Greifen die USA in den Krieg ein? | Von Thomas Röper
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vor 8 Monaten
Der Angriffskrieg, den der israelische Ministerpräsident
Netanjahu gegen den Iran gestartet hat, eskaliert weiter. China
scheint dem Iran Unterstützung zu liefern und die Anzeichen, dass
die USA in den Krieg eingreifen, mehren sich.
Ein Kommentar von Thomas Röper.
Erst vor zwei Tagen habe ich in
einer Analyse geschrieben, dass der Iran für die USA zu
einem Stellvertreterkrieg werden könnte, der nur schwer zu
gewinnen sein dürfte, weil es wahrscheinlich ist, dass Russland
und China (und vielleicht auch Nordkorea) den Iran offen oder
verdeckt unterstützen könnten.
Nur wenige Stunden, nachdem ich den Artikel geschrieben
hatte, meldete der britische Telegraph bereits, dass
Daten von Flightradar zeigten, dass innerhalb von drei Tagen drei
aus China kommende Transportflugzeuge in den Iran geflogen sind.
Mehr ist darüber nicht bekannt, aber jeder kann selbst überlegen,
was diese Flugzeuge wohl an Bord gehabt haben könnten.
Und natürlich wird damit auch klar, dass im Iran eine weitaus
größere Eskalation droht.
Hier will ich die Ereignisse der letzten zwei Tage
zusammenfassen.
Merz, die widerliche Fratze Deutschlands
Es ist geopolitisch nur eine Randnotiz, denn Deutschland hat
seinen internationalen Einfluss weitgehend verloren, aber dass
Bundeskanzler Merz sich im deutschen Fernsehen darüber gefreut
hat, dass Israel „die Drecksarbeit für uns alle
erledigt“ und dass Merz offen auf einen Regimechange im Iran
setzt, wurde international fast schon schockiert aufgenommen.
Deutschland galt, trotz seiner Zugehörigkeit zum westlichen
Block, über Jahrzehnte als international anerkannter Vermittler
in Konflikten. Deutschlands von Willy Brandt begonnene und von
den Kanzlern Schmidt, Kohl und Schröder fortgesetzte Ostpolitik
hatte dazu den Startschuss gegeben, denn Deutschland hat damit
gezeigt, dass es trotz seiner Blockzugehörigkeit erfolgreich als
neutraler Vermittler auftreten konnte.
Dass Deutschland spätestens unter Scholz zu einem willenlosen
Vasallen der USA geworden ist, wurde weltweit mit Überraschung
und auch Bestürzung aufgenommen und hat dazu geführt, dass
Deutschlands Politik international nicht mehr als (auch nur
teilweise) eigenständig wahrgenommen wird. International hält es
kaum jemand mehr für nötig, mit Deutschland über wichtige Themen
zu reden, weil man dann besser gleich mit den Entscheidern in
Washington, Brüssel oder jetzt auch Tel Aviv reden kann, anstatt
mit dem radikalen, alles nachplappernden Deutschland, das im
Grunde nicht entscheiden und kaum etwas beeinflussen kann.
Merz hat dem internationalen Ansehen Deutschlands in den wenigen
Wochen, seit er an der Regierung ist, wohl mehr Schaden zugefügt,
als so ziemlich jeder andere deutsche Politiker es in so kurzer
Zeit geschafft hat. Sogar Baerbock hat dazu mehr als nur sechs
Wochen gebraucht.
...
https://apolut.net/greifen-die-usa-in-den-krieg-ein-von-thomas-roper/
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