränen aus. „Was bei mir normalerweise nicht der Fall ist.“ Denn dieser Psychologe war der erste Therapeut, der ihm glaubte, dass seine anhaltenden Beschwerden von der Impfung stammen und seine Lebensqualität schwer beeinträchtigen.  


Dennoch ist Alfreds Weg zur Anerkennung lang – und teuer. Drei Ordner voller Befunde und Diagnosen hat er inzwischen gesammelt. Unzählige teure Arztbesuche und Therapieversuche hat er bereits hinter sicher.


„Das hat schon zigtausende von Euro verschlungen.“


Eine Diagnose aus Marburg, nach frustrierender zwei- bis dreistündiger Untersuchung, lautete schließlich:


„PostCovid nach Impfung“


Hinzu kommen weitere Befunde wie POTS, chronische Migräne, Entzündung der Nervengänge, Brainfog, chronische Sinusitis, Schmerzen, Verspannungen, Gelenkprobleme und ME/CFS.


„Ich hab zwei Seiten Diagnosen von der Krankenkasse zugeschickt bekommen. […] Vorher kerngesund.“ Ein Leben im Ausnahmezustand

Heute ist Alfred nicht mehr arbeitsfähig. Seit über vier Jahren ist er zu Hause. Der Antrag auf Erwerbsminderungsrente liegt beim Sozialgericht. Demnächst muss er wegen der Anerkennung des Impfschadens zum Gutachter.


Sein Alltag ist geprägt von Einschränkungen:


„Mittlerweile fast nur noch Couch oder im Garten relaxen. Mehr bleibt mir nicht. Körperliche Aktivität fast gar nicht.“


Früher war er ständig unterwegs, hatte zwei Hunde, war körperlich aktiv. Heute birgt jede Anstrengung, auch die Anstrengung dieses Gesprächs, das Risiko, einen Crash zu erleiden.


Selbst einfache Reize können zu einem Zusammenbruch führen, der Tage anhalten kann und von Schmerzzuständen und Brainfog geprägt ist. Der Verlust des Vertrauens und das Gefühl des Alleingelassenseins

Was Alfred besonders getroffen hat, geht über seine massiven körperlichen Symptome hinaus.


Es ist der Verlust des Vertrauens. Denn:


„Mittlerweile vertraue ich den Ärzten nicht mehr so.“


So begann er, sich selbst zu informieren, las Studien, tauschte sich in Gruppen und Foren aus, und orientierte sich an anderen Betroffenen und Veröffentlichungen einzelner zugewandter und vertrauenswürdiger Ärzte wie Ralf Tillenburg, der sich verständnisoffen und intensiv mit Impfschäden auseinandergesetzt hat. Was Alfred jetzt an Medikamenten nimmt oder therapeutisch versucht, hat er sich selbst angelesen. Denn:


„Auf die Ärzte braucht man eigentlich nicht zu hoffen.“


Auch finanziell gerät Alfred unter Druck. Tausende Euro hat er bereits für Ärzte, Diagnosen, Therapien, Medikamente ausgegeben. Auf der anderen Seite haben er und seine Frau außer Mieteinnahmen und der Rente seiner Frau keine Einkünfte und müssen sich einschränken.


Sein juristischer Weg endete vorzeitig nach gewonnener erster Instanz – weitere juristische Schritte sind zu teuer, zu belastend, da die Rechtsschutzversicherung die weitere Kostenübernahme verweigert.


Unterstützung erhält er also kaum: weder finanziell, noch medizinisch noch juristisch.


„Man hat sich solidarisch gezeigt, und wird jetzt im Regen stehen gelassen“,


so sein resignierendes Fazit.


Ein Satz, der trifft und viel über seine Situation und die vieler anderer Geschädigter aussagt. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung

Psychisch ist Alfred durch seine Lebenssituation stark gezeichnet.


„Wenn man fünf Jahre zu Hause ist, früher topfit war, mobil war, […]  jetzt mittlerweile ans Haus fast nur gebunden bin. […] Am Anfang war ich kurz vorm Abdrehen.“


Heute hat er einen Psychologen, der ihm hilft und sich „auch mit der Thematik“ beschäftigt: „Top, der Mann“, so Alfred.


Durch ihn und den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik hat er Selbstbewusstsein zurückerlangt und wieder etwas Hoffnung geschöpft. Sein Ziel ist, sein


„altes Leben zurückzugewinnen. Auch wenn es nicht mehr ganz so wird, wie es war. Aber vielleicht ein bisschen.“


So probiert er weiter aus, sucht weiter nach neuen Möglichkeiten, sich zu verbessern – Schritt für Schritt. Denn sein Wunsch für die Zukunft ist klar: Er möchte „wieder bisschen vorwärts“ kommen,


„dass ich bisschen Plus wieder in meinem Leben erfahre. […] Ich will ja irgendwann ein bisschen Leben noch haben.“


Es ist kein großer Anspruch. Kein radikaler Neubeginn. Nur der Wunsch nach ein bisschen mehr Normalität, ein bisschen mehr Leben.


Möge sein Wunsch in Erfüllung gehen.
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Die in diesem Podcast angesprochenen Grafiken finden Sie auf unserer Website: https://geimpft-geschaedigt-geleugnet.de/prof-stefan-homburg/das-wichtigste-ist-dass-dieser-pandemiemythos-nicht-in-die-schulbuecher-einsickert/ Vom „Verschwörungstheoretiker“ zum Zeitzeugen der Krise

Dr. Stefan Homburg ist Universitätsprofessor für Öffentliche Finanzen. Er war Berater von Politikern wie Theo Waigel, Gerhard Schröder und Christian Wulff und gehört seit Jahren zu den bekanntesten Stimmen der Corona-Kritik. Während der Pandemie wurde er häufig als Verschwörungstheoretiker bezeichnet. Heute blickt er gelassen auf diese Vorwürfe zurück.


„Das mit den Verschwörungstheorien läuft nicht mehr“,


sagt er. Wer 2020 die Verhältnismäßigkeit von Lockdowns infrage stellte oder vor den Risiken neuartiger Impfstoffe warnte, sei damals rasch mit dem Begriff „Verschwörungstheoretiker“ belegt worden. Heute sehe die Lage anders aus, da sich zu viele Kritikpunkte als richtig erwiesen hätten.


„Eigentlich bekommen wir jetzt eine Bestätigung dessen, was wir schon immer wussten.“


An die Stelle dieses Vorwurfs seien inzwischen andere Etiketten getreten. Sobald man irgendwie vom rot-grünen Mainstream abweiche, etwa bei Klima oder Krieg, würden einem


„irgendwelche auf Leugner endende Worte angeheftet.“ Der größte Schaden: Verlust von Rechtsstaatlichkeit

Auf die Frage nach den Schäden der Corona-Jahre benennt Homburg zunächst Grundsätzliches:


Der größte Schaden sei aus seiner Sicht „der Verlust an Rechtsstaatlichkeit“ gewesen. Denn was in den Jahren 2020 bis 2022 geschehen sei, habe sein Vertrauen in staatliche Verfahren erschüttert. Als Symbol für den Verlust rechtsstaatlicher Verfahren nennt er den „Regentag“ im November 2020. Die damals beschlossene Änderung des Infektionsschutzgesetzes bezeichnet er als „komplette Entsorgung des Rechtsstaats.“ Denn nur innerhalb weniger Stunden sei das Gesetz durch Bundestag und Bundesrat gegangen, vom Bundespräsidenten unterzeichnet und veröffentlicht worden.


Ähnlich kritisch sieht er die Ministerpräsidentenkonferenzen. Dort seien weitreichende Entscheidungen getroffen worden, die oft schon am nächsten Tag in Kraft traten. Für ihn steht dieses Vorgehen exemplarisch für die Geschwindigkeit, mit der in der Coronazeit Grundrechtseingriffe beschlossen und umgesetzt wurden.


Gleichzeitig betrachtet er den finanzpolitischen Kurswechsel als einen weiteren tiefgreifenden Schaden dieser Jahre. Schon früh, bereits im März 2020, hatte er von der „größten Umverteilungsaktion der Geschichte“ gesprochen, die aus seiner Sicht ein wesentlicher Grund für die bis heute anhaltende gesellschaftliche Spaltung ist. Durch die Maßnahmen sei eine Bevölkerungsgruppe, und zwar tendenziell die der wirtschaftlich Schwächeren, unterdrückt worden, „während es viele gibt, auch Lehrer mit Schülerallergien und dergleichen“, die von Schulschließungen und Homeoffice profitiert hätten. Kinder als Verlierer der Pandemie

Deutlich wird Homburg auch, wenn es um Kinder und Jugendliche geht. Er erinnert an Schüler, die wegen fehlender Masken ausgegrenzt, „in die Ecke gestellt“ und „vor der ganzen Klasse lächerlich gemacht“ wurden. In den Schulen sei ein massiver Impfdruck aufgebaut worden. Viele Lehrer hätten die Kampagnen mitgetragen, einige wenige rühmliche Ausnahmen seien selbst unter Druck geraten und drangsaliert worden. Die Folgen dessen sehe man bis heute. Ein Blick in Kinder- und Jugendpsychiatrien genüge, um die Schäden, die angerichtet worden seien, zu erkennen. Diese Langzeitfolgen würden die Gesellschaft noch lange beschäftigen.


Besonders eindringlich formuliert er seine Erwartung über die Generation, die diese Zeit als Kinder erlebt hat:


„Die Jungen, die werden sich auch irgendwann, glaub ich, revanchieren für das, was man ihnen da angetan hat. Ich möchte nicht als 80-jähriger Herr Drosten im Pflegebett liegen, wenn da ein 40-jähriger Pfleger ist, der sich noch genau daran erinnert, was man ihm angetan hat, als er Kind war.“ RKI-Leaks und die lange Aufarbeitung

Für Homburg ist die Aufarbeitung kein einzelnes Ereignis, sondern ein fortlaufender, langer Prozess. Dabei misst er den friedlichen Protesten auf den Straßen eine zentrale Bedeutung zu. Hinzu kämen die Pfizer-Files sowie die Veröffentlichung der RKI-Protokolle, die, so Homburg, für die Aufarbeitung ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen.


Die mehr als 4.000 Seiten der RKI-Unterlagen hat Homburg nach eigenen Angaben vollständig gelesen. Sein Eindruck: häufig hätten die Fachleute intern etwas anderes vertreten als das, was öffentlich kommuniziert wurde. Denn man sieht


„an sehr vielen Stellen, dass die Fachleute genau das Gegenteil dessen dachten, was nach außen hin Herr Wieler als RKI-Präsident und Sprachrohr der Regierung erzählte.“


Besonders bemerkenswert findet er Passagen, in denen Mitarbeiter darüber nachdenken, ob das Bundesgesundheitsministerium wegen sachfremder Weisungen verklagt werden könne. Am Ende hätten Juristen jedoch festgestellt, dass das Institut als Bundesoberbehörde weisungsgebunden sei, und daher „jeden Unsinn, der von Spahn und Lauterbach kam, einfach umsetzen“ musste. Drei Graphiken, die jeder sehen sollte und die Einzug in die Schulbücher halten sollten

Drei Graphiken, auf die Homburg sich in seinen Ausführungen bezieht, spielen für seine Ausführungen eine zentrale Rolle. Aufgrund ihrer Wichtigkeit und Aussagekraft gehören sie für ihn in Schulbücher, weil sie eine Geschichte erzählen, die von Politik und Medien weitgehend ignoriert wird.


Abb. 1: Die SARI-Daten und der erste Lockdown


Quelle: https://www.stefan-homburg.de/images/Bild%201%20SARI.png


Die erste Darstellung zeigt schwere Atemwegserkrankungen (SARI), die zu Krankenhausaufenthalten führen. Diese SARI-Daten, die das RKI „fast taggenau“ erhalte, gebe es seit vielen Jahren, Vergleiche mit den Vorjahren seien also möglich. Daher sei verständlich, dass die Mitarbeiter des RKI im März 2020 „sehr entspannt waren. Die wussten, das geht zurück.“ Die SARI-Daten seien zusammen mit den Daten des DIVI-Intensivregisters die geeigneten Zahlen, um die Belegung der Krankenhäuser zu kontrollieren und so eine Überlastung der Kliniken und Intensivstationen zu verhindern. Die Erkrankungszahlen seien, das zeigen die SARI-Daten eindeutig, bereits „Wochen vor dem Lockdown gesunken“ und 2020 im Frühjahr genauso zurückgegangen „wie in jedem anderen Jahr.“ Erst als sie bereits „stark im Sinkflug“ waren, sei der Lockdown in Kraft getreten.


„Es kann also keiner erzählen, dass der Lockdown die wirklichen Erkrankungen gesenkt hat.“


Denn die eigentliche Krankheitslast habe sich, wie aus der Graphik deutlich hervorgeht, bereits vor den Maßnahmen reduziert.


Daher habe die Politik, um ihre Maßnahmen durchsetzen zu können, einen Trick angewendet, indem sie für die öffentliche Kommunikation die PCR-Daten, die für diesen Zweck nicht geeignet und zudem nicht aussagekräftig seien, verwendet habe.


„Solche PCR-Massentests hatte es vorher nicht gegeben, deshalb gab es auch keinen Vorjahresvergleich.“


Obwohl die Beobachtung der SARI-Daten und der Daten des DIVI-Intensivregisters stattfand, um eine etwaig drohende Überlastung der Kliniken und Intensivstationen zu erkennen, wurde seitens der Politik nur auf die PCR-Fälle geschaut:


„Wir richten jetzt unsere Lockdownstrategie danach aus.“


Die zweite Graphik beschäftigt sich mit den PCR-Inzidenzwerten.


Abb. 2: Die PCR-Inzidenzen und ihre Widersprüche


Quelle: https://www.stefan-homburg.de/images/Bild%203%20PCR-Inzidenz.png


Während bei einer Inzidenz von 40 der erste Lockdown beschlossen worden sei, habe man später bei Werten um 2.000 auf vergleichbare Maßnahmen verzichtet:


„Bei einer sogenannten 7-Tage-Inzidenz von 40 war die Lage so schlimm, angeblich, dass man den Lockdown verhängte. Den ersten. Bei einer Inzidenz von etwas über 100 im Frühjahr 2021 war die Sache so schlimm, dass man neben dem Lockdown, der schon seit November galt, zusätzlich Ausgangssperren und, besonders schlimm, automatische Schulschließungen“


beschloss.


„Man kann nicht bei 40 einen Lockdown verhängen und dann bei 2000 sagen, bleibt mal locker.“


Für Homburg ist dies ein „glasklarer“ Hinweis darauf, dass die Inzidenz politisch genutzt wurde, ohne dass ihr irgendeine Bedeutung zugemessen wurde. Denn im April 22 sei die Bundestagsabstimmung über die allgemeine Impfpflicht angestanden. Um die Abgeordneten maximal unter Druck setzen zu können, habe man die Inzidenz bis 2000 heraufgetrieben, und zwar dadurch, wie die Minister Lauterbach und Ministerin Köpping freimütig einräumten, dass man seit Frühjahr 2022 Schnelltests als PCR-Tests zählte. Nach dem Scheitern der allgemeinen Impfpflicht sei die PCR-Hysterie beendet worden.


Die dritte Grafik legt SARI-Daten und PCR-Zahlen übereinander.


Abb 2: PCR-Werte und Krankheitslage


Quelle: https://www.stefan-homburg.de/images/Bild%204%20Vergleich%20SARI%20PCR.png


„Man sieht auf den ersten Blick, dass kein Zusammenhang besteht.“


Dabei sei dieser von der Politik postulierte Zusammenhang für die gesamte Corona-Politik angeblich entscheidungsführend gewesen. Während die Verantwortlichen ihre Entscheidungen mit PCR-Zahlen begründeten, hätten die tatsächlichen Krankheitsdaten etwas vollkommen anderes gezeigt.


Dass er diese drei Graphiken in der Enquete-Kommission nicht zeigen darf, hält Homburg für einen gravierenden Mangel. Er hätte sie dem Gremium gerne präsentiert, um den Politikern die Realität vor Augen zu führen. Doch sei ihm dies von den Mehrheitsfraktionen nicht gestattet worden. Kritik an der Enquete-Kommission

Trotz seiner Mitarbeit in der Enquete-Kommission dämpft Homburg die Erwartungen in dieses Aufarbeitungsgremium. Besonders die Redebegrenzung auf fünf Minuten empfindet er als Problem. Viele geladene Sachverständige würden Fragen ausweichen und darauf setzen, dass die Redezeit verstreiche.


Gleichzeitig glaubt er, dass die Auftritte führender Akteure eine unbeabsichtigte Wirkung entfalten. „Der Schuss“ sei bisher „klar nach hinten“ losgegangen. Denn viele Bürger würden in der Enquete-Kommission erstmals erleben, wie Politiker, Experten und Behördenvertreter auf kritische Nachfragen reagierten. Die einstigen Autoritäten wirkten dadurch angreifbarer.


„Die ganzen Helden, Buyx, Drosten, Spahn und jetzt zuletzt Schaade“


seien in den Anhörungen eingebrochen und hätten eine traurige Figur gemacht. Verantwortungsübernahme und Bewusstseinsschulung

Auf die Frage nach Mitschuldigen nennt Homburg mehrere Berufsgruppen: Lehrer, Juristen und Ärzte hätten besonders häufig mitgemacht. Gleichzeitig lehnt er pauschale Bestrafungsforderungen ab, da die Gesellschaft sofort zusammenbrechen würde. Denn zu viele Menschen hätten die Maßnahmen unterstützt oder umgesetzt. Von Schuldirektoren über Gerichtspräsidenten bis zu Behördenleitern sei ein großer Teil der Gesellschaft beteiligt gewesen. Da könne man nichts mehr reparieren.


Entscheidend sei deshalb etwas anderes:


„Es muss mehr über die Bewusstseinsschiene gehen.“


Wichtiger als Strafverfolgung sei, dass jetzt nicht der Mythos einer Pandemie in die Schulbücher einsickert.


„Werden die nächsten Generationen der Schüler lesen, da war eine ganz schreckliche Pandemie, und durch kluges staatliches Handeln wie Lockdowns und Ausgangssperren und Impfpflichten ist es gelungen, die in den Griff zu bekommen? Das wäre natürlich verheerend.“ Impfschäden und die fehlenden Daten

Ein weiteres zentrales Thema für Prof. Homburg sind die Impfschäden, die aus seiner Sicht unzureichend aufgearbeitet werden.


Er betont, dass er sich bei der Größenordnung der Betroffenen kein abschließendes Urteil zutraue. Als gesicherte Daten nennt er lediglich, dass die Sterbezahlen im Jahr 2020 normal gewesen seien, während es in den Jahren 2021 und 2022 auffällig höhere Sterbezahlen gegeben habe.


Abb. 4: Wöchentliche Sterbefälle in Deutschland


Quelle: https://www.stefan-homburg.de/images/Bild%202%20Sterbezahlen.png


Tatsächlich Geschädigten gebe es sicher, er kenne die genaue Zahl aber nicht. Denn die Datenlage sei kritisch zu bewerten. Das Meldesystem des Paul-Ehrlich-Instituts sei wegen der „riesigen Untererfassungsquote“ unzureichend. Zudem werde oft „kein Zusammenhang mit der Impfung“ hergestellt. Mit Hilfe der Abrechnungsdaten der Kassenärzte, die seit Dezember 2020 ans RKI gemeldet werden müssen, wäre eine fundierte Analyse der Impfschäden möglich. Doch dabei stoße man auf Widerstand und beiße auf Granit:


„Das Paul-Ehrlich-Institut und das RKI geben diese Daten nicht heraus.“


Und die Enquete-Kommission wolle diese wichtigen Gesundheitsdaten qua Entscheidung der Mehrheitsparteien lieber gar nicht sehen.


Die Enquete-Kommission könnte das Thema aufarbeiten. Homburgs Erwartungen sind jedoch gering. Wörtlich sagt er:


„Von der Enquete-Kommission können Sie da gar nichts erwarten. Sobald das I-Wort fällt, Impfung, neigt die Vorsitzende dazu, zu unterbrechen oder das Mikro abzudrehen.“


Zwar habe es eine Sitzung zum Thema Impfung gegeben, weitere Anhörungen zu Impfungen oder Impfschäden seien jedoch nicht vorgesehen.


Kritisch sieht Homburg zudem den Umgang mit Betroffenen. Die Politik benenne Impfschäden in Long Covid um, um sich aus der Verantwortung zu stehlen. Dahinter vermutet er politische Motive und die


„Angst, dass da was hochploppt.“


Denn eine umfassende Aufarbeitung würde die Mehrheitsparteien enorm treffen. Nach seiner Einschätzung gibt es jedoch zu viele Betroffene, sodass das Thema nicht verschwinden könne:


„Es gibt zu viele Geschädigte.“


Um die Frage nach der Anzahl der Todesfälle durch Impfung transparent beantworten zu können, hätte Homburg es begrüßt, wenn der Impfstatus auf den Totenscheinen dokumentiert worden wäre. Dies sei jedoch „in einer Zeit, in der man in jeder Imbissbude seinen Impfstatus offenbaren“ musste, mit der Begründung, es sei „wegen Datenschutz“ nicht möglich, abgelehnt worden.


„Das zeigt einmal mehr die ganze Bösgläubigkeit jener, die sich heute unschuldig geben. Wären sie nämlich damals überzeugt gewesen vom Erfolg dessen was sie tun, dann hätten sie auch Transparenz geschaffen.“


Auch in den RKI-Protokollen seien schon sehr früh Hinweise auf Impfschäden und Impfnebenwirkungen zu finden. Scharf kritisiert er, dass die politische Debatte über eine allgemeine Impfpflicht dennoch weitergeführt wurde: Obwohl die gravierenden und zahlreichen Impfschäden den Behörden und Politikern im Frühjahr 21 bekannt gewesen seien, hätten sie ein Jahr später noch versucht, eine allgemeine Impfpflicht durchzusetzen. Die gescheiterte Impfpflicht: Druck auf Abgeordnete und Widerstand aus der Bevölkerung

Homburg beschreibt die damalige politische Situation als von erheblichem Druck geprägt. Kurz vor der Abstimmung im Bundestag sei durch die wiederholte Präsentation der hohen Inzidenzzahlen gezielt Angst erzeugt worden.


„Weil es keinen Fraktionszwang gab, wollte man den Abgeordneten da nochmal richtig Bange machen.“


Warum die Impfpflicht letztlich scheiterte, erklärt Homburg mit mehreren Faktoren. Zum einen habe der Beginn des Ukraine-Krieges die öffentliche Aufmerksamkeit verschoben.


„Am Tag des Angriffs von Russland auf die Ukraine fielen die PCR-Zahlen aus der Tagesschau raus.“


Den entscheidenden Faktor sieht er jedoch in den bundesweiten, friedlichen Bürgerprotesten gegen die Corona-Maßnahmen. Die sogenannten Spaziergänge, „kleine Inseln des Widerstands“, hätten sich von Ostdeutschland aus über das ganze Land verbreitet und eine Größenordnung erreicht, die Politik und Behörden nicht mehr ignorieren konnten. Teilweise habe es hunderte Demonstrationen gleichzeitig gegeben.


„Der Staat wusste nicht mehr, wie er das beherrschen sollte.“


Für Homburg ist dies ein Beleg dafür, dass gesellschaftlicher Widerstand politische Entscheidungen beeinflussen kann. Die Spaziergänge hätten aus seiner Sicht wesentlich dazu beigetragen, dass die allgemeine Impfpflicht im Bundestag keine Mehrheit fand. Kleeblatt, Bundeswehr und die Rolle des Militärs

Die oft zitierte Überlastung des Gesundheitswesens ist, so Homburg, in den offiziellen Zahlen nicht zu erkennen. Als Beispiel nennt er das sogenannte Kleeblatt-System. Während von einer dramatischen Lage die Rede gewesen sei, seien über dieses System lediglich 93 Patienten verlegt worden. Gleichzeitig gebe es in Deutschland jedes Jahr rund 600.000 reguläre Krankenhausverlegungen.


Auch die Rolle des Militärs bewertet er kritisch. Erst im Laufe der Pandemie habe er erkannt, wie stark das Militär darin verwickelt sei. Dessen Einfluss reichte von Krisenstäben bis zu internationalen Strukturen der Pandemiebekämpfung. So sei in Deutschland General Breuer der Chef des Corona-Krisenstabs der Bundesregierung und General Holtherm Wielers Vorgesetzter im Bundesgesundheitsministerium gewesen. Eine Aufarbeitung über Generationen hinweg

Trotz aller Kritik glaubt Homburg nicht, dass die Corona-Jahre in Vergessenheit geraten werden. Die Lockdowns und der Impfzwang würden


„in 50 Jahren noch in den Köpfen sein.“


Die Zahl der Menschen, die die Ereignisse verdrängten, werde nach seiner Einschätzung mit der Zeit kleiner. Gleichzeitig würden immer mehr Menschen die Vorgänge kritisch betrachten. Die Justiz werde leider nur eine begrenzte Rolle spielen. Die eigentliche, dringend notwendige Aufarbeitung entstehe durch öffentliche Debatten, durch Dokumente wie die RKI-Protokolle, durch friedliche Bürgerproteste und durch die Erinnerung derjenigen, die die Zeit erlebt haben.


Am Ende des Gesprächs bleibt der Eindruck eines Mannes, der trotz der Schärfe seiner Kritik nicht verbittert wirkt, sondern pointiert, humorvoll, ironisch und manchmal provokant argumentiert. Man spürt, dass er von der vollständigen Aufklärung des Unrechts der Coronajahre überzeugt ist, auch wenn sie noch viele Jahre dauern wird.


So hoffen wir mit ihm, dass die Aufarbeitung des Geschehenen mit der nötigen Offenheit, Ehrlichkeit und Transparenz geführt wird. Mögen kommende Generationen aus den Erfahrungen lernen können, damit sich vergleichbare Entwicklungen nicht wiederholen.
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Georgios Tziaras: Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben
21.07.2026
24 Minuten
Johannes Clasen im Gespräch mit dem griechischen Gastwirt Georgios Tziaras – eine Geschichte über einen Traum, der kurz vor seiner Erfüllung zerbrach, und über einen Mann, der trotz schwerer Krankheit weiterkämpft. Ein Leben für die Küche – und ein Traum vom Stern

Georgios Tziaras stand sein ganzes Leben lang in der Küche. In Kiel geboren, in Deutschland aufgewachsen, lebt er seit 1988 in Bingen am Rhein. Gemeinsam mit seinen Eltern und seiner Frau führt er ein griechisches Restaurant – ein Familienbetrieb, in dem er nicht nur mitarbeitet, sondern seine Leidenschaft gefunden hat.


Er ist gelernter Koch, hat sich im eigenen Restaurant zum Spitzenkoch entwickelt. Der nächste Schritt war längst geplant: die Übernahme des elterlichen Betriebs, der Meistertitel, der große Durchbruch.


„So war der Plan.“


Alles deutete darauf hin, dass dieser Plan aufgehen würde. Das Restaurant war auf dem Weg nach oben, die Anerkennung wuchs – sogar ein Michelin-Stern stand in greifbarer Nähe. Heute ist davon nur noch ein schmerzhafter Gedanke geblieben. Der Moment, der alles veränderte

Die Entscheidung zur Impfung fiel nicht aus Überzeugung, sondern aus Druck.


„Um die Wahrheit zu sagen, […] wir waren mehr oder weniger damals in der Gastronomie gezwungen.“


Er erinnert sich an eine bedrückende Situation, an den massiven Druck seitens eines Behördenmitarbeiters, der ihn im Restaurant aufsuchte:


„Geh und lass dich impfen, sonst […] . […] Das war das, was der gesagt hat.“


Georgios selbst hatte keine Angst vor Corona und wollte sich daher eigentlich nicht impfen lassen.


„Aber der Zwang war so groß, dass es keine andere Möglichkeit gab.“


Nach den ersten beiden Impfungen arbeitete er weiter, erkrankte dann an Corona. Doch er erholte sich komplett und konnte wieder


„gut arbeiten. […] Ich war wieder am Start gewesen, um Gas zu geben.“


Dann kam die dritte Impfung. Eigentlich wollte er sich beim Hausarzt nur ein Rezept für Blutdruckmedikamente holen, doch der Arzt empfahl trotz Georgios‘ Bedenken dringend den Booster. Er wolle ihm das Leben retten, so die Aussage des Mediziners, da er doch vor über 20 Jahren eine Herzmuskelentzündung gehabt habe.


Wenige Minuten nach der Impfung brach Georgios zusammen:


„Keine Viertelstunde später […] bin ich im Betrieb zusammengeklappt. […] In der Küche zusammengeklappt vor meinen ganzen Arbeitskollegen.“


Ein Moment, der sein ganzes Leben verändern sollte. Ein Körper, der nicht mehr funktioniert

Was folgte, ist ein körperlicher Zusammenbruch: tagelanges hohes Fieber, Herzrasen, Blutdruckentgleisungen, Schmerzen, völlige Erschöpfung. Bis heute leidet er an chronischer Fatigue, ME/CFS, mitteldepressiven Störungen, einem stark angegriffenen zentralen Nervensystem.


Aus einem leistungsstarken Spitzenkoch wurde ein Mensch, der seinen Alltag bis heute kaum noch bewältigen kann.


„Es besteht keine Kraft, es besteht keine Möglichkeit […] kleine Aufgaben zu erledigen.“


Selbst Gespräche wie dieses sind für ihn eine große Belastung, sodass er danach


„einfach nur bettlägerig liegt.“


Ein Versuch, in die Küche zurückzukehren, scheiterte nach wenigen Minuten:


„Nach 20 Minuten nicht mal, hat alles nachgelassen.“


Er litt an Schwindel und Übelkeit,


„man ist wie am Zusammenbruch, man hält sich nur fest an den Küchenablagen, anstatt dazustehen und seine Arbeit machen zu können.“


In diesen Situationen bleibt ihm nur noch der Rückzug:


„Das ist dann der Punkt […] wo ich dann die Flucht ins Bett suche.“


Sein größter Wunsch ist einfach – und gleichzeitig unerreichbar geworden: wieder im eigenen Restaurant zu arbeiten.


„Es besteht keine Möglichkeit, leider.“ Wenn selbst Schlaf keine Erholung mehr bringt

Die Krankheit nimmt ihm nicht nur die Arbeit, sondern auch jede Regeneration.


„Man ruht sich nicht aus bei dieser Krankheit, das ist die Wahrheit.“


Selbst nach stundenlangem Schlaf bleibt die Erschöpfung:


„Der Körper schläft in Wirklichkeit nicht, weil […] einer der Nerven der zentralen Nervensysteme, in diesem Fall der Sympathikus, […] der ist ja gestört […] und der ist dann nur auf […] Flucht eingestellt oder […] Kampf.“


Erholung sei für ihn daher nicht möglich.


Ein normales Leben kann Georgios nicht mehr führen. Jeder Tag ist begrenzt auf wenige Stunden Energie – wenn überhaupt.


„Es ist, […] als ob alle Wege gesperrt sind.“ Abhängigkeit statt Selbstständigkeit

Besonders schwer wiegt für ihn der Verlust seiner Selbstständigkeit.


Die Bürokratie, die Anträge, die medizinischen Unterlagen, der „juristische Weg“ – all das kann er nicht mehr allein bewältigen und ist auf die Hilfe seiner Eltern und seiner Frau angewiesen. Ohne seine Familie


„hätte ich das vielleicht alleine erst gar nicht geschafft.“


Die Menge an Dokumenten überfordert ihn. Gleichzeitig wächst seine Angst um die Zukunft. Der Kampf um die richtige Codierung

Zu der körperlichen Belastung kommt ein weiterer Kampf – der um Anerkennung als Impfgeschädigter. Georgios ist überzeugt, an Post-Vac zu leiden. Doch in den Reha-Berichten wird in den ICD-Codierungen immer wieder etwas anderes festgehalten: Post-Covid.


„Diesen Krieg mach ich leider mit durch und der tut mich auch sehr sehr beanspruchen.“


Er fühlt sich seitens der Ärzte nicht gehört, nicht ernst genommen:


„Die kommen mir vor, als versuchen sie den ganzen Fall zu verschleiern und mir nicht die ICD 12.9 Nummer rauszugeben, […] dass da nach der Impfung […] es […] passiert ist.“


Auch sein Hausarzt äußert sich nicht:


„Er will am liebsten schweigen darüber.“


Doch Georgios kämpft weiter – um die Wahrheit in seinen Unterlagen:


„Ich kämpfe um eine Anerkennung, um die Wahrheit, in diesem Dokumentenchaos.“


Denn für ihn ist klar:


„Die Wahrheit ist in diesem Fall: Jawohl, Post Vac und nein, kein Post Covid.“ Zwischen Hoffnung und Verzweiflung

Reha-Maßnahmen, die ihm verordnet wurden, haben nicht geholfen – im Gegenteil. Die zweite Reha verschlechterte seinen Zustand sogar, da sie ihn körperlich überforderte:


„Ich glaub, ich bin hier falsch“,


war sein Eindruck, als er die Liste der zu absolvierenden Anwendungen sah. Auch Medikamente haben ihm nicht geholfen:


„Gar nichts. […] Nichts hilft.“


Was bleibt, ist ein langer, unsicherer Weg – medizinisch und juristisch.


Und trotzdem: Georgios gibt nicht auf. Er will, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Dafür kämpft er mit all der Kraft, die ihm noch geblieben ist. Ein Traum, der geblieben ist

Das Restaurant läuft weiter – getragen von seiner Familie. Die Gäste wissen, was passiert ist.


„Ja, die wissen es alle.“


Und irgendwo ist er noch da, sein Traum vom Michelin-Stern. Das ist sein Ziel. Doch gleichzeitig beschreibt er, was er verloren hat: Denn er spürt, dass ihm der Boden „unter den Füßen weggeschmettert“ wird. Denn Hilfe sieht er „von nirgendwoher.“ „Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben“

Trotz allem hält sich Georgios an etwas fest: Hoffnung und den Halt seiner Familie. Mitfühlend denkt er an andere Betroffene, an Menschen ohne familiäre Unterstützung. An diejenigen, die aufgeben. Er hat Kontakt zu vielen anderen Geschädigten. Es sei wichtig, da


„Zusammenhalt zu finden, dass sie den Kampf nicht aufgeben.“


Denn der Weg als Impfgeschädigter ist hart und schwierig.


Für sich selbst formuliert er klar:


„Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben.“


Ein Satz, der alles sagt, was ihm geblieben ist. Möge er seinen Kampf gewinnen.
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Über diesen Podcast

Der Verein "Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V." möchte mit dem Projekt geimpft, geschädigt, geleugnet" betroffenen Menschen eine Stimme geben, die über die sogenannte Corona-Schutzimpfung erhebliche gesundheitliche Schäden erleiden mussten. Immer noch wird ein dringend erforderlicher Diskurs über die teilweise schrecklichen Folgen dieser beispiellosen Impfkampagne mit massivem gesellschaftspolitischem Druck gezielt verhindert. Dies gilt insbesondere für die Akteure im Gesundheitswesen. Deshalb wollen wir auch mutigen Ärzten und Therapeuten sowie anderen Berufsgruppen, die mit der Impfkampagne und deren Auswirkungen beruflich belastet waren und sind, eine Plattform bieten, um ihren Beitrag zur Aufarbeitung dieser verschwiegenen Katastrophe zu leisten – im Interesse der geschädigten Menschen und des gesellschaftlichen Friedens. Mit viel Herzblut und großem Engagement setzen wir vom Verein MWGFD uns für Sie ein. Dafür müssen auch laufende Kosten getragen werden, z. B. für die Organisation unserer Pressesymposien, für Geschäfts- und Pressestelle, für Druck und Versand von Flyern und Informationsbroschüren, für den Betrieb der Imfpgeschädigten-Hotline und für das Forum uns unterstützender Ärzte und Heilpraktiker. Mit Ihrer Spende fördern Sie unsere wichtige Arbeit. Jeder auch noch so kleine Betrag ist uns willkommen, denn er hilft uns und damit auch Ihnen. HERZLICHEN DANK! Per Überweisung an: Inhaber: MWGFD e.V. IBAN: DE15 7816 0069 0000 0382 61 BIC/SWIFT: GENODEF1MAKBank VR-Bank Fichtelgebirge-Frankenwald eG Sie können uns auch gern über Paypal Geld senden: https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=KNBBYRPHDEJ5J Wir dürfen leider keine Spendenbescheinigungen ausstellen. Das Finanzamt Passau hat uns durch Bescheid vom 19. Oktober 2020 die Gemeinnützigkeit entzogen, weshalb wir keine Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke ausstellen dürfen. Das Rechtsbehelfs- und Klageverfahren gegen diese Entscheidung wurde leider zu Ungunsten des Vereins entschieden.
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Georgios Tziaras: Ich habe den Kampf noch nicht aufgegeben
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