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  4. Kündigungsmanagement und die Druckkündigung!
 Intro – Praxisfall zum Einstieg

In einem mittelständischen Unternehmen drohen 15 Mitarbeiter
geschlossen zu kündigen, wenn ein bestimmter Kollege nicht sofort
entlassen wird. Der Betriebsfrieden steht auf der Kippe, Kunden
haben sich bereits beschwert – und die Geschäftsführung spürt den
Druck von allen Seiten.

Was tun? Nachgeben und kündigen – oder standhaft bleiben und den
Konflikt anders lösen?

In dieser Folge erfährst du, wann eine Druckkündigung rechtlich
überhaupt zulässig ist, wie hoch die Erfolgsaussichten sind – und
warum sie manchmal trotzdem der Schlüssel zur Lösung eines
festgefahrenen Konflikts sein kann.

 Teil 1: Was ist eine Druckkündigung?

Die Druckkündigung ist keine eigenständige Kündigungsart, sondern
ein besonderer Fall der verhaltens- oder
betriebsbedingten Kündigung.

Sie kommt dann ins Spiel,
wenn Dritte – häufig Kolleginnen und
Kollegen oder Kunden – auf den Arbeitgeber Druck ausüben, einen
bestimmten Arbeitnehmer zu kündigen.

 Teil 2: Rechtliche Voraussetzungen – wann ist eine
Druckkündigung wirksam?

Das Bundesarbeitsgericht ist hier sehr streng.

Eine Druckkündigung ist nur dann zulässig,
wenn:

Der Druck von außen so massiv ist, dass dem
Arbeitgeber objektiv erhebliche
wirtschaftliche oder organisatorische Nachteile drohen – z. B.
Massenkündigungen, Streiks oder ein komplettes
Betriebsklima-Kollaps.

Der Arbeitgeber alles
Zumutbare unternommen hat, um den
Konflikt anders zu lösen – etwa durch
Gespräche, Vermittlungen, Umsetzungen oder Maßnahmen zum Schutz.

Die Kündigung die ultima ratio ist –
also wirklich das letzte Mittel.

Nur wenn diese drei
Voraussetzungen erfüllt
sind, kann eine Druckkündigung
überhaupt rechtlich Bestand haben.

 Teil 3: Wie wahrscheinlich ist eine erfolgreiche
Druckkündigung?

Die Erfolgsaussichten sind sehr
gering – die Gerichte verwerfen viele dieser
Kündigungen.

Warum?

Weil der Arbeitgeber aktiv handeln und
alle Konfliktlösungen vorher prüfen muss. Ein bloßer Verweis auf
„Gruppendruck“ oder „es war nicht mehr tragbar“ reicht
nicht.

Die Rechtsprechung verlangt konkrete Nachweise – am besten
dokumentiert.

Dazu kommt:

Das BAG (z. B. Urteil vom 15.12.2005 – 2 AZR 148/05) und die
Landesarbeitsgerichte, zuletzt das LAG Niedersachsen (Urteil vom
13.05.2025 – 10 SLa 687/24), sagen klar:

„Der Arbeitgeber darf sich nicht ohne Weiteres dem Willen Dritter
beugen.“

 Teil 4: Druckkündigung oder Auflösung – was tun,
wenn der Konflikt nicht mehr lösbar ist?

Und dennoch – es gibt Fälle,
da muss der Arbeitgeber handeln.

Wenn das Betriebsklima durch einen
Konflikt ernsthaft gefährdet ist, kann man
eine Lösung nicht auf Dauer vertagen.

 Fazit:

Die Druckkündigung ist kein arbeitsrechtlicher Joker – sondern
ein hochriskantes Instrument,
das nur mit Vorsichteingesetzt werden
sollte.

Mein Tipp:

Wenn du als Arbeitgeber in eine solche Konfliktsituation gerätst,
dokumentiere jeden Schritt. Prüfe Alternativen. Hole rechtzeitig
Rat ein – und kalkuliere auch, was ein Auflösungsvertrag kosten
würde.

Denn manchmal ist nicht die
Kündigung die Lösung, sondern
das professionelle Management eines
internen Konflikts.

 Outro:

Wenn du in deinem Unternehmen gerade mit einer solchen
Drucksituation zu tun hast – oder du wissen willst, wie du dich
rechtssicher aufstellen kannst:

Melde dich gerne bei mir unter info@kanzlei-wulf.de.

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hinterlasse mir gerne eine Bewertung, wenn dir die Episode
gefallen hat.

Schau dazu auch gern auf dem Blog der Kanzlei Wulf & Collegen
unter www.kanzlei-wulf.de vorbei.

Bis zur nächsten Folge – bleib rechtlich auf der sicheren
Seite!

Dein Sandro Wulf, Rechtsanwalt, Fachanwalt für
Arbeitsrecht und zertifizierter Mediator.
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„Kündigungsmanagement und die Druckkündigung!“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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