Während der nackte US-Imperialismus für Aufmerksamkeit
sorgt, geht der Ukraine-Krieg weiter. Dessen Ende scheint es 2026
nicht zu geben.
Ein Kommentar von Tilo Gräser.
Seitdem US-Präsident Donald Trump Venezuela überfallen ließ und
ankündigte, auch andere Staaten ins Visier zu nehmen –
einschließlich Grönland – scheint die mediale und politische
Aufmerksamkeit sich vom Geschehen im Ukraine-Krieg abgewendet zu
haben. Dabei halten die Kämpfe dort an, rücken die russischen
Truppen weiter vor und ist ein baldiges Ende des Krieges nicht in
Sicht. Davon zeugte auch der jüngste Gipfel der selbsternannten
„Koalition der Willigen“, auf dem Großbritannien und Frankreich
ankündigten, Truppen in die Ukraine zu entsenden – nach einem
Friedensabkommen. Aber genau mit dieser Ankündigung wird ein
solches Abkommen torpediert, da Russland Truppen aus Nato-Staaten
in der Ukraine ablehnt und mehrfach solche Pläne als eine der
Ursachen des Krieges klarstellte.
Ein Blick in die Liveticker der Medien, zum Beispiel des
russischen Portals RT DE oder des deutschen Mainstream-Mediums
N-TV, zeigen, dass sich nichts in Richtung Frieden bewegt. Beide
Seiten greifen sich mit Drohnen und Raketen an, wobei Russland
die Übermacht zu haben scheint, was die ukrainische Führung immer
wieder zu Terrorangriffen auf russisches Territorium anstachelt.
Zugleich meldet die russische Armee eine „befreite“ Ortschaft in
der Ostukraine nach der anderen. Während die USA sich anscheinend
weiter aus dem von ihnen selbst provozierten Konflikt und Krieg
zurückziehen, setzen die europäischen Politiker, allen voran jene
aus Berlin, London und Paris, aber auch die der baltischen
Staaten, weiter auf Eskalation. Ohne ihre Hilfe mit Milliarden an
Euro und Waffen für Kiew, die sie mit den Steuern ihrer Bürger
bezahlen, wären die ukrainischen Truppen wahrscheinlich längst
zur Kapitulation gezwungen gewesen.
So wird ein Krieg fortgesetzt, der nach Einschätzung selbst
westlicher Fachleute von Kiew nicht zu gewinnen und wohl längst
verloren ist. Dass Moskau bis heute nicht nach US-amerikanischem
Vorbild massiv vorgeht, wird von seinen russophoben Gegnern in
westlichen Hauptstädten als Schwäche fehlgedeutet. Das Kämpfen
geht weiter, damit auch das Sterben und Verstümmeln der Menschen
in Uniform und ohne. Verantwortlich dafür sind jene Politiker im
Westen, die Russland immer noch „in die Knie“ zwingen wollen,
egal, was es kostet, „bis zum letzten Ukrainer“.
In der Ukraine sei es „nur eine Frage von höchstens ein paar
Monaten, bis die ukrainischen Streitkräfte extrem hohe Verluste
erlitten haben und einfach dahinschwinden“. Das erklärte der
ehemalige Russland-Analytiker Ray McGovern in einem am 9. Januar
veröffentlichten Video-Gespräch mit dem Wirtschaftsanalytiker
David Lin. Russland werde sich dann um die Nazis kümmern müssen,
die immer noch die Kiewer Regierung führen, so McGovern.
...https://apolut.net/ukraine-krieg-keine-aussicht-auf-frieden-von-tilo-graser/
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