Der G7-Gipfel ist gescheitert | Von Thomas Röper

Der G7-Gipfel ist gescheitert | Von Thomas Röper

6 Minuten

Beschreibung

vor 8 Monaten

Der G7-Gipfel in Kanada scheint ohne Ergebnis verlaufen
und damit gescheitert zu sein. US-Präsident Trump ist sogar
überraschend vorzeitig abgereist.


Ein Kommentar von Thomas Röper.


Die G7 sind ein Anachronismus aus dem letzten Jahrhundert, denn
die dort vertretenen „größten Industrienationen der Welt“ sind
das schon lange nicht mehr. Entsprechend der Wirtschaftskraft
müsste die G7, also die Versammlung der sieben größten
Volkswirtschaften, heute aus anderen Staaten bestehen. Nach
nominellem BIP wären das heute die USA, China, Deutschland,
Japan, Indien, Großbritannien und Frankreich.


Da das nominelle BIP aber nicht dazu geeignet ist, verschiedene
Volkswirtschaften miteinander zu vergleichen (die Gründe dafür
finden Sie hier), müsste man das BIP nach Kaufkraftparität zum
Vergleich nehmen. Dann müssten die G7 heute aus China, den USA,
Russland, Japan, Deutschland und Brasilien bestehen.


Entsprechend finden die Treffen der G7, die de facto nichts
weiter sind als ein weiterer politischer Zusammenschluss der
westlichen Staaten, international immer weniger Beachtung, auch
wenn die deutschen Medien darüber immer so berichten, als sei das
eine der weltweit wichtigsten Institutionen, dabei haben
beispielsweise die BRICS den G7 längst den Rang abgelaufen, denn
sie sind wirtschaftlich stärker als die G7 und vertreten auch
weit mehr Menschen.


Trump will die G8 zurück


Als US-Präsident Trump beim G7-Gipfel in Kanada ankam, machte er
deutlich, was er von den G7 hält. Bei der Begrüßung durch den
kanadischen Premierminister erklärte Trump, dass die G7 früher G8
geheißen hätten und dass es ein Fehler gewesen sei, Russland aus
dem Club rauszuwerfen. Und er fügte auch noch hinzu, er könne
sich auch eine Mitgliedschaft Chinas gut vorstellen. Trump nannte
das eine „Super-Idee“.


Danach gab es einige Treffen der Staats- und Regierungschefs, bei
denen Trump den Meldungen zufolge eher zuhörte, was man ihm zu
sagen hatte, was den französischen Präsidenten Macron zu der
Aussage brachte, er habe den Eindruck bekommen, Trump sei
weiteren Russland-Sanktionen gegenüber nicht abgeneigt.


Allerdings hat Trump später mitgeteilt, was er von Macron und
dessen Aussagen hält, wie wir gleich sehen werden.


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