058 – Elisabeth Gumpenberger: Heimat im Herzen, Bio im Bauch
Zwischen Stadtleben und Landwurzeln findet Elisabeth Gumpenberger
ihren eigenen Weg – mit einem Bioladen, viel Gemeinschaftssinn und
dem Mut, Beruf und Familie neu zu denken.
57 Minuten
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Beschreibung
vor 7 Monaten
Elisabeth Gumpenberger stammt aus Rohrbach in Oberösterreich, wo
sie mit vier Geschwistern in einem Zweifamilienhaus mit großem
Garten aufwuchs. Ihre Kindheit war geprägt von viel Freiheit und
Naturverbundenheit – ein Leben, das sie später auch ihren eigenen
Kindern ermöglichen wollte. Mit 18 Jahren zog sie nach Wien, um
Sinologie und Internationale Entwicklung zu studieren – ein Weg,
den viele in ihrem Umfeld damals kurios fanden. Für Elisabeth war
es jedoch eine spannende Möglichkeit, neue Perspektiven
kennenzulernen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Nach dem
Studium arbeitete sie bei einem großen Verpackungskonzern, bevor
sie zu einer Open-Innovation-Beratung wechselte, wo sie heute noch
tätig ist. Während ihrer Zeit in Wien war sie Mitgründerin einer
Food Coop – einer Einkaufsgemeinschaft für biologische und
regionale Lebensmittel. Gemeinsam mit ihrem Partner Armin und
Freunden initiierte sie ein Projekt, das nicht nur den Zugang zu
hochwertigen Produkten ermöglichte, sondern auch neue soziale
Netzwerke entstehen ließ. Die Gruppe organisierte sich
basisdemokratisch, traf Entscheidungen im Kollektiv und setzte auf
transparente Strukturen. Die Coop wuchs auf rund 80 Mitglieder, und
Elisabeth lernte in dieser Zeit, wie wertvoll gemeinschaftliches
Handeln und nachhaltiger Konsum sein können. Mit dem dritten Kind
wurde der Alltag in der Stadt zunehmend beschwerlich, und der
Wunsch nach Veränderung wuchs. 2020 entschloss sie sich mit ihrem
Mann zur Rückkehr aufs Land – nicht ohne Zweifel, denn ursprünglich
war ein anderer Ort geplant, und auch beruflich war vieles offen.
Sie nutzte die Karenzzeit, um ein neues Projekt zu planen: einen
eigenen Bioladen. Unterstützt von ihrer Familie, besonders durch
das leerstehende obere Stockwerk im Elternhaus, und durch ihren
Teilzeitjob in Wien, entwickelte sie mit ihrem Mann das Konzept.
Der Laden „LieblingsSpeis“ in Rohrbach öffnete 2021 seine Türen. Er
funktioniert mit einem Vorbestellsystem und ist an einem Tag pro
Woche geöffnet. Viele Produkte stammen von regionalen
Produzent:innen, die Elisabeth und ihr Mann teils schon aus Wien
kannten oder durch persönliche Hofbesuche auswählten. Das Sortiment
ist klein, sorgfältig kuratiert und vollständig biozertifiziert.
Besonders wichtig ist ihnen Transparenz: Die Geschichten hinter den
Produkten werden erzählt, die Menschen dahinter sichtbar gemacht.
Freitag ist der zentrale Tag im Laden: Während Armin frühmorgens
Gemüse, Obst und Brot einsammelt, bereitet Elisabeth den Laden vor,
sortiert Lieferungen und organisiert die Vorbestellungen. Der
Kundenandrang ist bereits zur Öffnung groß – viele schätzen
Qualität und persönliche Atmosphäre, auch wegen des guten Kaffees
und der Möglichkeit zum Plausch. Parallel zu ihrem Engagement im
Laden arbeitet Elisabeth weiterhin für die Innovationsberatung in
Wien – meist von zu Hause aus, gelegentlich reist sie für Workshops
in die Stadt, beispielsweise im Rahmen ihrer Tätigkeit fürs
Netzwerk Zukunftsraum Land. Diese Doppelbelastung erfordert viel
Organisation, klare Rollenaufteilungen und das Bewusstsein, dass
nicht alles gleichzeitig möglich ist. Dennoch genießt sie die
Vielfalt. Die Rückkehr aufs Land brachte auch kulturelle
Umstellungen. Familiäre Rollenbilder, Erwartungshaltungen im Umfeld
und der Umgang mit Mobilität sind Herausforderungen. Besonders die
Kinderbetreuung sieht sie als zentrales Thema – viele Frauen am
Land erleben den Druck, ihre Kinder frühzeitig und ausschließlich
selbst zu betreuen. Gleichzeitig wünscht sie sich mehr kindgerechte
Verkehrsplanung und Infrastruktur, die Alltagswege ohne Auto
ermöglicht. Elisabeth blickt mit Dankbarkeit auf den Weg zurück und
den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit. Ihr Rat: Wenn man für
etwas brennt, soll man es ausprobieren – aber mit einem Plan B in
der Tasche. Dass sie zwei Standbeine hat – den Job in Wien und den
Laden am Land – gibt ihr Sicherheit und ermöglicht ihr, Familie,
Beruf und persönliche Überzeugungen zu verbinden.
sie mit vier Geschwistern in einem Zweifamilienhaus mit großem
Garten aufwuchs. Ihre Kindheit war geprägt von viel Freiheit und
Naturverbundenheit – ein Leben, das sie später auch ihren eigenen
Kindern ermöglichen wollte. Mit 18 Jahren zog sie nach Wien, um
Sinologie und Internationale Entwicklung zu studieren – ein Weg,
den viele in ihrem Umfeld damals kurios fanden. Für Elisabeth war
es jedoch eine spannende Möglichkeit, neue Perspektiven
kennenzulernen und sich persönlich weiterzuentwickeln. Nach dem
Studium arbeitete sie bei einem großen Verpackungskonzern, bevor
sie zu einer Open-Innovation-Beratung wechselte, wo sie heute noch
tätig ist. Während ihrer Zeit in Wien war sie Mitgründerin einer
Food Coop – einer Einkaufsgemeinschaft für biologische und
regionale Lebensmittel. Gemeinsam mit ihrem Partner Armin und
Freunden initiierte sie ein Projekt, das nicht nur den Zugang zu
hochwertigen Produkten ermöglichte, sondern auch neue soziale
Netzwerke entstehen ließ. Die Gruppe organisierte sich
basisdemokratisch, traf Entscheidungen im Kollektiv und setzte auf
transparente Strukturen. Die Coop wuchs auf rund 80 Mitglieder, und
Elisabeth lernte in dieser Zeit, wie wertvoll gemeinschaftliches
Handeln und nachhaltiger Konsum sein können. Mit dem dritten Kind
wurde der Alltag in der Stadt zunehmend beschwerlich, und der
Wunsch nach Veränderung wuchs. 2020 entschloss sie sich mit ihrem
Mann zur Rückkehr aufs Land – nicht ohne Zweifel, denn ursprünglich
war ein anderer Ort geplant, und auch beruflich war vieles offen.
Sie nutzte die Karenzzeit, um ein neues Projekt zu planen: einen
eigenen Bioladen. Unterstützt von ihrer Familie, besonders durch
das leerstehende obere Stockwerk im Elternhaus, und durch ihren
Teilzeitjob in Wien, entwickelte sie mit ihrem Mann das Konzept.
Der Laden „LieblingsSpeis“ in Rohrbach öffnete 2021 seine Türen. Er
funktioniert mit einem Vorbestellsystem und ist an einem Tag pro
Woche geöffnet. Viele Produkte stammen von regionalen
Produzent:innen, die Elisabeth und ihr Mann teils schon aus Wien
kannten oder durch persönliche Hofbesuche auswählten. Das Sortiment
ist klein, sorgfältig kuratiert und vollständig biozertifiziert.
Besonders wichtig ist ihnen Transparenz: Die Geschichten hinter den
Produkten werden erzählt, die Menschen dahinter sichtbar gemacht.
Freitag ist der zentrale Tag im Laden: Während Armin frühmorgens
Gemüse, Obst und Brot einsammelt, bereitet Elisabeth den Laden vor,
sortiert Lieferungen und organisiert die Vorbestellungen. Der
Kundenandrang ist bereits zur Öffnung groß – viele schätzen
Qualität und persönliche Atmosphäre, auch wegen des guten Kaffees
und der Möglichkeit zum Plausch. Parallel zu ihrem Engagement im
Laden arbeitet Elisabeth weiterhin für die Innovationsberatung in
Wien – meist von zu Hause aus, gelegentlich reist sie für Workshops
in die Stadt, beispielsweise im Rahmen ihrer Tätigkeit fürs
Netzwerk Zukunftsraum Land. Diese Doppelbelastung erfordert viel
Organisation, klare Rollenaufteilungen und das Bewusstsein, dass
nicht alles gleichzeitig möglich ist. Dennoch genießt sie die
Vielfalt. Die Rückkehr aufs Land brachte auch kulturelle
Umstellungen. Familiäre Rollenbilder, Erwartungshaltungen im Umfeld
und der Umgang mit Mobilität sind Herausforderungen. Besonders die
Kinderbetreuung sieht sie als zentrales Thema – viele Frauen am
Land erleben den Druck, ihre Kinder frühzeitig und ausschließlich
selbst zu betreuen. Gleichzeitig wünscht sie sich mehr kindgerechte
Verkehrsplanung und Infrastruktur, die Alltagswege ohne Auto
ermöglicht. Elisabeth blickt mit Dankbarkeit auf den Weg zurück und
den mutigen Schritt in die Selbstständigkeit. Ihr Rat: Wenn man für
etwas brennt, soll man es ausprobieren – aber mit einem Plan B in
der Tasche. Dass sie zwei Standbeine hat – den Job in Wien und den
Laden am Land – gibt ihr Sicherheit und ermöglicht ihr, Familie,
Beruf und persönliche Überzeugungen zu verbinden.
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